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marinahexe 18.04.2013 17:03

Telefonier doch mal mit dem Doc, bevor Du hinfährst.

hasis2011 18.04.2013 17:04

Zitat:

Zitat von Jinro (Beitrag 494932)
Epileptische Anfälle haben eigentlich immer eine Anspannungsphase (Tonus) und eine Krampfphase. Also erst sehr steif, dabei Ohnmacht und erst danach Muskelanspannung und Lockerung im Wechsel.

Dauerhaftes Krampfen, auch der Hinterläufe kann neben allem vorgenannten auch noch von Nervenbeeinträchtigung zB durch bei Athrose stammen.

Ob er vorher vielleicht so eine Anspannungsphase hatte, kann ich nicht sagen, er war eine Weile weg und ich dachte er ist wieder reingegangen, bis ich dieses Grunzen gehört habe und ihn dann im Tunnel gefunden habe, was davor passiert ist, keine Ahnung, da waren ein paar Minuten dazwischen in denen er so einen Tonus gehabt haben könnte?!:(

hasis2011 18.04.2013 17:07

Zitat:

Zitat von marinahexe (Beitrag 494948)
Telefonier doch mal mit dem Doc, bevor Du hinfährst.

Hab ich vorhin schon versucht, er ist heute nicht da.:rolleyes: Werde morgen Vormittag nochmal anrufen und mit ihm besprechen wie wir weiter vorgehen.

april 18.04.2013 17:10

Ich bin jetzt etwas verunsichert, weil die Krämpfe bei meinem Tier waren ruhig, nicht spastisch, aber ich würd mittlerweile tendenziell sauschnell gegen E.C. vorgehen, weil es sehr verbreitet ist, weil Geschwindigkeit zählt und weil es keine Nachteile hat, es zu tun. Und die Zauberworte bei E.C. heissen Antibiotika, Panacur, Vit. B Komplex.

Feli 18.04.2013 18:25

hmmm,EC hab ich jetzt eigentlich zur Seite geschoben aus dem Grund, da Alex keine Veränderungen feststellen konnte!

Ich sag mal, ohne das ich es natürlich ausschließe;) hast du bei EC eine Schädigung des zentralen Nervensystems die eigentlich "so gut wie" immer sichtbar ist! Es gibt sehr wenige Fälle, wo keine sichtbaren Schädigungen vorhanden sind(Fressunlust, Orientierungslosigkeit, Lähmungen und und und...)!

Eigentlich wenn ich es genau nehme, sind mir jetzt auf die schnelle auch keine Fälle bekannt, wo KEINE sichtbaren Schäden bei Schädigungen des zentralen Nervensystems vorhanden waren.

Ich habe mich sehr lange (und eigentlich noch immer) damit beschäftigt, was Schädigungen des zentralen Nervensystems anbelangt, da mein Pferd einer der Kandidaten ist (erst Fressunlust, dann Orientierungslosigkeit, dann Lähmungen und dann Blindheit). Dieses Thema verfolgt mich!

Jinro 18.04.2013 18:28

Zitat:

Zitat von april (Beitrag 494957)
Ich bin jetzt etwas verunsichert, weil die Krämpfe bei meinem Tier waren ruhig, nicht spastisch, aber ich würd mittlerweile tendenziell sauschnell gegen E.C. vorgehen, weil es sehr verbreitet ist, weil Geschwindigkeit zählt und weil es keine Nachteile hat, es zu tun. Und die Zauberworte bei E.C. heissen Antibiotika, Panacur, Vit. B Komplex.

Antibiotika ohne Grund geben, kann für die Verdauung schon große Nachteile nach sich ziehen, so komplett risikofrei ist das nicht.

Benny 18.04.2013 18:30

Der kompletten Beschreibung nach glaube ich persönlich nicht an EC und würde daher auch nicht auf Verdacht auf EC behandeln.

marinahexe 18.04.2013 18:32

Zitat:

Zitat von Jinro (Beitrag 494981)
Antibiotika ohne Grund geben, kann für die Verdauung schon große Nachteile nach sich ziehen, so komplett risikofrei ist das nicht.


Man kann aber mit Panacur und Vitamin B anfangen. Das kann auch schon ausreichen, wenn es sich um einen leichten EC-Fall handelt.

Feli 18.04.2013 18:34

Hast recht Jinro, so ohne ist das nicht;) Denn nur auf VERDACHT allein sollte man auch nicht eine EC-Behandlung durchführen (denke aber april hat es auch nicht direkt so gemeint).

