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marinahexe 27.07.2013 21:15

Ich denke, die ganze Pflanze. Ich trockne im Moment auch auf Teufel komm raus. Schafgarbe und alles was etwas länger ist und einen dickeren Stängel hat, wird so auf 10cm Stücke geschnitten. Das trocknet dann schneller und ich kann das unter das Heu mischen.

Piccolini 27.07.2013 21:38

Ich trockne zur Zeit auch wie ein Weltmeister... den Wiesenbärenklau habe ich immer stehen lassen, weil ich ihn noch nicht als Futterpflanze kannte. Da hat sich nur ab und zu etwas ins Körbchen gemogelt. Seit heute ist das anders ;)

Ich bin immernoch total erstaunt, dass die Kaninchen in so einer schwierigen Situation dennoch instinktiv das Richtige tun. Man ist selbst so hilflos und vergisst das manchmal.

marinahexe 27.07.2013 23:01

Ja, und genau das ist der Grund, warum ich niemals sofort nach einer OP oder einer Aufgasung päppeln würde. Wenn wir Bauchschmerzen haben, essen wir auch nicht oder nur wenig. Das würde ich den Tieren auch zugestehen.

hasis2011 28.07.2013 14:49

Bei meiner Häsin wars genau so, sie hat Unmengen vom Bärenklau gefressen, ansonsten fast nichts. Sehr auffällig war, das sie in dieser Zeit keine Haferflocken, Sämereien, Apfelchips oder sonstige Leckerlies anrührte, grade sie, die normalerweise die Erste da ist wenns was gibt und sich gierig draufstürzt. Als sie die Leckerlies wieder gefressen hat, nach etwa 2 Wochen, wusste ich, das sie übern Berg ist.;)

Füttern kannst du vom Bärenklau die ganze Pflanze, nur die Wurzeln sollte man nicht füttern, fressen sie aber eh nicht.

marinahexe 28.07.2013 16:28

Schau mal hier rein:

http://www.heilkraeuter.de/lexikon/baerenklau.htm

Erstaunlich, wofür man den alles einsetzen kann!

Piccolini 28.07.2013 20:41

Tag 5:
Ich habe heute die erste große Stiege mit Bärenklau zum Trocknen aufgestellt. Ansonsten wurde noch massig frisch gepflückt, was die dicke Plüschkuh nachher bekommt. Heute morgen ist sie das erste Mal wieder an Haferflocken und Sonnenblumenkerne gegangen.
Als ich vom Garten zurück kam, hatte sie wieder einen Anfall...Loui stand ganz dicht bei ihr und hat ihr Gesicht geleckt, bis es wieder vorbei war.

Schneehäschen 28.07.2013 20:49

Ich finde das immer so rührend, wie die Kaninchenpartner, also Loui, sich so sehr um ihre Kranken kümmern. Damit ist ja auch schon einiges getan und der Grundstein für Besserung gesetzt...

Piccolini 28.07.2013 21:36

Man sieht, wie wichtig die Partnertiere für die Genesung sind.

Ich habe ein Problem...woran erkenne ich eigentlich, ob das Baytril anschlägt oder nicht? Ich meine, dass sich Rosalies Zustand nicht verschlechtert, er bleibt stabil - mehr nicht. Ich weiß, der Kampf ist lang... aber ich hätte diesbezüglich gern Eure Meinung.

Wuscheline 28.07.2013 21:44

Hat Rosalie denn schon öfters mal Baytril bekommen?

Piccolini 28.07.2013 22:26

Nach ihrer Kastration und jeweils ein paar Tage nach den Ohren-OPs.

Sie hatte vorhin wieder 2 Anfälle, die aber schneller vorbei gingen als die letzten...

Wuscheline 28.07.2013 22:28

Mh, wie man merkt ob es wirkt weiß ich nicht. Aber wenn Rosalie es schon öfters bekommen hat, kann es natürlich sein das es nicht richtig wirkt....

