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minchen2810 23.09.2015 20:11

Beinamputation? Einschläfern?
 
Hallo,

es geht um meine kleine Teddy.
Sie hatte vor ungefähr 3 Wochen einen Unfall. Sie ist mit ihrem linken Hinterbein am umgekippten Häuschen hängen geblieben. Danach konnte sie nicht mehr auftreten. Ich wollte erstmal abwarten und sie beobachten (ich hoffte es wäre nur ein kurzer Schmerz. Kann ja mal passieren und sie machte nicht gerade den Eindruck zu leiden). Nach wenigen Stunden kam keine Besserung habe ich mich dann doch dazu entschlossen zur Tierklinik zu fahren (es war Samstagsabend).
Dort wurde sie untersucht (ohne röntgen) und die vorläufige Diagnose war eine muskuläre Verletzung. Teddy bekam eine Schmerzspritze und Schmerztropfen für zuhause. Sollte es am darauffolgenden Montag nicht besser werden, sollte ich zu meinem Tierarzt zum Röntgen. Was ich auch leider musste.
Das Röntgenbild war unauffällig. Alles sah in Ordnung aus. Der Tierarzt wollte noch eine Woche abwarten. Die Schmerzmittel sollte ich in der Zeit weiter geben.
Nach ein paar Tagen habe ich sie wieder auf die Wiese gesetzt, um sie mir mal genauer anzuschauen. Teddy trat immer noch nicht auf, aber ich hatte auch nicht den Eindruck, dass sie Schmerzen hatte oder sich unwohl fühlte. Sie hoppelte weiter nur auf 3 Beinen. Das eine Beinchen stand immer seltsam an der Seite. Es knickte auch manchmla weg und sie taumelte. Da kam mir der Verdacht, dass sie das Bein nicht spürt.
Meinen Verdacht habe ich dann dem Tierarzt mitgeteilt. Nach einigen Tests stand fest, dass sie absolut kein Gefühl im linken Hinterbein und Schwänzchen hat. Die Schockdiagnose lautete Lähmung.
Wir wollten erstmal abwarten wie sich die Sache entwickelt und wie sie damit klar kommt.
Mittlerweile hat sich die Muskulatur am Bein und am hinteren Rücken sehr stark zurückgebildet (es sieht aus, als würde hinten eine Ecke vöm Kaninchen fehlen). Am Montag war ich nochmal beim Tierarzt, weil ich an ihrem speziellen Beinchen eine Wunde entdeckt habe (ausgerissenes Fell, gereizte Haut, kein Blut und kein offenes Fleisch). Sie hat sich wohl zu stark geputzt, weil sie ja nicht merkt wann Schluss ist. Sie hat Salbe und einen kleinen Verband bekommen, den ich jetzt täglich wechseln muss.
Naja ab hier fängt mein großes Problem jetzt richtig an. Ich bin verzweifelt, weil ich einfach so verunsichert bin wie es weiter gehen soll.
Meine Tierärztin sagte, dass sie ihr das Bein sofort amputieren würde, wenn sie jünger wäre (Teddy ist vor kurzem 8 Jahre alt geworden).
Wenn Teddy mit der Situation nicht klar kommt, muss man sie erlösen. Die Tierärztin möchte sie ungerne einschläfern, weil sie einfach topfit ist und sie denkt, dass sie noch mehrere Jahre leben könnte.
In der letzten Zeit hat sie etwas abgenommen (von 1450g auf 1380g), was auch von dem Muskulaturverlust kommt.
Ich frage mich jetzt was ich machen soll. Der aktuelle Zustand ist auch nicht das Wahre. Ich merke, dass sie das Beinchen stört und behindert. Sie frisst, zeigt normales Sozialverhalten und ist von ihrem allgemeinen Verhalten auch normal (sie ist ruhiger geworden. Dazu muss man aber auch sagen , dass sie vorher ein absoluter Rambo war). Ich merke, dass sie sich noch nicht aufgegeben hat.
Ich wasche sie täglich im Intimbereich, weil sie das zur Zeit selbst nicht richtig hinbekommt.
Ich weiß nur nicht wie es weiter gehen soll.
- Amputation wagen und ein Risiko eingehen?
- Einschläfern und sie damit aufgeben und erlösen?
Wie lange erträgt sie diese Situation?
Ich möchte nur ihr bestes. Aber was ist das?

