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Plötzlicher Tod - Atemnot - unfassbar auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von melluca
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 19.12.2010
Beiträge: 65
melluca befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 26.09.2013, 09:41

Plötzlicher Tod - Atemnot - unfassbar


Hallo zusammen,

wir sind momentan am Boden zerstört.
Wir haben vorgestern unsere Flauschi verloren. Sie war noch keine drei Jahre alt.
Wir haben damals eine Zweiergruppe gekauft und sie hinterher mit den anderen wochenlang vergesellschaftet. Aber letztendlich hat es funktioniert. Sie war unser Sonnenschein. Alle leben draußen auf unserem Balkon. Wir bauen momentan ein Haus. Wo wir ein großes Gehege geplant haben und unser Schnuppi hat im März diesen Jahres E.c. bekommen und sollte eingeschläfert werden. Wir haben fast 10 Wochen gekämpft und die Hölle durchlebt. Aber wir haben es geschafft trotz bleibender Kopfschiefhaltung. Sie waren eine so tolle Gruppe.
Momentan kommt bei uns alles zusammen, der Hausbau geht dem Ende zu und wir körperlich und moralisch auch. Es lief alles schief was schief laufen kann. Nur Stress. Unser Sohn hat sich nun das Bein gebrochen und mich hat es vor einer Woche umgehauen, sodass ich mit Grippe im Bett liege.
Ich bin also zu Hause. Diese Woche war schönes Wetter. Mein Mann kommt in der Mittagspause immer nach Hause und macht die bunnys ins Freigehege wenn das Wetter stimmt. Sowie auch am Montag.
In der Nähe des Freigeheges steht ein Kirschlorbeerstrauch. Diese werfen im Spätjahr wohl ihre Beeren ab die giftig sind, wie wir gelesen haben. Jedoch standen sie in dieser Umgebung die ganzen drei Jahre. Wieso sollte sie gerade jetzt von diesen Beeren genascht habe ( das ist eine Theorie).
Jedenfalls - Montag abend - gab ich das Fressen in den Stall. Unsere Flauschi kam nicht gleich nach oben gerast, wo ich noch dachte - hört sie schlecht.....hab extra am Teller geklingelt. Sie blieb unten sitzen. Also reichte ich ihr drei Kohlrabiblätter, die sie dankend annahm und fraß. Ich dachte....."kleiner Faulpelz".
Dienstag morgen.
mein Mann hat das fressen gegeben, nichts unauffälliges bemerkt.
Später ca. 10 Uhr (da ich zu Hause war) habe ich nach ihnen geschaut. Ein zwei Kringel verteilt (eig. Gesundheitscheck) - Flauschi nahm nur zögerlich, aber nahm ihn. Im Nachhinein denke ich, hätte ich es verdammt nochmal merken müssen.
Ich dachte sie sind müde. Morgens sind sie das oft. Wir sind ja auch tagsüber sonst nicht da. Jedenfalls nahm ich mir vor mittags nochmal nach ihnen zu sehn. Um 14 Uhr (ich war gerade mit meinem Sohn an den Hausaufgaben) ging ich an den Stall. Flauschi war da, aber jetzt sah ich das was nicht stimmte. Sie atmete durch den Mund. Ich rief sofort meine Tierärztin auf dem Notfalltelefon an. Sie sei gerade auf dem Weg nach Freiburg und die andere Tierärztin kommt erst um vier. Wenn ich denke dass ich nicht mehr warten kann solle ich woanders hin.
Mein Man angerufen - Was soll ich machen.
Wir hatten vorher einen anderen Tierarzt, der eines unserer Nins einen großen Eiterabszess erfolgreich operiert hat, sie aber auch erst einschläfern wollte. Und unseren E.c. Schnuppi wollte er auch einschläfern, deshalb sind wir weg.
In meiner Not wusste ich nicht was tun. Mein Sohn schrie schon, weil er wusste jetzt wird es wieder ernst. Da dies schon das dritte mal war, dass wir so eine Notsituation hatten. Ich nahm Flauschi auf den Arm und sie war eigentlich wie immer nur dass sie durch den Mund atmete und nicht so zapelig war. Ich setzte sie in das Kistchen und beobachtete Sie während ich andere Nummern von anderen Tierärzten raussuchte. Sie legte sich hin und schaute uns an. Dann setzte sie sich und machte männchen um aus der Kiste rauszukommen.
Boahhh ich muss schon wieder heulen.
Unser Sohn schrie....geh jetzt zum Tierarzt....schnell.
ich überlegten noch eine Minute, dann ging ich doch. Zum alten Tierarzt, weil die immer da sind. Ich rief schnell vorher an - sie meinte, ich solle kommen, sie schaut es sich mal an.

