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Rotkuschel 12.04.2014 15:23

Plötzlicher Kaninchentod!
 
Hallo alle zusammen, ich bin neu hier, kenne das Forum aber von meiner Mutter, die auch hier registriert ist (@Frenchy).


Ich bin 16 Jahre alt und bin quasi mit Kaninchen aufgewachsen. Wir haben einen Garten, in dem sie meistens im Freigehege hoppeln. Aber Nachts, oder wenn wir nicht daheim sind, sind sie im Käfig drinnen.

Zur Zeit haben wir 2 Löwenköpfchen ( Bommel, 2 J. und Flocke 1,5 J. alt) und 2 junge Kleinschecken (Snoopy und Flecki ca. 8 Wochen alt).

Meine Mutter hat euch ja erzählt, dass wir vor fast 2 Jahren 3 Kaninchen verloren haben.... es war ein Drama damals.


Doch glücklicherweise hat ein Kaninchen überlebt. Das war unser Bommelchen. Jetzt ist sie bereits 2 Jahre alt. Vor 1, 5 Jahren haben wir noch einmal ein Löwenkopfkaninchen dazugeholt. Er heißt Flocke. Ein ganz lieber kleiner Kerl, der nur Sinn fürs Fressen hat.



Damit die beiden nicht so alleine sind, haben wir dann letztes Jahr aus einem Zoohandel ein junges Löwenköpfchen dazugekauft.

Sie hieß Stupsi und war leider sehr mager. Wir haben sie aber aufgepäppelt und sie hat sich die vergangenen Monate über total gut entwickelt. Sie war auch die Anhänglichste von meinen Ninchen.



Naja, und da wir ja den Platz haben und ich unbedingt zu meinen drei Ninchen nochmal ein Löwenköpfchen wollte, haben wir uns aus dem gleichen Zoohandel ein junges, schwarzes Kaninchen geholt. Das war vor 2 Wochen. Ich habe sie Blacky getauft.
Auch sie war extrem dünn, die Knochen hat man überall gespürt. Meine Mutter fand das gleich nicht gut, aber da das Häschen klare Augen, keinen kotverschmierten Po etc. hatte, haben wir es mitgenommen. Allerdings ist uns aufgefallen, dass Blacky klebrige Stellen im Fell hatte. Aber ich dachte, das kommt davon, dass die Ninchen vielleicht alle in einem Nest gelegen hatten.



LEIDER (!!!) haben wir einen großen Fehler gemacht: wir haben Blacky, nach einer kurzen Eingewöhnungsphase, gleich zu den anderen Löwenköpfchen gesetzt. Im Freigehege sind sie zusammen gelaufen und im Käfig war Blacky immer mit Stupsi zusammen (Bommel und Flocke haben einen extra Käfig). Blacky war sehr lebhaft, hat also keinen kranken Eindruck gemacht.



2 Tage nachdem Blacky bei uns war, hatte er morgens ein total verklebtes Auge.

Aber am nächsten Tag war das Auge wieder klar und das Ninchen wieder fit.
Also sind wir nicht zum TA, weil ja wieder alles okay war.
Impfen wollten wir erst in einigen Wochen, da es noch so klein und mager war.



Dann vor 3 Tagen der Schock: In der Früh wollte meine Mutter wie immer meine Kaninchen füttern, doch sie fand Blacky tot im Käfig.

Blacky hatte den Kopf tief in den Nacken gelegt und lag eingefallen im Heu!!
Sein Kamerad Stupsi ist aufgeregt im Käfig rumgehoppelt


Meine Mutter hatte keine Zeit (da ja morgens) und hat schnell Stupsi zu den anderen Ninchen in den Käfig gebracht.


Das komische an der Sache war, dass Blacky am Abend zuvor noch fit rumhoppelte und sehr lebhaft war. Keine Symtome für Schmerzen oder sonstwas zeigte. Selbst später am Abend wo ich sie noch einmal fütterte, war sie munter.


Mittags reinigte meine Mutter dann den Käfig und wischte auch die Gitter am Freigehege mit Essigwasser und Zitronensäure ab.


Stupsi war dann erst einmal bei Bommelchen und Flocke im Käfig und dann wieder mit ihnen im Freigehege. Auch in der Wohnung sind die Ninchen gehoppelt und haben alles mit ihrem Kinn markiert.



Seit gestern haben wir 2 junge Kaninchen - DIESMAL aber vom Züchter (Kleintierzuchtverband). Es sind Kleine Schecken, wohlgenährt, sauber und lustig.
Wir lassen die Kleinen erstmal nicht zu den anderen Ninchen, das ist klar. Sie sind momentan in dem gereinigten Käfig und dürfen später in ein extra Freigehege raus. Hoffentlich erleben sie dieses Später auch noch!!!!:confused:



DENN: Heute früh der nächste Schock! Auch Stupsi lag tot im Heu, die andern beiden Ninchen wuselten aufgeregt um ihn rum!
Dieselben Symptome wie bei Blacky. Es war ein riesen Schock für mich.

Ich hatte vor allem meinen Stupsi so lieb gehabt, da sie sehr sehr zutraulich war. Sie wurde leider nur 1 Jahr alt.

Jetzt habe ich Angst um meine anderen beiden Löwenköfpchen, Bommelchen und Flocke. Sie waren nämlich mit Stupsi zusammen und ich hoffe nicht, dass ihnen die nächsten Tage das gleiche passiert. Bommelchen und Flocke sind gut genährt.

Zum Glück hatte heute vormittag eine TA-Praxis geöffnet und wir sind sofort mit Bommel und Flocke hin. Nach eingehender Untersuchung wurde aber nichts festgestellt (naja, meine anderen Ninchen sind ja auch ganz PLÖTZLICH gestorben!!!)

