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Bolivien auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 02.04.2010
Beiträge: 3
Bolivien befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.04.2010, 17:43

Bolivien


Ich wohne im tropischen Santa Cruz-Bolivien,bin Schweizer, 60 schon. Ich habe eine grosse Hobby-Farm mit einem Ort, wo viele Stadtkinder auf Besuch kommen. Hier möchte für diese Kinder eine richtig grosse Kaninchenanlage bauen, welche folgende Zwecke erfüllen sollte:
-Kontakt Kinder mit Kaninchen
- grosszügige, verspielte Anlage (ca. 150 m2)
- Tiere gut kontrollierbar
- sicher vor Raubvögeln und Schlangen
Im Internet bin ich nicht fündig geworden.
Meine Frage: kennt jemand von Euch eine Person, Organisation, Park etc. welche so etwas ähnliches hat? Falls ja, wäre ich dankbar für die Web-Seite oder Mail-Adresse.
Wäre lieb, wenn mir da Fachleute wie Ihr helfen könntet, dies zu realisieren. Gruss aus Südamerika.



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Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 02.04.2010, 20:26

AW: Bolivien


Oh, das wird aber ein Riesen-Projekt! Respekt, da hast du einiges vor.

Ich kenne mich leider mit der Tierwelt in Bolivien nicht aus und weiß daher nicht wie man sich zum Beispiel gegen Schlangen absichern kann. Ich habe auch keine Vorstellung davon, wie man eine 150 qm große Anlage gegen Raubvögel absichern kann, ich denke für Netze ist das viel zu groß. Und es kommt ja auch auf den Preisrahmen an, den du zur Verfügung hast.

Vielleicht kannst du uns einige Daten noch zur Verfügung stellen:
  • Wo kommen Schlangen durch? (Größe des Schlupflochs?)
  • Gibt es freilaufende Hunde, Katzen oder andere größere oder kleinere Raubtiere?
  • Welche Vegetation ist bei euch vorhanden? Dicht belaubte Bäume sind immer von Vorteil, sie schützen gegen Angriffe aus der Luft zumindest zum Teil und bieten den Kaninchen schöne Schattenplätze - die mögen Hitze ja bekanntlich nicht so besonders.
  • Welcher Untergrund befindet sich im Gehege? Lockerer Boden der sich gut zum buddeln eignet? Oder eher fester lehmiger oder harter trockener Boden?
  • Gibt es vom Gelände her Besonderheiten wie Hügel oder ähnliches?
Vielleicht fallen den anderen noch wichtige Fragen ein.

Du musst dir allerdings auch im Klaren darüber sein, dass Kaninchen ausgesprochen ihren eigenen Kopf haben. Sie sind zwar neugierig und kontaktfreudig, aber keine Kuscheltiere. Längst nicht alle lassen sich streicheln.

Außerdem haben sie die Eigenart Höhlenbewohner zu sein. Ist der Boden geeignet, wirst du bald das ganze Areal untertunnelt haben... das erschwert natürlich die Kontrollierbarkeit.

Beste Kontrollmöglichkeit ist daher immer ein Futterritual, bei dem man die Tiere eine zeitlang beobachtet, ob auch alle zum fressen erscheinen, ob alle gesund sind oder ob etwas auffällt.




Ninchen
 
Registriert seit: 02.04.2010
Beiträge: 3
Bolivien befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.04.2010, 21:29

AW: Bolivien


Hallo Lupine
Danke für Dein Mail. Mein Zaun rund um die Anlage wird meine Hunde davon abhalten, reinzukommen. Auch sind keine Gefahr zu erwarten von anderen Wildtieren, ausser eben die vielen Greifvögel. Ein Netz ist hässlich. Ich habe an Drahtgeflechte gedacht. Der Savannen-Boden ist hart wie Beton, da glaube ich ist keine Gefahr.
Ich habe einige Fragen, deren Antworten mich sehr interessieren:
Angenommen, ich möchte als Endziel 30 Kaninchen haben auf meinen 150 m2. Oder kann man mehr haben?
Wieviele "Kaninchenställe" muss ich da bauen?
Schlafen die Kaninchen auch in Gruppen?
Hat jedes Kaninchen seinen festen Stamm-Schlafplatz?

