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Ecci 10.06.2010 20:51

Magenaufgasung
 
Hallo,

einer meiner beiden Hasis hat zur Zeit eine Magenaufgasung und ich weiß gar nicht mehr, was ich tun soll. Er frisst und trinkt seit Dienstag / Mittwoch nicht mehr. Gemerkt habe ich es, als ich Mittwoch früh aufgestanden bin und er seine Ration an Salat und Möhre für die Nacht nicht gefressen hatte. Dann bin ich am Mittwoch sofort zum Tierarzt, als der aufgemacht hat, der hat ihn dann untersucht und geröngt und es hat sich eben herausgestellt, dass sein Magen-Darm-Trakt total aufgegast ist. Er bekam dann ne ganze Menge Elektrolytlösung unter die Haut, ein Krampflösendes Mittel und ein Schmerzmittel, ein Antibiotikum damit sich keine Bakterien vermehren und zu einem multiplen Organversagen führen und eben ein Mittel damit das ganze Gas gebunden und abgeführt wird. Ich gebe ihm das Mittel auch wie vorgeschrieben 6mal am Tag zu Hause. Das Ganze dann heute auch nochmal beim Tierarzt.
Soweit so gut, nur geht es ihm im Laufe des Tages (wahrscheinlich, wenn die Medikamte, die der TA gibt und die Elektrolyte sich langsam abgebaut haben) immer wieder schlechter, wobei ich nicht sagen kann, dass es ihm seit Dienstag überhaupt mal annähernd "gut" ging. Sein Kreislauf ist schwach, er ist apathisch, isst und trinkt nach wie vor nichts und durch das alles ist er auch noch leicht unterkühlt (trotz der warmen Temperaturen!). Das einzig Positive ist, dass sein Verdauungstrakt langsam wieder Geräusche macht und der Bauch nicht mehr ganz so hart ist, aber noch stark gebläht und wie gesagt, sein Allgemeinzustand ist alles andere als ok.
Morgen früh muss ich wieder zum Tierarzt und ich werde das auch alles mit ihm absprechen... nur... ich frage mich, muss das so langsam gehen? Ich versuche auch ihn zwangszuernähren... mit allen möglichen Tricks, Annanassaft mit unter die Medis und das Critical Care mischen, damit ers besser aufnimmt und so. Nur v.a. später am Tag nimmt er das ganze Zeug halt null... ich gebs ihm mit der Spritze ins Mäulchen und er macht dann einfach nichts... einmal hab ich ihn ne halbe Stunde nach der Zwangernährung genommen, um ihm sein Medikament zu geben und er hatte noch Reste vom Nahrungsbrei im Maul. Kann ich denn nicht irgendwas tun, damit er auch schluckt? Ich teile schon immer alles in kleine Portionen und höre auf, wenn ich merke, er schluckt es eh nicht mehr, um ihn nicht zu überfordern. Aber wenn er so gar nichts mehr nimmt... was macht man da?
Außerdem hat er von Geburt an eine Zahnfehstellung: Überbiss und allgemein nicht ganz fest sitzende Zähne. Weswegen wir im Februar auch schon ein großes Abszessproblem hatten. Von daher kenne ich die Sache mit Medikamenten, Tierklinik, Zwangsernähren. Aber ich habe das Gefühl, dass es diesmal noch viel schlimmer ist. Letztes mal hatte er sich immerhin stabilisieren lassen (auch wenn es Rückfälle gab) und relativ schnell wieder zerkleinerte Nahrung (geraspelte Möhren, Äpfel usw.) genommen, getrunken hatte er die ganze Zeit. Aber jetzt... nichts. Wegen den Zähnen wird er eh bis an sein Lebensende Probleme haben, aber ich denke, das kann sich durch entsprechende Fütterung und präventive Zahnbehandlungen (zu lange Zähne abfeilen usw.) in den Griff kriegen lassen. So eben, dass er ein schönes Leben haben kann.
Aber die Aufblähung kann jetzt auch durch die Zähne kommen, wenn er seine Nahrung nicht richtig zerkleinert hat. Ich habe nichts umgestellt und er hat 100%ig nichts faules bekommen.
Was soll ich tun? Wie lange soll und kann das noch so gehen? oder tue ich ihm vielleicht schon zu lange zu viel an? Wie gesagt, ich werde den Tierarzt morgen auch fragen, aber vielleicht hat ja schon jemand von euch Erfahrungen mit so einer Problematik.
Also versteht mich nicht falsch, ich will ihn um Gottes Willen nicht einschläfern lassen, aber wenn eigentlich klar ist, dass ers nicht schafft oder dass er sich jetzt ewig quält und dann in 2 Monaten wieder und wieder und wieder... ich will ihn nur nicht quälen :(

