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Arthrose, steifes Hinterbein auf Kaninchen Forum

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  • 1 Post By marinahexe
  • 1 Post By Jil
  • 1 Post By 4Chaoten

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Jil Jil ist offline
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 02.06.2021
Beiträge: 94
Jil befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.04.2024, 04:37

Arthrose, steifes Hinterbein


Hallo zusammen,

irgendwie hört es bei mir gerade nicht auf, dass was los ist.

Marta ist vor 3 Wochen gestorben, dann ging es Bailey natürlich gar nicht gut, ich hab ihn trotz Kokzidien mit einem anderen Kaninchen vergesellschaftet, was bei der Kotprobe auch Kokzidien hatte, dann beide behandelt. Lotta, die Neue, hat dann auch Symptome bekommen, Durchfall bekommen, jetzt aber zum Glück nicht mehr.
Bailey hatte gleich Interesse, sie eher nicht, die beiden viel gestritten und sie ihm aus dem Weg gegangen. Seit ein paar Tagen verstehen sie sich endlich besser, vorgestern sind sie vom neutralen Vergesellschaftungsgehege in ihr reguläres Kaninchenzimmer gezogen. Erst gab es nochmal kurz Jagerei, gestern haben sie den ganzen Tag gekuschelt.
Ich hab bemerkt, dass Bailey etwas komisch dasitzt, aber er war total glücklich mit ihr am Kuscheln und hat auch so gut gefressen wie lange nicht.
Dann vor der abendlichen Metacam-Gabe (bekommt er immer morgens und abends wegen seiner Arthrose) der Schreck: Er kippt ständig weg, kann gar nicht mehr laufen, sein linkes Hinterbein wirkt komplett steif.
Ich habe das Metacam dann auf 0,5 ml erhöht (war die letzten Tage bei 0,4, weil ich da auch schon das Gefühl hatte, es ist eher schlecht), danach ist er humpelnd durch die ganze Wohnung gehüpft, aber das steife Bein hat er nachgezogen. Ich hab gehofft es wird besser, aber leider nein.
Hab ihn dann beobachtet, gefressen hat er, sah aber trotzdem aus als hätte er Schmerzen. Also noch Novalgin gegeben.
Es ist furchtbar ihn so zu sehen und tut mir so weh. Er versucht immer sich fortzubewegen, aber quält sich so.
Ich rufe sobald die TÄ aufmacht dort an, will ihn unbedingt röntgen lassen, nicht dass beim Jagen doch was passiert ist. Aber ich glaub eigentlich nicht.
Freitags hat sie online nie Termine zu vergeben, ich bin mir nicht sicher, ob sie da ist.
Ich hab noch ne andere kaninchenkundige TÄ in erreichbarer Nähe gefunden, bei der ich es dann noch probieren würde, aber die macht erst später auf und ich weiß nicht, ob sie ihn als Neupatient rein nimmt.

Hat jemand Erfahrung mit so starker Arthrose, dass die Gelenke versteifen und das Ninchen nicht mehr hoppeln kann? Was kann ich tun?
Er bekommt jetzt seit 2,5 Jahren Metacam... Ich hab so gehofft, er kommt nie in dieses Stadium. Ich kann auch gar nicht schlafen, weil ich ihn ständig beobachte und ihm aufhelfe, wenn er mal wieder wegkippt. Er ist total wackelig, so schlimm war es wirklich noch nie.

Liebe Grüße
Jil




Geändert von Jil (19.04.2024 um 04:41 Uhr).

Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.04.2024, 11:15

Hast Du schon einen TA erreicht? Arthrose-Tiere hatte ich schon mehrere, aber nicht so schlimm. Du kannst neben Metacam bis zu 4x täglich Novalgin geben, dass weist Du?



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Jil Jil ist offline
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 02.06.2021
Beiträge: 94
Jil befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.04.2024, 15:43

Ja das mit dem Novalgin weiß ich und ja, ich bin zum Glück wo untergekommen.
Meine Haustierärztin konnte tatsächlich nicht, aber ich habe einen Termin bei der anderen bekommen.

Er hat eine akute Arthritis im Rücken (wahrscheinlich durch die Mehr-Belastung der VG), außerdem wieder mal Probleme mit der Blase und daneben sehr wahrscheinlich auch noch einen EC Schub - das hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Er hat sich zwar manchmal vereinzelt im Kreis gedreht und ist ja häufig umgekippt, aber ich dachte, er kommt nur nicht hoch und hat kein Gleichgewicht wegen dem steifen Bein. Auf dem Röntgenbild war aber zu sehen, dass das mit dem Bein gar nicht so schlimm ist (schon ein bisschen Kniearthrose, aber nicht so, dass das Bein davon schon steif sein könnte) und die Ursache für seine Bewegungsunfähigkeit vermutlich eher neurologisch als das Gelenk ist.
Ich hatte während der VG zwar 7 Tage Panacur gegeben, aber dann aufgehört. Wahrscheinlich war das nicht genug. Er soll jetzt 4 Wochen Panacur bekommen, außerdem B12. Und das Schmerzmittel natürlich erstmal hoch lassen und Traumeel habe ich auch noch neu dazu bekommen.
Die TÄ meinte, dass das mit dem Bein wahrscheinlich wieder weggehen sollte, wenn der Schub vorbei ist.



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Jil Jil ist offline
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 02.06.2021
Beiträge: 94
Jil befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.04.2024, 15:49

Jetzt ist es aber ja erstmal weiter so und er kommt kaum von der Stelle... Falls also jemand Tipps für nicht mobile Ninchen hat... gerne her damit.

