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Rakete 30.11.2019 12:45

Unter AB war der Zustand des Schnupfens nicht so schlimm im Verhältnis zum Auge. Wegen letzterem war ich in erster Linie in Behandlung. vor 1,5 Jahren als der Schnupfen sehr schlimm war, war ich noch in Behandlung beim TA und nicht im Spital.

Aber gemäß ihren Erfahrungen hätte man mich vorher darauf hinweisen müssen. Es wurde mir auch erst gesagt von einem TA/Chirurg, den ich jetzt zum 1. Mal dort gesehen habe. Offensichtlich mit mehr Erfahrung...

Die Prognose wäre mit OP relativ gut betreffend des Zustandes. Allerdings machen sie solch eine OP auch nur 3-4 x im Jahr, was ich statistisch gesehehen nicht als aussagekräftig ansehe.

Weiterer Negativpunkt: ich werde den Anblick des Loches und das Spülen psychisch kaum hinkriegen...

4Chaoten 30.11.2019 16:56

Ich glaube, wenn es so wäre und es Sinn machen würde, dann würdest du den Anblick ertragen und es schaffen, aber ich sehe es wie LouisAbby.
Für mich sind da viele Bedenken und ich würde mich wohl gegen eine OP entscheiden, auch weil ich ihr die weiteren Behandlungen nicht antun möchte, selbst wenn sie die OP überstehen würde.

Rakete 30.11.2019 20:37

Ich möchte es auch nicht mitansehen, wie sie ständig niest und röchelt, das war letztes Jahr schon schlimm genug. Das sie immer fit war, sagt in meinen Augen nichts über den Leideszustand aus.

Ich kann es selber nachempfinden kann, wie sich das anfühlt, wenn man fast ständig verstopfte Nase hat. Ich kann wenigstens noch durch den Mund atmen, aber das finde ich schon selber oft schlimm genug. Kaninchen können das nicht.

Ich bezweifle, dass man sie im jetzigen Zustand einschläfert, was man vor der Augenentfernung sofort gemacht hätte. Diese Option wäre mir im Nachhinein am liebsten gewesen.

Aber Danke für alle Feedbacks. Eigentlich möchte ich mich nicht entscheiden müssen..

Rakete 02.12.2019 23:01

Leider habe ich vorhin bei der Therapie gesehen, dass mir Kasha die Entscheidung betreffend OP schon vorweg genommen hat.... :(

Die Vorausetzung für die Augenentfernung war (darum dauerte meine Entscheidung auch so lange!), dass das andere Auge gesund blieb und keiner Therapie bedarf. Letztes Jahr wurde eigentlich in beiden Augen Chalazion diagnostiziert, nur hat es sich dieses Jahr nie bemerkbar gemacht.

Nun ist das rechte Auge leicht gerötet unter dem Lid und ein paar Wimpern sind bereits im Auge.
Vermutlich war da der Stress mit Sedation (beim CT) vor 3 Tagen Schuld.

Mal schauen, wie es sich weiter entwickelt. Ansonsten wird das Einschläfern wesentlich rascher sein als gedacht.

Dann muss leider eine Lösung für das große Partnertier her. Eigentlich hätte ich ihn gerne in Aussenhaltung vermittelt, da er das 1. Kaninchen in 13 Jahren ist, was drinnen nicht so glücklich ist. Nur im Winter unmöglich...
Ich habe mir auch schon überlegt, nochmals eine extrem langsame VG (mit Trenngitter und Revierwechsel über mind. 3 Monate) zu wagen. Aber nachdem es vor 5 Wochen innert 2 Sekunden ein Massaker gab (mit 2 x Nähen), nur weil ich das Türchen nicht richtig einschnappen ließ, lasse ich das wohl.

LouisAbby 03.12.2019 00:38

Oh Nein, das tut mir leid. Du hast so viel für sie getan und trotzdem sieht es nicht gut aus. Ich wünsche ihr und und natürlich dir, dass sie noch eine möglichst schöne Zeit hat und noch nicht zu bald gehen muss. :frown5:

BunnyMary 13.12.2019 22:36

Wie geht es Kasha jetzt?

Rakete 14.12.2019 13:57

Danke der Nachfrage.
Das Auge ist gut, war nur 2 Tage (schwach) gereizt und hat sich von selbst wieder erholt.

Der Schnupfen ist schlimmer geworden:
2 Wochen mit Baytril war es besser, seit 1 Woche Umstellung nur Marbocyl (als letztes AB). Jetzt ist das Gesicht wieder verschmiert mit Eiter und ständigen Niesanfällen, wie ohne AB... Marbocyl wirkt nicht im Gegensatz zu Baytril, auch wenn sie Marbocyl nur mal vor knapp 2 Jahren hatte, also rel. zu lange her für Resistenzbildungen.

