Zitat:
Zitat von Archaic Ich bedanke mich bei allen Antworten die mir zur Frage gegeben wurden. Um andere Antworten hatte ich nicht gebeten. |
Naja, das ist, wie wenn jemand fragt, ob Äpfel gut sind, wenn man abnehmen will, und nebenher erwähnt, dass er täglich eine Flasche Cola trinkt... Wer würde da nicht (zu recht!) antworten: Äpfel sind gut, aber lass die Cola weg?
Wenn ihr die Kaninchen draußen nicht auf angemessener Fläche halten könnt, wäre ein Gehege in Innenhaltung eine Möglichkeit? Ich verstehe das Problem, dass der Mieter da nicht mitspielt, aber es sind nicht die Tiere, die darunter leiden sollten. Kann man keine artgerechte Haltung bieten, sollte man es den Tieren zuliebe vorziehen, sich keine anzuschaffen oder eben andere, denen man unter diesen Bedingungen gerechtwerden kann.
Ich finde es wahnsinnig schade, dass Tierheime und Co. oft so schlecht beraten. Es kann einem ja niemand übelnehmen, dass man solchen Stellen glaubt (mehr als Leuten, die unter anonymen Nicknames im Internet unterwegs sind) und ihnen vertraut, aber leider steckt das Bild des Käfigkaninchens in den Köpfen fest und wird munter weiterverbreitet, auch von denen, von denen man eigentlich hofft, sie wüssten es besser... Das gilt im Übrigen auch für Tierärzte, die nicht selten keine Ahnung von Kaninchen haben und aufkosten von Tieren und Haltern, die auf sie vertrauen, vollkommen falsch therapieren, mit schlimmen Folgen.
Übrigens habe ich momentan selbst einen kleinen Zwerg zu Hause, der ausgesetzt wurde. Er ist mehr als eine Handvoll, wiegt aber noch kein Kilo; wenn die Elterntiere so klein sind, dass sie auf eine Hand passen, würde mir auch sehr zu denken geben, was ihre Gesundheit betrifft. Gerade, wenn beide so klein sind; denn eigentlich sollte man Zwerge nur mit größeren Tieren verpaaren, da reinerbige Typzwerge nicht lebensfähig sind = Qualzucht. Ich bin nicht sicher, ob reinerbige Zwerge alle früh sterben (also die Geschwister von euren Kaninchen, die reinerbig waren, schlichtweg schon tot sind) oder ob ihr da vielleicht Gefahr lauft, euch unwissentlich schwer erbkranke Tiere nach Hause zu holen, ganz abgesehen von den Gefahren, die ohnehin bei extrem verzwergten Kaninchen auftreten können.
Wie dem auch sei... Der kleine Kerl, den ich hier zu Hause habe, ist unglaublich aktiv und nur, dass er klein ist, bedeutet nicht, dass er wesentlich weniger Platz braucht. Ich habe ihn momentan noch in Quarantäne und nachts hat er nicht so viel Platz (etwa so viel wie in einem sehr großen handelsüblichen Stall), da versucht er alles, um irgendwie rauszukommen. Tagsüber flitzt er auf großer Fläche wie ein Wahnsinniger. Man unterschätzt leider den Platzbedarf von Kaninchen, wenn man die Tiere nur aus Käfighaltung kennt und entsprechend gar nciht weiß, zu welchen Bewegungen sie fähig sind.
Es ist schön, wenn ihr tagsüber viel Platz bieten wollt, aber auch nachts ist eine gewissen Fläche sehr wichtig. Im Winter ist es lange dunkel und da können die Kaninchen am Tag vielleicht 8-10 Stunden raus, wenn man sich Mühe gibt und sie wirklich zeitig rauslässt und spät wieder einsperrt - bleiben mindestens 14 Stunden im Käfig, in denen sie unausgelastet sind, sich langweilen und mit etwas Pech böse Streitereien anfangen, da sie sich nciht aus dem Weg gehen und nicht über die Distanz kommunizieren können, was schnell zu Missverständnissen führt.