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Cybeth46 28.12.2013 14:15

Stallhase plötzlich Aufgasung?
 
Hallo,

Vorgeschichte:

Anfang Oktober habe ich bei meinen Nachbar im Stall einen kleinen Stallhasen (Geburt im August) vorgefunden, der separat gehalten wurde. Daraufhin fragte ich den Nachbarn, was der Hase hätte?! Er habe Durchfall und deshalb würde er erst mal alleine gehalten. Nach 2 Tagen habe ich mich gewundert, warum der kleine Hase nicht hoppelt, sich kaum bewegt.

Ich habe ihn rausgenommen und festgestellt, dass beide Hinterläufe mit Heu zusammengeschnürt waren und er das ganze Hinterteil voll mit Kot beschmiert war

Den Knoten habe ich mit einer Schere gelöst und anschließend wurde er gewaschen. Den Nachbar habe ich gefragt, ob ich den Kleinen behalten könnte. Ja klar, wenn ich mich um ihn kümmern möchte, kein Thema.

Ich setzte ihn in meine große Aussenvoliere, mit einer großen Schlafbox, die mit reichlich Stroh ausgefüllt war.

Er erholte sich schnell und frass wie ein Scheunendrescher.

Vorsichtshalber habe ich eine Kotprobe über mehrere Tage gesammelt und von unserer TÄ untersuchen lassen. Ergebnis: massenhaft Kokzidien. Er bekam dann Baycox über mehrer Tage. Erneut Kotprobe und wieder massenhaft Kokzidien?!

Da die Behandlung gegen Kokzidien mit Baycox nicht wirklich angeschlagen hatte, haben wir die Behandlung erst mal zurückgestellt, da sich ev. eine Resistenz bilden könnte.

Da der Kleine schon 4 Wochen bei mir war und alleine, fragte ich den Nachbarn, ob er mir eine Häsin aus dem selben Wurf überlassen könnte, damit der Kleine nicht alleine wäre. Das war auch kein Thema und ich setzte die Dame zu meinem Kleinen, was auch wunderbar funktioniert hat. Sie haben sich auf Anhieb verstanden und sich immer gegenseitig geputzt etc...

Da der Kleine noch nicht Geschlechtsreif war, habe ich ihn kastrieren lassen. Das ist auch alles bestens verlaufen.


Vorfall:

Ich gehe Nachts immer noch unserer 30 jährigen Nachbarskatze in der Scheune schauen und bringen meinen Hasen auch gleich immer noch etwas Salat mit. Um 2 Uhr in der Nacht war alles in Ordnung. Heute Morgen um 7:30 Uhr bei der Fütterung war auch noch alles im Lot. Beide Hasen normal drauf.

Heute Mittag waren sie noch beide in der Voli am hoppeln und um 15:30 Uhr kam mein Nachbar und sagte; der eine Hase hockt in der Ecke und rührt sich nicht. Bin dann direkt runter in die Voli und der Kleine saß in der Ecke auf dem Bauch, die Beine eingeknickt und völlig kraftlos.

Habe gleich unsere TÄ telefonisch informiert, dass wir sofort in die Praxis kommen. Als ich den Kleinen in die Box gehoben habe, pfiebte er vor Schmerzen. Als ich in der Praxis angekommen bin, war er bereits verstorben.

Er hatte einen ganz aufgeblähten Bauch und die TÄ vermutet, dass er an einer Aufgasung verstorben sei.

Es gab von meiner Seite aus keine Futterumstellung oder sonst irgendeine Veränderung. Ich weiß jetzt nicht, wie es dazu kommen konnte.

Ich habe vor 1 Woche festgestellt, dass an der Seite der Voli etwas Styrodor angefressen war, also abgeknabbert und es lagen einige Stücke in der Voliere.

Als ich heute Abend die Voli gereinigt habe, war weniger Kot im Gehege als sonst.


Ich muss auch dazu sagen, das der Kleine immer einen etwas dickeren Bauch hatte, als seine Geschwister und seine Partnerin. Das konnte man von oben gut erkennen, wenn man auf die Hasen geschaut hat. Der Kot sah immer normal aus, kein Durchfall, kein Schleim, immer schöne feste runde Kügelchen, also nichts auffälliges.

