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Kaninchenschnupfen HILFEHalli Hallo, Ich bin neu hier, weil ich dringend Hilfe benötige! Ich weiß zurzeit einfach nicht mehr weiter. Mein eines Kaninchen „Mucki“ ist sein Name, hat einen ganz schlimmen Schnupfen. Er hatte den Schnupfen letztes Jahr und dann war er mit Antibiotikum zum Glück wieder weg. Jetzt hat er ihn seit Weihnachten 2019 wieder. Ich war bestimmt schon gefühlte 10 mal oder mehr beim TA. Sie haben ihn geröntgt, ihm eine Probe aus der Nase entnommen. Man kann aufatmen, er hat nicht das tödliche Kaninchenschnupfen, es wurden andere Bakterien entdeckt, gegen die wir natürlich gleich Antibiotikum gespritzt haben. Aber leider hat es dieses Mal nicht angeschlagen. Wir haben alle möglichen Antibiotika ausprobiert, aber es bringt alles nichts. Zurzeit weiß meine TA auch nicht mehr weiter. Wir versuchen gerade sein Immunsystem aufzubessern mit zylex. Neben bei inhalieren wir viel (2x täglich) und ich habe ihm Kräuter gekauft - extra für Schnupfen. Ich bitte dringend um eure Ratschläge. Ich liebe mein Mucki einfach Über alles! Ach so, er ist im übrigen 9 Jahre. Lieben Gruß! Wurmi & Mucki
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| Hallo und Willkommen ![]() Kannst du vielleicht sagen, welche Bakterien gefunden wurden und womit behandelt wurde? Ich selber kann da nicht viel zu sagen, aber soweit ich weiß, ist "Rakete" gut informiert über Schnupfen Du sagst, es wurde AB gespritzt, hast du auch was für Zuhause mitbekommen? Ich hatte letztes Jahr eine Dame mit Kaninchenschnupfen (ausgelöst durch eine VG) und ich sollte mind. 2 Wochen AB geben. Zudem gab es noch die 2 x Zylexis und ich habe noch ein Pulver für das Immunsystem mitbekommen (das ist allerdings für Rinder ) hilft aber auch bei Kaninchen. Zusätzlich habe ich noch Rodicare Pulmo gegebenWie ist denn die Haltung und Fütterung. Auch das kann wichtig sein. Hast du dich schon auf der Seite Kaninchenwiese eingelesen?
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| Hallo Wurmi&Mucki Beruhige Dich mal und atme tief durch! ![]() Es gibt nicht DEN tödlichen Kaninchenschnupfen. https://www.kaninchenwiese.de/gesundheit/infektionskrankheiten/kaninchenschnupfen/ Hier kannst Du schon mal sehr vieles nachlesen. inkl. div. Therapiansätzen. Am besten stärkt man das Immunsystem auf versch. Ebenen. Allerdings bei sein langandauernden Fällen, wo das Immunsystem mit zunehmen Alter immer stärker versagt, hat bei Meinen 2 schweren Fällen kaum noch was geholfen. Alle anderen verstarben sowieso schon viel früher an Verdauungsgeschichten, auf die nun Kaninchen sehr anfällig sind . An Schnupfen ist bei mir noch kein Kaninchen gestorben, obwohl schon einige Übernahmetiere leichtere Symptome (häufig leichtes Niesen, keine sichtbaren Vereiterung von aussen zumindest) hatten. Fragen: Welche Bakterien? Welche AB? Resistenzen? Symptome? Aktueller Eiterausfluss (und wie stark)? Diagnose des Röntgens? Ein Nasenabstrich zeigt leider nicht immer die tatsächliche Besiedlung, sondern kann auch nur die Spitze des Eisberges sein. Bei starker Vereiterung in den tiefen Nasnennebenhöhlen kann es andere Bakterien haben. Der Abstrich zeigt nur den vorderen Bereich auf. Zudem können die Bakterien auch wechseln. Nach div. AB-Behandlung und deren Absetzen können auch andere Bakterien wachsen. So erzeugt man diverse Resistenzen.... Hauptproblem: meist wird viel zu kurz behandelt und man hat das Gefühl, dass trotz gemäß des erstellten Antibiogramms das AB gar nicht wirkt. Bei starker