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Schlimmer EC-Fall, bitte um ein bisschen Zuspruch auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 23.11.2010
Beiträge: 15
Astroglia befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.08.2015, 13:47

Schlimmer EC-Fall, bitte um ein bisschen Zuspruch


Hallo ihr Lieben,
entschuldigt bitte, dass dies nun der unzähligste Beitrag zu diesem Thema ist, aber ich brauch ein bisschen Zuspruch bzw. Erfahrungen von anderen Leuten, die mit EC-Kaninchen zu tun hatten.

Vor 2 Wochen war ich im Urlaub, als mich am 05.08.2015 der Anruf meiner Mitbewohnerin ereilte, meinem Kaninchen gehe es sehr schlecht und sie fahre mit ihm zum Tierarzt (stark schiefstehender Kopf, Augen springen hin und her (Nystagmus), Kaninchen rollt nur noch und kann nicht mehr hoppeln).
Der "normale" Tierarzt hatte um die Uhrzeit geschlossen, weswegen sie zu einem anderen in der Nähe ging. Dieser kannte sich nur etwas mit Kaninchen aus, hat es aber relativ eindeutig als EC oder alternativ "Schlaganfall" beschrieben. Das Kaninchen bekam Baytril gespritzt und Cortison.

Ich hab mich dann im Internet ein bisschen schlau gemacht und gelesen, dass noch Panacur und Vitamin B gegeben werden sollte und daraufhin meine Mitbewohnerin gebeten, nochmal dafür zum Tierarzt zu fahren. Sie fuhr daraufhin zu einer anderen TÄ, die sie von ihrem Hund kennt. Diese hat Vitamin B gespritzt und Panacur Paste sowie Marbocyl aufgeschrieben.

Meine Mitbewohnerin fütterte das Kaninchen, da es kaum zum Futter fand, per Hand mit Karotten, Heupellets und einem Päppelbrei (der leider leichten Durchfall verursachte) und legte ihn in die Transportbox, da er im Gehege zu viele herumrolle.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag (08.08. auf 09.08.) rief sie mich ziemlich aufgelöst an, dem Kaninchen gehe es immer schlechter (Kopf stehe noch schiefer, es liege hauptsächlich auf der Seite bzw. am Rücken und das "verdeckte" Auge sei mittlerweile entzündet) und sie wüsste nicht mehr weiter, es sei am besten ihn zu erlösen. Ich habe sie daraufhin gebeten am nächsten Morgen zum Tierarzt zu fahren und ihr die "Erlaubnis" gegeben ihn einschläfern zu lassen, aber NUR wenn sie das Gefühl hat, der Tierarzt kenne sich wirklich wirklich gut mit EC aus und sieht nur noch wenig Hoffnung. Die TÄ, bei der sie dann war, kannte sich zum Glück wirklich aus, verabreichte nochmal Vitamin B und Cortison und meinte, sie könne nichts genaues sagen, aber sie habe schon Kaninchen gesehen, die sich davon wieder erholt hätten und man solle es zumindest für insgesamt 7-10 Tage versuchen und dann weiterschauen.

Am Dienstagabend (11.08.) bin ich aus dem Urlaub zurückgekommen und konnte ihn mir zum ersten Mal selbst anschauen: ja, der Kopf ist wirklich schief (<90° nach links abgekippt), das Auge war mittlerweile nicht mehr entzündet (jedoch noch zugeschwollen), das Kaninchen rollte sich hauptsächlich, fraß aber noch mit Hunger aus der Hand und trank auch viel aus der Spritze.
Donnerstagmorgen (13.08.) ging ich zum "Stammtierarzt", der neben EC auch das vestibuläre Syndrom nicht ausschließen wollte und daher zusätzlich zur bisherigen Medikation noch Cortison verordnete. Er wies mich darauf hin, dass es mein Kaninchen wirklich schlimm erwischt habe, aber er wolle in einer Woche nochmal kontrollieren.

Seit Donnerstagabend (also seit der Cortisongabe?) scheinen die Vorderbeinchen im Schulterbereich gelähmt zu sein (er sitzt meist so da \o/ (wenn man sich darunter etwas vorstellen kann)). Ansonsten versucht er mehr zu sitzen als zu liegen und wenn ich seine Vorderbeine seitlich abstütze, kann er auch ein paar Schritte hoppeln. Er versucht manchmal sich zu putzen, er frisst und trinkt mehr oder weniger brav, er achtet noch auf seine Reinlichkeit und versucht nur in eine Ecke zu pinkeln. Das alles deute ich als Willen weiterzumachen und daher bin ich nicht gewillt ihn aufzugeben.

Ich füttere ihn alle 2-3 Stunden (je nach Appetit) mit einer Mischung aus Babybrei, Haferkleie, Dinkelkleie, Leinsamen, kleingebröckelten Heupellets, Sojabohnen, Kürbis- und Sonnenblumenkernen und ein wenig geraspeltem frischem Gemüse (Maiskörner, Fenchel, Selleriestangen, Karotten), hin und wieder mische ich noch ein wenig Banane unter (wenn der Babybrei zu wenig Kalorien hat). Er hat im letzten Jahr (in dem ich ein Auslandspraktikum gemacht habe und nicht auf ihn schauen konnte) ca. 300g abgenommen und wog nun am Donnerstag beim Tierarzt 1000g. Täglich frisst er zumindest ca. 100kcal, was (soweit ich gelesen habe) bei seinem Gewicht zumindest keinen weiteren Gewichtsverlust verursachen sollte. Am Donnerstag gehe ich nochmal mit ihm zum Tierarzt zur Kontrolle und für eine Infusion.

Zu seiner Partnerin kann ich ihn derzeit leider nicht setzen. Er wurde wie schon geschrieben ein paar Tage getrennt von ihr in der Transportbox gehalten und war 3x beim Tierarzt. Als ich ihn wieder zu ihr setzen wollte, zwickte sie ihn 2x (bzw. reingezwickt und nicht losgelassen) und er konnte sich absolut nicht wehren. Ich habe ihm ein eigenes Minigehege gebaut, mit Handtüchern ausgepolstert und setze ihn manchmal noch in die Transportbox, wenn ich das Gefühl habe, dass er sich ein wenig anlehnen und ausruhen muss.

Heute ist Tag 12 seit dem erstmaligen Auftreten. Seinem linken Auge geht es langsam besser, es ist sogar schon leicht wieder offen. Ich tropfe ihm 1x am Tag Augentropfen in beide Augen, nur um sie feucht zu halten. Der Nystagmus ist noch immer vorhanden.
Ich mache mir langsam Sorgen um seine Schultergelenke, da er meist so abgespreizt daliegt. Wenn er sich im Gehege bewegt, rollt er manchmal noch, findet aber gefühlt schneller auf die Beine als vorher.

So, Ende der Geschichte.
Könntet ihr mir bitte eine Einschätzung oder weitere Empfehlungen geben, was ich für ihn noch tun kann? Kann ich so weitermachen? Ab wann ist es nur noch Quälerei für ihn? Über einfachen Zuspruch würde ich mich auch sehr freuen, es ist zermürbend ihn so zu sehen.

Danke vielmals für's Durchlesen.



 

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