Ich möchte mir auch noch die Meinung der Tierklinik dazu holen.

Hat vielleicht schon jemand Erfahrungen mit Amputationen? Besonders auch bei älteren Kaninchen?
Ich bin auch für jeden Rat dankbar. Zur Zeit bin ich etwas überfordert.

marinahexe 23.09.2015 21:03

Hallo, und trotz des traurigen Anlasses ein herzliches Willkommen!;)

Ich habe von einigen Kaninchen gelesen, denen ein Bein amputiert werden musste, und die sehr gut damit klarkommen.
Wo genau ist der Bruch? Sind die Knochen denn schon falsch zusammengewachsen? Du schriebst, dass das Bein manchmal wegknickte und sie taumelte. Wenn die Knochen noch nicht zusammengewachsen sein sollten, könnte man das Bein mit einer Schiene stabilisieren, bis der Bruch geheilt ist.

Wenn das nicht mehr möglich ist und nur noch die Amputation bleibt, würde ich es versuchen. Wie gesagt, Kaninchen kommen damit sehr gut klar.

minchen2810 23.09.2015 21:05

Das Bein ist nicht gebrochen.
Die Nerven sind so schwer verletzt, dass das Bein gelähmt ist.

marinahexe 23.09.2015 21:58

Sorry, dann hab ich das mißverstanden. Vielleicht ist auch einfach nur ein Nerv eingeklemmt.

Wie gesagt, wenn sie sonst fit ist, würde ich es wagen. Wenn Du sie einfach nur einschläfern lässt, wirst Du Dich immer fragen, ob die Entscheidung richtig war.

minchen2810 23.09.2015 22:37

Ich werde morgen mal einen Termin in der Tierklinik machen. Mal sehen was der Tierarzt dort dann sagt

Natie 23.09.2015 23:55

Vorsorglich würde ich Vitamin B Komplex von Ratiopharm geben, ist gut zur Nervenregeneration.

Wenn sie sonst fit ist, würde ich niemals ans einschläfern denken.
Ich würde eine 2te Tierarztmeinung einholen und evtl warten ob die Nerven sich regenerieren.
Falls das nicht geschieht und das gefühllose Beinchen stört (zB angenagt wird, sie damit immer hängen bleibt, etc.) würde ich es amputieren lassen. Narkose ist natürlich immer ein Risiko, aber wenn sie sonst fit ist, steckt sie die gut weg ...
Ich hab auch ein Dreibein in meiner Gruppe, sie kommt damit gut zurecht ...

minchen2810 24.09.2015 00:12

Wie lange hat dein Dreibein denn ungefähr gebraucht um sich an die neue Situation zu gewöhnen? Damit meine ich auch so Dinge wie hoppeln und putzen.
Teddy hat das Problem, dass sie sich bepinkelt. Ich muss sie täglich waschen. Kann sich dein Dreibein selbst gut sauber machen?

Natie 24.09.2015 00:24

Hmmm, bei Loony war das anders.
Wie ich sie bekommen hab, war sie 7 Wochen alt und das Beinchen fehlte schon.
Ursache ist unbekannt, Vermutung das die Mutter es vor Stress abbiss (enge Buchtenhaltung).
Bei ihr ist es ein Vorderbein. Sie putzt sich selbst, hat aber auch noch einen kleinen "Stumpen" zum abstützen.

Wenn dein Nin sich einnässt, werden auch die Nerven an der Blase beteiligt sein.
Hebt sie beim Pippi machen das Schwänzchen? Geht also in diese typische "PippimachStellung" oder hast du das Gefühl das sie gar nicht merkt wenn sie Pippi macht?

