| Kaninchen tot - suche Todesursache Hallo ~
leider ist letzte Woche mein über alles geliebtes Kaninchen verstorben, was mich total fertig macht. Ich bin sehr oft am Weinen und überaus traurig. Vor allem tut es mir für das Kaninchen unheimlich leid, da es nur acht Jahre und acht Monate alt wurde. Dies ist eigentlich kein Alter, wenn man bedenkt, dass die Kaninchen von anderen Haltern elf oder zwölf Jahre alt geworden sind.
Weiterhin bin ich ständig am Überlegen, was letztendlich die Todesursache war und ob ich nicht anders beziehungsweise besser hätte handeln können. Letzte Nacht habe ich eigentlich nicht geschlafen und mich nur im Bett herumgewälzt.
Im März war alles noch in Ordnung. Dem Kaninchen ging es zu seinem achten Geburtstag bestens und es hatte auch nie irgendwelche Krankheiten. Ich war mir sicher, dass es eines von diesen Kaninchen wird, welches ein stolzes Alter erreicht.
Problematisch wurde es ab Mai. Zuerst entdeckte ich, dass es eine Verletzung am Penis hatte und diesen nicht mehr einziehen konnte. Ich war beim Tierarzt und dieser meinte, dass er nichts machen kann. Irgendwann heilte die Verletzung ab und das Kaninchen konnte seinen Penis wieder einziehen.
Einige Wochen später bemerkte ich, dass das Kaninchen nicht mehr richtig laufen konnte, einige Male auf sein Kinn flog und so einen komischen Katzenbuckel machte. Auch legt es sich öfters lang hin und mahlte genüsslich mit den Zähnen. Ich ging davon aus, dass es zuvor Schmerzen hatte und deswegen mit den Zähnen mahlte. Also ging ich wieder zum Tierarzt. Er meinte, dass es wohl Arthrose sei und das Kaninchen eben aus Altersgründen abbaut.
Kurz darauf hatte das Kaninchen einige kurze Krämpfe (maximal eine Minute). Diesmal ging ich zu einer Tierärztin, da der erste Tierarzt nie richtig helfen konnte. Sie stellte fest, dass es an den Ohren Milben hatte. Wahrscheinlich bekam es die Krämpfe, weil es ihn an den Ohren juckte, sich mit den Hinterläufen kratzen wollte und dann den Halt verlor.
Einige Zeit später bekam es Durchfall. Also ging ich wieder zur Ärztin. Sie meinte, dass man auf seine tägliche Karotte verzichten sollte und ihm stattdessen nur noch Trockenfutter sowie Heu geben soll. Auch verschrieb sie ProPre-Bac, welches es täglich bekam.
Ende September machte es wieder so einen komischen Katzenbuckel und hatte einen ganz nassen Po. Also ging ich wieder zur Ärztin, sie röntge es und stellte fest, dass es Blasengries hat. Daraufhin gab sie den Rat, dass man ihm etwas Gurke geben sollte, damit der Blasengries ausgespült wird. Dies wurde dann auch so gemacht.
Mitte Oktober war ein Kontroll-Termin, bei dem festgestellt wurde, dass es wieder ein paar Milben hatte. Ansonsten war alles gut.
Am 27. Oktober ging es dem Kaninchen recht gut. Es legte sich hin und wenn man es streichelte, mahlte es mit seinen Zähnen. Jedoch schied es eine größere Menge glasklaren Schleim aus, was wohl Durchfall war. Blut war jedoch nicht dabei. Am nächsten Tag lag es im Stall und konnte nicht mehr aufstehen. Wenn man es aufrichtete, stellte es die Vorder- sowie Hinterpfoten ganz dicht zusammen und machte diesen komischen Katzenbuckel. Daraufhin fiel es nach kurzer Zeit wieder um. Also ging ich schnell zur Ärztin und sie meinte, dass sie nichts mehr machen kann. Sie sagte, dass es deswegen so oft hinfällt, weil es hinten kaum noch Muskulatur hat. Abends streichelte ich es noch ein bisschen, was es aber nicht so wollte. Auch flog es immer wieder um. Am Mittwoch, den 29. Oktober lag es dann morgens tot in seinem Stall.
Ich bin jetzt total deprimiert und frage mich immer, was falsch gelaufen ist und was man hätte besser machen können. Irgendwie finde ich diesbezüglich keine Ruhe. Dies liegt wohl auch daran, dass das Kaninchen etwas ganz besonderes war. Es war überaus gutmütig und wollte immer nur gestreichelt werden.
Erwähnenswert ist auch noch, dass es seit Januar immer täglich eine Gemüseknabberstange bekam, was es sehr gerne aß. Hier sieht man das Produkt: http://www.dehner.de/zoo-kleintiere-nagersnacks/JR-Farm-Gemuese-Knabberstangen-125-g-X003868650/?ac=N511821
Ab Mai wurde es auch immer von einem Arbeitslosengeld II Empfänger gestreichelt. Ich habe erst jetzt erfahren, dass er vor dem Streicheln verschiedene Mülleimer nach Pfandflaschen durchsucht hat. Daher frage ich mich, ob er eventuell mein Kaninchen mit Milben oder Schlimmeren angesteckt hat.
Eigentlich ging es meinem Kaninchen vor dem Tod noch recht gut. Es wollte eigentlich immer gestreichelt werden und mahlte dann immer genüsslich mit den Zähnen (auch wenn dies dann ein wenig länger dauerte als sonst).
Irgendwo habe ich gelesen, dass der Katzenbuckel auch ein Zeichen für Darmkokzidiose ist. Kann es sein, dass der Arbeitslosengeld II Empfänger dies meinem Kaninchen eingebrocht hat? Von den Tierärzten bin ich schon enttäuscht, da sie nicht allzu hilfreich waren.
Es wäre echt nett, wenn mir jemand bezüglich der Todesursache weiterhelfen könnte. So macht mich dies schon fertig und ich bin nur noch am Weinen. Ich bedanke mich schon jetzt für die Mühe und stehe bei Fragen oder Wünschen jederzeit gerne zur Verfügung.
Mit besten Grüßen, |