"Management" der Anlage: ich möchte als Kinder-Attraktion junge Hasen haben.
Was mach ich mit den jungen Hasen, wenn die grösser werden? Nehme ich die halb-erwachsenen Hasen raus und lasse ich nur die Eltern drin?
Kann ich einige Böcke kastrieren lassen und diese dann in der Gruppe behalten?

Du siehst an meinen Fragen, dass ich von Kaninchen (im grossen Freigehege) noch keine grosse Ahnung habe. Kennst Du eine Webseite, welche solche Fragen über "Management" beantworten. Bin gespannt auf Deine Antwort




Benutzerbild von lolo
Ehren-Moderatorin
 
Registriert seit: 08.11.2008
Beiträge: 2.954
lolo befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
lolo eine Nachricht über MSN schicken
Geschrieben am 03.04.2010, 15:08

AW: Bolivien


Wow, ich bin wirklich baff. Hört sich aber nach einem interessanten Projekt an

Vielleicht kann man dir hier noch einige Informationen dazu geben:
freilaufkaninchen.de (tagsüber Freilaufhaltung von Kaninchen im Garten mit Verwendung von Kleintierstromzäunen)
degupedia.de/forum (Forenmitglied mit Erfahrungen von Haltung auf Kaninchenweide)



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wiesenhoppler.de.tl



Benutzerbild von möhrenschnippler3
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 28.11.2009
Beiträge: 313
möhrenschnippler3 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.04.2010, 17:46

AW: Bolivien


Wow!!!!

Ich wünschte ich hätte auch so viel Platz!!!!

Oh wie gerne würde ich bei Ihrem Projekt mitmachen bzw. mitbauen. Leider ist es zu weit.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und denke ich spreche im Namen vieler hier wir würden uns auf Fotos freuen.

LG




Benutzerbild von Nischikattt
Kaninchen
 
Registriert seit: 08.08.2009
Beiträge: 1.810
Nischikattt befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Geschrieben am 03.04.2010, 17:56

AW: Bolivien


Ich finde, ohne jemanden persönlich angreifen zu wollen, dass sich dieses "Projekt" nicht gut anhört.
....
Zwergkaninchen als Attraktion für Kinder: Die meisten Kaninchen mögen es gar nicht, wie im Streichelzoo, bekuschelt zu werden. Im Gegenteil: Es macht den meisten Angst. Die Tiere kommen nicht zur Ruh´.
Dass man nur junge Kaninchen dafür nehmen möchte ist, meines Erachtens nach, nicht realisierbar ... Ich fände es nicht gut, wenn ich 3,4 Monate irgendwo leben würde und mich dann jmd. wieder aussiedeln würde. Ich denke Kinder würden auch ausgewachsene Tiere, die ja auch nicht allzu groß sind, gern besuchen.
Am Besten ist es die Tiere von "Notstellen, oder Tierheimen" zu holen und alle männlichen kastrieren zu lassen. Bitte keine "Hobbyzucht" eröffnen!! Es gibt genug arme Tiere auf der Welt ... !

Wenn Du 150qm hast, warum hälst du dir nicht sowas wie kleine Hunde, oder Ziegen, oder Meerschweinchen? Diese Tiere können die spielerei von Kindern definitiv besser verkraften. Kaninchen sind echt sensible Tiere ...
Denk bitte mal darüber nach .