Piccolini 28.07.2013 22:31

Na mal sehen, was die anderen meinen ;).

saloiv 29.07.2013 00:47

Wegen des Antibiotikums...
Einfaches Baytril reicht völlig aus. Der Erreger sitzt zwar auch im Gehirn, allerdings lässt er sich durch die Behandlung und durch ein Antibiotikum sowieso nicht abtöten sondern nur zurück drängen. Das Antibiotikum wird nicht gegeben um den Erreger zu bekämpfen sondern um Sekundärinfektionen vorzubeugen (z.B. Niereninfektionen, die damit häufig einher gehen), also Erkrankungen, die durch E. Cunculi in Folge entstehen. Bei anderen gehirngängigen Antibiotika hast du daher keinen Vorteil aber einen großen Nachteil, denn sie sind deutlich schlechter verträglich. Andere Antibiotika sind noch etwas besser gehirngängig/liquorgängig (= Antibiotika, die die Blut-Gehirn-Schranke überwinden) als Baytril, dafür aber tausend mal schlechter verträglich. Ich behandel E. Cuniculi grundsätzlich mit Baytril und die Kaninchen bleiben dadurch in einem guten Allgemeinzustand und überstehen das Ganze gut. Mit anderen Antibiotika bauen sie oft ab und zeigen Unverträglichkeiten oder Verdauungsprobleme, das schwächt sie dann so, dass sie nicht mehr wirklich fit werden...

Kadda 29.07.2013 01:08

huhu,
also ich bin da ein bisschen der gleichen Meinung wie Hasis nur nicht so "radikal". Meine alte TÄ hat immer gesagt, nur Panacur, sonst nix! höchstens noch vitamin b. Also sie hatte generell immer was gegen ABs, weil sie das Immunsystem und den Darm schrotten (deshalb nimmst du ja BeneBac dazu, denke ich). Gegen Baytril spricht aus meiner Sicht, dass es ja echt gegen alles angewendet wird, weil es so gut verträglich ist im Vergleich zu andern ABs. Genau die Frage, die Wuscheline gestellt hat, wollte ich grad eigentlich auch noch stellen. Also mein Mikrobiologie Prof sagt, wenn ein Mensch ein Mal, höchstens zwei Mal ein bestimmtes AB bekommen hat, kann man es danach vergessen, dann ist man resistent. Obs auf Kaninchen auch zutrifft, weiß ich nicht, aber ich denke schon, denn es geht ja nicht um die Säugetierart sondern die Art der Bakterien. Kannst du generell versuchen, die Medikamentengabe so entspannt wie möglich zu gestalten? Frisst Rosalie aus der Hand? Gibts was besonders leckeres? Vielleicht kannst du das Panacur darauf geben und dann so lange da bleiben, bis sie es ganz gefuttert hat? Bei Bene Bac geht das auf jeden Fall richtig gut, weil es ja eine festere Konsistenz hat und nach Zucker schmeckt!

saloiv 29.07.2013 01:28

Den Stress reduzieren und die Verträglichkeit erhöhen kann man indem man es subkutan spritzt, das muss man sich allerdings zutrauen und auch vom Tierarzt gezeigt bekommen. E. Cuniculi Kaninchen sind immer während der Krankheitsphase extrem anhänglich, streichelbedürftig und zahm und machen ganz andere Dinge problemlos mit, als gesunde Kaninchen. Sie lassen sich meistens deutlich problemloser Medikamente geben als Kaninchen bei anderen Erkrankungen...

Piccolini 29.07.2013 10:42

Viola, ich habe auf so eine Antwort gehofft! Das Baytril verträgt Rosalie dieses Mal nämlich sehr gut - Appetit ist ungebrochen und auch sonst gibt es bisher keine Probleme. Mir ist außerdem eingefallen, dass Rosalie zuvor immer Convenia über einen langen Zeitraum gespritzt bekam (bei Baytril stellte sie immer das Fressen ein, wobei ich inzwischen denke, dass es an den Schmerzen generell lag - wie Elke schon schrieb, haben wir ja dann auch keinen Appetit).

