Kaninchenforum - Das Kaninchen Forum Online

Kaninchenforum - Das Kaninchen Forum Online (https://www.kaninchenforum.de/)
-   Kaninchenkrankheiten & Gesundheit (https://www.kaninchenforum.de/kaninchenkrankheiten-gesundheit/)
-   -   Myxomatosewarnung in Bochum (https://www.kaninchenforum.de/kaninchenkrankheiten-gesundheit/29593-myxomatosewarnung-bochum.html)

Jinro 19.08.2013 17:19

Zitat:

Zitat von mausefusses (Beitrag 548373)
Da gebe ich Dir Recht das es besser wäre wenn es meldepflichtig wäre.
Ganz wertlos finde ich sie jedoch trotzdem nicht denn wenn ich bekanntermaßen in einem RHD oder Myxogebiet wohne kann ich das mit der Karte auf jeden Fall feststellen.

Ja, das sagt die Karte ja auch direkt aus. Ich sprach nur von Interpretationsmöglichkeiten. Mehr als platt sagen: hier gabs im angegebenen Zeitraum Myxo/RHD geht eben nicht.

sporty 19.08.2013 20:14

der tierarzt bei dem ich vorher war hat auch nie rechnungen ausgestellt. bei dem einen wo ich jetzt bin wird immer die rechnung ausgestellt und bei der andern praxis (wo sie geimpft werden weils da einen impftag gibt , 20 € pro tier) wird gefragt ob ich eine haben möchte oder nicht. meine wurden damals geimpft und nach 4 wochen nochmal "nach geimpft" und laut tierärztin können nur die tiere mit dem neuen impfstoff geimpft werden die vorher noch keine impfungen hatten.

Luke 20.08.2013 16:19

@sporty: So habe ich auch gehört. Nur Neuimpflinge erhalten diese neue Impfung . Alle anderen erhalten den alten Impfstoff.
LG

april 20.08.2013 16:25

Zitat:

Zitat von Luke (Beitrag 548186)
Ich finde es aber verantwortungslos Tiere gar nicht impfen zu lassen.

Finde ich jetzt gar nicht. In der Schweiz z.B. ist die Impfung verboten.

gerti 20.08.2013 16:37

Zitat:

Zitat von april (Beitrag 548743)
Finde ich jetzt gar nicht. In der Schweiz z.B. ist die Impfung verboten.

Das finde ich jetzt aber richtig interressant! Weißt Du warum?

Jinro 20.08.2013 16:43

Weil man in einer direkten Demokratie mit weniger Aufwand Lobby betreiben kann. Die Kaninchenzüchter und Labortierhalter hatten schlicht was dagegen, weil das eben kostet.

Quelle:[url=http://www.bvet.admin.ch/ivi/01739/01742/01746/01801/index.html?lang=de]BVET - Myxomatose[/url]

april 20.08.2013 16:54

Wobei in der Schweiz ein Fall von Myxo dazu führt, dass der gesamte Bestand vernichtet werden muss. Die Züchter glauben also offenbar, das auch ohne Impfung sehr gut unter Kontrolle zu haben. Und wenn man bedenkt, dass es hier nicht viele Myxo-Fälle gibt, dann scheinen sie Recht zu haben.

Jinro 20.08.2013 16:58

Ausbreitung durch Keulen stoppen ist ja auch bei anderen Tierseuchen das Mittel der Wahl. Ineffektiv ist das natürlich nicht.

april 20.08.2013 18:17

Zitat:

Zitat von Jinro (Beitrag 548748)
Ausbreitung durch Keulen stoppen ist ja auch bei anderen Tierseuchen das Mittel der Wahl. Ineffektiv ist das natürlich nicht.

Die Vernichtungsmassnahmen sind aber eher nicht durch die Züchter motiviert - das anschliessende Haltungsverbot für mehrere Jahre wohl auch nicht. Keulen ist in der Schweiz nicht üblich.