Die Tierärztin weiß auch nicht, woran die Ninchen gestorben sind. Aber vorsorglich impfte sie Bommelchen und Flocke, in der Hoffnung, dass ihnen nicht das gleiche geschieht. Ich hoffe, die Impfung wirkt und dass ich sie nicht wieder am Morgen tot auffinde.

Komischerweise passiert es immer in der Nacht, dass sie sterben. Ich muss damit rechnen, dass ich Bommelchen und Flocke auch noch verliere.

Ich bin soooo wütend und traurig!! Hätte ich nur auf meine Mutter gehört und gleich ein Kaninchen vom Züchter geholt, anstatt unbedingt eins vom Zoohandel zu kaufen!!! Jetzt haben wir uns damit eine Krankheit ins Haus geholt!!!
Ich bin aber nicht sauer auf den kleinen Blacky, der konnte ja nichts dafür, dass er offensichtlich krank war.

Die beiden Kleinen vom Züchter sind ja noch nicht mit den Löwenköpfchen in Berührung gekommen. Aber der Käfig stand bis vorhin im selben Raum. Außerdem waren die Kleinen gestern auch schon bei mir am Sofa und haben an den Stellen geschnuppert, an denen auch die beiden verstorbenen Ninchen gewesen sind.... aber da wusste ich ja noch nicht, dass mein Stupsi auch stirbt und dass es womöglich eine ansteckende Krankheit ist!

Was meint ihr? Was könnte das für eine Krankheit sein?

LG
Laura

Kreusa 12.04.2014 15:27

Ein in den Nacken gelegter Kopf klingt immer nach Atemnot. Wenn die Tiere nicht geimpft waren würde ich mal schwer auf RHD tippen (und unbedingt alle anderen Tiere ab jetzt regelmäßig dagegen impfen lassen, anscheinend ist es bei euch ja im Umlauf).

http://www.diebrain.de/k-rhd.html

Marci-Lexi 12.04.2014 15:32

Hallo, das tut mir Leid für dich und die kleinen... aber das Risiko, dass so etwas passiert ist bei Tieren aus Massenzuchten bzw Zoohandlungen leider sehr hoch.

An deiner Stelle würde ich Stupsi obduzieren lassen dann bekommst du evtl Klarheit

Blumenkind 12.04.2014 15:35

Ich würde auch auf RHD tippen, wenn sie nicht geimpft waren.
Ich würde IMMER ein Tierheimkaninchen vorziehen.
So unterstützt man keine Vermehrer und die Tiere sind in der Regel gesund,kastriert und geimpft.
LG

Goldaländer 12.04.2014 19:39

Klingt für mich jetzt auch schwer nach RHD.
Eine Obduktion wäre sicher ratsam gewesen.

Ich würde mir an deiner Stelle auch überlegen ob ich nicht das nächste Mal ein Nin aus einem Tierheim oder eines aus von den vielen Kaninchenhilfevereinen die es gibt hole. Die sind, wie schon erwähnt, in der Regel untersucht und geimpft, bevor sie vermittelt werden.

Rotkuschel 12.04.2014 20:50

Vielen Dank für eure Beiträge.
Gegen RHD wurden Bommel und Flocke heute notgeimpft. Die Kleinen werden im Mai geimpft, bis dahin bleiben sie sozusagen in Quarantäne. Aber kann es sein, dass RHD so plötzlich zuschlägt, also quasi über Nacht? Normalerweise macht sich das doch vorher bemerkbar, oder?

LG
Laura

Kreusa 12.04.2014 20:53

RHD kann gerade in der perakuten Verlaufsform sehr schnell gehen und ist, selbst wenn es früh genug bemerkt wird, so gut wie nicht behandelbar. Deshalb ist eine Impfung so wichtig.

Lupine 12.04.2014 21:00

Nein, das macht sich nicht unbedingt vorher bemerkbar. Die perakute Verlaufsform von RHD zeichnet sich dadurch aus dass das Tier scheinbar von jetzt auf gleich zusammenbricht und erstickt. Ich könnte mir, wie die anderen, ebenfalls vorstellen dass RHD die Ursache ist. Die Inkubationszeit beträgt zwischen 24 und 72 Stunden, so dass der Abstand der Todesfälle zusammen passt.

Ich gehe allerdings nicht davon aus dass Blacky RHD eingeschleppt hat. Dafür war sie zu lange bei euch. Dass es sie zuerst traf, wird vermutlich an ihrem durch andere Erkrankungen geschwächten Immunsystem gelegen haben.

Ich möchte euch nur darauf aufmerksam machen, dass eure Quarantäne zwar gut gemeint ist, aber wirkungslos wenn es wirklich RHD ist. Lasst die Kleinen SOFORT notimpfen, denn RHD kann auch durch Fliegen oder sogar durch euch auf die Kleinen übertragen werden.

Goldaländer 12.04.2014 22:07

Eine Quarantäne hilft eigentlich nicht viel, wnn sie in der selben Wohnung/Haus stattfindet.
Ich hatte mal in einem Forum von jemanden gelesen, der dies versucht hatte, mit verschiedenen Zimmern, Kleiderwechsel und desinfizieren, hat alles nichts genutzt, sie sind alle gestorben, einer nach dem anderen. Der Virus überträgt sich über den Menschen, von Kaninchen (auch toten) auf Kaninchen, indirekt übers Futter, über Stechinsekten. Es ist schwer sowas durchzuhalten.

RHD muss man nicht zwangsläufig vorher bemerken. Die Seuche kann mitunter wie aus dem Nichts zuschlagen. Der beste Schutz ist noch eine Impfung, Heilung gibt es wohl keine.
Blutiger Nasenausfluss, Fressunlust, Fieber mit anschließendem starken Temperaturabfall gepaart mit Atemproblemen, das wären so Anzeichen. Das geht aber mitunter so schnell, dass man es in vielen Fällen wohl gar nicht so mitkriegt.