Lupine 10.06.2010 20:58

AW: Magenaufgasung
 
Ist festgestellt worden, ob irgendwas vor dem Magenausgang liegt? Die lange Zeitspanne ist bedenklich weil die Darmbakterien gelitten haben.

Hat er überhaupt irgendwas von dem Päppeln geschluckt?

Die Magenaufgasung kann auch auf einen Haarballen zurückzuführen sein. Die Zeit würde ja passen, eines meiner Nins ist zur Zeit noch ganz massiv im Fellwechsel.

Bekommt er etwas, um den Nahrungsbrei rutschiger zu machen? Als ich dieses Frühjahr bei einer meiner Häsinnen ein ähnliches Problem hatte, bekam sie zusätzlich Rodikolan (auf Anweisung des Tierarztes). Das Zeug ist ölig, und enthält darüber hinaus diverse verdauungsanregende Kräuterauszüge. Jule war am 3. Tag bereits wieder so fit dass man ihr nichts mehr angemerkt hat.

Ecci 10.06.2010 23:33

AW: Magenaufgasung
 
hey,

ob was den ausgang verstopft ist nicht klar. er ist jetzt auch in der Klinik, musste ihn vor 2 stunden hinbringen, weil ich auch noch madenbefall festgestellt hab. deutet alles darauf hin, dass die scheiß viecher in ihm drin sitzen. habe zusammen mit dem tierarzt und der pflegerin gesucht und gesucht, aber bis auf 2 maden aufm behandlungstisch nichts gefunden, aber die müssen irgendwo an / in ihm sein. sone scheiße.
jetzt bleibt er erstmal über nacht da, die versogen ihn mit allem, was ihnen einfällt und ich werde morgen vormittag mehr erfahren.
tierarzt meinte, dass die magenaufgasung auch durch den schnellen temperaturumschwung bedingt gekommen sein könnte und die maden dann eben, als er durch die sache schon geschwächt war.

achso und ja ein wenig von dem zum päppeln hat er geschluckt, aber wirklich nur wenig. ich weiß ja, ist besser als nichts, aber wenn er seit 3 tagen nichts gefressen hat, dann sollte er ja schon so schnell wie möglich wieder viel zu sich nehmen.

Lupine 11.06.2010 09:02

AW: Magenaufgasung
 
Ach herrjeh, auch das noch :eek: Ich drücke die Daumen, dass er es übersteht.

Ecci 11.06.2010 09:12

AW: Magenaufgasung
 
Danke, aber es sieht nicht gut aus. Ne Wunde o.ä. wo die Maden sitzen könnten, wurde immernoch nicht gefunden. Vllt haben sie ihn auch gar nicht parasitär befallen. Jedenfalls hab ich heute früh 6:30 schonmal angerufen, weil ich nicht mehr schlafen konnte und es geht ihm nicht besser. Sie behandeln ihn weiter und 14 Uhr muss dann eine Entscheidung getroffen werden, die davon abhängen wird, ob bis dahin eine Besserung eintritt...
Ich hoffe auch

Lupine 11.06.2010 09:19

AW: Magenaufgasung
 
Ist eventuell versucht worden, die Aufgasung mittels Sonde zu verringern? Das birgt durchaus zwar ein Risiko, aber in diesem Zustand könnte es vielleicht eine Überlegung wert sein.