Was meint ihr, was mit dem Kleinen passiert sein könnte?


Grüße Cybeth

Rebecca 28.12.2013 16:34

Liebe Cybeth,

zu nächst einmal tut es mir sehr leid, dass dein Kaninchen verstorben ist. :(

Woran dein kleiner nun wirklich so sehr gelitten hat, lässt sich aus der Ferne nicht beurteilen.
Hatte der Tierarzt denn nie etwas zu dem dickeren Bauch gesagt gehabt?

Kaninchen verbergen leider möglichst lange Unwohlsein und versuchen meist auch noch so lange zu fressen, wie es ihnen möglich ist. Denn nur wer frisst erweckt auf andere, dass es ihm gut geht und er somit fit ist um vor Fressfeinden sehr gut flüchten zu können.

Blähbäuche entwickeln sich manchmal auch unheimlich schnell und führen leider auch schnell zum Tod.

Fühl dich lieb umarmt, wenn du magst. Du hast alles richtig gemacht. Mehr als schnellst möglich in solch einem Fall zum Tierarzt zu fahren, kann man leider nicht unternehmen.

hasis2011 28.12.2013 16:55

Der kleine Mann war ein Chaplin/Weißling, er hatte das Megakolon-Syndrom, ein Gendefekt, dadurch war es vorauszusehen, das er nicht alt wird und an Verdauungsproblemen sterben wird, leider.:frown5:
Dieser Gendefekt wird vererbt, wenn man 2 Schecken miteinander verpaart.

Google mal danach, darüber kann man viel im Internet nachlesen.

Tut mir sehr leid, er war ein süßer Kerl.:frown:

Cybeth46 28.12.2013 17:14

Hallo und Danke für eure Antworten!

Mit den Weißlingen habe ich schon im Netz gelesen. Dieses Megakolon-Syndrom trifft aber nicht auf alle Weißlinge zu. Die Chance war also 50:50

Ich habe die starke Vermutung, dass ev. Kokzidien + Hefepilze mit Verantwortlich sein könnten? Im Netz findet man auch Hinweise dafür. Blähbauch/Trommelsucht, Auslöser sind oft Kokzidien und Hefepilze.

Da der Kleine die ganze Zeit einen Blähbauch hatte, aber sonst total unauffällig war, haben wir die Behandlung (Baycox) erst mal zurückgestellt, was vermutlich auch ein Fehler im Nachhinein war?!

Er war sonst sehr aufgeweckt und ist in der Voli rumgeflitzt, hat sehr gut gefuttert und der Kot war unauffällig, kein Durchfall, nichts.

In den letzten Wochen ist mir aufgefallen, dass er nicht mehr so rumgesprungen ist. Seine Partnerin hat ihn ganz schön auf Trapp gehalten und oft animiert, er aber keine große Lust hatte und lieber unter den Unterstand hockte und etwas Stroh frass.

Ich versuche nun zu ergründen, ob ich etwas falsch gemacht habe? Damit mir in Zukunft keine Fehler mehr unterlaufen.

hasis2011 28.12.2013 17:18

Ich tippe auf das Megakolon, die Symptome, die er von klein auf hatte, sprechen dafür. Von daher konntest du nichts machen.
Die Kokzidienbehandlung sollte man aber weiter führen, Kokzidien enden besonders für Jungtiere meist tödlich.
Aber, wie gesagt, ich denke, das ihr da chancenlos wart.:wink5:

april 28.12.2013 17:26

Und die fehlenden Farben auf der Seite sprechen ebenfalls für Weissling. aber Cybeth, das ist Dir im anderen Forum auch schon gesagt worden. Wirklich, Du kannst da wahrscheinlich gar nichts für.

EmsFan ♥ 28.12.2013 17:31

Der kleine Kerl sieht genauso aus wie mein Findus, der auch als Chaplin nicht alt wurde.
Zumal dein Kleiner nie richtig fit gewesen ist, gehe ich auch von dem aus, was Hasis2011 geschrieben hat.