Wir haben damals mein Pferd auch mit DMSO-Inf., AB, Vitamin B und Cortison behandelt, wobei ich nicht ausschließen kann, dass evtl. sogar das Cortison die Sehnerven meines Pferdes beschädigt haben.:(

hasis2011 18.04.2013 18:34

Ich muss ehrlich sagen das ich EC ausschließe, das passt einfach nicht, ich kanns mir echt nicht vorstellen. Meine Vermutung geht Richtung Ohren, hab am Samstag einen Termin und werd das abklären lassen, dann soll ihn der TA komplett durchchecken, röntgen usw., dann sehen wir weiter.

Feli 18.04.2013 18:37

Klar, Panacur und Vitamin B stellen alleine kein Problem dar!;)

hasis2011 18.04.2013 18:44

Zitat:

Zitat von Jinro (Beitrag 494981)
Antibiotika ohne Grund geben, kann für die Verdauung schon große Nachteile nach sich ziehen, so komplett risikofrei ist das nicht.

Vor Allem weil Schorschi eh nicht die beste Verdauung hat Aufgrund seiner Zähne und der jahrelangen Trofufütterung. Jetzt haben wir das endlich hinbekommen das sein Po sauber ist und er normale Köttel macht... als ich ihn bekommen habe war er vollgeschissen bis aufs Kreuz.:eek:

april 19.04.2013 07:42

Mein Tier ist damals einfach umgefallen und hat steifgekrampft etwa 1-2 Minuten abgelegen; danach ist es aufgestanden und weggehoppelt. Ich hätte das niemals unter E.C. eingestuft. Die Tierärztin hat das Tier durchgecheckt und es auch hoppeln lassen und hat mir dann ausführlich gezeigt und beschrieben, warum sie sich der Diagnose sicher ist. Seitdem meine ich auch dieses Gesicht der Erkrankung ein bisschen zu kennen.

Was das ZNS angeht: DIe Symptome können brutal vielfältig sein. Fressunlust oder Orientierungslosigkeit hatte mein Tier überhaupt nicht. Solange erst die Rückenmarksnerven angegriffen oder auch nur beeinträchtigt sind, können die Symptome sehr, sehr vage bis hin zu praktisch unsichtbar sein. Davon auszugehen, man könne sie praktisch immer sehen, auch mit ungeübtem Auge, halte ich für realitätsfremd.

"Risikolos" ist gar keine Behandlung, risikofrei ist auch die Nicht-Behandlung nicht. Ich meinte das ganz genau, wie ich es sagte, und würde, wenn ich genügend Hinweise auf E.C. hätte, entsprechend behandeln. Panacur alleine ist nett, aber für eine erfolgreiche Therapie bei akutem Ausbruch ist das Antibiotikum wichtiger. Jetzt kann man noch -zig "wenns" bringen, die müssen auch alle berücksichtigt werden, das geht aber aus der Ferne auf Basis weniger Zeilen nicht.
Dass dieses Tier eine problematische Verdauung hat, ist für mich übrigens ein weiterer Aspekt, der auf E.C. hindeutet.

Wenn Hasis keine Erfahrung mit E.C. hat, dann ist es relativ riskant, es auszuschliessen. Es ist immerhin eine recht verbreitete Krankheit.

aliena 19.04.2013 09:09

Ohne TA-Besuch gibt es ohnehin kein AB, deshalb ist es eigentlich zu diesem Zeitpunkt müßig, darüber zu diskutieren ;) Ferndiagnosen von Nicht-Medizinern sind so eine Sache...

hasis: Du hast doch einen kanichenerfahrenen TA, oder? Dann würde ich in erster Linie abwarten, was er heute dazu sagt und welche Optionen es gibt. Ich drücke weiterhin ganz fest die Daumen, dass es nichts dramatisches ist und der kleine Grummelschatz bald wieder ganz der alte ist. Falls du zufällig Panacur und B-Complex da hast, schadet das sicher nicht, aber ob die Behandlung jetzt gleich beginnt, oder eben erst nach dem TA-Besuch, ändert eigentlich auch nichts, denn AB fehlt ja in jedem Fall und das spielt in der EC-Behandlung nunmal eine tragende Rolle. Von solchen Krämpfen, wie du sie beschreibst, habe ich persönlich allerdings noch nie im Zusammenhang mit EC gehört. Ich halte die Theorie, dass die Ohren in irgendeiner Weise ursächlich sein könnten, für naheliegender.

Feli 19.04.2013 12:22

april, schade das du es soweit genau so gemeint hast, wie du es geschrieben hast, denn ich würde NIEMALS ein Tier auf VERDACHT mal eben behandeln.
Und ich kann Dir auch gerne sagen warum: Das sind dann genau diese Besitzer, die Ihre Tiere in unsere Klinik brachten und erst mal aufzählten, was das Tier schon alles "bekommen" hat. Denn du nimmst dem Tierarzt damit die Möglichkeit zu reagieren und gefährdest das Wohl deines Tieres in jeder Hinsicht.