Sprich das auch mal morgen in der Tierklinik an!

Umso wichtiger jetzt schnell Vitamin B zu geben.
Die Kapseln bekommst du übrigens in der Apotheke, sind für Menschen.
Das Vitamin B vom Tierarzt muss gespritzt werden und brennt dabei wohl ziemlich ...

Luke 24.09.2015 07:02

Nerven brauchen sehr lange , bis sie sich regenerieren. Ich spreche hier von bis zu mehreren Monaten !!! Ich würde zunächst warten mit einer OP . Vielleicht heilt das ja von selbst aus . Vitamin B würde ich auf jeden Fall geben. Lass Dich von guten TA beraten und hol dir mehrere Meinungen ein!!!

LG

crazy curry 24.09.2015 07:19

Wenn das Beinchen nach Außen wegsteht deutet es auf einen Hüftschaden/-bruch hin. Ich habe davon 2 Kandidaten hier, allerdings Hasen. Sie bekommen Nur Ruhe und Schmerzmittel. Mehr kann man bei Wildtieren nicht machen.

Das Problem bei der Hüfte ist, das man es schlecht im Röbild darstellen kann .Wie lange sie brauchen um sich daran zu gewöhnen hängt vom Tier ab, allgemein aber kommen sie sehr schnell damit zurecht.
Das Problem ist eher der Phantomschmerz hinterher und das putzen wollen und nicht können, Beimchen fehlt ja.
Einnässen wird sie sich in der ersten Zeit auch, vielleicht auch für den Rest ihres Lebens, das muss man dann abwarten.

minchen2810 24.09.2015 14:39

Richtiges Einnässen ist es nicht. Sie bringt sich in Position, aber sie kann das Schwänzchen nicht mehr ganz heben. Ich habe es auch getestet. Früher wurde sie ganz giftig, wenn ich in Schwänzchen angefasst habe. Jetzt kann ich damit machen was ich will und sie zuckt nicht mal. Dadurch wird ihr rechtes Bein ganz nass. Mit dem Häufchen machen klappt es ganz gut. Da ist sie auch nicht verschmiert. Sie möchte sich auch putzen, aber das gelähmte Bein ist ihr im Weg, da sie das nicht anheben kann.
Das Beinchen steht so komisch, weil sie es selbst nicht mehr anziehen kann. Es steht dann so wie es gerade kommt. Darauf abstützen kann sie sich überhaupt nicht. Sie fällt dann um.
Vitamin B bekommt sie schon die ganze Zeit. Schmerzen hat sie wohl keine. Nachdem das Schmerzmittel abgesetzt wurde, habe ich keine Anzeichen dafür gesehen. Sie beteiligt sich auch aktiv am Leben (gegenseitiges Putzen, schmusen, spielen). Nur ihre berühmten Bocksprünge macht sie nicht mehr. Ein wackliges und abgestütztes Männchen schafft sie auch.
Ich habe vorhin in der Klinik angerufen. Ich habe am Montag um 8 Uhr einen Termin. Es wird auch direkt der Chirurg anwesend sein und falls nötig könnte sie sofort operiert werden.
Ich bin da eigentlich recht optimistisch. Bisher habe ich sehr gute Erfahrung mit dieser Klinik gemacht. Vor 2 Jahren haben sie Teddys Schwester gerettet, nachdem sie von einem Hund aus dem Stall gezerrt und schwer verletzt wurde.
Mittlerweile bin ich auch ruhiger geworden. Teddy ist bei mir geboren und ich war sogar bei der Geburt dabei. Ich musste sie als Baby mitversorgen, weil die Mutter vollkommen überfordert war. Durch diese enge Bindung hatte ich Angst, die falsche Entscheidung zu treffen.
Ich habe kein Problem sie beim sauber machen zu unterstützen. So schnell ekel ich mich nicht. Sie hat sich auch mittlerweile daran gewöhnt. Eigentlich wird sie nicht so gerne auf dem Arm gehalten, aber sie merkt, dass wir ihr helfen möchten. Sie ist ganz brav dabei. Meine Schwiegermutter hält sie fest und ich kann sie in Ruhe waschen. Das System funktioniert prima.

