Halli Hallo,
der folgende Text wird länger - ich warne euch nur schonmal vor...
Es ist Samstag der 25.5.13, 9:30uhr, als ich Caja (Schnupfer) durch das Gehege wackeln sehe - Schock!
(kurz nebenbei - ich war bereits auf dem Weg nach Bonn zu meinem Bruder auf den Geburtstag und hatte noch jede Menge vorzubereiten!)
Meine Gedanken kreisten um tausend Dinge!
E.c., Zustand, TA, Notdienst, Zeit!
Ich nahm sie raus, schaute sie mir und stellte fest, dass ihr aus dem linken Auge Eiter lief

.
Ihr TNK wurde bis dato regelmäßig (alle 4-6Wochen) gespült. Die letzte Spülung war 4 Wochen her.
Ihr Zustand gefiel mir ganz und gar nicht. Vermutete aber immer noch E.c., durch ihr Gewackel.
Also griff ich zum Telefon. Sämtliche Notdienste abtelefoniert - Nichts!
Kein Notdienst wollte mit Panacur, geschweige denn AB geben.
Ist ja nicht so, als kenne ich mich damit nicht aus... ^^
Kann die TÄ zwar auch verstehen, aber naja... Da denkt man wohl zu irrational...
Also blieb mir nur, in eine unbekannte Praxis zu fahren, die ich empfohlen bekommen habe.
Ich bin da immer etwas vorsichtig, da ich um meine Trümmerkaninchen Bescheid weiß.
Angekommen war ich um 12 Uhr.
Die TÄ hat uns behandelt wie am Fließband

Setze Caja aus der Box auf den Boden, um ihren Zustand zu ermitteln.
Leider ist Caja nicht eine, die in fremder Umgebung, freudig umherhoppelt.

Die TÄ konnte oder wollte die wackelige Caja nicht als krank erklären.
Nahm sich aber dennoch mal kurz Zeit ihr ins Mäulchen zu schauen.
Da fand SIE eine absolute Katastrophe. Zusätzlich schockte sie mich mit der Diagnose Gesäugetumor - was sie nur so nebenbei geschnuschelt hatte
Sie spritze ihr Baytril und entließ uns - Ohne weitere Kommentare oder Medis...
Ich war stinksauer! Hatte immer noch ein schwaches, krankes Kaninchen in dem Armen + eine Horrordiagnose....
Kurz um rief ich eine Freundin an, mit der ich gemeinsam im KS tätig bin und im selben Ort wie die TÄ wohnte.
Sie nahm Caja für den Tag bei sich auf - zur Beobachtung und ggbfs Versorgung.
Sie kennt sich aus mit kranken Kaninchen.
Ich war völlig fertig und in absoluter Eile - wollte ja um 15 Uhr in Bonn sein.
(Kurz ich brauche mit dem Auto gute 1 1/2 Stunden.)
Um 13 Uhr war noch nichts dergleichen organisiert und eingekauft... *frust*
Kurz - ich konnte ab 14:30 endlich losfahren - völlig gestresst und in Sorge um meine Caja. Obwohl ich wusste, dass sie in guten Händen ist und ich mittels Kamera, über mein Handy in ihr Gehege bei der Freundin schauen konnte.
Die Freundin kontaktierte mich auch regelmäßig über ihren Zustand.
Leider fraß Caja nicht selbstständig, sodass sie gepäppelt werden musste.
Um 1 Uhr nachts, habe ich sie abgeholt. Ihr Zustand war immer noch kritisch.
Zuhause angekommen wollte ich Caja zurück ins Gehege, zu Whisky, setzen.
Leider ging er gleich wie wild auf sie los und ich konnte das nicht verantworten.
Also werkelte ich noch schnell an einem seperaten Gehege, um auch endlich mal zur Ruhe zu kommen.
Die Nacht war kurz.
Am Sonntag morgen kümmerte ich mich ausschließlich um Caja. Gab ihr zermatsche Banane und geriebenen Apfel aber irgendwie nahm ich auch schon Abschied

Der Tag wollte und wollte nicht enden.
Konnte ja erst am Montag zu meiner TÄ. Aber erstmal hieß es Zustandstabilisierung und am Montag erstmal arbeiten.
Das waren die längsten 6 Stunden Arbeit überhaupt!
Um 15Uhr saß ich dann endlich beim TA. Cajas Zustand hat sich auf merkwürdige Art und Weiße verbessert. Kein wackeln mehr!
Meiner TÄ erzählte ich erstmal meine Tour von Samstag und sie schaute sich Caja ganz genau an!
War aber sichtlich sauer auf den TA von Samstag, da dieser mir völlig grundlos solche Sorgen bereitete...
Richtig ist, dass Caja eine leichte Fehlstellung der Zähne hatte - und sie deshalb nicht fraß.
Richtig ist auch, dass sie eine Verwucherung an der Zitze hat.
Was das im Einzelenen ist werden wir erst nach der OP wissen!
Auch das Auge sah nicht soooo schlimm aus...
Kurz um, Caja wurde da gelassen und ihre Zähne wurden gemacht. Dabei bemerkte die TÄ einen Wackelzahn im Oberkiefer, der gezogen wurde.
Der TNK war nicht gänzlich durchgängig.
Dafür habe ich jetzt erstmal Cortison-Tropfen bekommen.
2 Röntgenaufnahmen wurden ebenfalls gemacht.
Eine vom Thorax - in der Lunge wurden keine Auffälligkeiten entdeckt und eine vom Bauchraum.
Auch da ist alles völlig ok.
Sie muss übers Wochenende auch gefressen haben - Es befanden sich Fasern im Magen/Darm.
Ihr Zustand verbesserte sich anschließend stündlich!
Sie bekommt nun 1x täglich AB (Marbocyl) und Schmerzmittel + 3-4 Tropfen täglich ins Auge, welches wieder richtig schick aussieht.

Sie frisst auch wieder selbstständig!
Nachdem all dem Stress mit ihr, dachte ich, ich kann mich nun voll und ganz auf ihre Genesung und auf die bevorstehende OP vorbereiten.
Leider macht mit Whisky nun auch Kummer
Mit ihm war ich schon einmal vor kurzem beim TA, weil er mir keinen gesunden Eindruck macht. Dort wurde er auch durchgecheckt. Hat eine Vitamin-Bombe bekommen und dann ging es ihm auch wieder besser.
Aber heute frisst er nur wenig, hat Durchfall und knirscht extrem mit den Zähnchen.

Also morgen wieder zum TA...
Die beiden sind jetzt etwa 8 Jahre alt - also feine Senioren... Ans Aufgeben denke ich nicht - soweit kann ich noch nicht gehen.
Whisky ist einsam, er ist das erste Mal seit 8 Jahren alleine. Er baut etwas ab, was aber durchaus ok sein kann. Wenn er wenigstens einen guten Eindruck machen würde.
Bin gespannt was er hat.
Puh, ich bin durch. Seid ihr noch?
LG Meike