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marinahexe 03.01.2019 15:29

Zitat:

Zitat von Aen (Beitrag 1131414)
Ich würde das gemeinsam mit der Tierärztin entscheiden und alle Aspekte abwägen. Mein Rat wäre, Dein Schuldgefühl und schlechtes Gewissen dabei nicht als Orientierungshilfe zu nehmen. Ich finde, es geht in erster Linie um das Kleine und was es von einem guten kaninchentypischen Leben - nach allem, was wir als Menschen darüber wissen - erwarten darf. Das wäre mein Bezugspunkt bei einer solchen Entscheidung.

Ich drück' die Daumen, dass sich der Zustand noch bessert.


Grüße,
Aen




Aen, ich sehe das genau so: im Sinne des Tieres. Aber Du weißt sicherlich auch, dass sich nicht wirklich viele Tierärzte mit Kaninchen auskennen. Ich kenne die TÄ nicht, wo das Tier vorgestellt wurde. Aber ich bin mittlerweile generell erstmal skeptisch. Und 2 Tage erscheinen mir definitiv zu wenig.

Angora-Angy 03.01.2019 15:34

Falls es wirklich nur eine Nervengeschichte ist, gib ihm mal täglich ein Gingkoblatt zu fressen. Gingko ist gut für die Nervenregeneration.
Wie alt ist das Tier eigentlich?

marinahexe 03.01.2019 15:40

Zitat:

Zitat von Angora-Angy (Beitrag 1131476)
Falls es wirklich nur eine Nervengeschichte ist, gib ihm mal täglich ein Gingkoblatt zu fressen. Gingko ist gut für die Nervenregeneration.
Wie alt ist das Tier eigentlich?


Hier hat sie geschrieben:

Zitat:

Das Hasen Baby ist am 8. November auf die Welt gekommen



Doofe Frage. Wo kriegt man denn Gingkoblätter?

Angora-Angy 03.01.2019 15:48

na dann ist es längst kein Baby mehr... (abgesehen davon, dass sich mir bei dem Wort "Hasenbaby" immer die Fußnägel kräuseln...)

Ginkgoblätter wachsen gewöhnlich auf Ginkgobäumen ;) Und die werden gern als Alleebäume angepflanzt. Meine Mutter hat zwei im Garten stehen, ich einen, wobei meiner noch nicht ganz bis zum Knie reicht :D Zur Not bei ebay, da gibts ja nichts, was es nicht gibt, oder mal in der Apotheke fragen. Es gibt auch Ginkgopräparate.

(Sorry, ich weiß immer nicht so ganz genau, in welche Reihenfolge das g und das k bei dem Wort gehören...)
Edit: Es gibt sogar geschnittene Blätter von Makana, oder auch Puver.

Kreusa 03.01.2019 15:55

Um die Jahreszeit dürften die Ginkgobäume kahl sein, oder? Aber ich könnte schwören, ich hätte in der Drogerie oder im Reformhaus schonmal Ginkgotee gesehen? Vielleicht als Alternative...


Alles Gute für das Kleine!

Polly8 03.01.2019 16:00

Andererseits, wenn es wirklich eine Querschnittslähmung ist finde ich 2 Tage fast schon zu lang, besonders zB. deswegen:


Zitat:

Zitat von Samra (Beitrag 1131361)
Was sie mir auch noch gesagt hat dass das Hasenbabys leider nicht mehr von alleine seine Blase entleeren kann ,


Hallo Samra,
hat die Tierärztin dir Katheter zum Leeren der Blase mitgegeben oder klappt das mittlerweile wieder.
Kann das Kleine sich noch selbst fortbewegen zB zum Wassernapf/Futter oder liegt es nur auf einer Stelle? Kann es sich noch selbst putzen und sauber halten?

Aen 03.01.2019 16:12

Zitat:

Zitat von Polly8 (Beitrag 1131487)
Andererseits, wenn es wirklich eine Querschnittslähmung ist finde ich 2 Tage fast schon zu lang, besonders zB. deswegen:





Hallo Samra,
hat die Tierärztin dir Katheter zum Leeren der Blase mitgegeben oder klappt das mittlerweile wieder.
Kann das Kleine sich noch selbst fortbewegen zB zum Wassernapf/Futter oder liegt es nur auf einer Stelle? Kann es sich noch selbst putzen und sauber halten?

Ja, dass es seine Blase nicht selbst entleeren kann, hat mich auch schlucken lassen. Ich hab noch nie von einem solchen Fall gehört, aber ich würde hier - mangels eigener Erfahrung und Wissen zum Thema Querschnittslähmung bei Kaninchen - der Tierärztin und ihrer Prognose vertrauen.