minchen2810 28.09.2015 22:01

Ich war heute mit Teddy in der Tierklinik und habe sie operieren lassen.
Bei der OP ist alles super gelaufen und sie ist auch schon wieder zuhause.
Sie putzt sich, hat ihren Innenstall erkundet und frisst auch wie gewohnt,
Sie hat einen Druckverband am Becken der sie noch stört, aber sie kommt langsam besser damit klar. Durch den Verband bleibt ihr der Trichter erspart.
An ihrem Verhalten merkt man überhaupt nicht, dass sie eine OP hinter sich hat.
Ich bin unfassbar glücklich, dass sie die OP so gut überstanden hat.

marinahexe 28.09.2015 22:14

Das hört sich gut an. Berichtest Du hier weiter?

Alles Gute weiterhin!

cady7 29.09.2015 12:49

schön zu hören... weiter so... wurde das Bein denn nun amputiert?

minchen2810 29.09.2015 13:47

Ich werde weiter berichten.
Ja das Beinchen ist jetzt weg.
Morgen steht die erste Kontrolle beim Tierarzt an. Dann sehe ich auch wie die Wunde aussieht. Durch den Verband kann man nur schwer erahnen was da drunter ist. Hoffentlich kann der Tierarzt den Verband etwas dünner machen. Zur Zeit sieht Teddy aus als würde sie eine Windel tragen. Dann stört er sie hoffentlich weniger.
Ich habe den Innenstall mit Küchenrolle ausgelegt. Darauf rutscht sie sehr viel. Das geht ihr auch auf den Keks, aber da muss sie jetzt wohl durch. An den Verband geht sie zum Glück nicht dran.
Bis sie wieder nach draußen zu ihrer Schwester darf wird noch etwas dauern. Dafür muss sie erstmal auf drei Beinen zurecht kommen. Der Stall hat 4 Etagen.
In 2 Wochen sollen die Fäden gezogen werden.
Das Antibiotikum gebe ich ihr jeden Tag ins Mäulchen (was sie nicht besonders lustig findet).

Tinachen 29.09.2015 13:55

Hol Dir in der Apotheke oder im Sanitätshandel saugfähige Hygieneunterlagen. Die sind eigentlich für s Bett gedacht funktionieren aber ganz gut. Vielleicht kommt sie damit besser klar. Gute Besserung an die tapfere Maus.

marinahexe 29.09.2015 14:07

Wie lang soll sie denn drin bleiben? Ist gerade eine blöde Zeit. Am besten Fenster so oft wie möglich auf und abends keine Beleuchtung. Evtl. könnte man die Schwester nach 1-2 Wochen auch reinholen und innen wieder zusammen führen (Heimvorteil für Dreibein).

Monster2 29.09.2015 14:43

die Wickelunterlagen kann ich nur empfehlen! am besten in nem Drogeriemarkt da sind die dinger halbwegs bezahlbar. Damit lässt sich das ganze schön sauber halten (grad mit der frischen Wunde am Becken sehr wichtig)

ich muss ehrlich sagen wir hatten weder Verband noch Kragen, hat bei uns super geklappt.. der Herr kam nämlich wegen der nicht existenten Balance gar nicht erst ran...