Es tut mir sehr leid für dich.

Auch wenn ich vorher wusste, dass ich einen Chaplin hatte und dachte ich könnte damit umgehen, wenn er vorzeitig stirbt, war es ein großer Schock für mich, als er eines Tages ohne Vorwarnung tot dalag. Aber du kannst wirklich nichts dafür.

Cybeth46 28.12.2013 17:32

Zitat:

Zitat von april (Beitrag 592710)
Und die fehlenden Farben auf der Seite sprechen ebenfalls für Weissling. aber Cybeth, das ist Dir im anderen Forum auch schon gesagt worden. Wirklich, Du kannst da wahrscheinlich gar nichts für.

Ja, die haben auch die Vermutung geäußert, dass es ein Weißling ist. Ich frage deshalb auch hier nach, da ich mehrere Meinungen zu diesem Thema hören möchte.


Dieses Megakolon-Syndrom zeigt doch Auffälligkeiten? Durchfall, schleimiger Kot, krummer Rücken, bzw. kürzer als normal, vorstehende Hinterläufe, kleiner etc...

Vom optischen her, völlig unauffällig. Genauso groß, lang, breit wie seine Partnerin, oder die anderen Stallhasen in der Scheune. Am Anfang war er etwas kleiner. Da vermute ich, dass er nicht so oft zum Zuge kam (Futter)

Stimmt, die Behandlung von Kokzidien sollte man bis zum Ende durchführen. Laut meiner TÄ waren es 3 Tage Baycox und dann erst mal nicht mehr. Danach erneute Kotprobe abgeben. Auch diese Kotprobe war mit massenhaft Kokzidien befallen.

hasis2011 28.12.2013 17:36

Kokzidien behandelt man normalerweise 3 Tage Baycox - 3 Tage Pause - 3 Tage Baycox, dann 10 Tage Pause und wieder 3-3-3, dann eine Kotprobe. Eine einmalige Gabe von 3 Tagen kann nicht funktionieren, weil Kaninchen ihren Kot fressen und so die Kokzidien immer wieder aufnehmen, daher 2 Behandlungen mit 10 Tagen Pause...so was sollte deine TA wissen!

Cybeth46 28.12.2013 17:40

Laut meiner TÄ nur 3 Tage und dann nicht mehr. Nach Recherche im Netz habe ich verschiedene Intervalle gefunden.

Was haltet ihr von meiner These? Kokzidien + Hefepilze = Trommelsucht/Aufgasung. Und das hat letztendlich zum Tode geführt.

hasis2011 28.12.2013 17:42

Zitat:

Zitat von Cybeth46 (Beitrag 592718)
Laut meiner TÄ nur 3 Tage und dann nicht mehr. Nach Recherche im Netz habe ich verschiedene Intervalle gefunden.

Was haltet ihr von meiner These? Kokzidien + Hefepilze = Trommelsucht/Aufgasung. Und das hat letztendlich zum Tode geführt.

Davon halte ich nichts, weil dein Kaninchen, laut deiner Beschreibung, den Blähbauch von klein auf hatte --> typisches Megakolon-Symptom.:wink5:

Cybeth46 28.12.2013 17:55

Das mit den Kokzidien passiert mir auf jeden Fall nicht nochmal! Ich habe viel gelesen und werde in Zukunft einige Dinge anders angehen. Auf jeden Fall verlasse ich mich nicht mehr auf meine TÄ.

Sie ist übrigens die einzige in unserem Umkreis, die sich mit Kaninchen auskennt. Den Tipp hatte ich von unserer Tiernothilfe bekommen.

Andererseits zu Kokzidien und Hefe...

Der Kleine hatte vermutlich von Anfang an Kokzidien und unbehandelt führt das auch zu einer Aufgasung/Trommelsucht und da meine Behandlung nichts gebracht hat, ist er die Kokzidien nie los geworden.

hasis2011 28.12.2013 18:00

Die TA mag von vielem Ahnung haben, von Kaninchen aber mit Sicherheit nicht.

april 28.12.2013 18:10

Zitat:

Zitat von Cybeth46 (Beitrag 592729)
Der Kleine hatte vermutlich von Anfang an Kokzidien und unbehandelt führt das auch zu einer Aufgasung/Trommelsucht und da meine Behandlung nichts gebracht hat, ist er die Kokzidien nie los geworden.

