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Alena 27.01.2020 19:40

E.c. ? bei Sultan
 
Hallo Allerseits,:seeya:
Ich hab schon sehr lange nichts mehr geschrieben, bräuchte aber jetzt dringend eure Hilfe.
Vor ca 1 Monat hat mein Kaninchen Sultan (männlich kastriert, ca. 3 Jahre alt) Probleme beim hoppeln bekommen. Er ist dann eher „gegangen“, ein hinterbeinchen vors andere. Ich bin mit ihm zu einer Tierärztin, wir sind gerade umgezogen also hatte ich noch niemanden, die hat gemeint, dass er sich nur etwas gezerrt hat, hat ihm Schmerzmittel gegeben und gemeint das wird bald besser. Wurde es aber nicht also sind wir auf zu einem anderen TA, der dann gemeint hat es könnte e.c. Sein. Röntgenbild haben wir gemacht, da war alles ok. Das Hoppeln ging immer schwerer, er hatte auch ziemlich abgenommen, der TA meinte aber das Gewicht sei ok. Wir haben dann harnproben genommen und die zur Analyse eingeschickt. Während wir auf das Ergebnis gewartet haben gab es einen Moment in dem er nur noch seitlich im Gehege lag und ich hab schon das schlimmste befürchtet, also wieder auf zum Tierarzt, der e.c. Verdacht hatte sich damit noch verstärkt und wir haben mit der Behandlung angefangen (Panacur, Vitamin B wollte er nicht gleich geben sobald wir kein Ergebnis hatten). Drei Tage später ist dann das Ergebnis da, im Harn konnte kein e.c. festgestellt werden. Der TA meinte aber das kann vorkommen und es schaut sehr danach aus also hat er zusätzlich zum panacur mit Antibiotikum und Vitamin B gestartet.
Panacur gebe ich jetzt seit genau 2 Wochen, es ist aber nicht wirklich besser geworden. Seit er so seitlich im Gehege lag hat er das Vertrauen in seine Beinchen ein bisschen verloren, im Auslauf wenn er Lust hat schafft er ein paar Meter. Er schafft es nicht sie wirklich unter seinen Körper zu ziehen, sie hängen aber auch nicht ganz hinten nach. Wir machen täglich Physiotherapie und er bekommt Wirbelsäulenmassagen, die mag er ganz gern. Er frisst auch zusätzlich Päppelbrei, den muss ich nicht eingeben er schleckt ihn allein vom Teller, damit er ein bisschen zunimmt. In den zwei Wochen hat er 100 Gramm abgenommen, er frisst aber eigentlich wirklich gut. Die Vorderbeinchen funktionieren einwandfrei, er dreht sich also eher im Kreis weil der Hintern nicht von der Stelle kommt, er macht aber einen sehr aufgeweckten Eindruck und freut sich immer wenn ich komme. Die anderen Kaninchen sind ganz nett mit ihm und putzen ihn auch fleißig, er kommt ja selber momentan nicht so gut überall hin. Beim Hintern muss ich nachhelfen weil er oft auf seinem Pipi sitzt, er kommt ja nicht wirklich weg.

Mein Tierarzt wirkt so als würde er gleich aufgeben, mit kommt das aber falsch vor weil er sonst einen so aufgeweckten Eindruck macht. Ich mach mir Sorgen, dass es nicht e.c ist, ich wüsste aber nicht was sonst, die Anzeichen sind wirklich typisch. Ist das denn normal, dass es sich so lang nicht bessert? Was würdet ihr an meiner Stelle machen?:confused:

4Chaoten 27.01.2020 20:06

Hallo:seeya:
auf dem Röntgenbild nichts zu sehen von evtl. beginnender Arthrose/Spondylose?
Ich bin da nicht so fit drin, aber soweit ich weiß, sollte man ein MRT machen lassen um zu erkennen, ob die Sehnen evtl. betroffen sind (Freundin hat eine hinten gelähmte Häsin, die sich beim Sprung verletzt hat)

Ein Bluttest wurde nicht gemacht? Damit könnte man auch den Titer bestimmen, das wäre auch noch eine Möglichkeit.

