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Verdauungsschmerzen, evtl. Tumor? auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 19.05.2017
Beiträge: 17
luxkichelchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.05.2017, 13:47

Verdauungsschmerzen, evtl. Tumor?


Hallo liebes Forum,
ich bin neu hier, aber brauche dringend Erfahrungsberichte...
Mein Häschen Scotty (7 Jahre alt) ist eigentlich putzmunter und noch fit wie eh und je. Allerdings hat er seit vergangenem Freitag (12.05.17) stundenweise sichtliche Schmerzen, oder wenigstens starkes Unbehagen.
Kurzfassung:
Freitag, während des Tages alles ok, hüpft herum und frisst/trinkt normal. Dann irgendwann am späten Nachmittag hockt er sich in eine Ecke und wird apathisch ("unangenehme" Position, ständiger Wechsel zwischen Sitzen und Liegen, im Kreis drehen). Nicht mal sein Lieblingsleckerli muntert ihn auf. Bei mir breitete sich natürlich sofort Panik aus, weil dieses Verhalten für ihn extremst untypisch ist und man ihm wirklich ansieht, dass es ihm nicht gut geht.
Anruf bei unserer TA (von der wir Scotty auch haben): Sie meint es könne an übermässigem Haarverschlucken liegen oder eine leichte Verstopfung sein, und rät mir ihm ein bisschen Öl einzuflösen und bis zum Morgen abzuwarten.
Samstagmorgen: Scotty ist wieder topfit, begrüßt uns mit seinem üblichen Rütteln am Käfig und frisst ganz normal. Abends auch alles normal, bis ich dann gegen 23.00 Uhr wieder nach Hause komme. Selbe Symptomatik: apathisch, frisst nicht, köttelt nicht, wechselt Position.
Also fahre ich mit ihm in die Notaufnahme. Hier wird er abgetastet (Bauch schön weich, keine Anzeichen von Schmerzen) und geröntgt (Magen sehr voll -->Magenüberladung?). Außer dass seine Temperatur etwas tief bei 37° liegt und seine Verdauung etwas stockt, scheint alles normal. Die TA spritzt ihm ein Mittel für die Verdauung und etwas gegen die Schmerzen und gibt mir ein Medikament (weiß den Namen leider nicht mehr), das ich ihm zweimal am Tag verabreichen soll.
Zuhause dauert es etwa eine halbe Stunde, bis er sich vom Stress erholt hat, und dann frisst und hoppelt er wieder komplett normal.
Sonntag alles gut, bis Abends, slebe Symptomatik.
Montagmorgen fahre ich deshalb zu unserer richtigen TA, um eine zweite Meinung einzuholen. Nach gründlichem Abtasten und Analyse des Kots hat sie zwei Hypothesen: entweder, Scotty hat sich im Freigehege gestoßen und eine Prellung im Darmbereich, die jedes Mal, wenn das Futter die betroffene Stelle erreicht, ihm Schmerzen bereitet; oder er hat einen Tumor/ähnliches, welcher ebenfalls auf eine ganz präzise Stelle im Verdauungstrakt drückt. Dies würde erklären, warum er putzmunter ist und von einer Sekunde auf die andere, immer um etwa dieselbe Uhrzeit apathisch wird. Komisch ist allerdings, dass er gar nicht auf Abtasten reagiert.
Ihr Rat: nachmittags und abends vor der Fütterung 0,25 ml Boiron (mit Nux Vomica) verabreichen, das lindert die Schmerzen und hilft beim Verdauuen.
Bis heute klappte diese Methode auch sehr gut, Scotty war wieder ganz normal. Jetzt allerdings (Freitag, 12 Uhr) zeigt er wieder dieselben Symptome...
Ich habe nun wieder bei meiner TA angerufen, und sie meinte, ich solle ihm alle 30 Minuten das Medikament verabreichen, um zu sehen ob es akut wirkt. Sie hat gemeint, ich solle solange es geht so weitermachen, da die einzige Alternative sei, ihn unter Nakose aufzumachen, um zu sehen, ob es sich um einen Tumor handelt. Einen Ultraschall will sie nicht machen, da sie Scotty dafür ebenfalls in Narkose legen müsste und das sehr viel Stress bedeutet; wenn es soweit kommt will sie ihn lieber dann direkt aufmachen, um ggf. den Störfaktor operativ zu entfernen.

Nun meine Frage an euch: Hatte jemand schon mal einen ähnlichen Fall? Die TA meinte nämlich ebenfalls, je nachdem was sie finden würde und falls es nicht operabel sei, müsste man ihn eventuell einschläfern. Allerdings sehe ich nicht wirklich ein, ein Tier einzuschläfern, das 90% der Zeit topfit ist und dann "nur" während einer kurzen Zeit schlecht, allerdings bin ich natürlich auch nicht gerade rational, da es um mein Baby geht...

Kurze Eckdaten noch: Scotty und Chopper leben halb/halb in Käfig- und Außenhaltung, ernähren sich zu 90% von frischem Heu (vom Privatbauern), und 10% von Gemüse/Wildkräutern (hauptsächlich Möhren, Salat, Broccoli und Kräuter/Zweige) und manchmal einem Stück Obst oder einem Leckerli, aber das ist wirklich die Ausnahme. Zähne wurden auch kontrolliert, da gibt es kein Problem und auch an Gewicht hat Scotty nichts verloren, da er ja den restlichen Tag über ganz normal frisst.

Danke für jeglichen Kommentar!

Eure verzweifelte Hasenmama Laura



 

Stichworte
apathisch, behandlung, krankheit, tumor, verdauung



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