Flauschi war im Kistchen recht ruhig. Hat sich hingesetzt, wieder hingelegt.
Als ich da war ca.7 min Autofahrt.
Stand ich vor der Tür. In dem moment legte sie sich lang, ich klingelte sturm.
Ich sah wie sie sich windete und sie stand noch nicht auf dem Tisch, da drehte sie sich und schrie. Die Tierärztin schrie - Sauerstoff......der Tierarzt stand da als wüsste er nicht was tun.
Wie lange hat sie das schon? (seit heute)
Sind sie sicher dass es Kirschlorbeeren gefressen hat (nein ganz und gar nicht)
Und dann hebte er mir die Kiste hin - während ich bitterlich geweint hab und kurz vorm Zusammenbruch war. Ich schrie ihn an "SCHNELL !!!!!"
Flauschi bewegte sich nicht mehr. ich wusste nicht ob sie schon tot war. Ich rannte nur noch die Tür raus und schrie. Ich schrie wie wenn ich ein kleines Kind wäre. Mein Mann rief an...ich konnte nur schreien. Im Auto schrie ich weiter......es kam einfach so aus mir heraus.

Ich musste zurück zu meinem Sohn.
Ich habe Flauschi zurückgelassen. Sie rannten mit ihr weg und meinten, sie rufen mich an.
Ich wusste dass es nix gutes heißt.
Zuhause angekommen, hat das Kind nen halben Nervenzusammenbruch - die Mutter und mein Mann am Telefon ebenfalls.
Ich bekam keine Info vom Tierarzt. Traute mich aber nicht anzurufen.
Eine halbe Std. dann rief mein Mann an.
Ich saß gerade im Stall bei den anderen. Ich werde diesen Moment niemals vergessen, als auf einmal mein Mann von hinten kommt (mit dem ich überhaupt nicht gerechnet hatte) - mich umarmt und sagt - sie ist tot.

Ich glaube die ganze Nachbarschaft hat meine Schreie gehört - aber es ging nicht mehr. Wir hielten uns nur noch in den Armen.
Wir holten sie ab.
Sie lag mit offenen Augen in ihrem Kistchen uns schaute uns an. Sie war leer. Da war keine Flauschi mehr.
Wir bereiteten die Beerdigung an unserem Haus vor.
Vorher gingen wir nochmal mit ihr nach Hause damit die anderen zwei sich verabschieden konnten.

Danach beerdigten wir sie.
Seit diesem Tag fragen wir uns warum?
Wieso so schnell?
Wieso haben wir es nicht gemerkt?
Was haben wir nicht wahrgenommen?

mein Man noch schlimmer als ich. Er kommt überhaupt nicht damit klar.

Generell mit Tod. Aber das war sein Baby....und er gibt uns die schuld. Mir weil ich zum Tierarzt gefahren bin, sie zu dem gebracht habe, der ihr dann die Spritze gab, weil sie angeblich Lungenversagen hatte. Weil ich sie alleine gelassen habe. Weil ich tagsüber hätte schneller reagieren müssen.

Er - weil er morgens nur kurz das fressen reingestellt hat und er nicht gemerkt hat dass was nicht stimmt. Weil er nicht gekommen ist, als ich ihn angerufen habe, dass etwas nicht in Ordnung ist.

Oder ob sie doch von den Beeren genascht hat (hat sie aber nicht - die anderen ja auch nicht) und warum er das Freigehege nicht ein klein wenig weggerückt hat.

Es sind so viele Fragen. So viele Vorwürfe....so unendlicher Schmerz - Wut - Trauer.
jetzt haben wir im März eine solch wahnsinnige Krankheit überstanden mit Schnuppi und unsere Flauschi muss innerhalb von einem Tag von uns gehn.

Der Tierarzt meinte, sie hat nicht mehr lange gelebt. Weil sie keine Luft mehr bekommen hat, dann hat er ihr die Spritze gegeben. ich bin mir sicher, dass er gar nichts mehr gemacht hat. Sonst hätte er sie mir doch nicht noch so vor die Nase gehalten im Körbchen und wäre gleich losgesprintet.
ich verstehe das alles nicht.

Sie fehlt uns so.
Die Frage nach dem Warum und was hätten wir nur tun können frisst uns auf. Mein Mann macht mir dauernd Vorwürfe, weil er den Schmerz nicht erträgt, dabei ertrage ich es doch selbst nicht.

Kennt das jemand, so plötzliche Atemnot? Hätte ich sie nur niemals zu dem Tierarzt gebracht, dann hätte sie sich nicht aufgeregt und würde viell. noch leben. Oder sie wäre zu hause vor unserem Sohn erstickt - ich habe keine Ahnung. Aber das Hirn rattert und rattert und rattert.

Es wäre schön, wenn jemand von euch berichten könnte, ob ihr sowas kennt?
Man muss dazu sagen. Unser Flauschi kam schon krank in unsere Familie. Sie hatte schon als Baby ganz schlimmen Schnupfen. Und wir haben mit Medikamenten probiert was nur möglich war. Letztendlich haben wir sie mit frischen Kräutern, Globuli und ganz viel Liebe und Pflege Schnupfenfrei bekommen. Sie hatte nie wieder was. Aber vielleicht ihre Lunge?
Wobei die Tierärztin beim Check immer abgehört hat und sagte dass alles ok sei.

Es sind so viele Fragen.......aber keine einzige davon bringt uns unseren Sonnenschein zurück.

Wir sind unendlich traurig



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