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Benutzerbild von Honeymouse
Kaninchen
 
Registriert seit: 02.08.2013
Beiträge: 27.916
Honeymouse befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.12.2020, 12:00

Nur kurz weil unterwegs: eine Magendilatation kann lediglich im Röntgenbild überprüft werden - ob Aufgasung oder doch zusätzlich Verstopfung ist so nicht erkennbar.
Einfach Zähne schleifen ist auch kontraproduktiv, da gehört einmal eine vernünftige Diagnostik mittels Röntgenbilder gemacht. Das Kaninchrngebiss hat nämlich natürliche Spitzen, qomit das Futter in horizontaler Richtung zerkleinert wird. Und in 80% der Fälle sind die Wurzeln das Problem, die sieht man aber beim Reingucken nicht.
Ob etwas gebrochen ist lässt sich auch nur im Röntgenbild sehen, denn Haarrisse o.ä. kann man nicht tasten.
Qie hoch war denn das Fieber? Welche Medikamente gab es denn? Päppeln ohne Diagnose kann ordentlich nach hinten los gehen.



__________________
GESTERN warst Du noch bei uns, mit Deinem Lachen, mit Deiner Freude, mit Deinen Worten.
HEUTE bist du bei uns, in unseren Tränen, in unseren Fragen, in unserer Trauer.
MORGEN wirst du bei uns sein, in Erinnerungen, in Erzählungen, in unseren Herzen.



AIL AIL ist offline
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 31.07.2020
Beiträge: 190
AIL befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.12.2020, 14:28

Zitat:
Zitat von Honeymouse Beitrag anzeigen
Nur kurz weil unterwegs: eine Magendilatation kann lediglich im Röntgenbild überprüft werden - ob Aufgasung oder doch zusätzlich Verstopfung ist so nicht erkennbar.
Einfach Zähne schleifen ist auch kontraproduktiv, da gehört einmal eine vernünftige Diagnostik mittels Röntgenbilder gemacht. Das Kaninchrngebiss hat nämlich natürliche Spitzen, qomit das Futter in horizontaler Richtung zerkleinert wird. Und in 80% der Fälle sind die Wurzeln das Problem, die sieht man aber beim Reingucken nicht.
Ob etwas gebrochen ist lässt sich auch nur im Röntgenbild sehen, denn Haarrisse o.ä. kann man nicht tasten.
Qie hoch war denn das Fieber? Welche Medikamente gab es denn? Päppeln ohne Diagnose kann ordentlich nach hinten los gehen.
Es war auch mein Eindruck, dass der Tierarzt kein Experte für Kaninchen ist. Er war zwar nicht komplett ahnungslos aber so einen richtigen Plan schien er nicht zu haben.
Es war leider der einzige Tierarzt am Ort, der überhaupt Kaninchen auf seiner Webseite erwähnt.


Das Fieber war bei 40,4°C ob das überhaupt schon als Fieber gilt weiß ich nicht. Laut ihm ist 39,5°C normal bei Kaninchen und ich meine das auch schonmal gelesen zu haben.



Was er ihm gespritzt hat weiß ich nicht. Beim ersten Besuch sagte er ein Schmerzmittel und Fiebersenker. (von dem ich denke, dass Jonas es schlecht vertragen hat, weil er danach noch schlimmer durchhing als vorher)
Beim 2. Besuch sagte er ein anderes Schmerzmittel ohne Fiebersenker und was zum Appetit anregen.


Nach dem 2. Besuch (am Mittwoch morgen) ging es auf jeden Fall deutlich bergauf.


Das was er mir mitgegeben hat, ist meiner Ansicht nach jetzt nur so Homöpathisches Zeug, was man gibt, wenn man keine richtige Diagnose hat. Soll beides der Anregung des Appetits bzw. Förderung der Verdauung dienen. Das eine ist eine Art Öl mit ein paar Pflanzenstoffen drin und das andere sind eigentlich nur zermalene Kräuter, die man zu einem Brei mixen soll.

