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Aradia 17.11.2013 00:36

Weiß langsam nicht mehr weiter
 
Hallo ihr Lieben,

ich wüsste gerne ob ihr mir vielleicht weiterhelfen könnt oder so etwas ähnliches schon mal hattet.
Mein Kaninchen, weiblich, im Dezember wird sie 2 Jahre alt, ist seit knapp einem halben Jahr unfassbar aggressiv. Um es gleich vorweg zu sagen: Sie hat genügend Auslauf und auch einen Partner (gehabt).
Ich weiß gar nicht wann es angefangen hat, wir hatte sie erfolgreich mit einem Männchen vergesellschaftet und knapp 3 Monate waren die beiden ein Herz und eine Seele. Dann irgendwann ist mir an dem Kleinen aufgefallen, dass er am Po und im Nacken kaum noch Haare hat und an verschiedenen Stellen blutete. Außerdem ging nachts richtig die Post ab.
Als es dann ganz schlimm wurde, bin ich mit ihr zum Tierarzt, aus Angst dass sie den Kleineren irgendwan noch in Rage tot beisst. Der Tierarzt riet mir zu einer Sterilisation, was wir dann auch haben machen lassen und es war definitiv die richtige Entscheidung, denn der Tierarzt konnte ihren gesamten Uterus nur in Fetzen rausholen, Eileiter und Eierstöcke waren komplett durchlöchert und zerfetzt. In der Hoffnung dass jetzt alles wieder gut wird, haben wir sie nachdem alles überstanden und verheilt war, wieder vergesellschaftet. Bzw es versucht. Sie ist dermaßen ausgerastet, hat ihn schreiend und grunzend und beissend durch den Bereich gejagt, dass wir es nach zwei Stunden wieder abgebrochen haben.
Sowas habe ich wirklich noch nie gesehen und sie hatte sich auch richtig schlimm in ihm verbissen.
Es ist auch seit einem halben Jahr so, dass sie irgendwie ständig gestresst aussieht und mich und meine Mitbewohnerin kaum mehr in ihre Nähe lässt. Ihr frisches Futter zu geben ist mitlerweile eine Tortur, man muss sie richtig ablenken, da sie knurrend und grunzend sich aufrichtet und alles anfällt was ihr in die Quere kommt. Mich und meine Mitbewohnerin hat sie letztens ebenfalls blutig gebissen.
Ich weiß nicht mehr was ich tun soll. Könnt ihr euch das erklären?
Als ich sie vor einem Jahr bekam, war alles in Ordnung, wir haben nichts verändert und gehofft, dass es durch die OP besser wird, aber nichts ist passiert.

hasis2011 17.11.2013 00:47

Wie viel Platz hat sie denn dauerhaft?
Sicher, das sie ansonsten gesund ist? Und der Rammler, ist er gesund? Das würde ich als allererstes abklären lassen, bei Beiden.

Meist hat so ein Verhalten entweder mit großen Schmerzen oder Platzmangel zu tun.

Aradia 17.11.2013 00:49

Ja, sie hatten beide 20 Quadratmeter, das gesamte Wohnzimmer in dem sie toben können. Der Kleine ist momentan bei mir, weil ich wirklich Angst um ihn habe. Er ist auch nur so die Hälfte groß von ihr und so devot, der würde sich nicht mal gegen nen Stock auflehnen.
Sind auch beide durchgecheckt und gesund. Mein TA weiß wirklich selbst nicht mehr weiter, was wir mit ihr anstellen sollen :(

marinahexe 17.11.2013 00:51

Du schreibst, sie ist sterilisiert worden (welcher TA macht denn sowas?:confused:). D.h. die Gebärmutter müsste noch vorhanden sein. Diese würde ich per Ultraschall untersuchen lassen. Bin mir ziemlich sicher, dass da die Ursache liegt. Wo gehst Du zum TA?

hasis2011 17.11.2013 00:56

Zitat:

Zitat von marinahexe (Beitrag 580454)
Du schreibst, sie ist sterilisiert worden (welcher TA macht denn sowas?:confused:). D.h. die Gebärmutter müsste noch vorhanden sein. Diese würde ich per Ultraschall untersuchen lassen. Bin mir ziemlich sicher, dass da die Ursache liegt. Wo gehst Du zum TA?

Sie hat geschrieben das der TA die Gebärmutter rausgeholt hat.;)

Aradia, wurden die Eierstöcke auch entfernt? Seltsam klingt, das die Gebärmutter und die Eierstöcke "zerfetzt" waren, wie kommt das?:confused: Hat sie vielleicht dahingehend noch Probleme, ein Tumor, der gestreut hat oder so? Wurden in dem Bereich weitere Untersuchungen gemacht?

