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Nach der Weibchenkastration auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von Sir.Hoppselot
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 10.06.2019
Beiträge: 623
Sir.Hoppselot befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.10.2021, 13:04

Nach der Weibchenkastration


Hallo zusammen,

wie einige von euch wissen, überlege ich seit über einem Jahr unsere Häsin Missy kastrieren zu lassen. Die letzte routinemäßige Ultraschalluntersuchung im Frühjahr zeigte leichte Wasseransammlungen, die laut der Tierärztin nicht sonderlich besorgniserregend seien, aber unter Beobachtung bleiben sollten.

Dann wurde uns Ende August von unserer wunderbaren Urlaubsbetreuung eine Praxis in Berlin empfohlen, die viel Erfahrung mit Weibchenkastrationen hat und auf Kaninchen spezialisiert ist. Nach der Impfung ließen wir ein paar Wochen vergehen und dann konnte Missy am Montag (vor vier Tagen) kastriert werden.

Während der OP stellte sich dann heraus, dass die Kastration notwendig war. Uns wurde gesagt, dass die Gebärmutter bereits gewuchert und das Gewebe teilweise brüchig war. Zudem hatten die Eierstöcke viele Zysten. Die OP war nicht ganz einfach, weil alles etwas vergrößert war und sich viel Fett eingelagert hatte.

Zuhause ließ ich Missy in ein nur für sie eingerichtetes Krankengehege mit sauberen Teppichen, ihrem Lieblingsfutter und einer Rotlichlampenecke. Sie legte sich bevorzugt in die Wärme und wir verabreichten ihr wie angegeben das Schmerzmittel (Novalgin und Metacam). Als sie bis zur Nacht immer noch nicht fressen wollte begannen wir sie zu päppeln (Brei aus Cunis, Sonnenblumenkernmehl und Sab Simplex). Am Dienstag begann sie dann endlich wieder zu knabbern und wir hörten auf zu päppeln, gaben ihr nur noch alle sechs Stunden die Schmerzmittel.

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Bis heute frisst sie von Tag zu Tag etwas mehr, ist aber noch nicht bei der Menge, die vor der OP für sie normal war. Ich habe gelesen, dass man sie erst wieder rausschicken sollte, wenn sie normal fressen und da sind wir leider noch nicht. Daher möchte ich sie noch nicht wieder auf den Balkon setzen. Ich sorge dafür, dass das Wohnzimmer von Tag zu Tag kühler wird. Die ersten beiden Tage waren wir bei über 20 Grad, inzwischen bleibt das Balkonfenster auch nachts angeklappt, denn ihre Öhrchen (die die ersten zwei Tage noch etwas kühl waren) sind wieder schön warm.

Ihr Partner darf immer wieder zu Besuch kommen und ich achte darauf, dass er sie nur putzen und mit ihr zusammen frisst, aber er sie nicht jagt. Das hat er schon ein paarmal versucht, weshalb ich mir etwas Sorgen um die Neu-Vergesellschaftung mache. Momentan gehe ich nach der Empfehlung auf Kaninchenwiese vor:
Zitat:
Bei geschwächten Kaninchen kann man ggf. mehrmals täglich unter Aufsicht die Kaninchen zusammen lassen, damit sie sich nicht entfremden und dazwischen dem geschwächten Tier Ruhe durch eine Gitterabtrennung gönnen.
Kaninchenwiese -> Operation -> Rangodnungskämpfe nach der OP? (https://www.kaninchenwiese.de/pflege/kranken-pflege/operationen/)

Ein paar Fragen an euch:

1. Habt ihr Tipps, wie ich es schaffe, dass Missy wieder mehr frisst? Die Auswahl an Lieblingsfutter ist groß und ich lege es ihr immer wieder vor die Füße oder gebe es ihr aus der Hand. Dann frisst sie es meistens. Das Schmerzmittel sollen wir morgen absetzen und ich mache mir etwas Sorgen, dass sie dann wieder weniger frisst.

2. Am Wochenende soll es nachts kühler werden als kommende Woche. Ich würde sie deshalb lieber erst nächste Woche wieder auf den Balkon setzen und sie solange noch im unbeheizten Wohnzimmer lassen. Kann ich etwas tun, damit die Vergesellschaftung nach einer Woche nicht unnötig stressig und kompliziert wird?

Danke fürs Durchlesen und habt noch einen schönen Tag!



 

Stichworte
kastration, vergesellschaftung, weibchenkastration



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