Ich habe vorhin auch mal eine Physio kontaktiert. Hat da jemand Erfahrung und kann ich auf irgendetwas achten, um zu wissen, ob die Physio gut ist?




Moderator
 
Registriert seit: 20.02.2019
Beiträge: 3.859
4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.04.2024, 17:07

Es kommt immer alles auf einmal

Eine Physio wäre jetzt aber kontraproduktiv, da man bei EC Stress vermeiden sollte und das würde ich auch

Erstmal sehen, wie die Medis wirken, je eher Panacur/VitB gegeben wird, je schneller die Besserung
Ich würde jetzt erstmal die Medis geben und abwarten. Mitunter ändert sich innerhalb Stunden der Zustand

Ich drück die Daumen



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Jil Jil ist offline
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 02.06.2021
Beiträge: 94
Jil befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.04.2024, 18:50

Danke! Ja es hat sich eh noch niemand auf die Anfrage zurück gemeldet. Ich schätze da gibt es eine Wartezeit.




Moderator
 
Registriert seit: 20.02.2019
Beiträge: 3.859
4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.04.2024, 19:37

Ich würde davon auch erstmal absehen. Lass ihm Zeit und wie verhält sich seine neue Partnerin?

Ich selber hatte noch nie Ec Kaninchen, einmal eine Spondylosedame
Meine Freundin kennt EC, sie hat auch Physio ausprobiert (nachdem der Schub vorbei war), hat aber nicht geholfen

Man muss die Geduld haben, habe sie auch bitte und erwarte keine Wunder
Mache es ihm so bequem wie möglich, fressen anbieten, evtl. ein wenig Unterstützung mit Handtüchern etc, damit er Stabilität hat

So ohne dabei zu sein ist es schwierig Tipps zu geben




Jil Jil ist offline
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 02.06.2021
Beiträge: 94
Jil befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 20.04.2024, 00:26

Sie sucht immer wieder seine Nähe und ist sehr süß. Ich glaube, das hilft ihm gerade sehr.

Ja, da hast du Recht mit der Geduld... Es geht ihm schon deutlich besser als gestern und er sitzt zumindest wieder stabil und ist auch nicht mehr umgefallen, also scheint wieder viel mehr Gleichgewicht zu haben. Da hat wohl wirklich das EC ordentlich mit reingespielt.
Hüpfen tut er noch kaum und wenn dann sehr schlecht. Aber immerhin frisst er ordentlich.




Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.04.2024, 15:56

Ich hätte auch bereits bei Deinem 1. Post Verdacht auf akuten EC-Schub geäussert, v.a. wenn es derart rapide daher kommt... Es ist ein klassisches Bild, gerade wenn ein Kaninchen eh schon angeschlagen (und/oder im Seniorenalter ist) und dann noch eine VG dazu kommt.



Es gibt auch Fälle, wo ein langsamer EC-Verlauf (über Monate/Jahre) vorhanden ist und oft auch als Arhtrose abgetan wird. Theoretisch könnte auch beides vorhanden sein. Es ist schwer zu unterscheiden.


Das hatte ich leider auch schon bei einem Übernahmekaninchen, wo man auch verpasst hatte, dass der Zustand über Jahre an EC lag und nicht an einer Unfallfolge mit Arthrose. Es war auch bereits blind und praktisch vollständig taub, auch das wurde übersehen. In der neuen Umgebung war das dann nicht mehr zu übersehen... Leider hatte die VG dann einen akuten, schweren EC-Schub ausgelöst mit schlechtem Ende.




Benutzerbild von Lara004
Kaninchen
 
Registriert seit: 08.03.2012
Beiträge: 4.305
Lara004 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 23.04.2024, 11:35

Wenn der EC-Schub so stark ist, kann es eventuell Sinn machen, auch noch mal zeitweise Enrofloxacin dazu zu geben.
Außerdem denke ich, dass Vitamin B Komplex sinnvoller ist als reines Vitamin B12.




Jil Jil ist offline
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 02.06.2021
Beiträge: 94
Jil befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.04.2024, 23:10

Vielen Dank euch.
Ich habe das mit der Physio wegen dem EC jetzt erstmal wieder verworfen.
Ich denke mittlerweile auch, dass es so plötzlich und intensiv vom EC ausgelöst gewesen sein muss. Ihm geht es schon deutlich besser als noch vor einer Woche, aber er hinkt immer noch manchmal nach links, wobei das Bein aber nicht mehr steif wirkt und leider dreht er sich auch auffällig oft im Kreis.
Baytril noch zu geben hatte die TÄ auch überlegt, meinte dann aber, ich soll es erstmal ohne versuchen, weil er sowieso schon so viele Medis bekommt und auch immer wieder zu Magen-Darm-Problemen neigt. Mitte der Woche hatte er auch wieder Durchfall. Ist jetzt aber zum Glück wieder weg.
B-Komplex hab ich noch zuhause und das B12 ist sowieso fast leer. Da könnte ich dann umsteigen.

Es ist auf jeden Fall beides vorhanden, man kann auf den Bildern ja immer auch die Arthrose sehen. Mit dem Metacam bin ich gerade dabei langsam runter zu gehen, aber gebe immer noch relativ viel, weil man ihm anmerkt, dass er es schon braucht. Immer nach neuer Gabe hüpft er deutlich besser.



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