Aradia 17.11.2013 01:00

Der TA wollte eigentlich bei der Kastration nur das machen, was auch nötig war. Aber als ich sie dann abgeholt habe, hatte er mir direkt gesagt, dass er sie einmal "ausräumen" musste, da ihr ganzes System im inneren zerfetzt war. Woher das kam wissen wir beide nicht, aber er meinte sie hatte einen dermaßen gestörten Hormonhaushalt, dass sich das durch die Entfernung dieser Fetzen nun eigentlich hätte bereinigen sollen.
Sie war auch zur Nachkontrolle inklusive Uktraschall und allem da, aber da ist soweit auch alles in Ordnung :(
Sie tut mir so Leid, ich will ja nur dass es ihr wieder gut geht, aber gleichzeitig bekomm ich langsam wirklich selber Angst vor ihr...

marinahexe 17.11.2013 01:14

Wenn Du nicht bei Dr. Lazarz in Behandlung bist würde ich Dir dringend raten, dort einen Termin zu machen. Er ist auf Kleine Heimtiere spezialisiert und der Beste hier im Umkreis. Im Moment hat er allerdings Urlaub.

http://www.vet-dent-lazarz.de/index3.htm

Aradia 17.11.2013 01:18

Danke für den Tipp!
Ich bin bei Doktor Krebber und bisher eigentlich auch immer sehr zufrieden gewesen, da er auch auf Kleintiere spezialisiert ist :)
WÜstest du denn was das ansonsten noch sein kann?

marinahexe 17.11.2013 01:30

Das aggressive Verhalten deutet für mich auf Schmerzen hin. So macht sich jedenfalls mein Zahnnin bemerkbar, wenn die Zähne gekürzt werden müssen. Er knurrt mich allerdings nur an. Da die Gebärmutter und Eierstöcke entfernt wurden, vermute ich, dass da noch irgendwas ist. Vielleicht ist nicht alles entfernt worden, eine Entzündung oder ein Tumor. Sind alles nur Spekulationen, aber da würde ich anfangen zu suchen. Mich würde auch sehr interessieren, wieso die Gebärmutter so zerfetzt waren. Vielleicht ist auch ein anderes Organ betroffen?

Aradia 17.11.2013 01:48

Hm, das kan ich dir wirklich auch nicht sagen. Er meinte halt als er die rausnehmen wollte, sind sie richtig porös zerfallen :(
Der TA meinte er hat sowas auch noch nicht gesehen.
Ich weiß zwar nicht ob es an Stress liegen kann oder sowas, aber ich habe meine Kleine damals aus einem Haushalt geholt, in dem sie Tag ein Tag aus in nem Käfig geblieben ist und alleine. Außerdem sind Tag und Nacht mehrere Katzen um ihren kleinen Käfig geschlichen und haben auch oben drauf gesessen. Und sehr kleine Kinder, die sie ständig betüdelt haben etc.
Hatte aber auch das Gefühl, als sie dann bei mir in nem Auslauf war, dass ihr das richtig gut getan hat und sie endlich ein bisschen Ruhe hatte.

pugandbunnys 17.11.2013 12:05

Für mich hört sich das ziemlich ungesund an.. Ich kenne es von ausgedienten Zuchthündinnen, welche kastriert werden, dass die Gebärmutter porös und löchrig wirkt. Das kommt also wahrscheinlich durch einen "hohen Benutzungsgrad", bei Kaninchen sind Scheinschwangerschaften ja auch sehr verbreitet, hatte sie damit vllt viel zu tun? Was mich aber wundert sidn die Gewebefetzen die anscheinend überall im Kaninchen verstreut waren..
Bei so seltsamen Dingen würde ich weitere Diagnostik machen z.B. ein Blutbild samt Organprofil. Es könnte so festgestellt werden ob andere Organe auch nicht richtig funktionieren und ob z.B. ob eine Entzündung vorliegt. Auch andere Krankheiten könnten durch ein Blutbild herausgefunden werden..
Hat der Arzt bei der Op wirklich nur die Fetzten entfernt oder auch die gesamten Organe untersucht so wie es bei einer Probelaparatomi gemacht würde?

LG

Katharina P. 17.11.2013 20:54

Neben dem Tierarztwechsel und genauer Diagnostik könntest du es auch noch mit Homöopathie probieren. Diese zeigt auch gute Resultate

Lupine 17.11.2013 21:07

Zitat:

Zitat von Katharina P. (Beitrag 580727)
Neben dem Tierarztwechsel und genauer Diagnostik könntest du es auch noch mit Homöopathie probieren. Diese zeigt auch gute Resultate

Das würde ich nicht neben, sondern nach Tierarztwechsel und genauer Diagnostik empfehlen. Aufgrund des Verhaltens und der bisherigen gesundheitlichen Auffälligkeiten muss sicherheitshalber eine schulmedizinisch behandlungsbedürftige Erkrankung zuerst ausgeschlossen werden. Danach kann man dann schauen ob man noch homöopathisch unterstützen kann.