Wobei mir einfällt: Der Lobbyaufwand ist eigentlich in der direkten Demokratie nicht geringer als in einer parlamentarischen Demokratie, weil die Anzahl Personen, die überzeugt werden müssen, im Zweifel in der parlamentarischen Demokratie viel kleiner ist. So ein Zulassungsverfahren hat aber mit der spezifischen Demokratieform weniger zu tun, da wird der Lobbyaufwand mit der Behördengrösse zusammen hängen.

Jinro 20.08.2013 18:21

Nein das Keulen meinteich auch nicht, aber "Der Entscheid keinen Impfstoff zu registrieren und zuzulassen, basierte auf dem Einfluss von organisierten Kaninchenzüchtern." ist natürlich ein schöner Satz auf einer offiziellen Regierungshomepage.

april 20.08.2013 20:16

Das nennt man Transparenz - die Zusammenhänge sind in Deutschland ja die gleichen, nur steht es nirgendwo. Im ersten Satz schreiben sie, dass die ganze Impferei nur etwas bringt, wenn sie für die Zuchtbestände Pflicht wird. (Mit solchen Pflichten tut sich der Schweizer an sich schon schwer). Das muss man im Zusammenhang sehen.

Mir gefällt der Satz besser "Falls im Heimtierbereich, wo Einzeltiere gehalten werden, ein Interesse an einer Impfung besteht, kann das IVI auf die Entscheidung zurückkommen." - was nur bedeutet, dass es für den Heimtierbereich nicht in Stein gemeisselt ist, falls Interesse bestünde. So ein Interesse kann ich mir allerdings nicht vorstellen.

Natie 05.09.2013 12:35

Muss den Thread noch einmal hervorkramen weil ich echt besorgt und verunsichert bin.

Hab vorhin mit meiner Tierarztpraxis telefoniert, bei uns in Essen/Rund um Zeche Zollverein, gab es in der letzten Woche einen Myxofall :( - das Nin wurde ca April/Mai mit dem neuen Impfstoff geimpft.
Eine Meldung an den Hersteller des Impfstoffes (Novibac) ist erfolgt.
Die letzten 2 Jahre habe es in der BRD kaum Myxofälle gegeben (auch in Risikogebieten), jetzt zum Herbst wird eine große Krankheitswelle erwartet (lt. Tierarzthelferin).

Mir gab sie den Tipp (wir haben viele Wildies in der Umgebung) überall Fliegengitter anzubringen und kein selbst gesammeltes Futter zu verfüttern.
Auch gekauftes Frischfutter sollte gründlich auf Insekteneier-/puppen-/larven untersucht werden.

Na toll, das mit dem Gemüse kaufen wird schon klappen, Wiese wurde zuletzt eh verschmäht ... aber das mit den Fliegengittern wird ein Problem werden ... :(

april 05.09.2013 12:43

Hast Du Aussenhaltung?
Und warum auf Insektenkrams untersuchen - ist doch ein Virus?
Ich hab den Verzicht auf Wiese immer für sehr weit hergeholt gehalten, weil der Virus eigentlich nur über einen Organisamus übertragen wird (meines Wissens), also Mücke oder Floh oder Zecke oder so etwas.

Kadda 05.09.2013 12:54

Hallo

ich muss hier jetzt auch mal was schreiben. Ich wohne auch nicht allzu weit vom Ruhrpott weg und seit einigen Wochen sind hier überall Kaninchen mit Myxomatose. Also ich bin mir sehr sicher, dass es Myxo ist. Die laufen sowohl auf meinen Pflückwiesen als auch bei uns im Garten rum :Yawn:
Das heißt, eigentlich laufen sie schon gar nicht mehr. Das sieht so so so furchtbar aus. Wenn ich eins sehe, könnte ich immer nur heulen und es geht mir einfach nicht aus dem Kopf. Sie sitzen oft nur noch da, können nicht mehr weg hüpfen und ringen nur noch nach Luft. Augen sind natürlich völlig zu geschwollen und blind. Die Tiere tun mir so furchtbar leid. Selbstverständlich sind meine geimpft, aber eine Ansteckung kann ich bei Außenhaltung ja nie ausschließen. Auf den Wiesen pflücke ich natürlich nicht mehr, aber das kann das Risiko auch nur leicht eindämmen.
Ich habe bereits das Vet-Amt, das Tierheim und den Kaninchenschutz informiert. Die haben dann auch noch mal versucht, das Vet-Amt zu informieren, mit genauso wenig Erfolg wie ich. Das ist einfach so schrecklich, ich weiß gar nicht was ich tun soll. Und es sind soooo viele! Am Besten fände ich, wenn einfach jemand käme und diese Tiere erlöst. Man kann richtig sehen, wie sie leiden und was sie für Schmerzen haben. Manchmal würde ic hmich am liebsten dazu setzen, damit sie beim sterben nicht so alleine sind. Aber damit würde ich die Ansteckungsgefahr für meine ja nur noch viel mehr erhöhen.
Habt ihr ne Ahnung, warum es dem Vet-Amt so pupsegal zu sein scheint. Aber nicht, weil diese Krankheit ja absichtlich von Menschen eingeführt wurde, um die Populationen zu verringern oder? :cuss:

april 05.09.2013 12:59

Ich würde sagen, das VetAmt ist gar nicht zuständig, man kann ja nicht sagen, ob es ihnen pupsegal wäre. Kein Auftrag, kein Budget - was sollen sie tun? Vielleicht ist das Ordnungsamt zuständig, oder die Jägerei. Oder sie sagen sich, dass es ganz natürlich endet.

Natie 05.09.2013 13:03

Zitat:

Zitat von april (Beitrag 554249)
Hast Du Aussenhaltung?
Und warum auf Insektenkrams untersuchen - ist doch ein Virus?
Ich hab den Verzicht auf Wiese immer für sehr weit hergeholt gehalten, weil der Virus eigentlich nur über einen Organisamus übertragen wird (meines Wissens), also Mücke oder Floh oder Zecke oder so etwas.

Nein, ich hab Innenhaltung.

"Vor dem Virus ist kein Tier sicher, denn er kann auf viele Arten übertragen werden. Durch blutsaugende Insekten wie Stechmücke und Kaninchenfloh wird es häufig übertragen, vor allem der Kaninchenfloh ist hier als Hauptüberträger zu nennen. Ebenso kann das Virus durch Milben, Zecken und Läuse übertragen werden. Eine Übertragung durch Futter ist ebenso möglich, vor allem gesammeltes Grünfutter steht in Verdacht das Virus zu übertragen. Fliegen können das Virus übertragen. Aber auch von Kaninchen zu Kaninchen oder von Mensch zu Kaninchen wird es übertragen. Auch andere Tiere können den Virus teilweise übertragen - auch wenn sie selbst nicht an dem Virus erkranken. Es ist also nicht möglich, sich vor dem Virus sicher zu schützen." (diebrain.de - [url]http://www.diebrain.de/k-myxo.html[/url])

Ich habe gehört, von infizierten Wildies "angesabberte" Wiese, könnte die Myxo auch übertragen werden. Weiß da jemand mehr zu? Wäre sehr dankbar wenn diese Info wiederlegt werden könnte ...

Hypothese:
Nunja, wenn Blutsaugende Insekten Myxo übertragen können, geben sie dann nicht schon den Virus an ihre Nachkommen weiter?
Wenn dann hier in der Wohnung die durch Futter eingeschleppten Insekten schlüpfen - haben wir den Salat :(
Bitte, bitte wiederlegt mir auch diese These!

Und selbst wenn es mit den Eiern etc. keine Probleme geben sollte, im Frischfutter (egal ob selbstgesammelte Wiese, Gemüse aus eigenem Anbau oder aus dem Supermarkt) findet man immer ein paar Insekten die möglicherweise bei infizierten Wildies Blut gesaugt haben - die man dann mit in die Wohnung bringt. Da bringt dann auch das Beste Fliegengitter nichts ...

Feli 05.09.2013 13:04

Hay Natie, ich weiß jetzt gar nicht genau:o, sind deine Nins geimpft?

Ich persönlich denke immer, wenn du dabei bist, bist du dabei, so schlimm es sich auch anhören mag! Aber meiner eigenen Meinung nach gibt es keinen 100%igen Schutz!