Ja, äh, alle kleinen Kaninchen haben Kokzidien, auch alle grossen haben das, nur meistens vermehren die sich dann nicht so brutal und bleiben deshalb harmlos. Aber wenn die Kokzidien zu einem Problem werden, bei so jungen Kaninchen, dann werden sie schnell und heftig zu einem Problem, und machen nicht 4 Wochen Pause.

Und nur von der Farbgebung her halte ich es für wahrscheinlicher, dass es ein genetisches Problem war.

Muckelbande 28.12.2013 18:11

Du warst aber nie mit dem Kaninchen beim Tierarzt, sondern hast nur Kot abgegeben und daraufhin bekamst Du das Medikament, weil in der Probe Kokzidien festgestellt wurden ?

Cybeth46 28.12.2013 19:52

Zitat:

Zitat von Muckelbande (Beitrag 592738)
Du warst aber nie mit dem Kaninchen beim Tierarzt, sondern hast nur Kot abgegeben und daraufhin bekamst Du das Medikament, weil in der Probe Kokzidien festgestellt wurden ?

Genau.

Ich habe den Kleinen erst spät Abends aus seiner Box geholt und bin mit ihm zur Tiernothilfe gefahren. Dort gibt es eine Dame, die sich mit Kaninchen auskennt. Sie sagte; der Bauch ist gebläht, vermutlich Kokzidien und hat ihm Sap Simplex verabreicht und uns die Flasche mitgegeben.

Zum TA bräuchte ich nicht, da er sonst okay wäre. Stress vermeiden. Aber ich solle unbedingt eine Kotprobe abgeben, was ich auch nach ein paar Tagen getan habe. Kot über 3 Tage gesammelt. Befund: starker Kokzidienbefall.

Er hat bei mir der Voliere gefuttert, wie ein Scheunendrescher und hat rasch zugenommen. Innerhalb kürzester Zeit hat er seine Geschwister eingeholt. Weder der Kot war matschig, noch hatte er Durchfall, oder sonstige Auffälligkeiten. Bis auf diesen aufgeblähten Bauch.

Bei der Kastration wurde eine Eingangsuntersuchung gemacht und nichts ungewöhnliches festgestellt.

Tinachen 28.12.2013 20:14

Hallo Cybeth und erstmal herzlich willkommen im Forum.
Das war sicher ein großer Schock. Schrecklich das man nichts mehr tun konnte. Ich bin auch nicht so sehr von Deiner TÄ überzeugt. Auch das er ein Weißling war, hätte sie eigentlich wissen und Dir sagen müssen. Ist halt bloß doof, dass sie die Einzige in Deiner Gegend ist. (Guck mal hier in der Tierarztliste vielleicht gibt es doch noch Andere). Dann hättest Du Dich auch seelisch besser darauf vorbereiten können. Wissen denn die Leute wo Du das Ninchen her hattest davon? Denn dann sollten sie ja schleunigst mal mit dieser Verpaarung aufhören.

Cybeth46 28.12.2013 20:32

Hallo Tinachen,

mir wurde zur Kastration diese TÄ empfohlen. Da sie auch für die Tiernothilfe Kastrationen durchführt und deren Kaninchen untersucht.

Ich habe schon in einem anderen Forum erfahren, das es sich bei meinem Kleinen um einen Weißling/Chaplin handeln soll und das die Probleme mit der Verdauung haben etc...

Dann habe ich im Netz recherchiert, dass nicht alle Weißlinge dieses Megacolon-Syndrom haben und nicht zwangsläufig früher sterben. Darauf habe ich meine ganze Hoffnung gestützt.