Edit: das hatte ich noch vergessen: lass die beiden ruhig wieder zusammen, sobald Teddy die OP verdaut hat bzw. halbwegs stabil steht. unsere Madame hat ihrem Macker ziemlich geholfen.
außerdem lernt Teddy das viel schneller wenn du ihr möglichst viel Auslauf im Haus einrichten kannst..

minchen2810 29.09.2015 14:56

Wie lange sie drinnen bleiben soll weiß ich noch nicht. Es hängt davon ab wie die Heilung verläuft.
Eine Trennung kennen die beiden schon. Vor 2 Jahren wurde Lissy von einem Hund in unserem Garten angegriffen. Sie war 2 Monate drinnen, weil sie sich einen Wirbel angebrochen hatte und wegen einer Athrose in der Wirbelsäule nicht operiert werden konnte. Da war absolute Schonung angesagt.
Ich werde morgen mit dem Tierarzt darüber reden. Auch was das Thema Auslauf angeht. Teddys Schwester ist manchmal ein kleiner Giftzwerg.

Luke 29.09.2015 16:20

Schön, dass sie alles so gut überstanden hat .Gute Besserung auch von unserer Seite her !!!
LG

minchen2810 30.09.2015 18:02

Teddy hat die erste Kontrolle beim Tierarzt gut überstanden.
Die Wunde ist sauber und trocken. Der Tierarzt ist damit soweit zufrieden. Er musste sie leider ein bisschen baden. Diese Nacht hatte sie wohl ziemlich große Langeweile und hat Architektin gespielt. Sie hat ihre Unterlage so zerknabbert und zerrissen, dass sie auf dem rutschigen Plastik saß und alleine nicht mehr da weg kam. Dadurch lag sie in ihrem Geschäft und war dreckig, daher auch das kleine Bad.
Der Tierarzt hat ihr dann einen neuen Verband angelegt (oder wie er sagte: ein neuer Maßanzug). Der geht ihr auch auf die Nerven, aber der Tierarzt möchte die Naht etwas schützen. Sollte das so nicht weiter funktionieren, bekommt sie ein Pflaster und einen Kragen (was er erstmal vermeiden möchte). Die Fäden müssen 14 Tage drin bleiben und solange darf sie nicht da ran kommen. Allerdings fängt sie seit heute Nachmittag an am Verband zu knabbern. Zum Glück auf der rechten Seite, aber ich werde das trotzdem beobachten. Das heißt mehrmals die Nacht aufstehen und nach dem rechten sehen.
Die Arme langweilt sich total. Sie bekommt jede Menge zu futtern, weil sie unbedingt auch zunehmen muss. Sie ist etwas mager und für den Winter muss sie wieder fit sein und genug auf den Rippen haben. Da sie sowieso sehr verfressen ist, gefällt ihr das sehr.
Sie hat auch schon einen Trick gefunden wie sie sich ihren Kopf putzen kann. Sie legt sich auf den Bauch und stützt den Kopf auf den Boden ab. Zwar kippt sie noch um, aber sie macht Fortschritte. Nur an die Ohren kommt sie noch nicht. Durch den Verband kann sie das rechte Hinterbein nicht richtig bewegen, aber wird bald besser. Sie muss jetzt viel trainieren.
Am Freitag haben wir den nächsten Kontrolltermin.
Sie ist wirklich sehr tapfer. Heute hat das Antibiotikumschlecken auch besser geklappt. Das Zeug muss richtig wiederlich schmecken. Danach hat sie sich sofort auf das Futter gestürzt.

die Kleine 30.09.2015 18:04

Weiterhin alles Gute für die kleine Kämpferin! :thumbsup:

minchen2810 02.10.2015 10:23

Teddy hat auch die zweite Kontrolle gut überstanden.
Der Tierarzt ist sehr zufrieden mit der Wunde und ihrem Allgemeinzustand.
Die hat beim Sitzen schon eine viel bessere Balance.
Vielleicht kann ich am Montag das Antibiotikum absetzen. Der Tierarzt meinte, wenn bis dahin keine Infektion da ist, wird wahrscheinlich auch keine mehr kommen.
Wenn alles weiter so schön abheilt, kannn es sein, dass die Fäden schon Donnerstag gezogen werden können.
Am Montag ist die nächste Kontrolle. Da wird es dann auch spannend wie es genau weiter geht.