Gepäppelt habe ich ihn nicht. Ich hab's versucht aber da bin ich zu doof/ängstlich/nicht Gewaltbereit genug für. Das Öl-Zeug kann ich ihm einigermaßen unterjubeln, da er eh wieder besser isst. Den Brei hat er verschmäht. Auch Blätter, die ich damit bestrichen habe. Martha hingegen fand das Zeug toll. Ich hab noch mehr davon und kann ihm nochmal 'ne Portion anbieten.

Die Frage ist halt, ob die Probleme mit dem Bein die Ursache der verringerten Nahrungsaufnahme sind oder ob das was Anderes ist.




Benutzerbild von Honeymouse
Kaninchen
 
Registriert seit: 02.08.2013
Beiträge: 27.916
Honeymouse befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.12.2020, 20:47

So, jetzt nochmal ausführlich, sorry

Zitat:
Zitat von AIL Beitrag anzeigen

Am Samstag merkte ich erstmals, dass mit Jonas irgendwas nicht stimmt. Er saß fast den ganzen Tag über nur in einer Ecke und tat nichts. Normalerweise gehen die Kaninchen immer gemeinsam in die Küche aber an diesem Tag blieb er mehrfach einfach sitzen, wenn Martha in die Küche ging.
Ich dachte zuerst an Depressionen.
Wenn ein Kaninchen den ganzen Tag nichts/kaum frisst und nur rumsitzt, dann bitte zum Tierarzt! Da sind Depressionen der unwahrscheinlichste Fall und eine Magendilatation das wesentlich wahrscheinlichere - damit abzuwarten, weil man glaubt, ein Tier hat Depressionen, kann bei einem Kaninchen sehr schnell in die Hose gehen!



Zitat:
Zitat von AIL Beitrag anzeigen
Dann sah' ich dass er hinkt und bin sofort zum Tierarzt mit ihm. Der Tierarzt hat das Bein (rechts hinten) abgetastet und konnte mir bescheinigen, dass es nicht gebrochen ist.
Wie gesagt, ohne Röntgen reine Hellseherei.



Zitat:
Zitat von AIL Beitrag anzeigen
Ich habe dann dort die Befürchtung mit der Verstopfung geäußert. Der Tierarzt hat ihn daraufhin untersucht meinte, dass das nicht der Fall sei und es weder Verstopfung, noch Aufgasung noch ein Magen...(Wort vergessen) ist.

Auch dies ist nur sicher festzustellen mit einem Röntgenbild. Ansonsten auch hier eine reine Vermutung und kann für den weiteren Behandlungsverlauf verherend sein (Päppeln bei einem Verschluss kann sehr übel enden!


Zitat:
Zitat von AIL Beitrag anzeigen
Im Gegensatz zum Vortag hat Jonas jetzt schonwieder mehr gegessen. Mit den Medikamenten war schwierig. Ein bisschen was konnte ich ihm andrehen. Das "Herbi Care" hat er verschmäht... Dafür war Martha total begeistert davon und hat es ihm weggefuttert.

Bei Medikamenten darf man nicht zimperlich sein. Was rein muss, muss rein, immerhin kann es Leben retten.


Zitat:
Zitat von AIL Beitrag anzeigen
Was nach wie vor ist, ist sein rechtes Hinterbein. Er scheint sich damit abstoßen zu können aber nach vorne ziehen damit hat er Schwierigkeiten. Besonders sieht man das, wenn er sich damit kratzen will. Das funktioniert einfach nicht. Er kommt nicht hoch genug und es bewegt sich dabei ganz langsam. Am Vortag ging das noch etwas besser... vermutlich wegen dem Schmerzmittel.

Da gibt es mehrere Möglichkeiten: Bruch, Verstaucht, Athrose, Ec...


Zitat:
Zitat von AIL Beitrag anzeigen
Seine Köttel sind nach wie vor deutlich kleiner als die von Martha aber das war glaube schon immer so. Er setzt sie auf jeden Fall wieder häufiger ab.

Wann war die letzte Köttelprobe? Kleine Köttel können darauf hinweisen, dass im Magen-Darm-Bereich etwas verengt ist, so dass nicht ausreichend Futter Richtung Dickdarm gelangt.