LG, Leoni



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Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 03.04.2010, 20:14

AW: Bolivien


Das Problem ist: Kaninchen vermehren sich wie die sprichwörtlichen Karnickel Du hast keine Chance, sinnvolle Geburtenkontrolle zu betreiben wenn du auch nur einen einzigen unkastrierten Rammler dort in der Gruppe hast. Innerhalb kürzester Zeit explodiert die Population drastisch, und deine Häsinnen können an Entkräftung sterben Es kann auch passieren, dass du mehrere Würfe verlierst, weil die Häsin bereits nach 4 Wochen erneut wirft, und sich dann weder um den "alten" noch um den "neuen" Wurf kümmert Ich rate deshalb dringend davon ab!

Kaninchen vermehren sollte man ohnehin nur dann, wenn man über reinrassige Zuchttiere verfügt. Andernfalls kann es zu üblen Behinderungen kommen beim Nachwuchs, ein Umstand den du den jungen Besuchern sicher nicht zumuten möchtest. Das heißt im Klartext: alle Rammler kastrieren! Und 6 Wochen warten, bis sie zu den Häsinnen dürfen.

Unkastrierte Rammler haben noch einen weiteren Nachteil: treffen zwei aufeinander, und kann der unterlegene nicht ausweichen, kann es zu tödlichen Kämpfen kommen.

Eine gute Gruppenzusammenstellung bei 30 Tieren wären 20 Häsinnen und 10 Kastraten, das dürfte eine verhältnismäßig stabile Gruppenstruktur ergeben.

Kaninchen können um 10 Jahre alt werden, und sie sind auch als erwachsene Tiere süß. Und wenn sie gut behandelt werden, auch recht zutraulich. Du könntest die Kinder mit gutem Grünfutter auf die Anlage lassen, dann kommen die Kaninchen nach kurzem von ganz von selbst.

Unterschlüpfe sollten pro Tier einer zur Verfügung stehen, aber Kaninchen schlafen gern auch mal gemeinsam. Meine drei, die gemeinsam ein Gehege bewohnen, kuscheln viel und ausgiebig miteinander. Denk bitte daran, dass jeder Unterschlupf über 2 Eingänge verfügt. Prima sind zum Beispiel kurze Betonröhren, über die du einen Erdhügel aufschüttest. Dann hast du quasi einen künstlichen Kaninchenbau. Die Unterschlüpfe sollten so groß sein, dass sich 3 - 4 Kaninchen dort ausgestreckt hinlegen können.

Bei deinen Platzverhältnissen würde ich dir zu recht großen Kaninchen raten, sie sind nicht ganz so empfindlich wie die kleinen. Nur für den Fall, dass doch mal ein Kind auf die Idee kommt, eines hochzuheben.

@ Nischikatt: ich bin ehrlich gesagt nun etwas geschockt - Meerschweinchen sind fast noch ängstlicher als Kaninchen, und auf keinen Fall besser als Kindertiere geeignet, höchstens gleich gut.




Benutzerbild von Nischikattt
Kaninchen
 
Registriert seit: 08.08.2009
Beiträge: 1.810
Nischikattt befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Nischikattt eine Nachricht über ICQ schicken Nischikattt eine Nachricht über Skype™ schicken
Geschrieben am 04.04.2010, 09:26

AW: Bolivien


Ich denke es wird auf jeden Fall die Situation geben, dass die Kinder die Tiere angrabschen und hochheben möchten, deshalb stimme ich Lupine zu, wenn es UNBEDINGT Kaninchen sein müssen, größere Rassen/größere Tiere anzuschaffen.

@Lupine: aus Erfahrungen heraus empfinde ich einfach, dass Meerschweinchen nicht so empfindlich und anfällig sind, wie Kaninchen. Aber Recht hast du eigentlich, wenn du sagst beide sind GLEICH STARK ungeeignet .