Alena 27.01.2020 20:11

Hallo,
Nein, von Arthrose nichts zu sehen, Wirbelsäule und Gelenke auch ok.
Bluttest meinte der TA kann es auch nicht wirklich klären, da er es auch wenn er E.C Träger ist nicht heißen muss, dass es sich jetzt um e.c. handelt. Er meinte auch das sei „zu viel des Guten“ und „unbezahlbar“, keine Ahnung was er damit sagen wollte.
MRT klingt interessant, da müsste ich dann aber sicher zur Tierklinik.

4Chaoten 27.01.2020 20:27

Ich bin wirklich keine Experte was EC anbelangt, aber soweit ich das in Erinnerung habe, zeigt es sich im Urin nur, wenn die Nieren befallen sind....... oder irre ich da gerade:confused:

Was er mit unbezahlbar meint, weiß ich nun auch nicht, aber ich denke, wenn man ihnen helfen will, dann zahlt man eben. Habe auch gelesen, dass er nicht sehr aussagekräftig ist, aber ich denke, ich würde einen Bluttest machen und alles was man feststellen kann bei einem Bluttest.
Sicherlich müsste man telefonieren, um zu erfahren, welche Praxen/Kliniken ein MRT machen können. Meine Freundin hätte 200 km fahren müssen, allerdings geht es ihrer Häsin gut, die frisst gut, muss aber regelmässig gewaschen/gecremt werden.
Physio/Massagen haben ihr auch nicht geholfen

Rakete 27.01.2020 20:39

Die Symptome sprechen auch meiner Meinung nach deutlich für EC, wohl eher für einen chron. langsamen Verlauf als jetzt akut.
Der Titer im Blut sollte schon bestimmt werden (allerdings gibt es ja angeblich auch negative Tiere, wenn sie bereits im Mutterleib mit EC infisziert wurden).

Infos:
https://www.kaninchenwiese.de/gesundheit/infektionskrankheiten/e-cuniculi/

Es steht jetzt zwar auch nicht, wie schnell auf die Behandlung angesprochen wird. Aber ich denke, dass kommt auch sicherlich auf den Verlauf und das entsprechende Tier an.

Es gibt auch noch eine Facebook- Gruppe:
Beratung und Hilfe für EC und Handicap-Kaninchen - auch für den Alltag

Lupine 27.01.2020 21:03

Bekommt er mittlerweile Vitamin B Komplex? Welches Antibiotikum bekommt er?

Ich würde wie Rakete auf einen schleichenden EC-Verlauf denken. Es kann schon mehrere Wochen teils Monate dauern bis die neurologischen Probleme sich bessern.

Wurde ein Blutbild gemacht? Von Interesse wären die Nierenwerte und die Entzündungswerte.

Alena 27.01.2020 21:11

Ja, Vitamin B bekommt er, ich glaube das Antibiotikum heißt Baytril.
Ich hab nur noch Panacur für 8 Tage, soll ich das also noch länger geben oder? Also besteht die realistische Chance auf Besserung? Mein TA nimmt mir ein bisschen die Hoffnung...

Dann werde ich nächstes Mal auf ein Blutbild bestehen, schlechte Nierenwerte und hohe Entzündungswerte deuten dann wieder auf EC hin, richtig?

Danke für eure Hilfe!

Lupine 27.01.2020 21:24

Panacur sollte er noch recht lange bekommen, ich würde auch darüber nachdenken das AB länger zu geben wenn er es gut verträgt.

Man könnte auch, wenn der Titer sehr hoch ist, sogar über einen Wechsel des AB nachdenken, allerdings müsste dann das AB gespritzt werden. Lt. Dr. Drescher gibt es 3 die in Frage kommen:

Oxytetrazyklin (lt. Ewringmann/Göbel, 1998)

Sulfonamid-Trimethoprim (lt. Fehr, 1997)

Chloramphenicol (ohne weitere Angabe, also wahrscheinlich von Drescher selbst)

Bei Chloramphenicol steht ausdrücklich dabei, dass es die Blut-Hirn-Schranke überwinden kann, was für die Behandlung von Vorteil ist. Bei Baytril ist das wohl nur eingeschränkt der Fall, wenn ich noch auf dem Laufenden bin.