minchen2810 04.10.2015 18:05

Heute habe ich sehr große Fortschritte bei Teddy bemerkt.
Sie hat jetzt eine Technik gefunden um ihren Kopf zu putzen. Statt mit beiden Pfötchen macht sie es nur noch mit einem. Dadurch kippt sie nicht mehr um. Bis zur Hälfte der Ohren kommt sie auch schon.
An ihren Hintern kommt sie auch schon alleine. Blöderweise auch an das Pflaster, dass sie Naht abdeckt. Da muss ich jetzt aufpassen. Sie kann sich komplett auf den Teil abstützen wo die Naht ist. Jetzt muss ich das Pflaster und den Verband nur irgendwie bis morgen zum halten kriegen. Nicht dass sie sich noch selbst die Fäden zieht. Jetzt wird sie mir eindeutig etwas zu schnell mobil. Die Fäden sollen ja erst Donnerstag raus. So lange muss die Sache irgendwie noch gut gehen. Ich werde sie sehr gut im Auge haben müssen. Mit Sicherheit werde ich auch nachts immer wieder nach ihr schauen müssen. Sie knabbert auch an allem rum, weil sie sich so langweilt. Sie hat leider ein ärztliches "Spielsachen"- und Ästeverbot. Alles ist verboten was ihr Spaß macht. Zumindest so lange bis die Fäden noch drin sind.
Auf die Wiese konnte ich sie bisher nicht setzen, weil die einfach nicht ganz trocken ist und der Verband nicht nass werden darf.
Morgen früh geht es wieder zum Tierarzt und morgen gibt es hoffentlich das letzte Mal das Antibiotikum. Die Arme geht dabei immer durch die Hölle. Das muss schrecklich für sie schmecken.

minchen2810 05.10.2015 13:29

Teddy hat auch die letzte Kontrolle heute gut überstanden.
Der Tierarzt ist sehr zufrieden und am Donnerstag werden auf jeden Fall die Fäden zugezogen. So lange muss ich sie irgendwie vom Verband fern halten.
Heute gibt es das letzte mal Antibiotikum.
So langsam nimmt sie auch ein kleines bisschen zu, aber da muss noch einiges drauf. Sie ist noch viel zu dünn

cady7 05.10.2015 13:33

Hallo

wow, dass ist echt toll zu lesen. Es ist schon bemerkenswert wie sich Tiere mit Handicap zurechtfinden können...

Ich drück weiterhin die Daumen und hoffe bald von weiteren Fortschritten zu lesen und hoffe, dass sie bald wieder zu Zweit herumtollen kann...

Einhorn09 05.10.2015 14:25

Das freut mich für euch :)

Bekommen wir mal ein Foto von der kleine Kämpferin?

minchen2810 05.10.2015 14:58

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Einmal Teddy anfang des Sommers und das andere Foto ist von heute

Tinachen 05.10.2015 14:59

Es ist wirklich toll wie es klappt. Trotzdem mußte ich gerade irgendwie schlucken. So eine tapfere Maus. Alles Gute weiterhin.

Monster2 05.10.2015 15:58

Sobald das Fell wieder drüber ist, fällt das fast nicht mehr auf :D


Unser Besuch ist auch immer ganz erstaunt: "Dem fehlt ja ein Bein! das hab ich ja noch gar nicht gesehen! Nee, das fällt gar nicht auf..O.O )

Lass die Kleine ruhig machen ;) aber unter Beobachtung natürlich

Momo07 06.10.2015 12:14

Hallo Minchen!

