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Risiko Kastration WeibchenHallo Leute, es geht um die Entscheidung bzw. das Sterberisiko ein eigentlich gesundes weibliches Kaninchen kastrieren zu lassen. Konkret geht es um unsere Paula (Löwenköpfen ca. 1 Jahr alt). Paula hat seit ca. 6 Monaten durch sehr aggressives Verhalten die Gruppe (W/W/M) aufgemischt und das Zusammenleben gestört. Die anderen Tiere waren dadurch extrem verunsichert und uns gegenüber teilweise auch aggressiv. Paula hingegen war uns gegenüber sehr zugänglich und lieb. Der Schritt hin zur Kastration wurde zuerst mit unserer Hausärztin diskutiert. Sie hat dann einen Eingriff in einer Klink - von Spezialisten - angeraten. Diese haben wir dann auch aufgesucht und Paula zur Voruntersuchung gebracht. Alles tiptop - sehr gesundes Tier. Die Ärzte haben einen guten zuversichtlichen Eindruck gemacht. Das Sterberisiko wurde als gering eingeschätzt. Also erfolgte dann der Eingriff bei dem Paula schon bei der Narkose verstarb. Ich möchte mit diesem Beitrag erreichen, dass Ihr Euch sehr, sehr kritisch mit Aussagen zum Risiko von eigentlich nicht zwingend notwendigen Operationen auseinandersetzt. Wir hätten diesen Verlauf nach den Gesprächen nie erwartet und sind sehr traurig, weil wir uns eine Mitschuld daran geben, dass diese Folge eintreten konnte. Wenn ich es mit diesem Beitrag schaffen sollte nur ein liebes Tier vor solch einem „Unfall“ zu bewahren, dann war die Zeit dafür sehr gut investiert und ich bin es der kleinen Paula auch schuldig. Rückgängig machen können wir das nicht mehr. Wir sind sehr traurig den Sonnenschein verloren zu haben. Bitte seit vorsichtig und kritisch. Sucht nach anderen Ansätzen zur Lösung der Störung. Oliver
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| Tut mir leid, dass euch das passiert ist. Leider kann eine Narkose immer ein Risiko darstellen. @Löwenzahn & Co.: Der Tierarzt sollte auf kleine Heimtiere spezialisiert sein, um sich mit Kaninchen auszukennen. Kleintiere sind Hunde & Katzen.
__________________ Lieben Gruß von Daniela mit Suki, Molly, Loki & Casper aka Fleck Geliebt & unvergessen: Nala (08/2005 - 20.03.2017) Gizmo (01/2005 - 18.06.2017) Muuma (2012 - 03.03.2018) Fluffy (01/2015 - 14.07.2021) Unser Thread: http://www.kaninchenforum.de/unsere-kaninchen-user-vorstellung-fotos/40379-von-kleinen-gro%DFen-kaninchen-mein-trio-infernale.html
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| Ja. So sollte es gewesen sein. Aber dennoch Mist. Gruss, oliver
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| sehr süß deine Kleinen... :-)
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| Hallo Oliver, erst einmal mein herzliches Beileid. Zunächst möchte ich betonen, dass man jeglichen operativen Eingriff (und auch andere Behandlungen) sorgfältig überlegen muß, insbesondere wenn keine akute medizinische Notwendigkeit besteht. Auch hätte die Klinik bei einer so jungen Häsin erst einmal einen Ultraschall machen können, um festzustellen ob Veränderungen sichtbar sind. Aber, und das hilft dir vielleicht ein bisschen: Man kann auch durch Unterlassen eine falsche Entscheidung treffen. Deshalb möchte ich deinem Erlebnis Wuschels Geschichte gegenüber stellen. Ich habe sie nicht kastrieren lassen, sie war auch nie auffällig. Sie war eher ängstlich als dominant, hat nie gerammelt oder sonst irgendein auffälliges Verhalten gezeigt. Bis sie eines Tages nicht mehr fraß, die Tierärztin uns nach dem Abtasten sofort zum Ultraschall überwiesen. Es