Sie ist zwar fit, aber so ist das für mich kein Dauerzustand :frown:

BunnyMary 14.12.2019 17:07

Ach, wie schade, eins überstanden und das Nächste kommt wieder auf...:mad:kann das vorherige AB nicht länger gegeben werden?
Hoffentlich kommt Ihr beide mal zur Ruhe, ich drücke die Daumen!

Rakete 01.02.2020 20:13

Erst dieses Jahr besserte sich Kasha's Zustand etwas. Ihre Niessanfälle und Röcheln setzte mir zu und ich war auf Dauer nicht bereit, mehr zu ertragen bis hin zur möglichen Schnappatmung. Aber ich bin zu empfindlich und nicht belastbar...

Ich ging zur Kontrolle für Entscheidung: OP oder Einschläfern.
Kasha wurde für ihr Alter als topfit bezeichnet, zumindest weit entfernt davon, dass man eine Einschläferung jetzt erlaubt hätte (vor 4 Monaten sah das wegen der Augen-Geschichte anders aus).

Damit war meiner Psyche nicht geholfen... Daher entschied ich mich für eine risikoreiche OP, obwohl es im Alter keinen Sinn macht und ein Vermögen kostet.



Die OP dauerte 2 h und sie lag 2,5 h in Injektionsnarkose um möglichst viel Eiter heraus zu Spülen. Der Nasen-Stirnbereich wurde zugenäht und ein kleines Loch zum Spülen offen gelassen. Es dauert einige Wochen, bis der Knochen wieder zuwächst.

Die gute Nachricht:
sie hat es erstaunlich gut überlebt und erholte sich schnell. Es bestand nie eine Gefahr. Laut TA ist Kasha extrem zäh und eine starke Kämpferin.

Die schlechte Nachricht:
Blut im Urin!
Zur Abklärung blieb sie 4 Tag dort.
Ultraschall ergab eine verdächtige Masse an der Blase. Ob Tumor/Geschwulst oder Gebärmutterstumpf von der Kastration (Überbleibsel) lässt sich so nicht sagen. Schmerzen hat sie dort keine.
Blutwerte und Nierenwerte normal (letztere im oberen Bereich) trotz Verabreichung von Antibiotika länger als 1 Jahr.
Harnwegsinfekt wurde mittels Bakteriologie ausgeschlossen.

Früher wurde 2x aus Nasenabstrich wenig Bordetella bronchiseptica nachgewiesen, ein klassischer Erreger von Schnupfen. Nur leider nicht immer aussagekräftig.

Resultat der Erreger-Bestimmung aus der tiefen Nase-OP:
Hämophilus, auch typisch für Naseninfekte.
Sensibel auf alle Antibiotikas (inkl Baytril, Chloramphenicol, Marbocyl, welche sie bis anhin bekam).
KEINE Pasteurellen oder Bordetellen!

Auch wenn Antbiotika's alle empfindlich sind:
im fortgeschrittenen Stadium mit sehr viel Eiter hilft nur eine OP.

Fazit nach der OP:
Nasenspülung durch die Wunde 2x pro Woche. Es bildet sich immer noch Eiter. Weitere Behandlung mit Baytril.
Zuerst Verschlimmerung wegen Schwellung durch OP.
In der 2 .Woche fast kein Niesen mehr, aber noch Röcheln.



Die Blut/Blasen-Geschichte ruht vorläufig, da die Nase jetzt Priorität hat. Eigentlich möchte ich auch nichts unternehmen.
Irgendwann ist das Lebensende erreicht; mir ging es nur darum, dass der Zustand noch gut genug ist.

Bei Kasha ist das sehr schwer zu beurteilen, da sie zäh ist und sich nichts anmerken lässt. Auch damals nach der Kastration ist sie als Einzige direkt rumgehüpft, dass man niemals eine OP vermutet hätte, während die anderen beiden Häsinnen normal krank herum lagen.

Die Tierpflegerin im Tierspital hat mir ihren blauen Fleck gezeigt, denn Kasha wird sehr sauer, wenn es ihr nicht in den Kram passt...:wink5:

LouisAbby 01.02.2020 20:40

Oh Mann, da machen du und Kasha ja einiges durch. Schön, dass sie die OP so gut weg gesteckt hat. Daumen sind gedrückt, dass auch weiterhin alles gut läuft.

