Oha - das Alter wäre noch eine wichtige Anfangsinformation gewesen, das ist wirklich ein enorm stolzes Alter
In Narkose muss er für das Blutbild nicht, aber in Anbetracht dieser besonderen Situation würde ich das jetzt noch ein bisschen aufschieben falls sich das Abnehmen verlangsamt hat oder zum Stillstand gekommen ist. In diesem Alter ist es relativ wahrscheinlich, dass man im Bereich der Nieren- oder Leberwerte etwas findet. Alte Nins sind ähnlich wie alte Menschen eben doch anfällig für solche Zipperlein.
Möglicherweise kann man darüber nachdenken, ihn schonend mit einem Vitamincocktail zu unterstützen. Ich würde da vor allem B-Vitamine ins Auge fassen, da du schreibst dass er gelegentlich ein wenig wackelig wirkt. Die B-Vitamine unterstützen die Nervenfunktionen. Frag am besten den TA wie er dazu steht, und welches
Präparat er gegebenenfalls empfehlen kann. Hier kommt es auch auf die Dosis an, damit der Organismus nicht zu sehr belastet wird.
Die Kotprobe stresst ihn nicht, und bedeutet damit keine Zusatzbelastung für ihn, die würde ich schon machen lassen. Du kannst alles zusammenschmeißen, kein Problem.
Statt Haferflocken würde ich evtl. eher auf Ölsaaten wie ein paar zusätzliche Sonnenblumenkerne ausweichen, falls er die gut verträgt. Das CC ist bei Hefenbefall eher ein wenig kritisch zu sehen, weil es Weizen und Melasse enthält. Wenn es ohne das Zeug gelingt das Gewicht zu stabilisieren, tut ihm das besser. Trockenkräuter sind durchaus gute Energielieferanten.
Da du keine erneute Schwellung ertastet hast, ist das fehlende Antibiogramm erst einmal zweitrangig. Das wäre vor allem dann wichtig, wenn es zu einem erneuten Rückfall kommt.
Da es momentan noch sehr wechselhaft ist vom Wetter her, würde ich auch darüber nachdenken ihm möglicherweise eine Wärmequelle, oder einen warmen Unterschlupf zusätzlich anzubieten. Du schreibst, er nutzt die zweite Etage nicht mehr - und ich weiß deshalb nicht, ob eure Winterhütte für ihn erreichbar ist.
Wärmeverlust ist für ein altes Tier ein weit größeres Problem als für ein junges, und kann Gewichtsverlust zur Folge haben. Da beißt sich die Katze nämlich ein wenig in den Schwanz: Er braucht viel Energie (Auslöser war die Erkrankung), und geht deshalb an die Reserven. Das führt zu einem Verlust der isolierenden Fettschicht, was dann wiederum zu einem erhöhten Energiebedarf zur Aufrechterhaltung der Körpertemperatur führt. Und dieser erhöhte Energiebedarf greift wieder die Reserven an... wichtig also, das zu durchbrechen. Bei jüngeren Tieren sind die Muskeln weit ausgeprägter, und können mit zur Wärmegewinnung beitragen. Bei alten Tieren mit verhältnismäßig schwacher Muskulatur ist dieser Effekt deutlich geringer, sie geraten damit schneller in diesen eben beschriebenen Kreislauf.