Ich hatte mir gestern im Profil von Bolivien mal durchgelesen, was er noch alles für Tiere auf seinem Hof zur Schau stellt. Finde ich super - das reicht doch für Kinder ... ! Ich weiß nicht, wie das bei kindern in Bolivien ist, aber in Deutschland ist es ja nunmal so, dass viele Kinder entweder Kaninchen haben, oder Freunde mit solchen Kleintieren. Also meine ich, dass es für ein kind sowieso interessanter ist, auch mal Tieren wie Ziegen etc .. ganz nah zu sein und sogar zu streicheln.

LG



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Benutzerbild von miley
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 10.08.2009
Beiträge: 45
miley befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.04.2010, 14:05

AW: Bolivien


Südamerika, wow
tja leider kann ich ihnen nicht helfen, wünsche ihnen aber trotzdem viel glück.
Ihre miley




Ninchen
 
Registriert seit: 02.04.2010
Beiträge: 3
Bolivien befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.04.2010, 16:55

AW: Bolivien


Ich möchte mich bei Euch bedanken für die Antworten. Sehr interessant die verschiedenen Ansichten. Die Webseite :freilaufkaninchen.de war eine grosse Hilfe, zeigt es doch, dass schon mehr Personen diese Grossanlagen realisiert haben.
Zu Eurem Verständnis: Bolivien ist ein armes Land; da gibt es weder Tierheime etc noch Rasse-Kaninchen noch Zwerghasen zu kaufen, sondern man muss leider aus einer miserablen (was über Eure Vorstellungskraft hinausgeht) "Tierhandlung" diese armen Tiere durch Kauf befreien. Es ist eine Lotterie zu wissen, ob das Tier gesund ist. Darum habe ich bereits eine Quarantäne-Station eingerichtet. Auch einige Antworten gaben mir den guten Ratschlag, dass Kaninchen und Meerschweinchen keine Streicheltiere sind. Das weiss ich schon lange, steht auch überall im Internet. Und da glaube ich, da braucht Ihr auch keine grosse Angst zu haben, denn auf einem Gelände von 150 m2, wo ich viele Nischen, Burgen, Löcher etc. baue wird es fast unmöglich sein, ein Tier zu berühren (das weiss ich aus meiner Kindheit, wir hatten eine grosse Anlage im Garten). Und dass Kinder oder Erwachsene in ein "Loch" reinlangen, um ein Tier zu fassen ist aus erzierherischen Gründen (das lernt jedes Kind)fast unmöglich, denn kaum ein Südamerikaner greift in ein Loch rein, denn es werden viele Schlangen sich in der Nähe dieser "natürlichen Wohnungen" aufhalten.
Diese kleinen giftigen Schlangen können unmöglich ein junges Kaninchen fressen, hingegen die schönen seltenen Boas, die 2 Meter lang sind (und die ich besonders schütze) die könnten junge Hasen fressen, aber die kommen kaum ins Gelände rein. Bleibt nur die Gefahr der Greifvögel.
Dafür habe ich noch keine estetische und praktische Lösung (Tropenregen und starke Winde).

Ich weiss aus dutzenden von Internet-Ratschlägen, dass man Meerschweinchen und Kaninchen NICHT zusammen halten sollte. Ich plane neben der Kaninchen-Anlage von 150 m2 eine andere für Meerschweinchen von ca. 100m2.
Wenn man von einer Fläche von 250 m2 sprechen würde, gilt dann dieses "Verbot" (Kaninchen und Meerschweinchen) auch noch. Da gibt es ja genügend Platz für alle, sich auszuweichen, oder.
Da würde mich Eure Meinung interessieren.

Trinkwasser: im geplanten Ort besteht schon ein kleiner See, der ca. 15 Meter lang ist und ca. 8 Meter breit, schön verwachsen und es hat auch einige untiefe Sumpfstellen rundherum. Ich stelle mir vor, dass Kaninchen Wasser trinken aus dem See. Hat da jemand Erfahrung mit solchen Trinkstellen. Nachteil: das Wasser ist natürlich verschmutzt (totsicher keine Chemie) aber Regenwasser. Meine Hunde trinken das täglich, obwohl ich denen auch immer frisches Wasser hinstelle. Ich stelle mir vor, dass Kaninchen dieses Wasser auch ertragen. Auch wenn ich den lieben Kaninchen frisches Trinkwasser hinstelle, dass kann ich ja nicht verhindern, dass sie eventuell an den See gehen, oder?

