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Tod des Partnertieres auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 13.02.2023
Beiträge: 26
Lovee befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 25.07.2023, 20:20

Tod des Partnertieres


Hallo, leider ist mein Kaninchen gegangen. Es ist ein sehr trauriges Thema.
Es war nur 1 Jahr alt und kerngesund bis zu diesem Wochenende...Bauchgeschichte, keine Medis haben ihm geholfen, im Notdienst haben sie eine Aufgasung sicher falsch vermutet. Das Kaninchen hatte einen qualvollen Sterbeprozess mit Atemnot, hat geschrien...hat schon aufgehört zu atmen, aber wir haben ihn weiter beatmet, sodass er wieder noch von sich selbst atmete...wir riefen taxi, im in 10 min zurück zur Klinik zu schaffen. Er hat noch geatmet, als wir ankamen, aber wir waren um wenige Minuten zu spät. Warum?

Der Taxifahrer hat uns sofort aussteigen lassen, ohne Erklärung, ohne jegliches Mitleid. Klar, das Tier war in Händen, bei Mundbeatmung... Ich bin nur fassungslos. Das Taxiunternehmen (uber) hat in keinster Weise auf meine Beschwerde reagiert. Das kann doch nicht sein?!

Das verbliebebe Kaninchen trauert meiner Meinung nach. Das Gehege haben wir nun ganz offen gelassen, und beide ersten Nächte hat Boris mit uns geschlafen. Versucht, immer in unserer Nähe im selben Raum zu sein.Mir scheint auch, dass es weniger fröhlich und irgendwie apathisch wirkt. Er ist jetzt wieder allein und ist erst 2 jahre alt und kastriert. Ich mache mir um ihn Sorgen.

Ich habe so viele Fragen und Gedanken...über Taxifahrer, unmöglich unqualifiziertes Notdienstpersonal, Suche nach einem neuen Partner für Boris und den unerklärten furchtbaren Tod.

Ich brauche eure Unterstützung, danke




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 25.07.2023, 20:37

Mein Beileid.


Im Notdienst sind meist junge Ärzte mit weniger Erfahrung, schon gar nicht wenn es um Kaninchen geht. Ich bin am besten damit gefahren, mir selbst ein solides Grundwissen über alle üblichen Kaninchenkrankheiten anzueignen eine gut sortierte Kaninchen-Hausapotheke zu haben.Das hat schon Leben gerettet.


Vergiss das Taxiunternehmen, es lohnt nicht sich darüber aufzuregen.



Sind Deine Tiere geimpft? Welche Symptome hat sie denn gezeigt? Um die genaue Todesursache zu erfahren, lohnt sich immer eine Obduktion.


Du solltest für Boris bald wieder eine Partnerin holen, damit er wieder Gesellschaft kriegt. Konnte er sich von seiner Partnerin verabschieden?




Ninchen
 
Registriert seit: 13.02.2023
Beiträge: 26
Lovee befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 25.07.2023, 21:08

Zitat:
Zitat von marinahexe Beitrag anzeigen
Mein Beileid.


Sind Deine Tiere geimpft? Welche Symptome hat sie denn gezeigt? Um die genaue Todesursache zu erfahren, lohnt sich immer eine Obduktion.


Du solltest für Boris bald wieder eine Partnerin holen, damit er wieder Gesellschaft kriegt. Konnte er sich von seiner Partnerin verabschieden?
Danke. Vor 1 Monat haben ich die beiden impfen und durchchecken lassen. Die Obduktion wollte ich, musste mich aber selbst um den Transport kümmern und das Ganze kann und will ich mir nie mehr antun, leider.

Topotun wollte aud einmal nichts mehr fressen, konnte keine Köttel absetzen, saß verkrümmt in Schmerzposition. Das fing 1 Stunde später, nachdem ich die beiden etwas mehr an Sonnenblumenkernen gegeben habe.
Sofort habe ich ihm Novalgin, Rodi Care Akut, altes Sab Simplex und Hairball gegeben, alles ohne Erdolg. ( das letzte, weil er davor extrem stark gehaart hat, und auch diese Köttelketten hatte).