Super, dass du dich so entschieden hast und es Teddy damit gut geht! Ich kann aus eigener Erfahrung sprechen. Mein erstes Kaninchen Muckel musste mit 8 Jahren auch ein Beinchen (vorne rechts) amputiert bekommen und sie ist prima damit zurecht gekommen. Und ist danach noch 2 Jahre dreibeinig rumgehoppelt ;) Alles Gute wünsche ich euch! :thumbsup:

minchen2810 08.10.2015 17:16

Teddy hat heute die Fäden gezogen bekommen. Dabei lief alles gut.
Die Tierärztin meinte, dass man die sogar früher hätte ziehen können. Teddy hat extrem gutes Heilfleisch. Die Fäden waren ein kleines bisschen eingewachsen, aber es hat nicht geblutet.
Teddy war richtig tapfer und hat kein Theater gemacht.
Es ist kein Verband oder Pflaster mehr drauf. Wir müssen auch nicht mehr zum Tierarzt (es sei denn es ist etwas). Ab morgen darf sie auch wieder ins Stroh und auf die Wiese.
Sobald sie sicherer Laufen kann darf sie wieder zu ihrer Schwester. Noch braucht sie etwas Reha.

Tinachen 08.10.2015 17:36

Echt super! Wie sieht denn die Reha aus?

Momo07 08.10.2015 17:45

Das klingt doch klasse! Ich freu mich so für euch! :)

minchen2810 08.10.2015 18:10

Sie soll viel auf festem Boden hoppeln und erstmal nicht springen. Sie muss jetzt Muskeln aufbauen und ihre Körperbeheerschung finden.
Noch hoppelt sie nicht sondern rutscht mehr. Das sieht etwas nach Trockenschwimmen aus.

Tinachen 08.10.2015 18:28

Aber mit Übung wird das schon. Irgendwann wenn es mal etwas leichter wird und ihr den ganzen Schock einigermaßen überwunden habt und Teddy wieder fit ist, würde ich dann gerne mal ein Video sehen.

minchen2810 08.10.2015 20:32

Morgen Nachmittag werde ich sie mal auf die Wiese setzen. Ihre Schwester werde ich abgetrennt dazu setzen. Dann haben die beiden wenigstens mal Näschenkontakt.
Dann kann ich auch genau sagen wie ihr Gang aussieht. Auf der rutschigen Küchenrolle ist das Laufen nicht so toll.
Die ersten Schritte auf der Wiese werden ich auf jeden Fall filmen. Immerhin ist das ein großer Moment.

minchen2810 09.10.2015 22:35

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Teddy war heute den ganzen Nachmittag auf der Wiese.
Sie hat sich sofort auf das Gras gestürzt. Interesse zu hoppeln hatte sie überhaupt nicht. Danach hielt sie ihr Näschen in den Wind und legte sich in die Sonne. Erstmal die Natur genießen!
Naja morgen geht es wieder auf die Wiese.
Heute Abend habe ich sie wieder reingeholt und auf das Stroh gesetzt. Sie war vollkommen verwirrt. Kein Wunder nach 11 Tagen auf der Küchenrolle.
Noch sieht sie vollkommen zerrupft aus, aber man kann schon ein kleines bisschen Flaum sehen und die anderen Lücken im Fell werden sich auch hoffentlich bald schließen.

Tinachen 09.10.2015 22:55

Sehr gut aber man sieht ihr die anstrengende Zeit schon noch sehr an, der kleinen tapferen Motte. Hoffentlich wächst das Fell ganz schnell nach. So warm ist es ja auch nicht mehr.

minchen2810 12.10.2015 23:12

Am Wochenende habe ich Teddy und Lissy zusammen auf die Wiese gesetzt. Anfangs hatte Teddy wahnsinnige Angst vor Lissy. Sie ist immer vor ihr weg gerannt. Dann fing Lissy an zu rammeln und Teddy hatte noch mehr Angst. Aber dann waren alle Angelegenheiten geklärt und es War endlich Frieden. Sie haben gekuschelt und Lissy hat die Ohren ihrer Schwester geputzt. Es War richtig schön die beiden wieder zusammen zusehen. Leider musste ich die beiden wieder trennen. Der Außenstall ist einfach noch zu gefährlich und draußen ist es auch noch so kalt geworden. Teddy braucht dringend Fell. Ohne das friert sie sich wortwörtlich den Hintern ab und ich habe Angst , dass sie krank werden könnte. Sie War immer schon recht anfällig


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 22:49 Uhr.



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