Ich gehe heute zum TA und besoge die restlichen Medikamente. Letzte Woche hatte ich bereits gefragt, ob ich das Baytril nicht spritzen könnte. Da verneinte sie das leider. Bin aber ja zäh und frage heute wieder... Falls sich meine TÄ erweichen lässt, muss am Wochenende das Baytril einmal oral gegeben werden - wäre das ein Problem? Wie fahren nämlich übers WE weg und mein Vater wird die Trulla sicher nicht spritzen :o.

Zitat:

Zitat von saloiv (Beitrag 539211)
E. Cuniculi Kaninchen sind immer während der Krankheitsphase extrem anhänglich, streichelbedürftig und zahm und machen ganz andere Dinge problemlos mit, als gesunde Kaninchen. Sie lassen sich meistens deutlich problemloser Medikamente geben als Kaninchen bei anderen Erkrankungen...

Das ich da wieder die Ausnahme habe, war ja klar... Die Medigabe geht ungelogen nur zu 2. stressfrei. Ansonsten windet sie sich wie eine Schlange und es dauert unnötig lang. Da ich sie auch nicht anheben möchte, erschwert das die Situation allein. Bin ich hingegen zum Füttern im Gehege, lässt sie sich wirklich länger streicheln und bei Anfällen beruhigt sie sich dadurch schneller wieder - Ist Madame gesund, darf ich nur die Stirn kraulen :cool:.

Wuscheline 29.07.2013 11:00

Mal so ne Frage, soll man überhaupt während den Anfällen zu den Nins gehen? Mir wurde gesagt, dass sie ihren Fluchtreflex nicht ausleben könnten, wenn sie weg wollten und es zusätzlicher Stress ist. Stimmt das?

Piccolini 29.07.2013 11:12

Das ist richtig Wuschi... ich lasse sie auch in Ruhe und gehe i.d.R. auch nicht hin. Aber heute morgen hat sie beim Füttern einen heftigen Anfall gehabt und rollte furchtbar durchs Gehege. Da bin ich dann eingeschritten und habe sie seitlich gestützt und gestreichelt... danach war sie wieder entspannt. Ich konnte dabei einfach nicht mehr hilflos zusehen :(.

Wuscheline 29.07.2013 11:13

Zitat:

Zitat von Piccolini (Beitrag 539313)
Das ist richtig Wuschi... ich lasse sie auch in Ruhe und gehe i.d.R. auch nicht hin. Aber heute morgen hat sie beim Füttern einen heftigen Anfall gehabt und rollte furchtbar durchs Gehege. Da bin ich dann eingeschritten und habe sie seitlich gestützt und gestreichelt... danach war sie wieder entspannt. Ich konnte dabei einfach nicht mehr hilflos zusehen :(.

Naja, wenn du direkt bei ihr warst, war es sicherlich kein Problem. Hat sich für mich dann nur anders angehört.

Wie gehts Rosalie denn allgemein so?

saloiv 29.07.2013 11:47

Zitat:

Zitat von Piccolini (Beitrag 539295)
Ich gehe heute zum TA und besoge die restlichen Medikamente. Letzte Woche hatte ich bereits gefragt, ob ich das Baytril nicht spritzen könnte. Da verneinte sie das leider. Bin aber ja zäh und frage heute wieder... Falls sich meine TÄ erweichen lässt, muss am Wochenende das Baytril einmal oral gegeben werden - wäre das ein Problem? Wie fahren nämlich übers WE weg und mein Vater wird die Trulla sicher nicht spritzen :o.

Das ist gar kein Problem, man kann es auch teilweise spritzen und teilweise oral geben...


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