@ marinahexe:

Dass Samra sich beißende Vorwürfe macht, ist absolut verständlich. Daraus nun aber abzuleiten, dass das Kaninchen auf jeden Fall am Leben erhalten werden soll, "solange es noch essen und trinken kann", finde ich verkehrt. Wie lange die Erholungszeit bei einem solchen Wirbelsäulentrauma idR ist, das heißt, wie lange noch berechtigte Hoffnung auf Besserung besteht bzw. ab wann davon gesprochen werden kann, dass ein Leidenszustand nur noch unnötig verlängert wird, weiß ich nicht. Zwei Tage klingen knapp bemessen, stimmt. Vielleicht lohnt hier ja noch eine weitere Recherche.

Ein Mist ist das. Ich wünsch' Samra einfach, dass sie bei allen Gefühlsqualen verantwortungsvoll entscheiden kann - und mehr noch natürlich, dass sich der Zustand des Kleinen doch noch bessert.

Polly8 03.01.2019 16:33

Ich würde da auch der Tierärztin vertrauen.
Ausser dem Röntgen wird sie sicherlich auch andere Dinge getestet haben. Z.b. ob noch irgendwelche Reflexe vorhanden sind oder das Kleine noch auf Schmerzreize in den Hinterläufen reagiert.
Das alles zusammen mit dem Röntgenbild und der fehlenden Blasenentleerung ergibt schon ein recht eindeutiges Bild.
Ich hätte es ehrlich gesagt schon gestern nicht wieder mit nach Hause genommen.:sad:

Terry 03.01.2019 17:49

Im KSF hatte eine Aktive mal ein ähnliches Problem https://www.kaninchenschutzforum.de/showthread.php?t=140122&highlight=L%E4hmung leider steht da nicht wie es ausgegangen ist.

marinahexe 03.01.2019 19:45

Ich hab mal eine sehr erfahrene PS angeschrieben, die schon gelähmte Tiere hatte. Sie konnte nur kurz antworten, da sie auf der Arbeit ist:

Zitat:

Würde gerne das Röntgenbild sehen. Wurde nur eins erstellt oder in mehreren Ebenen geröntgt? Es braucht Cortison und Vit. B Komplex mindestens eine Woche lang damit das Rückenmark abschwellen kann. Zum Cortison aber kein Metacam, anderes Schmerzmittel dann. Zwei Tage sind zu wenig, es wird dauern. Physiotherapeuten suchen, Akkupunktur usw.



Aen 03.01.2019 20:12

Zitat:

Zitat von marinahexe (Beitrag 1131518)
Ich hab mal eine sehr erfahrene PS angeschrieben, die schon gelähmte Tiere hatte. Sie konnte nur kurz antworten, da sie auf der Arbeit ist:


Würde gerne das Röntgenbild sehen. Wurde nur eins erstellt oder in mehreren Ebenen geröntgt? Es braucht Cortison und Vit. B Komplex mindestens eine Woche lang damit das Rückenmark abschwellen kann. Zum Cortison aber kein Metacam, anderes Schmerzmittel dann. Zwei Tage sind zu wenig, es wird dauern. Physiotherapeuten suchen, Akkupunktur usw.



Marinahexe, vielleicht täusche ich mich, aber ich finde, Dein „Informationshinweis“ legt nahe, hier müsse nachdrücklich alles - so übersetze ich „Physiotherapeuten suchen, Akkupunktur usw.“ mal frei - unternommen werden, um dieses gelähmte Kaninchen mit starkem Wirbelsäulentrauma am Leben zu erhalten. Ich respektiere, dass das offenbar Deine gewachsene Grundhaltung in Bezug auf Krankheiten oder gesundheitliche Einschränkungen von Kaninchen zu sein scheint - auch dann, wenn die Beeinträchtigung so erheblich und lebenseinschränkend ist, dass es dem Kaninchen im weiteren z.B. unmöglich sein wird, seine Blase selbst zu entleeren, sich zu putzen oder als Fluchttier in Gefahrensituationen (und was es dafür hält) schnell wegzuhoppeln.

Mir ist nur offen gestanden manchmal nicht ganz klar, ob es wiederum Dir gelingt, zu respektieren, dass man mit einer anderen Grundhaltung zu einer anderen Entscheidung - und deshalb auch anderen Ratschlägen - kommen kann.

Was ich - ohne Angriffsabsicht - sagen will: Schön fänd' ich, beide „Seiten“ in dieser Frage könnten einander aushalten und die Beiträge in solchen Fällen könnten gleichberechtigt nebeneinander stehen, ohne zur Belastung für die Ratsuchende zu werden.