Kadda, ich denke, dass hier das Vet-Amt nicht viel machen kann (oder doch?)
Ich weiß jetzt nicht genau, wie es bei euch ist, aber bei uns würden die Tiere vom Jäger "erlöst" werden!

april 05.09.2013 13:08

Zitat:

Zitat von Natie (Beitrag 554258)
Nein, ich hab Innenhaltung.

"Vor dem Virus ist kein Tier sicher, denn er kann auf viele Arten übertragen werden. Durch blutsaugende Insekten wie Stechmücke und Kaninchenfloh wird es häufig übertragen, vor allem der Kaninchenfloh ist hier als Hauptüberträger zu nennen. Ebenso kann das Virus durch Milben, Zecken und Läuse übertragen werden. Eine Übertragung durch Futter ist ebenso möglich, vor allem gesammeltes Grünfutter steht in Verdacht das Virus zu übertragen. Fliegen können das Virus übertragen. Aber auch von Kaninchen zu Kaninchen oder von Mensch zu Kaninchen wird es übertragen. Auch andere Tiere können den Virus teilweise übertragen - auch wenn sie selbst nicht an dem Virus erkranken. Es ist also nicht möglich, sich vor dem Virus sicher zu schützen." (diebrain.de - [url=http://www.diebrain.de/k-myxo.html]Kaninchen INFO - Myxomatose[/url])

Wie gesagt - meines Wissens kann es nur durch blutsaugende Insekten übertragen werden, daher auch nur durch Fliegen, die beissen. Angesabberte Wiese alleine müsste mit Viren versetzt sein und auf Wunde im Mund des empfangenden Kaninchens treffen.

Zitat:

Zitat von Natie (Beitrag 554258)
Und selbst wenn es mit den Eiern etc. keine Probleme geben sollte, im Frischfutter (egal ob selbstgesammelte Wiese, Gemüse aus eigenem Anbau oder aus dem Supermarkt) findet man immer ein paar Insekten die möglicherweise bei infizierten Wildies Blut gesaugt haben - die man dann mit in die Wohnung bringt. Da bringt dann auch das Beste Fliegengitter nichts ...

Um diese Jahreszeit? Welche denn? Da sind aber fliegende Mücken allemal die grössere Sorge.

Natie 05.09.2013 13:09

Zitat:

Zitat von Feli (Beitrag 554259)
Hay Natie, ich weiß jetzt gar nicht genau:o, sind deine Nins geimpft?

Ich persönlich denke immer, wenn du dabei bist, bist du dabei, so schlimm es sich auch anhören mag! Aber meiner eigenen Meinung nach gibt es keinen 100%igen Schutz!

Kadda, ich denke, dass hier das Vet-Amt nicht viel machen kann (oder doch?)
Ich weiß jetzt nicht genau, wie es bei euch ist, aber bei uns würden die Tiere vom Jäger "erlöst" werden!

Ja, meine sind im April (Eugen im Juni) mit dem neuen Impfstoff geimpft worden.
Aber das Betroffene Tier in "meiner" Tierarztpraxis war ja auch geimpft ...
Ich weiß das geimpfte Tiere eine etwas höhere Chance haben zu überleben, trotzdem muss das nicht sein und ich versuche sie zu schützen.
Die 3 Kleinen sind Topfit und ich denke daher nicht so anfällig, aber Eugen ist immer noch geschwächt ...

Das mit den Fliegengittern werde ich hier (dank der Katzen) auch nicht verwirklicht bekommen...
"Hast Du Schexxe am Schuh, hast du Schexxe am Schuh!" trotzdem kann ich das nicht auch noch gebrauchen ...

Feli 05.09.2013 13:17

Aber mach Dich jetzt deswegen nicht verrückt.

Du kannst Sie nicht wirklich davor schützen, dazu müsstest du Sie in ein Quarantänezimmer ohne Fenster und Futter einsperren!


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 04:41 Uhr.



Search Engine Friendly URLs by vBSEO 3.6.0 PL2 ©2011, Crawlability, Inc.