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Meine Tierarztodysse oder wie Freckles sich zurück ins Leben kämpft auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von Crazy_honeybee
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 17.04.2013
Beiträge: 553
Crazy_honeybee befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 25.03.2014, 22:46

Meine Tierarztodysse oder wie Freckles sich zurück ins Leben kämpft


Ich möchte über meine Kaninchendame berichten um vielleicht Einigen Mut zu machen, vor allem muss ich mir von der Seele schreiben, was ich in den letzten 4 Monaten so alles erlebt habe.

Vor 4 Monaten konnte Freckles plötzlich ihre Hinterläufe nicht mehr richtig bewegen, sie ist immer irgendwie zur Seite weggekippt mit der Hüfte, der Fuß war teilweise vor die Vorderläufe gestreckt. Der vordere Teil war aber gerade.
Wir sind mit ihr zur ersten Tierärztin, die diagnostizierte Arthrose und das ganze ohne Röntgenbild.
Sie bekam VitaminB und Metacam, darunter wurde sie auch besser.

Nach 2 Wochen wurde sie jedoch wieder schlechter, hier im Forum wurde mir zu einem TA Wechsel geraten, also bin ich zur nächsten.
Mein Verdacht war nun E.C., da diese Hinterhandlähmung auch ein Symptom sein kann.
Diese TÄ machte ein Röntgenbild, hat Arthrose ausgeschlossen, meinte aber, E.C. sei es auch nicht, da die Niere normal aussieht, sie keine Knochenveränderungen hätte und überhaupt, der Koof ist ja auch nicht schief.
Sie vermutete am ehesten eine Chronische Bleivergiftung( irgendein Ar... hat scheinbar mal mit Schrot auf sie geschossen), verordnete Metacam und meinte, man könnte nichts machen, weil sie zu schwach und alt für diese OP sei.

Im Januar wurde sie erneut schlecht, konnte nicht mehr richtig laufen, musste immer im Kreis laufen, obwohl sie es offensichtlich nicht wollte( sie wollte fressen, hat sich aber immer vom Fressen weggedreht).
Da die 1. TÄ den Eindruck gemacht hat, daß man sie ganz gut "lenken" kann, sind wir wieder zu ihr, beschrieben nun mal klassische E.C. Symptome und bekamen dann Panacur, sie spritzte ihr Antibiotika und Cortison , welches nochmal wiederholt wurde.
Leider hat sie massive Durchfälle bekommen, somit haben wir das Panacur schon nach 20 Tagen abgesetzt.
In dieser Zeit ist es auch langsam bergauf gegangen, die TÄ meinte, es würde auch reichen die 20 Tage.

Im Februar ging es ihr so La La, mal gut, mal nicht so gut aber es war immer auf einem Level, wo man sagen konnte, sie will so noch leben, sie hat sehr gut gegessen und war auch vom Verhalten her wie immer, eben nur die Hinterläufe waren schwach.


Anfang März dann wieder der Rückschlag, plötzlich lag sie nur noch auf der Seite, konnte gar nicht mehr laufen.
Die TÄ ging wieder auf ihre Arthrosetheorie zurück und meinte, man sollte über ein Erlösen nachdenken, wollte ihr noch 2 mal Cortison spritzen und bis dahin sollten wir uns dann mehr oder weniger verabschiedet haben.
Freckles zeigte uns aber einen riesigen Lebenswillen und irgendwie hatten wir das Gefühl, daß es noch nicht das Ende ist.

Also sind wir vor 14 Tagen nochmal zu einer anderen TÄ gefahren, also Nr.3
Sie meinte sofort, daß dieses Kaninchen eine leider recht fortgeschrittene E.C. hat, sie sieht aber den Lebenswillen in ihr und gab uns alles, was wir brauchten, um sie zu behandeln( Baytril, VitaminB, Panacur, Hypericum und zusätzlich Pro-Pre-Bac um die Durchfälle in Grenzen zu halten).
Die ersten 5 Tage hat man keine Besserung gesehen, durch das ständige Liegen auf einer Seite( sie ließ sich nicht anders Lagern, Kissen etc halfen nicht) waren die Haare am Oberschenkel weg und durchs Einnässen hatte sie 2 Wunden, die wir mit Mirfulan behandelten.
Am 6. Tag haben wir gedacht, daß sie sich aufgegeben hat, wir sind auch in der Nacht stündlich zu ihr gegangen um nach ihr zu schauen.
Am 7. Tag lag sie plötzlich nicht mehr auf der Seite, das linke Bein zeigte wieder Kraft, das rechte zog sie noch hinterher.
am 10. Tag dann nochmal ein kleiner Knick aber seit dem Wochenende bekommt sie auch wieder Kraft rechts, sie sitzt gerade, kann wieder hoppeln und wirkt wie ausgewechselt!
Es ist alles noch sehr holprig, da sie erst wieder Muskeln aufbauen muss, aber das sollte auch noch klappen, wäre ja gelacht.
Die Wunden sind verheilt, Fell hat sie am gesamten Oberschenkel rechts nicht mehr, jedoch brachte ihr das auch einen neuen Spitznamen( Kröwer Nacktarsch).
Ich freue mich über jeden festen Köttel, denn trotz Baytril etc hat sie überhaupt keinen Durchfall bekommen( dieses Pro-Pre-Bac scheint super zu wirken)

Es wird von Tag zu Tag besser und wir freuen uns einfach riesig, daß wir sie nicht aufgegeben haben und eine TÄ gefunden haben, die sie auch nicht aufgeben wollte.
Hui, jetzt habe ich viel geschrieben, aber vielleicht erfreut sich ja der ein oder andere an Freckles Geschichte oder kann Mut schöpfen, für sein Kaninchen zu kämpfen.



 



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