Hallo alle zusammen,
Ich habe eine ca. 7 oder 8 jährlige Häsin in Innenhaltung.
Sie war eigentlich immer fit, hat aber schon seit ich sie habe (5 Jahre) beim schlafen und bei Entspannung geschnarcht bzw. laut geschnauft.
Die Allgemeinuntersuchungen beim Tierarzt brachten auch keine Klärung.
Seit ca. 2 Jahren litt sie des öfteren unter Fressunlust, Apathie, keine köttel. Dies dauerte aber immer ca. 1 Tag und danach war alles wieder gut. Untersuchungen beim Tierarzt ergaben als Ergebnis immer eine Verstopfung (Röntgen, Abtasten usw.) und so habe ich sie dann behandelt (laktulose, Öl, dimeticon usw.).
Außerdem haben wir vermehrt auf die Beseitigung der Haare im Gehege und beim Partnertier geachtet.
Seit Sonntag morgen (also ist heute der 3. Tag) war es wieder so weit.
Wir waren in der Tierklinik am Sonntag.
Laut röntgen wieder Verstopfung.
Wieder die übliche Medikation. Diese brachte aber dieses Mal keine Besserung.
Gestern bei einer weiteren Tierärztin, die sich wohl besser mit Kaninchen auskennt.
Neues röntgen (zur verlaufskontrolle).
Sie stellte aber keine Verstopfung fest, sondern eine deutlich sichtbare Gebärmutter.
Also entweder Hyperplasie oder Tumor.
In beiden Fällen kommt wohl nur eine Kastration als Therapie in Frage.
Durch diese Gebärmutter hat sie wohl Schmerzen, und daher kein fressen und kaum/wenig köttel sowie Apathie.
Sie schlug daher die Kastration vor (in 3 Tagen) und bis dahin soll ich Schmerzmittel verabreichen sowie päppeln, falls sie weiter nicht frisst.
Das mache ich auch seit gestern.
Sorgen machte sich die Tierärztin aber als ich das mit der Atmung erwähnte.
Demnach könnten es Metastasen in der Lunge oder ein Thymom sein. Etwas in der Richtung konnte sie auch in dem bisherigen röntgen erkennen.
Das könnte man eventuell durch ein weiteres Röntgenbild auf dem Rücken ggf. ausschließen. Sicher kann man das im röntgen aber wohl auch nicht erkennen, was da genau ist.
Sollte es Metastasen geben, so würde eine Kastration nur für kurze Zeit was bringen, zumal sie bereits atembeschwerden/schnarchen/schnaufen schon lange im Ruhezustand hat.
Seit der neuerlichen Erkrankung (also seit Sonntag morgen) ist diese laute Atmung die ganze Zeit, zeitweise sehr schnell. Ich kann leider nicht beurteilen, ob die laute schnelle Atmung von den Schmerzen in der Gebärmutter kommt oder ob sie noch schlechter Luft bekommt wegen der Lungen ...
Mir stellt sich die Frage, ob eine Entfernung der Gebärmutter bei einem 8 Jahre alten Kaninchen überhaupt Sinn macht. Zumal sie jetzt wegen der Schmerzen, wenig fressen, wenig kötteln, päppeln und wenig Schlaf eh schon so gestresst und geschwächt ist.
Außerdem besteht ja das Risiko, dass sie eh schon was mit der Lunge hat bzw. Ein Thymom, so dass ein positiver Ausgang der OP eventuell nur von kurzer Dauer ist...
Und der ganze Streß mit dem päppeln und so, das verträgt sie alles nicht gut, hat immer große Angst davor.
Und nach der OP müsste ich ihr auch mindestens 3mal täglich Mittel geben ich glaube für 2 Wochen.
Ich weiß einfach nicht, ob das alles Sinn macht.
Die Schmerzmittel, die sie jetzt bekommt, schlagen eventuell auch nicht an, ich habe das Gefühl, dass sie weiter schmerzen hat, trotz 2 unterschiedlicher
Präparate.
Es geht ja nicht nur ums Überleben sondern um die Qualität des Lebens.
Leider wäre die Alternative wahrscheinlich das Einschläfern.
Seit Sonntag morgen hockt sie nur in der Ecke und atmet laut. Frisst aber ein wenig, wenn ich ihr was reiche.
Köttelt aber immer noch kaum, obwohl ich päppel und alles mache.
Was würdet ihr tun?