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marinahexe 26.03.2013 11:55

Ich würde mich da auch nach wie vor lieber auf die Symptome verlassen. In den meisten Fällen gibt es eine Kopfschiefhaltung oder Gleichgewichtsstörungen/Rollen. Wenn eine Mittelohrentzündung und Zahnprobleme (leichte Kopfschiefhaltung) ausgeschlossen worden sind, würde ich auf jeden Fall auf EC behandeln lassen.

mausefusses 26.03.2013 12:12

Zitat:

Zitat von april (Beitrag 483451)
Wo Epilepsie anfängt, weiss ich nicht, aber E.Cuniculi beginnt im Darm und geht dann über die Blutbahn zu Niere, Leber und Lunge. Im Gehirn endet eine E. Cuniculi Infektion.

Würdest Du die Partnertiere von EC Kaninchen dann auch mitbehandeln ? Zumnindest mit Panacur ?

Wenn nein, warum nicht?

marinahexe 26.03.2013 12:13

Die Partnertiere meiner EC-Kaninchen wurden nicht mitbehandelt. Keiner von ihnen hat EC bekommen.

april 26.03.2013 12:26

Zitat:

Zitat von marinahexe (Beitrag 483692)
In den meisten Fällen gibt es eine Kopfschiefhaltung oder Gleichgewichtsstörungen/Rollen.

Das sind die meisten beinahe eindeutigen Symptome, aber nicht die meisten Anfangssymptome. Ich würde schon hellhörig werden, wenn nach einer grösseren Aktion (Umzug, Kastration, Trächtigkeit, VG) das Hoppeln schwerfälliger wird, es zu Krämpfen und Starren kommt oder plötzlich viel getrunken wird. Diese Anzeichen treten möglicherweise noch viel häufiger auf, werden aber nicht als E.C. Infektion erkannt.

Lupine 26.03.2013 12:50

off topic

Zitat:

Zitat von sincemalle (Beitrag 483516)
Zu den Epilepsie hätte ich noch ein bißchen was. Epileptische Anfälle infolge eines Delirs ( Alkoholentzug) also auch Zusammenhänge mit Verdauung und und Abtransport von Schlacken, Arbeit der Leber. . Epileptische Anfälle infolge des " Reye-Syndroms", auch Leber in Zusammenhang mit Aspirin. Es könnte ja sein daß sich Epilepsie nicht "nur " im Hirn abspielt . Es könnte ja auch sein von Geburt an das ganze System nicht funktioniert. Medikation vielleicht auch deshalb so unzuverlässig. Egal mal, Du (Lupine) kennst Dich sehr gut aus und ich will Dich keinesfalls kritisieren. Es könnten noch Zusammenhänge eine Rolle spielen von die wir heute noch nicht erkennen. Es gehört jedoch nicht hierher. Lg. since



sincemalle, das Thema Epilepsie ist sehr kompliziert. Das Reye-Syndrom zum Beispiel verursacht nicht wirklich epileptische Anfälle, sondern eine Enzephalopathie. Diese krankhafte Gehirnveränderung wird verursacht durch Vergiftungen, Krankheitserreger oder Durchblutungsstörungen und ist damit der E. Cuniculi möglicherweise deutlich ähnlicher in ihrer Struktur als einer echten Epilepsie. Diese Enzephalopathie verursacht auch Krämpfe. Aber wie Fieberkrämpfe auch, sind das keine echten epileptischen Anfälle.

Für dich zur Information: nicht jeder Krampfanfall ist auch ein epileptischer Anfall, und nicht jeder epileptische Anfall muss ein Krampfanfall sein (Absencen-Epilepsie).

Außerdem ist nicht jeder gleich ein Epileptiker, der einmal in seinem Leben einen epileptischen Anfall hatte. Diese Anfälle sind sogar recht häufig, die Dunkelziffer ist auch hoch. Ärzte sprechen deshalb grundsätzlich erst dann von einer echten Epilepsie, wenn mehr als ein Anfall aufgetreten ist und wenn auch die entsprechenden Auffälligkeiten im EEG zu finden sind. Diese sind meist für eine bestimmte Epilepsieart sehr charakteristisch. Deshalb gilt für einen epileptischen Anfall im Zusammenhang mit einem Delir: es ist nicht zwangsläufig eine Epilepsie, die hier dahintersteht. Allerdings ist es in den Fällen eines Delirs wohl tatsächlich so, dass sich hier ein charakteristisches Anfallsgeschehen abspielt. Jedoch geschieht dies nicht durch Einwirkung eines Krankheitserregers, sondern durch Einwirkung eines Giftstoffes bzw. durch dessen plötzlichen Entzug.

back to topic:

Ich habe die beiden Partnertiere meines EC-Kaninchens mit Panacur behandelt, um den Infektionsdruck über den Magen-Darm-Trakt zu senken. Ich halte das deshalb für sinnvoll, weil ein erhöhter Infektionsdruck zusammen mit dem Stress durch das ungewöhnliche Verhalten eines Gruppenmitgliedes für mich eine erhöhte Gefahr darstellt für einen Ausbruch. Selbst wenn ich davon ausgehe, dass die Partnertiere bereits längst infiziert sind, macht es für mich Sinn die Anzahl der Erreger die zusätzlich in den Körper gelangen zu beschränken, um das entstandene Gleichgewicht nicht zu gefährden. Meine Nins haben übrigens Panacur bestens vertragen.

april 26.03.2013 12:59

Zitat:

Zitat von mausefusses (Beitrag 483702)
Würdest Du die Partnertiere von EC Kaninchen dann auch mitbehandeln ? Zumnindest mit Panacur ?

Wenn nein, warum nicht?

Nein, würde ich nicht, weil ich nicht von einer Infektion der Partnertiere ausgehe und weil ein augenscheinlich gesundes Kaninchen ohne Symptome keine Behandlung braucht, weder gegen E.Cuniculi, noch gegen andere eingebildete Krankheiten.

Keks3006 26.03.2013 13:06

Zitat:

Zitat von april (Beitrag 483628)
Die Frage ist doch, warum Du es überhaupt testen lassen möchtest.

Ach so, ok, dann hatte ich dich falsch verstanden. Ich dachte, du hättest eine Empfehlung für vorsorgliche Tests ausgesprochen, was mich etwas gewundert hat. Jedes augenscheinlich gesunde Kaninchen auf alles Mögliche testen zu lassen ohne greifbaren Nutzen, wäre in meinen Augen auch ziemlich paranoid...


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