Großen Stress kann die Vermehrung von Kokzidien ebenfalls beschleunigen und ich vermutet, als der Kleine die Hinterläufe zusammengeschnürt hatte, sehr hohem Stress ausgesetzt war. Bis der Nachbar das überhaupt geschnallt hatte, vergingen ein paar Tage und er hat nicht mal gesehen, das die Hinterläufe zusammengeschnürt waren. Erst als ich ihn rausgeholt hatte, kam der ganze Mist zum Vorschein. Ich habe ihm das am nächsten Tag auch gesagt, aber er hat gleich abgeblockt. Könnte nicht sein, meinte er...

Die Boxen wo die Stallhasen drin gehalten werden, sind mit Heu eingestreut und die Box aus dem ich den Kleinen geholt hatte, war nur mit Stroh gefüllt, also hat der Kleine sich die Beine in der großen Box bei seinen Geschwistern zusammengeschnürt.

Ich denke der Zustand dürfte fast eine Woche lang so gewesen sein und in der Zeit hat der Kleine auch nicht viel vom Futter abbekommen und dazu noch der Stress...

Zählt man 1 und 1 zusammen, ist klar das er einen massiven Kozidienbefall hatte. Jedenfalls denke ich mir das so.

Mein Nachbar hat zwei Riesenschecken zum verpaaren in der Scheune. Ich denke die nächsten Weißlinge werden nicht lange auf sich warten lassen.

PS: Die TÄ wird wahrscheinlich gar nichts von Weißlingen/Chaplins wissen.

PassatKombi 28.12.2013 21:05

Hallo Cybeth46,

zu allererst , du kannst nichts für sein ableben !!!
Auch ich bin der Meinung,er war ein Weissling.

Wegen seinem Blähbauch: Wie lange war er bei dir ? Was bekam er zu fressen?

Ich habe hier ein Kaninchen sitzen,daß augenscheinlich einen Blähbauch hatte. Als ich sie mit etwa 8 Wochen bekam,sah sie aufgebläht aus (genau wie du es beschreibst,wenn man von oben drauf guckt,wölbte sich der Bauch stark links und rechts an den Seiten nach aussen).Bei ihr ergab die Kotprobe nichts. Heute weiss ich ,wo dieser Bauch herkam. Mandy war einfach unterernährt (würde bei dir auch passen,weil du schriebst "fraß wie ein Scheunendrescher"!). Wenn man weiss, woher sowas kommt, merkt man erst , wie sehr sowas nach einem Hungerbauch aussieht.
Bei meinem Kaninchen dauerte es eine ganze Weile,bis sich die Figur normalisoert hatte.

LG
Passat

Tinachen 28.12.2013 21:18

Oje Du Arme. Schlimm genug, dass der Kleine gestorben ist und dann noch so ein unbelehrbarer Nachbar, schrecklich.

Muckelbande 28.12.2013 21:34

Ich weiss gar nicht, ob meine Tierärztin weiss, was Chaplins sind. Das habe ich heute auch das erste Mal gelesen. Eventuell ist mein Muckelchen einer ? Seine Elterntiere kenn ich gar nicht und der Nachbar hat alles miteinander poppen lassen. Timi ist ein Mix aus Wildkaninchen und Zwergkaninchen, demnach wohl keines sus einer dieser armen belasteten Verpaarungen, oder ?

Sorry, wegen des OTs.

Cybeth46 28.12.2013 21:40

Hallo Passat,

den Kleinen habe ich am 3. Oktober übernommen.

Futter hat er bekommen...

Bis November frisches Gras, Löwenzahn, Karotten, Broccoli, Chinakohl, Eisbergsalat, Kohlrabi, Kopfsalat, Kohlrabiblätter, Mangold, Rote Beete, Sellerie, Stangensellerei, Staudensellerie, Knollensellerie, Steckrübe, Chicoree, Wirsing, Rosenkohl, Spitzkohl, Weißkohl.

Jeden Tag frisches Heu, frisches Wasser, verschiedene Äste.

Von Schroers Kräuter-Mix, Pfälzer Struktur Müsli, Kanin Müsli. Alles zusammen gemischt und in einer extra Schüssel angeboten. Stellenweise gibt es auch etwas von Grünhopper.

In dem anderen Forum wurde ein Bild gepostet.

Der Kot von meinem Kleinen war immer wie links, also keine Verformung.