Rotkuschel 12.04.2014 22:13

Darf man denn so junge Kaninchen schon impfen? Wenn irgend möglich, machen wir das dann sofort am Montag.

Wir haben ja vor 2 Jahren bereits Kaninchen unter ähnlich schlimmen Umständen verloren. Dann war aber Ruhe, ich dachte, wir hätten es überstanden (wir haben ja Bommel damals geimpft und später auch Flocke - allerdings haben wir dann die Auffrischimpfung letztes Jahr nicht gemacht).

Kann es denn womöglich sein, dass dieser Virus noch irgendwo "im Teppich" oder an den Möbeln oder sonstwo war? Und diese 2 Jahre überlebt hat und jetzt wieder zugeschlagen hat?
Alles kann man ja nicht desinfizieren, wir haben damals nur die Dinge gereinigt oder weggeworfen, mit denen sie unmittelbar Kontakt hatten.

Übrigens: wir hatten total Glück, dass wir heute eine TA-Praxis gefunden haben, die geöffnet hatte.
Wir wohnen sehr ländlich, deshalb ist es schwierig. Die Tierärzte, die meine Mutter angerufen hat, waren heute am Samstag entweder nicht da, schon im Osterurlaub oder waren nur für Rinder/Pferde etc. zuständig.
Selbst die Tierklinik, die in der nächstgrößeren Stadt ist, "konnte" meine Ninchen nicht behandeln. Ich war so sauer, denn sie meinten in etwa:"Was sollen wir da machen? Wir haben gar keinen Impfstoff für Kaninchen" - Allerdings sind sie eine Kleintierklinik!!!!

Deshalb gibt es keine Möglichkeit, meine Kleinen morgen schon impfen zu lassen.

LG
Laura

Rotkuschel 12.04.2014 22:20

Hm, also blutigen Nasenausfluss etc. hatten die toten Ninchen nicht, wir haben extra drauf geachtet.
Allerdings ist mir bei meiner toten Stupsi heute ein winziger Blutfleck auf den Zähnen aufgefallen (ihr Mäulchen war ja geöffnet). Wir haben das der Tierärztin gesagt, aber sie hat darauf nichts gemeint.

Ich wage gar nicht zu fragen, aber kann RHD auch durch Hunde übertragen werden? Und ist RHD gefährlich für Hunde?
Wir haben eine Golden-Retrieverhündin, die immer gern bei den Häschen ist und manchmal mit ihnen "näselt"
Sie hat bereits die Kleinen abgeschleckt (BEVOR wir sie in Quarantäne gestellt haben) und hatte natürlich die Tage vorher auch Kontakt zu den (verstorbenen) Löwenköpfchen

LG
Laura

Goldaländer 12.04.2014 22:20

Ab der achten Woche kannst du deine Kaninchen gegen RHD impfen lassen.
Ganz Wichtig: Die Impfung auch alle Jahre wieder auffrischen.

Goldaländer 12.04.2014 22:22

Hunde nehmen das Virus auf, erkranken aber nicht daran.
Jedoch sind sie Überträger und stecken auf diese Art andere Kaninchen an.

Goldaländer 12.04.2014 22:28

Blutungen finden im Magen, Darm, den Harnorganen, vor allem aber in den Atemwegen statt.
Am Ende sind wohl Leber, Nieren und Milz angeschwollen, was man bei eine Obuktion klären lassen kann.

Rotkuschel 12.04.2014 22:35

Wir werden dann sofort am Montag auch die Kleinen impfen lassen.

Wenn die nächsten 2 oder 3 Wochen nichts mehr ist, kann man dann davon ausgehen, dass sie es überstanden haben? Dann wirkt ja auch schon die Impfung?
Oder muss man trotzdem ständig Angst haben?

Es könnte ja auch etwas anderes als RHD sein, oder? Eine bakterielle Sache vielleicht, die schnell ins Gehirn raufgezogen ist?
Als ich noch klein war, hatten wir ein Kaninchen, das nachweislich an so einer bakteriellen Geschichte gestorben war. Meine Eltern hatten es schon krank gekauft (nach dem Kauf hat sich rausgestellt, dass es nur röchelnd atmen kann und es hatte oft Nasenausfluss). M. Eltern waren ziemlich oft mit ihm beim TA, aber es war wohl etwas Chronisches. Trotzdem hat das Kaninchen fast 2 Jahre bei uns gelebt, bis es dann gestorben ist. Aber da hat man vorher schon gesehen,dass es körperlich abbaut.
Der TA hat gemeint, dass die Entzündung wohl jetzt ins Gehirn raufgezogen ist.

Vielleicht ist es ja irgendsowas?

Rotkuschel 12.04.2014 22:39

Leider hat niemand (nicht mal die Tierklinik) meinen Stupsi zur Obduktion genommen. Meine Mutter hat extra gefragt.
Wir hätten ihn gut eingepackt in eine Pathologie nach München schicken müssen.
Wir haben vor 2 Jahren schon mal mit den Leuten dort gesprochen. Die meinten, das sei relativ teuer und würde sich nicht so sehr lohnen, da es ja meist RHD bei Kaninchen wäre.

Goldaländer 12.04.2014 22:49

Der Impfschutz besteht so etwa nach einer Woche.

Es kann natürlich immer auch etwas anderes sein, jedoch nach den beschriebenen Symptomen kommt da wohl zumeist RHD in Frage. Herzschlag ist natürlich auch immer eine Option, aber RHD-Kaninchen strecken kurz vor ihrem Tod zumeist den Rücken nach hinten durch, wodurch der Kopf natürlich in den Nacken "gezogen" wird. So ähnlich hattest du es ja bei Blacky beschrieben.