Lupine 27.01.2020 21:27

Schlechte Nierenwerte weisen auf ein Nierenproblem hin, was bei E.C. leider nicht selten ist. Dann kann und sollte man die Nieren unterstützen, z.B. durch Infusionen.

Entzündungswerte können auf entzündliche Geschehen aller Art hinweisen. Falls die auffällig sind, sollte man nochmal nach den in Frage kommenden Differenzialdiagnosen schauen.

Alena 27.01.2020 21:32

Das AB bekommt er schon jetzt gespritzt, ich muss da jeden Tag zum TA...
Bin momentan beim überlegen, ob ein Tierarztwechsel gut wäre, er kennt ihn zwar jetzt schon aber ich habe das Gefühl er nimmt mich nicht wirklich ernst.
Gut, dann wird auf jeden Fall ein Blutbild gemacht.
Was für Differentialdiagnosen würden euch denn einfallen?

Lupine 27.01.2020 21:37

Spondylose oder Spondylarthrose kämen in Frage, denke ich. Je nach Qualität des Röntgenbildes könnte durchaus etwas übersehen worden sein. Das passiert immer mal wieder, bei Mensch und Tier.

Wenn du kein gutes Gefühl hast, würde ich tatsächlich eine Zweitmeinung einholen. Vielleicht magst du mal mit deiner PLZ bei Marinahexe per PN fragen, ob sie in der Tierarztliste eine Empfehlung in deiner Nähe hat?

Alena 27.01.2020 21:50

Würd ich gern, ich komme aber aus Tirol, wisst ihr da auch was?

4Chaoten 27.01.2020 21:50

Ehrlich gesagt, würde ich Marinahexe mal nach einem guten TA fragen. Von ihr habe ich auch eine gute Empfehlung bekommen.
Ich wechsel eh öfter mal den Ta, weil sie bei uns auch keine Erfahrung haben mit Kaninchen und leider musste ich auch öfter schon genau sagen, was ich gerne für Untersuchungen haben möchte.
Eigentlich sollten Ec Patienten wenig möglich Streß ausgesetzt werden und man bekommt AB für Zuhause mit. Meine Spondydame wurde zunächst auch auf EC behandelt mit Panacur und AB, AB habe ich für Zuhause mitbekommen.

Lupine 27.01.2020 22:00

Vielleicht weiß Marinahexe auch bei euch im schönen Tirol was, oder hat zumindest einen Tipp wen man fragen könnte.

4Chaoten 27.01.2020 22:07

Fragen würde ich mal, ansonsten mal ein bisschen Googeln und einen Threat eröffnen, ob jemand einen Tipp hat für einen TA.
Ich würde auf jeden Fall einen Bluttest machen lassen, meine Spondydame hat gut gefressen, war aber halt in ihren Bewegungen stark gehandycapt und Spondylose sieht man auf dem Röntgenbild

marinahexe 27.01.2020 23:32

Einen TA-Tip kann ich leider nicht geben. Aber ....


ich würde auch das Blut untersuchen lassen. Wie gesagt, Entzündungswerte, Organwerte und EC. Auch wenn der EC-Test nicht immer zuverlässig ist - ist der Titer hoch, ist es mit großer Wahrscheinlichkeit EC.


Die Medikamente würde ich auch länger geben. AB mind. 2 Wochen, Panacur und Vitamin B mind. 4 Wochen. Zusätzlich würde ich, mit meinen heutigen Erfahrungen, einmalig Kortison spritzen lassen. Kortison ist sehr umstritten, da es das Immunsystem lahm legt. Es bewirkt aber auch Wunder.