Bei deinem Kaninchen gab es keine Kokzidien. Es heißt ja immer, unbehandelt führt ein massiver Kokzidienbefall unweigerlich zum Tod?!

hasis2011 28.12.2013 21:47

Zitat:

Zitat von Muckelbande (Beitrag 592814)
Timi ist ein Mix aus Wildkaninchen und Zwergkaninchen, demnach wohl keines sus einer dieser armen belasteten Verpaarungen, oder ?

Nein, sicher nicht.

PassatKombi 28.12.2013 23:23

Hi,

Mandy ist sicher kein Weissling und sie hat auch keine Würmer,Kokzidien oder ähnliches. Sie war nicht aufgebläht (oder sie hat 4 Monate ohne Anzeichen mit einer solch starken Aufgasung gelebt). Mandy hatte einfach einen Hungerbauch.Wir brauchten 4 Monate bis der Hungerbauch weg war und Mandy "normal" aussah.
Vielleicht kam bei dir auch beides zusammen Aufgasung und Weissling ?
Sowohl seine Färbung als auch daß er kleiner war als seine Geschwister als auch der Durchfall und daß er allein saß bei deinem Nachbarn sprechen m.M. nach sehr für einen Weissling.
Wegen der Köttel des Weisslings auf deinem Bild. Ich kann nur soviel sagen, manchmal sehen die von meiner Bunny auch so aus (bestimmt kein Weissling, da wildfarben). Für mich sehen die Köttel rechts eher wie Fellwechselköttel aus.
Es tut mir leid für dich,wie alles kam, aber dich trifft keine Schuld !!!

LG
Passat

Muckelbande 29.12.2013 00:25

Du kannst es doch nicht mehr ändern. Du wusstest es doch gar nicht besser, all die Vorwürfe, die Du Dir jetzt machst, helfen Dir doch nicht weiter. Du hast Dich an das gehalten, was der Arzt Dir empfohlen hat. Er hat eigentlich den Fehler gemacht, nicht Du. Aber auch er kann Deinen Schatz nicht mehr lebendig machen oder die Zeit zurück drehen. Und so wie einige Vorschreiber/Vorschreiberinnen eventuell eine erbliche EInschränkung vermuten, die zum frühen Tode geführt haben könnte, hättest Du auch da nichts machen können. Es wäre so oder so irgendwann passiert.

Ich kann Dich und Deine Verzweiflung gut verstehen, aber - auch wenn es sich jetzt schlimm anhört - das Schicksal hat anders über Dein Kaninchen entschieden. Und es hat sicher nicht leiden müssen.

marinahexe 29.12.2013 00:30

Du kannst den Kleinen obduzieren lassen, dann erfährst Du die genaue Ursache. Vielleicht hilft Dir das bei der Verarbeitung.
Ich glaube auch nicht, dass es die Kokzidien waren.

PassatKombi 29.12.2013 00:35

Hi,

die Aufgasung muss doch nicht von den Kokzidien gekommen sein !Es ist ja nicht mal sicher, daß er eine Aufgasung hatte! Wurden die Hefen überhauptdiagnostiziert? Du schriebst zu Anfang nur von Kokzidien.
So eine Aufgasung kann viele Ursachen haben (z.B. nichts fressen) ! Selbst wenn er noch Kokzidien hatte, hatte er sie anscheinend ganz gut im Griff,denn er hatte keinen Durchfall, keine Fressunlust,...
Ich weiss,das klingt jetzt hart, aber wenn du dir Vorwürfe machst,hilfst du keinem ! Du hast jetzt ein einsames Mädchen da sitzen, daß 1. all deine Aufmerksamkeit braucht und 2. einen neuen Parnter .Vielleicht hilft es dir , wenn du dir vorstellst, daß er nicht gewollt hätte,daß "sein" Mädchen einsam ist. Lerne aus deinen "Fehlern" das kommt deinem Kaninchen zu Gute. Falls du dich dazu entschliessen solltest ein Kaninchen von deinem Nachbarn dazu zu nehmen, mache am besten eine Sammelkotprobe von beiden Tieren über 3 Tage und lass` die beim TA untersuchen. Falls dann wieder Kokziedien drin sind, behandle wie hier vorher beschrieben 3-3-3 10 Tage Pause 3-3-3.
Fals deine TÄ das nicht macht, suche dir einen anderen TA!
(ein Tipp von mir persönlich: Frag` vorher telefonisch nach, wie z.B. Kokzidien da behandelt werden! Ich habe das auch gemacht.)