folgte eine Not-OP, denn die Gebärmutter war hochgradig entartet. Sie hat die OP noch um ein paar Tage überlebt, aber wir konnten sie nicht retten. Hätte ich sie prophylaktisch kastrieren lassen, wäre sie vielleicht noch am Leben. Du siehst, man kann erst im Nachhinein sagen ob man eine falsche Entscheidung getroffen hat. Das macht die Sache so schwierig. Meine zweite Häsin wurde übrigens kastriert als sie erst leichte Veränderungen hatte (aufgrund ihres Verhaltens, die Veränderungen waren beim Abtasten fraglich weil sie noch nicht so deutlich waren), sie hat das prima überstanden damals. Wenn du mich jetzt fragen würdest, ob ich generell prophylaktisch kastrieren lassen würde, würde man nach dem Lesen meiner Erfahrungen sicher vermuten dass ich ja sage. Doch das würde und werde ich nicht. Es ist immer eine Einzelfall Entscheidung, die mit einem Risiko behaftet ist. Man muss sich fragen, welches Risiko einem im vorliegenden Fall geringer erscheint und welches größer.
__________________ Gute Menschen gleichen Sternen, sie leuchten noch lange nach ihrem Erlöschen.
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| Dankeschön. Aber genau deshalb wurden wir an die Klinik verwiesen. Was ja wohl richtig erscheint. Nur wenn´s da nicht hinhaut. Deshalb Aufgepasst. Gruss, oliver
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| Mein Beileid zu deinem Verlust ![]() Leider ist das grundlegende Narkose Risiko bei Kaninchen mit 1 von 72 schon recht hoch. Daher bin ich auch gegen vorsorgliche Weibchenkastrationen, aber das ist eine Diskussion, die wir hier schon zur Genüge hatten. Zu einer medizinisch induzierten Weibchenkastrationen gibt es nur leider keine Alternativen... Fürs nächste Mal bzw. für Mitleser: Dass dein Weibchen die Gruppe aufgemischt hat, ist in dem Alter ziemlich normal. Mit einem Jahr war sie vielleicht gerade noch in der Pubertät, da können Kaninchen ganz schön anstrengend sein. Ich würde, wenn es sich nicht gerade um einen Extremfall handelt, frühestens mit eineinhalb Jahren kastrieren. Nach der Pubertät kann sich so ein Verhalten nämlich auch wieder von alleine zurückbilden. Mach dich nicht fertig, du wolltest nur das Beste für dein Kaninchen. Dass ein völlig gesundes Kaninchen in der Narkose stirbt, kommt leider vor, aber man rechnet eben trotzdem nicht damit ![]()
__________________ Liebe Grüße von den Sophie mit Kiki, Stella, Jimmy, Richard, Sissi, Caramel und Heidi!
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| Danke für deine Info. 1 von 72 ist hart und ist mir so nicht bekannt gewesen. LG OLiver
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| Dein Verlust tut mir sehr leid. Das Problem ist - jede Narkose ist ein Risiko....egal ob bei Mensch oder Tier. Ich müsste aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen jedem Menschen ans Herz legen, sich niemals einem Arzt anzuvertrauen.....schon gar keinem der sagt "das ist ein Routineeingriff".. Zum "vorsorglichen" kastrieren eines Weibchens oder aus Verhaltensgründen kann ich auch nichts beitragen. Wohl aber dazu, dass meine zweijährige Kaninchendame nie scheinschwanger war, nie sonst wie "auffälig" - und mit 2,5 Jahren eine geschlossene Gebärmutterentzündung hatte, die eine sofortige Not OP notwendig machte. Sie hat überlebt und erfreut sich bester Gesundheit (das ganze ist jetzt ein Jahr her). Suse
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| Stichworte |
| kastration weibchen |
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