Ich weiß, wie eine Aufgasung so etwa aussieht. Die TA hat ihm de facto dasselbe gegeben: Metacam, Emeprid, Simeticon und Colosan. Im Röntgen hat sie Gase im Magen gesehen, der Bauch wurde immer größer, insbesonders von einer Seite. Auch zum Päppeln bekam ich Critical Care. Das habe ich ihm einmal vorsichtig gegeben und kurz vor seinem Tod bei scheinbarer Besserung noch etwas, da hat es auch einige Halme gefressen, war sehr hungrig, aber irgendwie ging ihm augenscheinlich nach dem Fressen schlechter.
Ich gehe von einem Darmverschluss aus, sodass die Aufgasung einfach den Weg nicht finden konnte...und soweit ich richtig weiß, bei sowas hilft nur eine OP...

Da wir dann wieder in die Klinik vergeblich rasten, konnten sie sich nicht verabschieden. Den Körper habe ich dort einfrieren , weil mir zugesichert wurde, dass um all das weitere wird gekümmert.

Boris ging sofort auf Dinstanz, hat sich in keinster Weise wie üblich eingemischt und hielt sich quf anderen Orten auf. Insbesondere in den letzten Stunden hat er sich versteckt. Natürlich hat er den letzten Schrei auch gehört und alles mitbekommen und schnell gecheckt, dass schlafen tut er lieber bei uns, als alleine.




Moderator
 
Registriert seit: 20.02.2019
Beiträge: 3.859
4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 25.07.2023, 20:49

Lovee ich schicke dir mal ganz viel Kraft
Mein Beileid für euren Verlust und eine gute Reise für euren Kleinem

Ich weiß wie schwer es für euch ist, ich habe leider auch schon erlebt, dass ich zu spät kam und nicht mehr rechtzeitig helfen oder erlösen konnte. Helfen kann ich euch nicht, das muss man jetzt für sich selber verarbeiten

Vergesst den Taxifahrer, der macht seinen Job und je nachdem was für ein Mensch er ist, hat er mehr oder weniger Empathie. Er ist aber unwichtig

Wichtig wäre, den Verlust zu verarbeiten, aber das geht nicht von heute auf morgen, und ja, da gehört auch zu anderen Menschen vorwürfe zu machen

Vielleicht möchtest du einfach von deinem Kleinen erzählen? Das hilft und wir können dich besser beraten. Erzähl einfach von deinem Kleinen, wir hören gerne zu
Das Boris sich jetzt anders verhält ist normal, jedes Tier reagiert unterschiedlich auf den Verlust des Partners. Wie ist denn eure Haltung? Habt ihr Boris seinen verstorbenen Partner/Partnerin gezeigt? Manche Tiere müssen sich verabschieden, manche interessieren sich nicht für den verstorbenen Partner, die Möglichkeit sollte man aber gebem




Ninchen
 
Registriert seit: 13.02.2023
Beiträge: 26
Lovee befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 25.07.2023, 21:18

Hallo, und danke.

Es lief einfach alles falsch an dem Wochenende. Nur falsche Leute, Orte und Entscheidungen. Ich frage mich, ob er Chancen hätte, und wann wie viel etc... Ich konnte keinen kaninchenerfahrenen Tierarzt finden. Aber was wäre, wenn ich in eine andere Klinik gefahren wäre?
Unsere TA war tatsächlich extremst jung und unerfahren. Ich hätte das Kleine auch dort stationär lassen, aber ich habe gehofft, dass er die Nacht überlebt und dann hätten wir ihn zu einem erfahrenem TA gebracht...aber selbst dann, nach über 24 Std Nichtessens glaube ich eher nicht, dass er die OP überleben würde, bzw ihm noch geholfen werden könnte

Ich denke, dass wenn ich jeden Tag ihn gekämmt und Hairball gegeben hätte, wäre es nicht passiert. Auch villeicht nicht, wenn ich diese Päppelbrei nicht gefüttert...
Und das macht einen total verrückt



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