Hallo,
einer meiner beiden Hasis hat zur Zeit eine Magenaufgasung und ich weiß gar nicht mehr, was ich tun soll. Er frisst und trinkt seit Dienstag / Mittwoch nicht mehr. Gemerkt habe ich es, als ich Mittwoch früh aufgestanden bin und er seine Ration an Salat und Möhre für die Nacht nicht gefressen hatte. Dann bin ich am Mittwoch sofort zum Tierarzt, als der aufgemacht hat, der hat ihn dann untersucht und geröngt und es hat sich eben herausgestellt, dass sein Magen-Darm-Trakt total aufgegast ist. Er bekam dann ne ganze Menge Elektrolytlösung unter die Haut, ein Krampflösendes Mittel und ein Schmerzmittel, ein Antibiotikum damit sich keine Bakterien vermehren und zu einem multiplen Organversagen führen und eben ein Mittel damit das ganze Gas gebunden und abgeführt wird. Ich gebe ihm das Mittel auch wie vorgeschrieben 6mal am Tag zu Hause. Das Ganze dann heute auch nochmal beim Tierarzt.
Soweit so gut, nur geht es ihm im Laufe des Tages (wahrscheinlich, wenn die Medikamte, die der TA gibt und die Elektrolyte sich langsam abgebaut haben) immer wieder schlechter, wobei ich nicht sagen kann, dass es ihm seit Dienstag überhaupt mal annähernd "gut" ging. Sein Kreislauf ist schwach, er ist apathisch, isst und trinkt nach wie vor nichts und durch das alles ist er auch noch leicht unterkühlt (trotz der warmen Temperaturen!). Das einzig Positive ist, dass sein Verdauungstrakt langsam wieder Geräusche macht und der Bauch nicht mehr ganz so hart ist, aber noch stark gebläht und wie gesagt, sein Allgemeinzustand ist alles andere als ok.
Morgen früh muss ich wieder zum Tierarzt und ich werde das auch alles mit ihm absprechen... nur... ich frage mich, muss das so langsam gehen? Ich versuche auch ihn zwangszuernähren... mit allen möglichen Tricks, Annanassaft mit unter die Medis und das Critical Care mischen, damit ers besser aufnimmt und so. Nur v.a. später am Tag nimmt er das ganze Zeug halt null... ich gebs ihm mit der Spritze ins Mäulchen und er macht dann einfach nichts... einmal hab ich ihn ne halbe Stunde nach der Zwangernährung genommen, um ihm sein Medikament zu geben und er hatte noch Reste vom Nahrungsbrei im Maul. Kann ich denn nicht irgendwas tun, damit er auch schluckt? Ich teile schon immer alles in kleine Portionen und höre auf, wenn ich merke, er schluckt es eh nicht mehr, um ihn nicht zu überfordern. Aber wenn er so gar nichts mehr nimmt... was macht man da?
Außerdem hat er von Geburt an eine Zahnfehstellung: Überbiss und allgemein nicht ganz fest sitzende Zähne. Weswegen wir im Februar auch schon ein großes Abszessproblem hatten. Von daher kenne ich die Sache mit Medikamenten, Tierklinik, Zwangsernähren. Aber ich habe das Gefühl, dass es diesmal noch viel schlimmer ist. Letztes mal hatte er sich immerhin stabilisieren lassen (auch wenn es Rückfälle gab) und relativ schnell wieder zerkleinerte Nahrung (geraspelte Möhren, Äpfel usw.) genommen, getrunken hatte er die ganze Zeit. Aber jetzt... nichts. Wegen den Zähnen wird er eh bis an sein Lebensende Probleme haben, aber ich denke, das kann sich durch entsprechende Fütterung und
präventive Zahnbehandlungen (zu lange Zähne abfeilen usw.) in den Griff kriegen lassen. So eben, dass er ein schönes Leben haben kann.
Aber die Aufblähung kann jetzt auch durch die Zähne kommen, wenn er seine Nahrung nicht richtig zerkleinert hat. Ich habe nichts umgestellt und er hat 100%ig nichts faules bekommen.
Was soll ich tun? Wie lange soll und kann das noch so gehen? oder tue ich ihm vielleicht schon zu lange zu viel an? Wie gesagt, ich werde den Tierarzt morgen auch fragen, aber vielleicht hat ja schon jemand von euch Erfahrungen mit so einer Problematik.
Also versteht mich nicht falsch, ich will ihn um Gottes Willen nicht einschläfern lassen, aber wenn eigentlich klar ist, dass ers nicht schafft oder dass er sich jetzt ewig quält und dann in 2 Monaten wieder und wieder und wieder... ich will ihn nur nicht quälen