Goldaländer 12.04.2014 23:11

Ach ja, der Erreger kann bei Raumtemperatur anscheinend über dreieinhalb Monate überdauern, bei kälteren Temperaturen noch viel länger.

Und noch etwas. Eine Impfung ist kein 100% Schutz, den gibt es nie. Aber die einzige und beste Möglichkeit der Seuche die Stirn zu bieten. Daran erkranken können auch geimpfte Kaninchen, aber zumeist verläuft die Krankheit da nicht so heftig und es gibt eine relativ hoher Überlebenschance, zumal im Vergleich ohne Impfung.
Jungtiere bis 4 Wochen erkranken wohl in der Regel nicht am Virus, zwischen 4 und 6 Wochen eher selten. Kommen solche infizierten aber nicht erkrankten Tiere dann später zu älteren, kann es aber wohl schnell zu Ausbrüchen innerhalb dieser Gruppen kommen.

Es grassiert aber mittlerweile auch ein neuer mutierter RHD-Virusstamm, aus Frankreich kommend, der uns wohl nun erreicht hat. Der verläuft wohl ein wenig anders.

marinahexe 12.04.2014 23:59

Zitat:

Zitat von Rotkuschel (Beitrag 627140)
Es könnte ja auch etwas anderes als RHD sein, oder? Eine bakterielle Sache vielleicht, die schnell ins Gehirn raufgezogen ist?
Als ich noch klein war, hatten wir ein Kaninchen, das nachweislich an so einer bakteriellen Geschichte gestorben war. Meine Eltern hatten es schon krank gekauft (nach dem Kauf hat sich rausgestellt, dass es nur röchelnd atmen kann und es hatte oft Nasenausfluss). M. Eltern waren ziemlich oft mit ihm beim TA, aber es war wohl etwas Chronisches. Trotzdem hat das Kaninchen fast 2 Jahre bei uns gelebt, bis es dann gestorben ist. Aber da hat man vorher schon gesehen,dass es körperlich abbaut.
Der TA hat gemeint, dass die Entzündung wohl jetzt ins Gehirn raufgezogen ist.

Vielleicht ist es ja irgendsowas?


Diese Symptome lesen sich eher nach chronischem Kaninchenschnupfen.

Magst Du mir per PN schreiben wo Du wohnst, mit PLZ. Ich würde dann mal nach einem guten TA in der Nähe suchen. Denn das, was Du über die TÄ und Kliniken schreibst, überzeugt mich nicht. Ihr könntet auch ein paar km fahren?

Rotkuschel 13.04.2014 10:50

Danke @marinahexe. Ich habe dir eine PN geschickt.
Danke auch euch allen für eure Tipps.
Ich hätte da noch ein paar Fragen: Wenn es meinen Kaninchen die nächsten 2 Wochen gut geht und keines von ihnen stirbt, haben sie es dann überstanden? Und kann man sie nach ca. 4 Wochen Quarantäne zueinander setzen, oder ist das Risiko noch zu groß, dass sie sich gegenseitig wieder anstecken? Wie würdet ihr das machen?
Die Tierärztin gestern sagte uns, dass sie momentan in ihren Käfigen sitzen müssen (mindestens für 4 Wochen). Wir haben nur die Löwenköpfchen zu der Tierärztin mitgenommen, da sich ja die anderen sonst anstecken würden.

Goldaländer 13.04.2014 14:16

Hab noch mal nachgesehen, so wie es aussieht, kann man Kaninchen auch schon mit 4 bis 6 Wochen (Ausnahme wenn die Mutter regelmäßig geimpft war, dann wohl erst mit 12 Wochen) impfen lassen. Nach 4 Wochen sollte noch mal nachgeimpft werden (Stichwort Grundimmunisierung) danach wie schon geschrieben alle 12 Monate (bei Muttertieren wohl alle 6 Monate).
Aber das sollte dir eigentlich alles dein TA sagen können.

Zu der Frage mit der Quarantäne. Da eine Grundimmunisierung mindestens 4 Wochen dauert, muss diese Zeit wohl auf alle Fälle abgewartet werden. Letztlich sollten nur solche Kaninchen (die alle Grundimmunisiert sind) wieder zusammengesetzt werden.
Es gibt aber keine Garantie, dass nach einer Grundimmunisierung niemand mehr daran erkrankt. Wenn Nins noch andere unerkannte Baustellen mit sich herumschleppen kann das einem vernünftigen Impfschutz im Wege stehen. Aber auch darüber sollte dich eigentlich dein TA aufklären.


Die Inkubationszeit wurde hier ja schon mal mit 1 - 3 Tagen richtig angegeben. Dennoch hängt es immer stark davon ab, wie virolent der Erreger ist, wieviele Viren aufgenommen wurden und stark das Abwehrsystem des betroffenen Kaninchens ist. RHD hat unterschiedliche Verlaufsformen, perakut, akut und mild, wobei die letztere Form zumeist nicht als RHD erkannt wird.
Kann also sehr wohl sein, dass Kaninchen schon mit der Krankheit infiziert sind, man es aber gar nicht so wahrnimmt.
Da der Erreger sehr lange überleben kann und auch Kaninchen, die mildere Formen der Krankheit überlebt haben, können noch bis zu 4 Wochen über ihre Ausscheidungen den Erreger verbreiten, sollte man sich in diesem Fall nicht zu früh schon zu sicher sein.

Rotkuschel 13.04.2014 16:00

Vielen Dank für deine Antwort Goldaländer.
Soweit sind meine Fragen beantwortet und ich kann nur hoffen, dass es alle überleben werden. Morgen werden wir mit den kleinen Schecken zum Tierarzt gehen und sie auch noch impfen lassen. Ich denke, mehr Möglichkeiten haben wir nicht.