Grüße,
Aen

marinahexe 03.01.2019 22:13

Zitat:

Zitat von Aen (Beitrag 1131548)
Marinahexe, vielleicht täusche ich mich, aber ich finde, Dein „Informationshinweis“ legt nahe, hier müsse nachdrücklich alles - so übersetze ich „Physiotherapeuten suchen, Akkupunktur usw.“ mal frei - unternommen werden, um dieses gelähmte Kaninchen mit starkem Wirbelsäulentrauma am Leben zu erhalten. Ich respektiere, dass das offenbar Deine gewachsene Grundhaltung in Bezug auf Krankheiten oder gesundheitliche Einschränkungen von Kaninchen zu sein scheint - auch dann, wenn die Beeinträchtigung so erheblich und lebenseinschränkend ist, dass es dem Kaninchen im weiteren z.B. unmöglich sein wird, seine Blase selbst zu entleeren, sich zu putzen oder als Fluchttier in Gefahrensituationen (und was es dafür hält) schnell wegzuhoppeln.

Mir ist nur offen gestanden manchmal nicht ganz klar, ob es wiederum Dir gelingt, zu respektieren, dass man mit einer anderen Grundhaltung zu einer anderen Entscheidung - und deshalb auch anderen Ratschlägen - kommen kann.

Was ich - ohne Angriffsabsicht - sagen will: Schön fänd' ich, beide „Seiten“ in dieser Frage könnten einander aushalten und die Beiträge in solchen Fällen könnten gleichberechtigt nebeneinander stehen, ohne zur Belastung für die Ratsuchende zu werden.

Grüße,
Aen




Meine liebe Aen, es geht nicht darum, dass Tier auf Teufel komm raus am Leben zu erhalten sondern darum, verschiedene Möglichkeiten aufzuzeigen, was man machen kann. Und warum soll ich meine Meinung Deiner anpassen, wenn meine Meinung eine andere ist? Es ist Sinn und Zweck eines Forums, verschiedene Meinungen zu lesen.

Weißt Du, ob er nicht morgen seine Blase selbständig entleeren kann? Weißt Du, ob in 3 Tagen nicht die Schwellung zurückgeht? Wenn er morgen eingeschläfert wird (wie Du und Polly ja raten), wird man das auch nicht erfahren.


Zwei Tage halte ich definitiv für zu kurz um über Leben und Tod zu entscheiden.

Aen 03.01.2019 22:50

Zitat:

Zitat von marinahexe (Beitrag 1131565)

Und warum soll ich meine Meinung Deiner anpassen, wenn meine Meinung eine andere ist?

Vielleicht, weil Du diesen Anspruch an mich formuliert hast, als Du mich oben angesprochen und direkt auf einen Beitrag von mir - und dem darin enthaltenen Ratschlag, mit der Tierärztin gemeinsam abzuwägen, welche Entscheidung in dieser Situation die beste oder am wenigstenschlechte sein kann - reagiert hattest?


Zitat:

Es ist Sinn und Zweck eines Forums, verschiedene Meinungen zu lesen.
In diesem Punkt sind wir uns völlig einig. Dafür wollte mein Beitrag vorhin einmal mehr und ohne Angriffsabsicht werben.


Zitat:

Weißt Du, ob er nicht morgen seine Blase selbständig entleeren kann? Weißt Du, ob in 3 Tagen nicht die Schwellung zurückgeht? Wenn er morgen eingeschläfert wird (wie Du und Polly ja raten), wird man das auch nicht erfahren.
Ich finde, auch diese Phase des Zuwartens und diffusen Hoffens auf Besserung unterliegt der Verantwortung eines leidvermeidenden Umgangs mit einem Tier, das mir anvertraut ist.
Dieser Verantwortung entkomme ich sogar dann nicht, wenn ich - im Unterschied zu einem Kaninchen - weiß, dass das, was sich für dieses Tier immer jetzt (einen prospektiven Status kennt es als Tier schlechterdings nicht) nach affektivem Schmerz anfühlt und seine Lebensfunktionen massiv einschränkt, möglicherweise in ein, zwei oder acht (oder 18?) Wochen in einen Zustand der Besserung "hineinbehandeln" lässt. Mit "Physiotherapeut, Akupunktur etc." ...

Das Kaninchen erlebt sich in einem Zustand, in dem es sich nicht putzen kann, seine Blase nicht selbst entleeren kann und in Situationen, die es als bedrohlich erlebt, als Fluchttier mit allen spezifisch angeborenen Reflexen nicht flüchten kann. Und damit muss ich bei allem, was ich entscheide, irgendwie umgehen.


Zitat:

Zwei Tage halte ich definitiv für zu kurz um über Leben und Tod zu entscheiden.
Mir ging es bei meinem obigen Beitrag um Grundsätzlicheres als das Feilschen um zwei, drei oder vier Tage.
Aber wir müssen uns hier auch nicht weiter reindrehen. Lass uns einfach abwarten, ob und mit welcher Bedürfnislage sich Samra nochmal an das Forum wendet.


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