Rakete 01.02.2020 20:49

Alleine die Beiden OP haben 2000 Euro gekostet. Die sonstigen Behandlungskosten der letzten 2 Jahre habe ich absichtlich nie zusammen rechnen wollen... Zumindest weiß ich, wofür ich arbeiten gehe!

Manu1978 02.02.2020 08:53

Wünsche Kasha alles gute
Finde es toll das du nicht aufgibst und für sie alles gibst

Rakete 02.02.2020 16:34

Ich habe öfters mal Erkältungsasthma und finde den Zustand selbst sehr unangenehm... Auch aktuell huste ich mir die letzen Wochen die Nächte voll...
Grund für mich genug, eine OP für ein altes Tier zu wagen, auch mit dem Risiko, dass es dann vorbei gewesen wäre.

Daher kann ich auch nicht verstehen, wenn man zu lange zuwartet bis es zur Schnappatmung kommt, wie bei gewissen Haltern... Und es dann als nicht so schlimm findet, wenn das Tier sich wieder beruhigt hat. Nur die Atembeschwerden bleiben mit häufigen Niesanfälle und Röcheln.

4Chaoten 02.02.2020 18:22

Bis auf den einen Anfall meiner Dame habe ich zum Glück bisher keine weiteren Probleme und ich hoffe, es bleibt so.
Ich stimme dir voll und ganz zu, anzuhören/sehen, wie sie niesen, röcheln etc ist nicht schön und ich habe da auch kein Verständnis für, wenn man zu lange wartet.
Für Kasha hoffe ich, dass sie noch eine lange und schöne Zeit hat. Die kleine Kämpferin;)

Luke 02.02.2020 18:42

Oh man , da habt ihr ja Einiges durch ... ich weiß gar nicht , was ich schreiben soll . :sad:
Ich selbst fand es auch immer sehr belastend , die Tiere leiden zu sehen .

Bei allem , was Du für sie entscheidest . Alles muss für das Tier am Ende lebenswert sein . Das war mir immer sehr wichtig .

Ich habe immer versucht im Sinne des Tieres zu entscheiden . Ein guter TA an deiner Seite sollte Dich da gut unterstützen können .

Ich wünsche Euch von Herzen alles Gute !

gerti 02.02.2020 20:26

[QUOTE=Rakete;1186371
Grund für mich genug, eine OP für ein altes Tier zu wagen, auch mit dem Risiko, dass es dann vorbei gewesen wäre.

Daher kann ich auch nicht verstehen, wenn man zu lange zuwartet bis es zur Schnappatmung kommt, wie bei gewissen Haltern...[/QUOTE]


Ich glaube da kann man nur mit ehrlicherer tierschutzberücksichtigenden Beratung für jedes Tier einzeln entscheiden. Ein Tier mit vielen Baustellen und der Aussicht auf große Schmerzen und lange andauernen schmerzhaften Behandlungen bei denen es womöglich stirbt steht eine medikamentös unterstützte pallative Begleitung gegenüber.


Manchmal ist die Frage ob tatsächlich alles sinnvoll ist, oder halt nur möglich ob sinnvoll oder nicht.

Rakete 03.02.2020 07:24

Ich bin generell für Palliative Lösungen zu haben.
Nur mein Problem: ich hätte psychisch den langen Weg für mich nicht durchstehen können. Da Einschläfern wegen Schnupfen jetzt noch kein Thema ist (außer Schmerzen wären wegen Tumor vorhanden), bliebe nur noch eine Abgabe von Kasha...

Rakete 05.02.2020 20:42

Heute waren wir zum letzten Nasen-Spülen in der Klinik, da sich seit 1 Woche keinerlei Eiter mehr gebildet hat. Kein Niesen. Sie hat jetzt noch 4 Wochen lang Baytril.

Mal schauen, wie sich ihr Zustand entwickelt. Ich hoffe, es bleibt noch möglichst lange so gut wie jetzt!

BunnyMary 05.02.2020 21:37

Das ist ja mal etwas Positives, hier werden alle Daumen und Pfoten gedrückt, dass es so bleibt!

gerti 05.02.2020 22:10

Schön, dass es ihr besser geht! Ich kann gut verstehen wie schwer diese Entscheidungen sind und es muss immer einiges berücksichtigt werden. Es kann schon sehr belastend sein ein so krankes Tier über lange Zeit zu begleiten. Geht mir auch oft ganz schön auf den Magen. Das mit dem Abschalten klappt leider nicht immer!
Kesha ist hoffentlich bald wieder fit, hört sich zumindest ganz gut an!


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