LG
Laura

Rotkuschel 14.04.2014 08:59

Zum Glück ist heute wieder unser gewohnter TA da.
Heute Abend bringen wir die jungen Kaninchen zu ihm, aber er kann nicht direkt gegen RHD impfen.
Er hat meiner Mutter das so gesagt, dass ansonsten die Krankheit durch den Impfstoff gerade erst zum Ausbruch kommen kann. Man impft nur vorbeugend, falls die Tiere bereits infiziert sind, kann das gerade erst schädlich sein.
So ähnlich hat das meiner Mutter auch schon mal jemand hier im Forum gepostet, als vor 2 Jahren unsere Ninchen gestorben sind.

Er möchte die Kleinen jetzt mit einem anderen Impfstoff behandeln (Pocken???? Keine Ahnung, er hat es gesagt, ich weiß es aber nicht mehr genau), um das Immunsystem zu pushen.

Mehr können wir einfach jetzt nicht tun (zumal die Impfung am Samstag fast unverschämt teuer war, hat der Doc gemeint. Bei ihm ist die Behandlung grundsätzlich immer sehr günstig, und wir können jetzt diese Impfung auch erst nächsten Monat zahlen. Das ist schon mal gut).

LG
Laura

Lupine 14.04.2014 10:43

Hat er tatsächlich "Impfstoff" gesagt? Das wäre, wenn meine Vermutung stimmt, nicht korrekt.

Ich vermute, er will Zylexis spritzen, einen unspezifischen Immunmodulator. Zylexis enthält inaktivierte Schafspockenviren, und wird angewendet um dem Immunsystem einen Befall mit Krankheitserregern zu simulieren und es damit in erhöhte Alarmbereitschaft zu versetzen.

Dass Zylexis schon mit Erfolg bei einer drohenden RHD-Infektion angewendet wurde, ist mir nicht bekannt. Ich kenne es vor allem im Einsatz bei Pasteurellosen bzw. Kaninchenschnupfen.

Rotkuschel 18.04.2014 21:41

Zum Glück leben meine Kaninchen noch, ich bin total froh. Vielleicht hat die Impfung gg. RHD bei meinen Löwenköpfchen doch geholfen?
Morgen ist es 1 Woche her, dass Stupsi tot im Käfig gelegen hat.

Ja, der Doktor hat unseren Kleinen je eine Spritze gegeben, die wohl das Immunsystem pusht - was genau, habe ich vergessen.

Leider hat er keine RHD-Impfung und 2 weitere Tierärzte, die wir danach gefragt haben, auch nicht. Und die TA-Praxis, bei der wir letzten Samstag waren, hatte auch keinen mehr - aber sie haben ihn bestellt.

Allerdings kostet die Impfung pro Tier 30,00 Euro. Somit wären wir 120,00 Euro allein fürs Impfen los und das können wir uns diesen Monat absolut nicht mehr leisten (Auto war erst kaputt und wir mussten samt Abschleppdienst total viel zahlen!). Zum Glück müssen wir die geimpften Löwenköpfchen erst nächsten Monat zahlen.

Unser TA sagt, dass wir schon lange keine Fall von RHD hier mehr hatten und er geht nicht davon aus, dass die Tiere an RHD gestorben sind.
Aber die Symptome (plötzlicher Tod, langgestreckt u. Kopf im Nacken, vorher keine Anzeichen) stimmen mit denen von RHD überein - bis auf die Blutung, hier habe ich nichts gesehen, außer ein winziges Blutpünktchen im Maul von Stupsi (kann ja auch vom Todeskampf kommen).

Meine Kaninchen vor 2 Jahren sind ja auch unter solchen Umständen gestorben. ABER: auch bei ihnen habe ich keine Blutung gesehen und sie waren einige Stunden vorher apathisch und haben sich ständig am Körper gekratzt und sich langgestreckt hingelegt (DAS würde ja für RHD sprechen, da sie durch die Blutungen in den Organen wohl Schmerzen hatten?).
Allerdings waren zwischen den Ausbrüchen dieser Krankheit immer mehrere Wochen dazwischen - das spricht doch eher nicht für RHD, oder?

Meine Kleinen tun mir so leid, sie müssen ja nur im Käfig sitzen. DAbei müsste ich sie gerade jetzt kuscheln und mit ihnen üben, damit sie sich an mich gewöhnen. Sie machen immer Männchen, wenn ich sie füttere und sind total lustig (ziehen das Heu aus dem Beutel und hoppeln neugierig zu den Gitterstäben). So gern würde ich sie mal laufen lassen.
Außerdem ist es doch bestimmt nicht gut für sie, wenn sie den ganzen Tag hinter Gittern sitzen müssen!

Aber meine Mutter möchte auf jeden Fall, dass wir noch warten, bis sie auch richtig gegen RHD geimpft sind, um kein Risiko einzugehen.
Sie hat sogar schon überlegt, die Kleinen wegzugeben, damit sie nicht krank werden. Und weil alles so umständlich ist, mit den Käfigen usw.
Aber erstens würde niemand Kaninchen nehmen, wo die Gefahr besteht, dass sie sich evtl. schon angesteckt haben und zweitens hängen wir ja an den Kleinen.

knuffelchen 18.04.2014 21:58

Ich könnte mir schon vorstellen, dass Zylexis eingesetzt wird. Mein super TA hat das erst jetzt bei Schweini gegen EC gegeben und so einen unproblematischen EC Fall habe ich noch nicht erlebt.
Wenn bei RHD sonst nichts helfen kann würde ich es auch mit einem Immunstimulans probieren.

marinahexe 18.04.2014 22:31

Wenn zwischen den Todesfällen damals einige Monate lagen, könnte vielleicht auch eine Vergiftung in Frage kommen.

Rotkuschel 19.04.2014 09:13

Hm, nur einige Wochen lagen dazwischen.
Daran haben wir auch erst gedacht, aber das ist fast unmöglich. Die Ninchen damals waren zu der Zeit nur im Haus und haben auch nichts anderes gefressen, als sonst.