Ich habe vor einigen Monaten einen Kastraten aus dem Außengehege gefischt, der nur noch wie eine Katze kriechen konnte. RöBi schloß einen Bruch aus. Also bekam er auch zunächst EC-Medis und Entzündungshemmer - es wurde nicht besser. Dann hab ich mich überwunden und Kortison spritzen lassen. Zuhause angekommen, hoppelte Felix munter aus der TB. Mit dieser einmaligen Gabe war es bei ihm aber nicht getan. Er musste das über einen längeren Zeitraum bekommen. Nach etwa 3 Wochen hab ich den ersten wackligen Freudensprung gesehen. Wir sind jetzt seit 4 Wochen vom Kortison weg und er hoppelt immer noch und macht kleine Freudensprünge.

Alena 12.02.2020 23:01

So, ein kleines Update:

Viel hat sich leider nicht getan, die Hinterbeinchen bewegt er immer noch nicht, das linke ist jetzt mehr nach vorne geklappt, es rutscht aber immer unter seinen Bauch und er piselt sich dann an...
Er bekommt jetzt schon seit einem Monat seine Medikamente, Cortison haben wir jetzt am Sonntag gestartet, man merkt aber noch keine Verbesserung. Er hat jetzt wunde Stellen an den Beinen vom drauf liegen und hat auch wieder ein bisschen abgenommen. Seinen Brei will er seit gestern garnicht mehr haben und das eingeben ist bei ihm sehr schwierig. Wie lange kann es denn dauern bis man vom Cortison was merkt?
Ich bin wirklich unsicher, wie lange ich ihn noch „quälen“ soll. Ich hoffe natürlich immer noch auf Besserung, es tut sich aber wirklich nichts. Langsam bin ich am verzweifeln.
Blutbild war übrigens ok, nur hatte er einen sehr niedrigen Kalzium Wert, da hat er dann eine Spritze bekommen.
Wir waren auch wieder bei meinem alten TA, da sind einfach Welten dazwischen.

marinahexe 12.02.2020 23:51

Bei meinem Felix hat das Cortison bereits nach einer Stunde gewirkt.:confused: Das hat 2 Tage gewirkt, danach bekam er Zuhause Cortison in Tablettenform weiter. WIe oft bekommt er die Spritzen oder Tabletten?

Alena 13.02.2020 00:41

Er bekommt einmal am Tag eine halbe Tablette. Es wird wie gesagt aber immer schwieriger im alles zu geben, weil er gegen seinen heiß geliebten Brei rebelliert... ins Mäulchen spritzen findet er katastrophal.

marinahexe 13.02.2020 00:46

Versuch doch mal, die Tablette zu vierteln und je 1/4 in eine Cranberry oder Weintraube zu verstecken. Ich hab das Cortison gemörsert (zwischen 2 TL), in eine 1ml Spritze gefüllt und dann mit Fruchtsaft aufgefüllt. Wurde anstandslos genommen.

Alena 13.02.2020 01:00

Welchen Fruchtsaft hast du da verwendet? Das mit den Trauben Probier ich sicher aus, danke für den Tipp!

marinahexe 13.02.2020 11:19

Ganz beliebt ist Birnensaft, gefolgt von weißer Traube und Pfirsich. Du kannst aber auch Möhren- oder Cranberrysaft nehmen. Ich denke, dass ist auch bei Kaninchen eine Geschmacksfrage.https://www.kaninchenforum.de/images/icons/icon10.gif

Alena 13.02.2020 14:50

Also die Trauben sind der Wahnsinn :)
Vom Birnensaft ist er nicht ganz so überzeugt aber mit ein bisschen Überredung haben wir’s geschafft ;)
Meine Frage: ich hab noch Cortison für 6 weitere Tage daheim, was mach ich, wenn sich dann immer noch keine Besserung zeigt?
Weitermachen fühlt sich genauso falsch an wie einschläfern, ich weiß es einfach nicht.

angelsfire 13.02.2020 19:24

Wurde denn mal ein EC Test gemacht? Synlab macht ja mittlerweile 2 Titer. Da kann man dann auch sehen ob er einfach nur Träger ist oder ob es ein akuter Schub ist.

4Chaoten 13.02.2020 20:35

Zitat:

Zitat von angelsfire (Beitrag 1187832)
Wurde denn mal ein EC Test gemacht? Synlab macht ja mittlerweile 2 Titer. Da kann man dann auch sehen ob er einfach nur Träger ist oder ob es ein akuter Schub ist.