In diesem Zusammenhang eine "dumme" Frage. Gehen Kaninchen zur Abkühlung auch ins seichte Wasser oder hassen die Tiere sumpfige Stellen? Nicht so wichtig, werde das dann selber entdecken.

Bleibt nur das leidige Thema der Geburtenkontrolle. Ich werde folgendes bauen:
Abgeschaut von den Rinder-Korralls (funktioniert wie ein Trichter) hier in Bolivien werde ich die Tiere immer in einem Ort füttern, dass ich abschliessen kann bei Bedarf. So können die Tiere, falls ich eines herausholen muss, weniger fliehen. Dies klappt sicher.
Für fachgerechte Tips in Sachen Geburtenkontrolle bin ich dankbar. Bin am lesen, was ich alles finde im Computer.......

soviel zum Thema. Danke für Eure Hilfe und Euer Interesse. Gruss aus Bolivien.




Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 04.04.2010, 17:45

AW: Bolivien


Man kann durchaus Meerschweinchen und Kaninchen auf der selben Anlage halten, wenn sie genug Raum haben um sich aus dem Weg zu gehen, und genügend ihrem Verhalten angepasste Teile der Anlage: Meerschweinchen brauchen eine relativ dichte "Kette" an Versteckmöglichkeiten, sie huschen von Unterschlupf zu Unterschlupf. Kaninchen möchten gern erhöhte Aussichtsplätze haben, und Freiflächen zum rennen und Haken schlagen. Kannst du beides in deine Anlage integrieren, spricht nichts dagegen beide Tierarten zusammen zu halten. Einzig die Fütterung könnte den Kaninchen vielleicht ein wenig zu viel Vitamin C liefern, die Meerschweinchen benötigen dieses unbedingt.

Sumpfige Stellen können für beide Tierarten zur schlimmen Gefahr werden, sie können dort vielleicht einsinken und kommen nicht mehr heraus.

Ins Wasser gehen die Tiere nur, wenn es sich gar nicht vermeiden lässt, zur Abkühlung werden sie dies sicher nicht tun. Du musst ihnen möglichst viele schattige Plätze zur Verfügung stellen, damit sie keinen Hitzschlag erleiden können.

Geburtenkontrolle ist auf dieser Anlage nicht möglich. Selbst wenn du die Häsinnen herausfängst, und außerhalb decken lässt, wirst du niemals jeden Jungrammler rechtzeitig erwischen bei diesem großen Terrain. Die einzige Chance die du hättest: Wurfgehege für die Häsinnen, in denen sie 10 Wochen mit ihrem Nachwuchs zusammen in "Einzelhaft" bleiben. Die Rammler mit 10 Wochen abtrennen, die Häsinnen bleiben in der Klein-Gruppe, die Rammler kastrieren lassen und noch 6 Wochen abtrennen. Nach 16 Wochen dann die Mutter samt Nachwuchs auf die Anlage, dann sind sie alt genug für eine Vergesellschaftung. Aber: dann sind die Kleinen längst schon "Jugendliche", und genauso "wenig attraktiv" wie erwachsene Kaninchen. Bitte beachten: die Jungtiere müssen 8 bis 10 Wochen unbedingt beim Muttertier bleiben! Und eine Vergesellschaftung mit der Großgruppe darf nicht unter 16 Wochen stattfinden, sonst erleiden die Jungen Schaden!

Ich würde aber von eigener Nachzucht dringend abraten. Die Probleme, die du dir dadurch einhandeln kannst sind unter Umständen enorm groß.




Geändert von Lupine (04.04.2010 um 17:48 Uhr).
 
 
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