Rotkuschel 22.04.2014 22:42

Hallo,
eines meiner kleinen Schecken geht es nicht gut. Seit heute abend ist es nicht mehr so fit. Es sah erst so aus, als kann es nicht mehr so richige stehen. Dann hat es sich langgestreckt auf den Boden gelegt und zur Seite gedreht, so, als ob es sich wohlfühlt.
Allerdings hat es das noch nie gemacht, schon gar nicht, während der Fütterung oder wenn wir im Raum waren! Deshalb denke ich eher, dass es Schmerzen hat und denke schon wieder an RHD!

Ich habe es jetzt einmal rausgenommen und gesehen ob es auf dem Boden laufen kann. Am Anfang konnte es auch nicht so richtig stehen, doch jetzt war es wieder fit und wollte hoppeln. Dabei war es heute nachmittag noch munter. Ich weiß einfach nicht mehr so richtig weiter, was man tun soll. Vor allem um diese Uhrzeit, kein TA ist jetzt zu erreichen! Ich habe totale Angst, dass es morgen früh auch tot im Käfig liegt!!!
Momentan ist er aber wieder fit und begrüßt mich freudig am Gitter!?

Meine Mutter hat auch Angst, sie will kein Tier mehr so qualvoll sterben sehen müssen, wie unsere anderen Ninchen damals!

Wir haben das Kleine nach Blutungen abgesucht, aber voererst nichts gefunden.

Was aber auffällt: Flecki, eben unser kleiner Schecke, hat an jedem Auge eine Kruste und wirkt an den Flanken etwas eingefallen - obwohl er frisst und trinkt.
Dasselbe hatte das Ninchen (Blacky), den wir ja aus dem Tiergeschäft geholt hatten und mit dem ja das ganze Drama seinen Lauf nahm. Auch er war total dünn (nicht nur die Flanken) und einmal war sein Auge zugeklebt. Auch klebrige Stellen im Fell hatte er, aber das hat Flecki nicht (wir haben ihn gesund und als dicken Wonneproppen von einem Züchter geholt).

mausefusses 23.04.2014 06:12

Zitat:

Flecki, eben unser kleiner Schecke, hat an jedem Auge eine Kruste und wirkt an den Flanken etwas eingefallen - obwohl er frisst und trinkt.
Sammelt mal Kot über 2-3 Tage und gebt diesen in der Tierklinik zur Untersuchung.
Im Optimalfall hätte man das vor einer Impfung gemacht.

Zitat:

Hab noch mal nachgesehen, so wie es aussieht, kann man Kaninchen auch schon mit 4 bis 6 Wochen (Ausnahme wenn die Mutter regelmäßig geimpft war, dann wohl erst mit 12 Wochen) impfen lassen. Nach 4 Wochen sollte noch mal nachgeimpft werden (Stichwort Grundimmunisierung) danach wie schon geschrieben alle 12 Monate (bei Muttertieren wohl alle 6 Monate).
Das ist abhängig vom verwendetetn Impfstoff und so pauschal nicht zu beantworten.
Bei dem neuen Nobivac Myxo-RHD ist keine Grundimmunisierung erforderlich. Allgemein ist/war die Grundimmunisierung immer etwas in Frage gestellt, außer von den herstellern natürlich. Ich habe noch nie ein Tier Grundimmunisiert.

Rotkuschel 23.04.2014 19:00

Vielen Dank für deine Ratschläge, mausefusses:smilewinkgrin:
Meinem Flecki geht es heute wieder gut. Er frisst, "begrüßt mich", wenn ich nach ihnen schaue und er ist wieder munter und fit. Es war gestern nur irgendwie seltsam, wie er sich verhielt.

Vielleicht mache ich mir viel zu früh Gedanken.
Ich habe immer noch Sorge, dass meine anderen Kaninchen auch noch angesteckt werden.

Und ich glaube, die Anzeichen bei Flecki für RHD waren gegeben. Da sich Flecki genauso verhalten hat, wie die Kaninchen, die vor 1,5 Jahren starben. Sie konnten vor ihrem Tod auch nicht mehr richtig stehen, wollten nicht mehr fressen und bekamen anschließend einen fürchterlichen Krampf. (Der Krampf war bei Flecki zum Glück nicht der Fall und er hat nur noch wenig gefressen). Aber Gott sei Dank geht es ihm heute wieder richtig gut.

Ich werde auf jeden Fall weiter berichten, wie es ihnen die nächsten Tage/Wochen so geht.
Ich werde die kleinen Schecken auch noch gegen RHD impfen lassen, ich will kein Risiko eingehen.
Sobald mein Tierarzt wieder da ist und er diesen Impfstoff zur Verfügung hat, werden wir dort hinfahren.

LG
Laura

mausefusses 24.04.2014 06:09

Zitat:

Ich werde die kleinen Schecken auch noch gegen RHD impfen lassen, ich will kein Risiko eingehen.
Sobald mein Tierarzt wieder da ist und er diesen Impfstoff zur Verfügung hat, werden wir dort hinfahren.
Bitte denke daran vorm impfen eine Kotprobe zu untersuchen und nur zu imofen wenn diese negativ ist.