Wie sieht es mit Kontrastmittel-Röntgen aus?

Vielleicht hast du die Maden entdeckt bevor sie ihn befallen konnten.

Ecci 13.08.2011 18:35

AW: Magenaufgasung
 
Ach übrigens... wollt mal berichten, wie alles mit dem Kleinen Hoppler weiter gegangen ist:

er musste wegen der Magenaufgasung noch ne ganze Weile (4 oder 5 Tage) in der Klinik bleiben und es hieß mindestens einmal am Tag: Wenn es ihm bis dann und dann nicht besser geht, müssen wir ihn erlösen und es ging ihm tatsächlich auch immer erst kurz vor 12 etwas besser. Naja das Ganze hat er dann überstanden. Aber er hat sich von den ganzen Geschichten (vor der Aufgasung hatte er ja Anfang letzten Jahres auch noch einen riesen Abzess unterm Kinn quasi) nie wieder richtig erholt. Ich musste immer zum Zähneabraspeln mit ihm alle 4 Wochen ca. zum Tierarzt und letzten Herbst / Anfang Winter hat er dann auch noch angefangen, irgendwas mit der Hinterhand zu bekommen... wie so leichte Lähmungserscheinungen sah das aus. Damit bin ich natürlich auch sofort in die Klinik, wo aber kein Bruch oder sonstwas festgestellt werden konnte. Da gabs dann wieder Zahnkorrektur und Schmerzmittel und 2 Tage später ist er dann am späten Abend gestorben. Er hatte an dem Tag schonwieder schlechter gefressen (war ein Sonntag) und ich habe ihn auch wieder fleißig gepäppelt und auch gewärmt, weil seine Temperatur auch wieder runter war, Schmerzmittel musste er sowieso noch nehmen. Naja und dann hat er auf seiner Wärmflasche immer langsamer geatmet und ist scheinbar ohne große Schmerzen von uns gegangen :( ist immernoch schrecklich für mich. Allerdings hatte er eigentlich auch kein schönes Leben mehr. Er konnte Möhren z.B. nur noch geraspelt fressen, ist gewichtsmäßig eigentlich gar nicht mehr auf nen grünen Zweig gekommen und hat auch sonst eigentlich fast immer nen ziemlich traurigen und schwachen Eindruck gemacht. Das war wohl letzten Endes alles einfach zu viel für ihn und sein kleiner geschwächter Körper hats dann einfach nicht mehr mitgemacht, dass auch so oft Medikamente gegeben werden mussten. Traurig ist es aber trotzdem :(

Tara 13.08.2011 19:32

AW: Magenaufgasung
 
Das ist wirklich traurig - ihr habt so tapfer gekämpft!
Aber, so wie du es erzählst, hatte er wohl auch keinen Lebenswillen mehr und da finde ich es wirklich groß, wenn man sein Tier gehen lassen kann.

sarahundkarlchen 13.08.2011 20:48

AW: Magenaufgasung
 
Das tut mir sehr leid!

Ecci 13.08.2011 20:59

AW: Magenaufgasung
 
Danke für euer Beileid :(
Ich hoffe einfach, dass es ihm da, wo er jetzt ist, besser geht als hier. Das letzte Jahr war er ja fast ununterbrochen krank und das kann nicht so schön gewesen sein :/ und dabei war er so ein süßer kleiner Mann (auf dem Bild war er noch ganz jung und erst kurz bei mir, aber er hat sich über die Jahre kaum verändert, ist nur ein bisschen größer geworden, aber sah immernoch genauso aus - naja und das Fell ist natürlich schöner geworden, das war ganz schlimm verfilzt, als ich ihn gekauft habe)

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