Katharina P. 18.11.2013 08:33

Zitat:

Zitat von Lupine (Beitrag 580732)
Das würde ich nicht neben, sondern nach Tierarztwechsel und genauer Diagnostik empfehlen. Aufgrund des Verhaltens und der bisherigen gesundheitlichen Auffälligkeiten muss sicherheitshalber eine schulmedizinisch behandlungsbedürftige Erkrankung zuerst ausgeschlossen werden. Danach kann man dann schauen ob man noch homöopathisch unterstützen kann.

Das war auch gemeint. Es ist möglich dieses zu kombinieren

Pinkie 18.11.2013 09:38

Zitat:

Zitat von Lupine (Beitrag 580732)
Das würde ich nicht neben, sondern nach Tierarztwechsel und genauer Diagnostik empfehlen. Aufgrund des Verhaltens und der bisherigen gesundheitlichen Auffälligkeiten muss sicherheitshalber eine schulmedizinisch behandlungsbedürftige Erkrankung zuerst ausgeschlossen werden. Danach kann man dann schauen ob man noch homöopathisch unterstützen kann.

Eine homöopathische Behandlung ist nicht von der Diagnose des TA abhängig.
Allerdings sollten TA und THP über die jeweils andere Behandlung in Kentniss gesetzt sein.

Lupine 18.11.2013 10:44

Natürlich ist sie das nicht, Pinkie. Der Homöopath diagnostiziert anders als der Schulmediziner.

Aber der Homöopath hat bestimmte Diagnosemöglichkeiten (wie Ultraschall zum Beispiel) einfach nicht, und hier stehen möglicherweise Gesundheitsprobleme im Raum die der Homöopath nicht lösen kann, wie z. B. stark schmerzhafte Verklebungen im Bauchraum.

Deshalb die Reihenfolge: erst schulmedizinisch gründlich abklären lassen ob eine solche Ursache hinter dem Verhalten steckt - gegebenenfalls eine entsprechende Behandlung einleiten - und danach schauen, wie die Homöopathie helfen kann.

Denn wenn wirklich starke Schmerzen hinter dem Verhalten stehen, ist es absolut unverantwortlich Zeit verstreichen zu lassen bei einem homöopathischen Behandlungsversuch in dem Wissen, dass Globuli keine Verklebung lösen können.

Teekannenloser 18.11.2013 11:17

Ich würde es auch erst von einem anderen TA komplett abklären lassen. Anschließend finde ich die Idee vom Heilpraktiker aber auch nicht schlecht. Vielleicht kann man wenn es wirklich nicht an Organen liegt auch was mit Akkupunktur (ich weiß nicht gibt es sowas für Tiere?) machen. Ich habe bei mir gute Erfahrungen damit gemacht auch was eingeklemmte Nerven oder sowas angeht.

Pinkie 18.11.2013 11:20

Zitat:

Zitat von Teekannenloser (Beitrag 580868)
Ich würde es auch erst von einem anderen TA komplett abklären lassen. Anschließend finde ich die Idee vom Heilpraktiker aber auch nicht schlecht. Vielleicht kann man wenn es wirklich nicht an Organen liegt auch was mit Akkupunktur (ich weiß nicht gibt es sowas für Tiere?) machen. Ich habe bei mir gute Erfahrungen damit gemacht auch was eingeklemmte Nerven oder sowas angeht.


Ja , es gibt auch Akupunktur bei Tieren/Kaninchen. Meinem Mädel hat das super gut getan!

Teekannenloser 18.11.2013 11:30

Dachte ich mir schon. Super! Wenn es wirklich nichts organisches oder anderweitig medizinisches ist. Ist das auf jeden fall einen Versuch wert. Ich drück der Fellnase und dir die Daumen dass sich schnell wieder alles normalisiert.

Aradia 29.11.2013 22:08

Also ich werde mit ihr nächste woche auf jeden Fall mal zu dem von euch empfohlenen Tierarzt gehen.
Was vielleicht auch noch helfen könnte: Die Kleine hatte immer wieder Probleme mit Scheinschwangerschaften weswegen es auch eine Entscheidung war sie kastrieren zu lassen. Seitdem hat sie sich auch nicht mehr mit Klein Emil verstanden.


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 16:02 Uhr.



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