Ein guter Tierarzt behandelt Tiere nicht immer wie im Lehrbuch oder so, wie er es im Studium gelernt hat. Ein guter Tierarzt hat für mit jahrelange ERFAHRUNG
und handelt nach diesen Erfahrungen um zum Erfolg zu kommen!

Desweiteren kann ich Dir auch nicht zustimmen, was deine aufgestellte These betrifft bzgl. ZNS. Denn hast du Schäden bzgl. dem Rückenmark kannst du fast sicher sein, dass du Störungen im Bewegungsapparat des Tieres hast!

Keiner kann hier aufgrund Ferndiagnose die Ursache für den Anfall von Schorschi
klären. Egal wie verbreitet aber EC ist, ist es jedoch die Seltenheit, dass Kaninchen hierbei einen Krampfanfall solcher Art erleiden. Das dies möglich ist, schließe ich nicht aus, da ich es anhand dem Beispiel von marinahexe gelesen habe, allerdings waren nach dem Krampfanfall sichtbare Schäden vorhanden.

april 19.04.2013 12:42

Das mit dem ZNS ist keine These und Deine Behauptung, man sehe es fast sicher immer, ist Unsinn. Es ist möglich, dass Du es nicht erkennst (weil Du keine Übung hast, weil Du keine Erfahrung hast, weil Du nicht weisst, wie sich das Tier sonst bewegt oder weil Du nicht weisst, welche vielfältigen Schäden eine Beeinträchtigung des ZNS auslösen kann) weil es scheinbar ohne äusserliche visuelle Symptome auftritt. Kann man ein Taubheitsgefühl, eine Beeinträchtigung des Sehnervs, ein Schmerzempfinden oder eine Blasenstörung sehen?

Und verwechsle einfach nicht "genügend Hinweise" mit "auf Verdacht". Die meisten Diagnosen erfahrener und ausgezeichneter Profis beruhen auf - genügend Hinweisen und wären so gesehen Verdacht.

Hasis hat gefragt, was es sein könne, und EC ist eine Möglichkeit. Was es ist, hat sie vielleicht heute beim Tierarzt erfahren.

Feli 19.04.2013 13:51

april, zu ZNS:
Wenn man solche Äußerungen bzgl. ZNS macht, merke ich sehr wohl das dies eine von Dir aufgestellte These ist und "UNWAHR" ist.

Die Begründung:
Taubheit:
In der Tierwelt sind die wichtigsten Sinne Hören Tasten Riechen, setzt eines dieser Sinne aus, prägt das Tier einen anderen Sinn soweit aus, dass der fehlende Sinn quasi ersetzt wird.
Ist ein Tier z. B. Taub neigt dieses Tier zu extremer Schreckhaftigkeit und starken Kopfbewegungen.
Hat ein Tier Schmerzen, so äußert es dieses meist durch Fressunlust
Hat ein Tier ein Taubheitsgefühl z. B. in den Beinen, verteilt sich das Gewicht
z. B.des Tieres auf die 3 "einsetzbaren" Beine.
Aber das was du über ZNS schreibst ist einfach ( ist auch echt nicht böse gemeint) QUATSCH!

Jinro 19.04.2013 13:55

Hasis hat sehr gute Tierarztkontakte, also warten wir doch einfach mal ab welche Diagnose reinkommt. ZNS ist sicherlich ein interessantes Thema, aber so umfangreich und ausufernd, dass es eigentlich einen eigenen Thread bräuchte.

Feli 19.04.2013 14:01

Da hast du Recht Jinro;)ZNS ist ein sehr umfangreiches Thema. Und am wichtigsten sind die Berichte derjenigen, dessen Tiere Schäden des ZNS überlebt haben!

april 19.04.2013 14:03

Naja, die meisten Kaninchenhalterinnen wissen aus Erfahrung, dass ihre Kaninchen jede Menge Symptome verbergen, also etwa bei Taubheit keineswegs schreckhaft reagieren (man denke etwa an die vielen Widderkaninchen) oder Schmerzen nicht anzeigen. Bis der Mensch es dann anhand der Fressunlust wahrnimmt, sind die meisten Schäden schon relativ weit fortgeschritten.

Der Grund, warum das Deiner Meinung nach "fast sicher" zu sehen ist, liegt darin, dass es eben anderweitig nicht wahrgenommen oder nicht als Störung des ZNS diagnostiziert wird. Aus dem gleichen Grund gelten solche Anfälle als selten - sie dauern nur wenige Minuten und treten nicht immer dann auf, wenn der Mensch dabei ist.


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