 | Kaninchen | | Registriert seit: 08.03.2012
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Geschrieben am
26.10.2020, 21:47
| | | | Kokzidien sind bei Kaninchen latent (also in geringer Menge) fast immer vorhanden.
Kritisch für die Gesundheit wird es, wenn sie überhand nehmen - dann können sie auch Organschäden in der Leber verursachen und zum Tode führen.
Kokzidien vermehren sich dann im Tier, wenn eine Schwächung vorliegt - eine chronische oder akute Krankheit, Stress zb durch neue Tiere/Umzug, Operationen etc.
Das heißt: je gesünder die Tiere und je besser die Haltung, desto geringer das Risiko dass sich kokzidien vermehren.
Das A und O ist hierbei die Ernährung, um einen gesunden Magen-Darm Bereich und gesunde Zähne zu haben. Also sollte rund um die Uhr blättriges Grün (draußen gesammelt oder gekauft) zur Verfügung stehen. Auf Trockenfutter sollte gänzlich verzichtet werden und Obst sowie Knollengemüse dosiert gegeben werden.
Dazu ausreichend Platz zum Bewegen, trockene Rückzugsorte, Hygiene im Gehehe und regelmäßige Kontrolle der Tiere auf Auffälligkeiten. Auch macht es Sinn regelmäßig eine Kotprobe untersuchen zu lassen, um rechtzeitig zu merken, wenn etwas nicht stimmt - auf jeden Fall vor jeder Impfung und vielleicht 1-2x zwischendurch.
Für die aktuelle Lage: ich würde obige Punkte abarbeiten und die Tiere mit passendem Mittel behandeln. Den Aussenbereich frei von kokzidien zu bekommen wird sehr schwer bis unmöglich. Daher würde ich auf obiges setzen.
Wenn neue Tiere dazu kommen: auf jeden Fall in Quarantäne setzen zu erst, Kotprobe untersuchen lassen, impfen und dann nach dem schutzaufbau die Tiere vergesellschaften und wirklich kleinlichst beobachten. |