Vereiterung schützt der Eiter die Bakterien teilweise vor dem AB, obwohl das AB eigentlich wirken würde. Gerade der klassische Schnupfenerreger Pasteurellen braucht deutlich eine längere Behandlung (mind. 3 Wochen), da er oft in den tiefen Regionen sitzt und sich daher mittels Abstrich auch nicht immer nachweisen lässt. Ich weiß nicht, wie gut ein Röntgen über den Schnupfen Auskunft gibt. Bei schweren Fällen kann man ein CT machen lassen, was Auskunft über die Zähne gibt, aber v.a. auch exakt sagt, wie schwer die tiefen Nasenregionen befallen sind. Und ob vom jahrelangen Schnupfen bereits die Knochenstrukturen (Läsionen) befallen sind. Es zeigt auch, ob es in den Nasengängen bereits zu einer irreparablen Mineralisierung (Verkalkung) gekommen ist. Aufgrund der Zustand der Vereiterung kann man entscheiden, ob man in die Nase ein großes Loch schneidet und den Eiter aus den tiefen Regionen heraus spült. Die OP ist ein schwerer und teurer Eingriff, soll aber bei den schweren Fällen klar helfen. Die OP bringt aber nur mäßigen Erfolg, wenn die Knochenstrukturen bereits teilweise zerstört sind, was leider bei meiner Seniorin (fast 9 Jahre) akut so ist. Übrigens hat sie insgesamt schon 1,5 Jahre AB bekommen. Obwohl die 3 versch. AB empfindlich auf die Bakterien sind (Bordetellen im vorderen Nasenbereich, Hämophilus aus dem OP-Material der tiefen Nasengängen), wirkt es eben durch den vielen, tiefsitzenden Eiter nicht richtig. Daher die OP als letzte Möglichkeit. Und sie hat Schnupfen seit mind. 7 Jahren, wenn zu Beginn auch nur ganz wenig Symptome da waren. Zudem kommt sie aus einem Pasteurellen-Bestand, wobei diese trotz OP nicht nachgewiesen wurde. Aber evtl hat da das AB auch gut gewirkt... Fazit: Der Schnupfen wird im Alter nicht besser, denn das Immunsystem versagt bei jeglichen Lebewesen zunehmend. Chronischer Schnupfen lässt sich nicht heilen, aber lindern! Inhalieren ist top! Aber vermutlich reicht 1x täglich, Du wirst Dich aber abfinden müssen, dass es mit Symptomen lebenslänglich gemacht werden sollte. Es hilft, damit die Schleimhäute befeuchtet werden und nicht komplett versagen. Bei Innenhaltung im Winter zudem auf nicht zu trockene Luft achten. Zylexis half bei mir bei leichten Symptomen und bei jüngeren Kaninchen recht gut. Man kann es auch über längere Zeit alle 2 Wochen spritzen. Die Wirkung hält nicht länger an, aber gut möglich, dass es einige Male braucht, um da Immunsystem so richtig anzukicken... Zylexis hatte leider keine Wirkung, wenn der Schnupfen schon lange bestand. Behandlung Zylexus: als Kur 3x innert 10 Tagen, danach bei Bedarf, aber max. alle 2 Wochen wiederholen. Keine Behandlung bei schweren Symptomen! Schleimlöser hilft, damit der zähe Eiter besser abfließen kann. Bei AB unbedingt auch immer genügend lang BeneBac verabreichen, sonst hast Du mit der Darmflora gleich die nächste Baustelle. Meine Seniorin bekommt es mit dem vielen AB schon sehr lange, trotzdem bekam sie irgendwann Probleme mit Matschkot (und Verstopfung). Seitdem sie aber sich seit kurzem selbst behandelt, respektive regelmäßig freiwillig den frischen Kot des Partners frisst, ist eine starke Verbesserung eingetreten. Man kann also auch eine Kotsuspension eines gesunden Kaninchens einflößen, wenn es das nicht schon freiwillig frisst. Ernährunstechnisch unterstützen gemäß Kaninchenwiese. Meine Seniorin bekommt auch regelmäßig Vitaminzusätze. Im Alter funktioniert auch der Stoffwechsel immer schlechter, daher kann man da nachhelfen.
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