Das würde ich auch versuchen, ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass es mit den Gelenken, Muskeln etc zu tun hat. Wurde, wie ich immer sage, der Tischkantentest gemacht? Dabei werden die Hinterläufe an einer Tischkante gestreift. Kaninchen mit Spondylose z. B. zeigen kaum bis keine Reaktion, während die EC Tiere reagieren.

Alena 13.02.2020 20:51

Ich glaube leider dass der EC Titer nicht getestet wurde, mein TA hat das bei sich im Labor gemacht...
Tischkantentest wurde gemacht, der TA hat jetzt speziell dazu zwar nichts gesagt, hat aber danach die EC Diagnose vom anderen Tierarzt bestätigt, Ich gehe also davon aus, dass er da reagiert hat.

4Chaoten 13.02.2020 22:17

EC Erfahrung habe ich nicht, aber wenn es so ist, dass der Verdacht besteht (meiner Meinung nach ja), würde ich versuchen diesen Test zu machen den Angelfire vorschlägt. Sie hat Erfahrung damit und kann dir bestimmt noch einige Tips geben.

Alena 14.02.2020 00:31

Korrigiert mich wenn ich falsch liege, wenn ich den Test machen lasse und der ergibt dann ja es ist Ec, kann ich ja eigentlich nichts anders machen als jetzt auch, es funktioniert aber nichts. Wenn es aber nicht Ec ist, wenn das Röntgenbild ok ist, was kann es sonst sein? Der alte TA hat mir so durch die Blume gesagt, dass sowieso alles andere ein Todesurteil für ihn wäre... also wenn ich den Test mache und es nicht ec ist, kann ich dann überhaupt noch was unternehmen, damit er weiter lebt, aber wieder mehr Lebensqualität hat? Auch wenn er so jetzt nicht stirbt, ich will ihm das nicht sein Leben lang zumuten... :(
Wenn es die Chance gibt, dass man bei negativen Test dann auch so behandeln kann, dass „alles wieder gut wird“ mach ich das natürlich, aber um ehrlich zu sein bleibt mir langsam auch nicht mehr so viel Geld übrig...

Rakete 14.02.2020 07:57

Wenn Symptome da sind und keine andere Ursache gefunden wird, dann würde ich auch bei einem negativen EC Test auf alle Fälle behandeln. Das habe ich damals auch so gemacht.... Es gibt leider auch falsch negative Resultate.

Zudem ist eine Panacur- Behandlung meist relativ harmlos (im Vergleich zu alles anderem) und kostet wenig. Da wird die Titerbestimmung wohl teurer ausfallen.

Es ist aber auch möglich, dass eine Behandlung in einem weit fortgeschritten, langsamen EC- Verlauf nicht mehr gut anschlägt oder sogar gar nicht mehr.. Zumindest hat das meine TÄ gesagt... Bei einem Übernahmetier (11 Jahre) war chronisches EC derart im Endstadium (blind, Taub, Beine hinterher geschleppt), dass sie gar keinen Sinn mehr in einer Behandlung lag. Letztendlich wurde er erlöst, weil er auch nichts mehr frass.

Alena 14.02.2020 10:07

Fressen tut er ja noch gut, ich hatte so gehofft, dass das Cortison hilft...
Ich musste so eine Entscheidung (Gott sei dank) vorher noch nie treffen, es war immer sehr klar ob ich weitermachen soll oder nicht. Wie lange warte ich, bis wir aufgeben?
Ich liebe ihn übern alles und wünsche mir nichts mehr, als dass er wieder gesund wird :(

marinahexe 14.02.2020 10:25

Seid ihr bei einem Kaninchenspezialisten oder bei einem normalen TA?

Alena 14.02.2020 10:45

Wir sind bei einem normalen TA, ich vertrau ihm aber sehr. Kaninchenspezialisten hab ich auch nach längerer Google Suche in meiner Nähe nicht gefunden...