Ganz liebe Grüsse
Passat

marinahexe 29.12.2013 12:53

Es gibt eigentlich nur 2 Möglichkeiten:

1. Du suchst einen passenden Partner für das Weibchen
2. Du suchst ein neues Zuhause für das Weibchen

Bei der Suche nach einem neuen Partner können wir Dir helfen. Es gibt genug Kaninchen, auch Stallhasen oder Riesen, die ein neues Zuhause suchen.
Du müsstest nur mitteilen was Du suchst und in welcher Stadt Du wohnst (wenn es noch nicht irgendwo steht).

Tinachen 29.12.2013 20:27

Cybeth lass Dir doch jetzt erstmal ein bisschen Zeit um wieder zur Ruhe zu kommen und den Schmerz zu verarbeiten. Es kommt ja bei einer Entscheidung nicht auf ein paar Tage an.
Ich kann Deine Selbstanklage sehr gut verstehen. Mir ging es in letzter Zeit mit zwei meiner Kaninchen auch so. Man weiß nie ob man wirklich das Richtige getan und wirklich alles richtig gemacht hat. Ich kenne diese Selbstvorwürfe nur zu genau. Letztendlich bringen diese Fragen aber nichts. Du musst unbedingt damit aufhören Dir diese Vorwürfe zu machen. Es bringt das Kaninchen nicht zurück. Du solltest jetzt wirklich damit abschließen und nach vorne schauen.

Valentina 29.12.2013 21:40

Cybeth.... Es ist deine Entscheidung, ob du nun noch Monatelang dir diese Vorwürfe machst...
Aber sind wir mal ehrlich. Letzlich weißt du nicht zu 100% woran er gestorben ist. Vielleicht hat das Schicksal auch einfach so entschieden. Vielleicht ist es für das Kaninchen besser gewesen.

Auch wenn die anderen Weißlinge keine Symptome zeigen, ist das kein Garant dafür, dass dein Kaninchen an Kokzidien gestorben ist.
Früher oder später trifft es leider nunmal jeden Chaplin.... Dagegen ist der Mensch machtlos!

hasis2011 29.12.2013 21:41

Abwarten, wie alt die werden. Der Chaplin von EmsFan zeigte auch keinerlei Auffälligkeiten, dann lag er einfach so tot da.

Du kannst dich jetzt noch ewig selber fertig machen, oder nach vorne sehen, ich bin immer noch der Meinung, das es auch mit seinem Gendefekt zu tun hatte, er hatte von Anfang an keine guten Karten...:nonod:

hasis2011 29.12.2013 22:18

Natürlich verstehen wir dich.

Ich hab bis jetzt alle meine schon toten Kaninchen einschläfern lassen müssen, diese Entscheidung treffen zu müssen, über Leben und Tod entscheiden zu müssen, ist die Hölle, die Gedanken, ob man richtig oder falsch gehandelt hat, wird man nie los...mein sehnlichster Wunsch ist es, das meine Kaninchen irgendwann einfach tot daliegen und mir so diese Entscheidung abnehmen...klingt vielleicht grausam, aber es wäre für mich eine "Erleichterung", weil ich nicht mehr über Leben und Tod entscheiden müsste.:frown2:

Und trotz alledem sehe ich nach vorne, lasse nicht zu, das mich diese Gedanken fertig machen, und was mir dabei immer sehr geholfen hat, waren meine verbliebenen Kaninchen und ein neues Kaninchen, das kurze Zeit darauf eingezogen und immer etwas ganz Besonderes war und ist...als hätte es der Himmel geschickt.:wink5:

Muckelbande 30.12.2013 21:36

Sieht aus wie eine Menge Blinddarmkot

marinahexe 30.12.2013 22:37

Aktuell suchen 12 Thüringer-Kaninchen (Gewicht 3,5 - 4,25 kg) ein neues Zuhause (Zuchtauflösung). Was bis zum 05.01. nicht weg ist, wird geschlachtet.:mad:

Zitat:

Es handelt sich um 12 Thüringer, alle März 13 geboren. Geschlechteraufteilung weiss ich heute
Die Zucht wird aufgelöst und der Bestand am 5.01 geschlachtet, alles was noch da ist
Eine Anwohnerin kümmert sich um die Tiere und bringt nächstes we schon welche nach NRW. Sie beteiligt sich auch an den Kastrationen und kann auch dort unten schon welche kastrieren, sofern Plätze vorhanden sind
. Sie würde sie auch bringen
Heute bekomme ich auch Fotos voraussichtlich

Ein paar Plätze hat Sandra zugesichert, aber alle 12 gehen nicht
Wäre das was? Oder willst Du lieber eine andere Rasse?

marinahexe 30.12.2013 23:35

Schau hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Th%C3%BCringer_%28Kaninchenrasse%29

oder in mein Profil. Der Widder, den Du dort siehst (Lou) ist auch ein Thüringer-Widder, allerdings ein Zwergwidder. Die gibt's auch mit Steh-Ohren. Wieviel bringt denn Dein Weibchen auf die Waage? Im Prinzip spielt der Größenunterschied keine Rolle. Einige hier halten Riesen und Zwerge zusammen.

Oder hier:
http://www.kaninchenschutzforum.de/showthread.php?t=99126

http://www.kaninchenschutzforum.de/showthread.php?t=102552

http://www.kaninchenschutzforum.de/showthread.php?t=102067

april 31.12.2013 05:20

Zitat:

Zitat von Cybeth46 (Beitrag 593651)
Welche Rasse sind Thüringer-Kaninchen? Passen die überhaupt zu meinem Stallhasen Mädchen?

Ja, die passen. Kaninchen ist die Rasse herzlich egal. Hauptsache Kaninchen.

hasis2011 02.01.2014 18:59

Hast du Kot von 3 aufeinanderfolgenden Tagen gesammelt? Kokzidien werden nicht immer ausgeschieden, deshalb frage ich.

hasis2011 02.01.2014 19:12

Es kann schon sein, das sie keine Kokzidien hat, das hat meines Wissens auch was mit dem Immunsystem zu tun, wenn das gut funktioniert, steckt sie sich nicht an.

Keks3006 03.01.2014 01:00

Mach dich nicht so verrückt. Wenn keine Kokzidien da waren, waren keine da. Symptome zeigt sie auch nicht. In meinen Augen steht einem neuen Partner nichts im Wege.

Nicht nur Medikamente helfen gegen Parasiten, auch verschiedene Futtermittel tun es und ein gutes Immunsystem eben auch.

Du weißt auch nicht, ob dein Chaplin überhaupt noch Kokzidien hatte, als er starb. Vielleicht hat die Behandlung ja doch angeschlagen und er starb einfach "nur" an seinem veränderten Darm durch das Megacolon. Vielleicht ist bei dir schon länger alles kokzidienfrei.

Und was das hoch ansteckend betrifft - es gibt Leute, die schrubben und desinfizieren und dampfreinigen und kochen alles ab, täglich, und werden die Kokzidien einfach nicht los; und es gibt Leute, die desinfizieren gar nichts, sondern fegen bloß normal durch, und sie haben trotzdem nach einmaliger Behandlung keine Kokis mehr im Bestand. Man kann das nicht pauschalisieren.

april 03.01.2014 06:46

Liebe Cybeth, Du sagst, man müsse das alles vernünftig aufarbeiten - dann tu das bitte auch mal. Was Du nämlich hier veranstaltest, ist alles andere als vernünftig, das ist überspannt.
Hör auf, Phantome zu jagen und beobachte lieber das Kaninchen, das noch lebt. Lerne über Kaninchen und such Dir einen Tierarzt, der etwas von Kaninchen versteht.


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 21:24 Uhr.



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