Zitat:
Zitat von AIL Beitrag anzeigen
Ist es plausibel, dass er wegen der Beinverletzung so schlecht gegessen hat?

Durchaus. Schmerzen sind scheiße und ein Kaninchen, was Schmerzen hat, stellt gerne das Fressen ein. Was in einem Teufelskreis endet, weil nicht Fressen zu Aufgasungen führt und die ebenfalls schmerzhaft sind...usw.


Zitat:
Zitat von AIL Beitrag anzeigen
Es war auch mein Eindruck, dass der Tierarzt kein Experte für Kaninchen ist. Er war zwar nicht komplett ahnungslos aber so einen richtigen Plan schien er nicht zu haben.
Es war leider der einzige Tierarzt am Ort, der überhaupt Kaninchen auf seiner Webseite erwähnt.

Du solltest marinahexe mal deine PLZ schicken, dann kann sie nach einem TA gucken, der Ahnung hat. Ein guter TA ist bei Kaninchen absolut notwendig, denn die werden nur am Rande im Studium behandelt.


Zitat:
Zitat von AIL Beitrag anzeigen
Das Fieber war bei 40,4°C ob das überhaupt schon als Fieber gilt weiß ich nicht. Laut ihm ist 39,5°C normal bei Kaninchen und ich meine das auch schonmal gelesen zu haben.

Ist auf jeden Fall erhöhte Temperatur.




Zitat:
Zitat von AIL Beitrag anzeigen
Was er ihm gespritzt hat weiß ich nicht. Beim ersten Besuch sagte er ein Schmerzmittel und Fiebersenker. (von dem ich denke, dass Jonas es schlecht vertragen hat, weil er danach noch schlimmer durchhing als vorher)
Beim 2. Besuch sagte er ein anderes Schmerzmittel ohne Fiebersenker und was zum Appetit anregen.

Bitte immer aufschreiben oder auf die Rechnung drucken lassen, was für Medikamente in welcher Dosierung gegeben werden! Es gibt z.B. Medikamente, die Kaninchen nicht bekommen sollten (z.B. Buscopan). Deswegen immer erklären lassen, was genutzt wird, um beim Nächsten mal zu wissen, welche Medis z.B. nicht vertragen werden.


Zitat:
Zitat von AIL Beitrag anzeigen
Das was er mir mitgegeben hat, ist meiner Ansicht nach jetzt nur so Homöpathisches Zeug, was man gibt, wenn man keine richtige Diagnose hat. Soll beides der Anregung des Appetits bzw. Förderung der Verdauung dienen. Das eine ist eine Art Öl mit ein paar Pflanzenstoffen drin und das andere sind eigentlich nur zermalene Kräuter, die man zu einem Brei mixen soll.

Hast Du Namen? Das erste klingt wie Rodicare Akut, das zweite wie Critical Care/Herbi Care/Päppelzeug. RodiCare kannst du ohne Probleme geben, Päppelkram sollte man nur geben, wenn man weiß, was im Magen-Darm-Bereich abgeht. Sprich: Konkrete Diagnose durch Röntgen!


Zitat:
Zitat von AIL Beitrag anzeigen
Gepäppelt habe ich ihn nicht. Ich hab's versucht aber da bin ich zu doof/ängstlich/nicht Gewaltbereit genug für. Das Öl-Zeug kann ich ihm einigermaßen unterjubeln, da er eh wieder besser isst. Den Brei hat er verschmäht

Päppeln hat nichts mit Gewaltbereit zu tun sondern unter Umständen mit Lebenserhaltung und Lebensrettung. Was ins Tier muss, muss ins Tier.



Zitat:
Zitat von AIL Beitrag anzeigen
Die Frage ist halt, ob die Probleme mit dem Bein die Ursache der verringerten Nahrungsaufnahme sind oder ob das was Anderes ist.

Ich würde sowohl Bein als auch Magen-Darm Bereich röntgen, Magen-Darm noch vor Bein. Bei einer Aufgasung/Verstopfung sollte schleunigst behandelt werden.



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