Rotkuschel 24.04.2014 09:32

Hallo,
leider keine so guten Nachrichten:
Meinem kleinen Schecken ging es gestern abend wieder nicht gut. Und diesmal sah es so aus, als überlebe er die Nacht nicht. Wieder die gleichen Symtome: Er wackelte hin und her, konnte nicht mehr laufen und wollte nichts mehr fressen, auf einmal hat er richtig abgebaut. Er ist quasi über Nacht sehr dünn geworden. Obwohl er immer Obst und Gemüse und natürlich Heu bekommt. Da haben wir den Tierarzt angerufen und der sagte uns, dass wir in seine Praxis kommen sollen. Wir fuhren mit dem Kaninchen dann dort hin und er sah ihn an und sagte uns (wie ja schon befürchtet) dass das Kaninchen ganz abgemagert ist und es wahrscheinlich diese Kokizidien hat. Leider konnten wir gestern noch keine Kotprobe durchführen, da das Kaninchen in einer ernsten Lage war und der Tierarzt sagte, dass wir dazu keine Zeit mehr hätten. Wir hatten schon überlegt, denn kleinen Kerl einschläfern zu lassen oder ihn zu behandeln. Dann kamen wir zum Entschluss, dass wir ihn behandeln lassen. Er hat ihm eine Infusionsspritze (mit Zucker) gegeben, ein Antibiotikum und Critical Care (so eine Kräutermischung, die wir ihm heute Nacht auch geben sollten. Dem Kaninchen hat das geschmeckt).
Heute geht es ihm schon viel besser, er frisst wieder, trinkt auch genügend und ist nicht mehr wackelig auf den Beinen.
Heute müssen wir aber nochmal hinfahren und den anderen kleinen Schecken gleich mitbringen. Sie machen dort mit den beiden eine Kotprobe und geben dann dort so ein Mittel gegen diese Kokizidien.


Leider kostet uns das viel Geld (schon alleine die Notgebühr und die Behandlung von gestern kostet wahnsinnig viel Geld.

LG
Laura

Rotkuschel 24.04.2014 15:13

Hallo,
wir sind vorhin wieder vom Tierarzt gekommen.
Wir nahmen beide "Kleinen Schecken" mit.
Der Tierarzt untersuchte den Kot von den Kaninchen. Und tatsächlich: Beide Kaninchen haben diese Kokizidien, zwar nicht ganz so viele wie befürchtet, aber man muss es trotzdem behandeln lassen. Wir haben dann so ein Mittel gegen die Kokizidien bekommen und wir müssen es ihnen jeden Tag geben, 5 Tage lang und jeweils 0,1 mg. Wir hoffen natürlich das dass wirkt, aber mehr können wir nun nicht mehr tun, als abwarten und ihnen dieses Mittel zu geben.

Vielen Dank für eure Beiträge und Ratschläge. Die haben uns sehr geholfen. :)

Natürlich werde ich euch auf dem Laufenden halten.

LG
Laura

Lupine 24.04.2014 15:29

Ihr könnt unterstützend noch einiges tun, nämlich mit der Fütterung.

Die Kleinen benötigen viel Flüssigkeit jetzt, um die Verluste durch Durchfallattacken ausgleichen zu können. Außerdem sollte man wissen, dass viel Stärke und Zucker im Futter die Kokzidien geradezu "anfüttern". Das heißt für euch, dass ihr möglichst viel Wiese anbieten solltet wenn sie bereits Frischfutter gewöhnt sind. Alles was grün und blättrig ist und als Kaninchenfutter geeignet, das tut ihnen jetzt gut.

Falls euer Medikament nicht wirkt, kann der Tierarzt euch ein anderes geben. Es gibt gegen Kokzidien mehrere Wirkstoffe, der bekannteste ist Baycox. Ich habe als Wuschel Kokzidien hatte Retardon bekommen, weil hier in der Gegend wohl einige Kokzidienstämme nicht so gut auf das Baycox ansprechen.

Achtet darauf, dass ihr euch genauestens an die Dosierungsanweisung des Arztes haltet. Baycox zum Beispiel wird oft mit einer Pause zwischendurch gegeben, meist im Rhythmus 3 Tage Baycox - 3 Tage Pause - nochmal 3 Tage Baycox. Der Tierarzt legt das Behandlungsschema fest.

Und denkt bitte daran dass ihr nach 6 - 8 Wochen nochmal eine Kontroll-Sammelkotprobe abgeben solltet um nachzusehen ob die Biester auch wirklich weg sind.

Rotkuschel 24.04.2014 17:19

Vielen Dank für die tollen Ratschläge und Tipps, Lupine.:smilewinkgrin:
Mein Tierarzt meinte, dass wir momentan kein Gras oder etwas von der Wiese geben dürfen, da er glaubt, dass diese Kokizidien daher stammen könnten.
Meine "Kleinen Schecken" trinken sehr, sehr viel, eigentlich schon ungewöhnlich viel. Aber das kann auch am Wetter liegen:D
Flecki hat gestern von dem Tierarzt dieses Baytox bekommen. Heute waren wir nochmal beim Tierarzt und er gab uns noch einmal dieses Baytox mit. Das sollen wir dann beiden Kaninchen geben. In jeder der beiden aussehenden "Spritzen"(das man ihnen aber in den Mund gibt) sind jeweils 5 mg von diesem Baytox enthalten. Jeden Tag sollen wir den beiden 1 mg geben, sodass diese "Spritze" in 5 Tagen leer ist. Gestern sollten wir Flecki ja noch dieses Cretical Care(diese Kräutermischung) geben.

Der Tierarzt meinte auch, dass wir ruhig Obst und Gemüse in kleinen Mengen den Kaninchen geben sollen. Nur in ihr Freigehege dürfen sie momentan nicht, sie müssen noch solange im Käfig bleiben, bis sie wieder gesund sind. Erst dann dürfen sie wieder auf der Wiese hoppeln. Aber ich denke, dass wird noch eine Weile dauern, bis es ihnen wieder besser geht. Diese Kokizidien bleiben ja längere Zeit in dem Körper von den Kaninchen, oder?

Der Tierarzt sagte auch, dass wir jeden Tag den Käfig reinigen sollen und heißes Wasser draufschütten sollen, damit diese Kokizidien wieder weg gehen.

LG
Laura

Lupine 24.04.2014 18:10

Normalerweise sind die Kokzidien dann mit Abschluss der Behandlung auch weg.