Alena 14.02.2020 12:00

Jetzt hat sogar das eingeben mit der Spritze super geklappt! Er hat aber wieder ein paar Gramm abgenommen...

marinahexe 14.02.2020 14:07

Schick mir mal Deine PLZ, ich guck mal. WEnn er abgenommen hat, gib im täglich 1 EL Haferflocken oder Schmelzflocken in den Päppelbrei.

Alena 14.02.2020 15:17

Den Brei will er ja momentan nicht fressen und für Haferflocken interessiert er sich leider auch nicht. Die Heupellets mag er momentan aber sehr gerne.

LouisAbby 14.02.2020 17:02

Hi,
ich habe vor ein paar Wochen bei meinem Louis auch den EC-Titer bestimmen lassen, weil er nicht gut gefressen hat und schon mal einen Ausbruch hatte. Das hat um die 90€ gekostet, denn die Probe musste in ein spezielles Labor geschickt werden. Anhand des Titers konnte mir die Ärztin dann sagen, dass er keinen akuten Schub hat. Wenn dein Ninchen EC hat, dann brauchst du viel Geduld, denn die Behandlung zieht sich über Wochen oder sogar Monate. Meistens wird es erst viel schlimmer, bevor langsam eine Besserung eintritt. In vielen Fällen erholen sich die Tiere irgendwann vollständig, aber der Erreger bleibt lebenslang im Tier. Solange er noch selber frisst ist das ein gutes Zeichen. Biete ihm alles an, was er fressen will.

angelsfire 14.02.2020 18:55

Für mich würde der Test nur Sinn machen um zu sehen obe ine weitere Behandlung "Sinn" macht oder nicht. Bei EC kann sowas sehr lange dauern. Da würde ich noch nicht aufgeben. Wenn aber beide Titer negativ wären, dann wäre es sehr wahrscheinlich kein EC. Und dann würde ich persönlich mir das vermutlich nicht so lange anschauen wie bei EC. Man könnte noch ein CT oder MRT machen um zu schauen ob wirklich nix gefunden werden kann. Eine Lähmung muss ja eine Ursache haben. Das ist aber meist sehr kostspielig und bietet auch lange nicht jede Klinik an.

Alena 14.02.2020 19:57

Also meint ihr, wenn es ec ist, dass man die Hoffnung noch nicht aufgeben darf? Wenn sich noch Besserung einstellt dann kämpfe ich gerne weiter mit ihm. Ich hab nur überall gelesen, dass sich nach ca 3 Wochen zumindest ein bisschen Fortschritt zeigen sollte.
Hattet ihr auch schon Kaninchen bei denen so lange keine Besserung war?
Danke für die ganzen Antworten :)

LouisAbby 14.02.2020 20:10

Im Frühling 2018 hatte mein Louis einen Ausbruch (Kopf schief, herum rollen...) und ist wieder völlig fit geworden. Ich habe nicht mehr genau im Kopf, wie lange das ganze gedauert hat, aber definitiv länger als 3 Wochen. Die Medikamente habe ich mind. 2 Monate gegeben und er hatte immer wieder Rückfälle.
Ich habe auch schon ein Ninchen mit EC einschläfern lassen, weil sie gar nicht mehr fressen wollte und das Päppeln auch nicht mehr mit gemacht hat. Das war mein allererster Kontakt mit EC und ich war total unsicher und überfordert. Vielleicht habe ich damals zu früh aufgegeben. Viele Tierärzte sind bei EC leider immer sehr schnell fürs einschläfern, obwohl man noch viel für das Tier tun könnte. Auf kaninchenwiese.de gibt es einige Berichte vom Behandlungsverlauf einzelner EC-Patienten. Darunter sind auch gelähmte Tiere, die wieder fit wurden. Vielleicht hilft dir das ein bisschen.

Alena 14.02.2020 21:49

Gut, dann ist jetzt der Plan am Montag bei einem von marinahexe herausgesuchten TA die Blutprobe zu nehmen und die einzuschicken. Wenn der EC Titer hoch ist kämpfen wir weiter, wenn es nicht ec ist mach ich im noch die schönst mögliche Zeit und muss ihn dann gehen lassen, so weh es auch tut.


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 04:47 Uhr.



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