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Kaninchen
 
Registriert seit: 17.12.2012
Beiträge: 7.295
Angora-Angy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.01.2013, 10:29

Was hätte ich da tun sollen als frisch eingestellter Lehrling? Bin sowieso nach zwei Monaten rausgeflogen, weil mein Chef jeden noch so winzigen Fehler mit Riesentheater bestraft hat und in der Folge ich nur noch zitternd vor Angst auf Arbeit gegangen bin. Durch Angst macht man natürlich umso mehr Fehler. Schicker Teufelskreis...
Furunkel hatte ich durchaus schon. An einen im Ohr kann ich mich gut entsinnen, saß vorn im Gehörgang. Wurde mit Wärme zur Reife gebracht und dann aufgeschnitten. Fertig. Letztes Jahr hab ich mir beim Kompostschaufeln das Knie infiziert, war schön dick mit so einem hübschen gelben Krater in der Mitte. Hab Ringelblumenöl (aus selbstangebauten Ringelblumenblüten) draufgemacht, inkl. Blütenblätter, Verband drum und warten bis es vorbei ist.
Mein Hund ist damals an Lungenkrebs gestorben. Wir waren beim Tierarzt, den er bis dato nur beim Impfen gesehen hat, dort wurde festgestellt, dass man nichts mehr tun kann. So haben wir den Hund zuhause behalten und als er dann gestorben ist, hab ich ihn in den Armen gehalten und ihn nicht noch in seinem Todeskampf ins Auto verfrachtet und in eine kalte, beängstigende Praxis geschleift.
Sachen wie Gebärmuttervereiterungen sind natürlich eine andere Sache, die können immer auftreten, egal bei welcher Haltung. Ich wollte auf keinen Fall den Eindruck erwecken, dass ich Tierärzte komplett ablehne. Ich sehe nur keinen Sinn darin, ein altes Tier noch ewig zu behandeln, statt es in Frieden in seiner gewohnten Umgebung sterben zu lassen. Der normale Tod an sich sollte eigentlich nicht schmerzhaft sein. Weißt du denn, ob du dem Tier nicht etwas wichtiges nimmst, wenn du es in seiner Todesstunde mit Schmerzmitteln benebelst?



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Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 22.01.2013, 11:26

Zitat:
Zitat von Angora-Angy Beitrag anzeigen
Was hätte ich da tun sollen als frisch eingestellter Lehrling?
Möglichkeiten hättest du durchaus gehabt... auch als frisch eingestellter Lehrling. Erst recht, als dir klar war dass das keine Sache auf Dauer sein würde, hättest du durchaus tätig werden können. Dass du vielleicht nicht den Mut dazu aufgebracht hast, könnte ich sehr gut verstehen. Aber in diesem Fall schere bitte nicht alle Tierärzte über einen Kamm, schwarze Schafe gibt es immer und überall.

Zitat:
Ich sehe nur keinen Sinn darin, ein altes Tier noch ewig zu behandeln, statt es in Frieden in seiner gewohnten Umgebung sterben zu lassen.
In Ordnung - es gibt auch Tierärzte, die nach hause kommen. Man muss es nur bezahlen (bzw. bezahlen wollen).

Zitat:
Der normale Tod an sich sollte eigentlich nicht schmerzhaft sein.
Und das weißt du woher genau? Schon mal gestorben?

Zitat:
Weißt du denn, ob du dem Tier nicht etwas wichtiges nimmst, wenn du es in seiner Todesstunde mit Schmerzmitteln benebelst?
Schmerzen sind - mal ganz westfälisch direkt ausgedrückt - echt scheiße! Schon mal wirklich richtig Schmerzen gehabt? Ich hatte das Vergnügen, nach einer großen OP als bei mir wegen starker Kreislaufprobleme eine nur unzureichende Schmerzmittelversorgung möglich war. Diese 24 Stunden werde ich niemals in meinem Leben vergessen, glaub mir.

Ja, ich nehme dem Tier damit etwas! Leid und Qual nämlich! Ein Tier darf niemals unnötig leiden, das ist sogar im Tierschutzgesetz festgeschrieben.

Frag mal Menschen die sterben werden, die z. B. Krebs haben. Oder wie meine Großtante eine tiefliegende Beinvenenthrombose. Die sind dankbar für jedes bisschen Morphin was ihnen die Zeit bis zum Tod leichter macht...



Antwort

Stichworte
durchfall, hilfe



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