Dass ihr den Käfig täglich mit heißem Wasser reinigen sollt, senkt den Infektionsdruck. Die Oozysten der Kokzidien werden mit dem Kot ausgeschieden, und können übers Futter wieder aufgenommen werden. Je weniger Oozysten wieder aufgenommen werden, desto weniger können sich auch im Darm wiederum zu Kokzidien entwickeln. Die meisten gehen allerdings mittlerweile dazu über, die Futterplätze entsprechend täglich zu reinigen und das Gehege nur alle 2 - 3 Tage. Das reduziert den Stress für Halter und Tiere. Geeignet wäre übrigens auch ein hochwertiger Dampfreiniger, dessen Dampf die erforderlichen Temperaturen erreicht.

Ich vermute eher nicht, dass die Kokzidien vom Gras stammen. Es ist mindestens genauso wahrscheinlich dass die Jungtiere sie vom Züchter mitgebracht haben. Oder hattet ihr gleich eine Sammelkotprobe checken lassen, als die Süßen bei euch einzogen?

Aber selbst wenn die Kokzidien übers Futter in die Nins gelangt sind - das könnte genauso gut über Gemüse oder Obst der Fall gewesen sein. Denn die Oozysten sind extrem überlebensfähig. Sie sind so resistent, dass sogar die meisten Desinfektionsmittel ihnen nichts anhaben können.

Gesunden Tieren macht es auch nichts, wenn sie mal mit einer Oozyste konfrontiert werden. Gefährdet sind vor allem Jungtiere in fragwürdigen hygienischen Verhältnissen (z. B. in viel zu kleinen Gehegen oder sogar Buchten, die möglicherweise unzureichend gereinigt werden - Toilettenecken müssen JEDEN Tag saubergemacht werden!) sowie Tiere mit geschwächtem Immunsystem.

Auf Obst sollte auf jeden Fall verzichtet werden, der Zuckergehalt des Obstes ist für die Kokzidien eine Art "Wachstumsbeschleuniger". Gleiches gilt für getreidehaltiges Trockenfutter. Grünfutter dagegen dürfen die Nins haben, vor allem Kräuter.

Damit sind sowohl Unkräuter als auch Küchenkräuter gemeint, wobei Oregano gelegentlich eine Wirkung als eine Art "natürliches Antibiotikum" oder "natürliches Kokzidostatikum" nachgesagt wird. Bewiesen ist das nicht, aber da Kaninchen Oregano fressen dürfen, würde ich ihn auf jeden Fall mit anbieten. Salate und Gurke können Durchfall begünstigen, da sie ohnehin wenig Nährwert haben sollte man während des Befalls darauf verzichten. Fenchel dagegen gilt als gut geeignet. Außerdem würde ich Spitz- oder Breitwegerich anbieten, er wirkt entzündungshemmend und kann die Erholung der Darmschleimhaut unterstützen. Pfefferminzblätter wirken krampflösend und sind ebenfalls gut bei Verdauungsbeschwerden, auch Dill und Basilikum sind bestens geeignet. Beide wirken ebenfalls krampflösend und außerdem appetitanregend.

Rotkuschel 25.04.2014 08:10

Danke Lupine für die Tipps.
Leider lag heute früh mein kleiner Schecke "Flecki" tot im Käfig. :sad::sad::sad:
Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Wir haben versucht, was wir konnten, und trotzdem hat das alles nichts genützt. Wieder die gleichen Symtome wie die anderen beiden Kaninchen: Kopf im Nacken und sehr mager. Dabei war er gestern noch fit. Der Tierarzt konnte weiter bei ihm auch nichts feststellen, außer dass er ein paar Kokizidien hat. Aber selbst der Tierarzt sagte, dass das nicht viele Kokizidien sind und man sie behandeln könnte.

Ich glaube nicht, dass die Kokizidien die Todesursache war. Ich bin mir sicher, dass er RHD hatte. Denn meine Löwenkopfkaninchen sind ja gegen RHD geimpft und ihnen geht es zum Glück im Moment gut.

Wir wissen jetzt nicht, was wir noch tun sollen. Der kleine Snoopie sitzt traurig im Käfig und "trauert" um seinen Flecki. Aber auch Snoopie, der gestern noch gut genährt war, ist heute auch so dünn. Und er wird (was immer es auch ist) mit Sicherheit auch bekommen.

Ich weiß echt nicht weiter... Vielleicht geben ihn wir ja ab, oder wir lassen ihn auch impfen.? Keine Ahnung...

LG
Laura

Lupine 25.04.2014 08:14

Lasst Flecki bitte obduzieren, so schwer es auch fallen mag. Die Ursache muss geklärt werden!

Snoopie könnt ihr bei Verdacht auf eine ansteckende Erkrankung nicht einfach an jemand anderen abgeben, es wäre viel zu gefährlich möglicherweise eine ansteckende Erkrankung in weitere Bestände zu tragen. Ihr könnt nur vielleicht versuchen, über den Tierschutz jemanden zu finden der die Möglichkeit hat ihn in strenger Quarantäne zu halten, aber das wird schwierig werden.

Es tut mir unendlich leid für euch.

Lupine 25.04.2014 08:29

Hatte eigentlich eines der Kaninchen mal Durchfall? Oder sind die Kokzidien ein Zufallsbefund?

Bei der hohen Verlustrate und dem schnellen Fortschreiten könnte man evtl. auch an Mukoide Enteritis denken. Und nicht jeder Tierarzt hat das auf dem Schirm.

Achtung, der Artikel ist wissenschaftlich gehalten und zeigt Abbildungen von Organen, ist also nicht für empfindliche Gemüter geeignet:

http://www.kaninchenwissen.de/knowledge/kb_show.php?id=12


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 12:30 Uhr.



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