 | Moderatorin | | Registriert seit: 24.10.2010
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Geschrieben am
17.12.2012, 22:32
| | | | Notfall Belgien - Pflegestellen für Mütter mit Babys gesucht Im Kaninchenschutzforum wurde folgender Notfall gepostet: Zitat: Welkenraedt (Belgien): dringend Hilfe gesucht Folgenden Hilferuf erhielt die Bunnyhilfe:
"Ende Oktober wurde ich durch eine Facebook Seite auf einen Tierschutzfall in Eupen (Belgien) aufmerksam. Eine Frau meldete sich dort und bat um Hilfe, da ihr Nachbar Kaninchen in Vogelkäfigen in einem dunklen Schuppen hielt, die sich zu dem wild vermehrten. Da meine Nachbarin gerade ein Böckchen verloren hatte, schlug ich ihr vor, sich bei dieser Frau zu melden um gegebenenfalls eines dieser Kaninchen zu übernehmen. Wir namen Kontakt zu der Frau auf, die uns zu ihrem Nachbarn und den Kaninchen führte.
Was wir dort sahen, übersteigt alles was ich mir unter katastrophalen, nicht artgerechten bzw. tierquälerischen Bedingungen je vorgestellt habe! Ein Kaninchenpärchen (ausgewachsen) saß in seinem eigenen Dreck in einer Voliere mit eine Grundfläche von Max. 70x40 cm. Das Weibchen natürlich trächtig, das Männchen mit einer Verletzung am Auge.
In einer weiteren Voliere die eine noch kleinere Fläche hatte, saßen 4 Jungkaninchen, davon eines mit schweren Bissverletzungen über den ganzen Körper, es saß nur apathisch und bewegte sich kaum noch, die anderen in einem augenscheinlich, den Umständen entsprechend, guten Zustand.
In einer dritten Voliere saßen 5 weitere Jungkaninchen, in einem erbärmlichen Zustand, es sind wohl Angora Kaninchen, sie sind alle stark verfilzt, in ihrem Fell klebt Kot und Dreck. Ein weiteres ausgewachsenes, männliches Kaninchen lief frei durch das ganze Chaos.
In keinem der Käfige war ein Futternapf, lediglich völlig verdreckte kleine Trinkflaschen.
Das freilaufende Männchen hat meine Nachbarin mitgenommen, das schwer verletzte kleine Kaninchen habe ich sofort mitgenommen, da es sicherlich sonst elendig eingegangen wäre.
Das Gesehene hat mir eine schlaflose Nacht bereitet, ich bin am nächsten Tag sofort mit dem verletzten Tier zur Tierärztin gefahren, diese schätzte es auf 4 Monate. Die Bisswunden waren sehr heftig, ihm wurde ein Stück vom Schwanz abgebissen und in einen Hoden gebissen! Der Hoden war stark vereitert. Das Tierchen musste schnellstens kastriert werden, was ich habe machen lassen. Glücklicherweise hat es sich gut erholt und erfreut sich mittlerweile bester Gesundheit.
Da mich das Gesehene derart schockiert hatte und mir bewusst war, dass das Tierleid in den nächsten Wochen noch wachsen würde (da davon auszugehen war, dass die weiblichen Jungtiere und das ausgewachsene Weibchen wieder trächtg waren) bin ich zu dem Mann zurück gefahren und überredete ihn kurzerhand mir seine Jungtiere und sein ausgewachsenes Männchen mit der Wunde am Auge (das er mit dem Weibchen behalten wollte) mitzugeben, so dass ich es ebenfalls kastrieren lassen konnte.
Am 31.10 bin ich dann mit 4 Kaninchen zur Kastration gefahren und einem kleinen total Verfilzten. Die Tierärztin war schockiert über den Zustand der Tiere, sie sprach von Tierquälerei. Das Angora Kaninchen war derart verfilzt, das es sich auf Grund dessen nicht mehr bewegen konnte. Ein Männchen hatte eine Bisswunde im Auge, diese hatte sich so schwer entzündet, dass das Auge entfernt werden musste. Alle Tiere hatten derart viel Kot unter den Pfoten kleben, dass die Tierärztin ihre Pfoten rasieren musste! Nun sind all diese Tiere bei mir in Pflege. 4 junge, verfilzte Angora Kaninchen konnte ich sofort an nette Menschen weitergeben die sich sicherlich verantwortungsbewusst kümmern werden. Letztendlich hat er mir auch sein letztes Weibchen überlassen, dass er eigentlich behalten wollte. Nun hatte ich also 7 Kaninchen gerettet, 4 Weibchen, davon 3 trächtig und 3 Männchen die ich habe kastrieren lassen. Mittlerweile haben die Weibchen ihre Babys bekommen und es sind insgesamt 20!!!
Ich suche händeringend nach Menschen die Kaninchen ein artgerechtes zuhause bieten wollen. Ich habe es schon für 5 der "älteren" Tiere geschafft.
Nun bin ich aber langsam am Ende mit meinem Latein. Die 20 Babys werde ich mit Sicherheit nicht alle unterbringen können, ich tue mein Bestes, aber ich sehe da schwarz. Ich habe alle Bekannten, Freunde und Verwandten bereits angesprochen und teilweise versorgt. Die Babys werden in ein paar Wochen schon geschlechtsreif werden und das ist mein größtes Problem! Ich kann unmöglich weiter Kastrationen bezahlen. Ich bin finanziell mittlerweile sehr belastet, zumal ich mit dem Einäugigen Kaninchen weiter alle 2-3 Tage zur
TÄ muss um die Wunde zu spülen, da sie weiter eitert. Futter, Streu, Heu und Gemüse für so viele Tiere gehen auch ganz schön ins Geld!
Ich bereue keineswegs gehandelt zu haben, hätte ich es nicht getan, könnte ich wahrscheinlich keine Nacht mehr ruhig schlafen. Außerdem wären bereits einige Tiere elendig zugrunde gegangen und die Weibchen erneut trächtig! Leider fühlt sich in Belgien niemand für solche Probleme zuständig.
Die Tierheime hier sind nicht auf Kleintiere ausgerichtet und machen daher nichts! Ich habe selber mehrere Tiere (die alle aus dem Tierschutz kommen) und kann nicht weiter aufnehmen.
Ich schreibe nun alle Vereine, Organisationen und Tierheime in Grenznähe
an und bitte auch hier um Hilfe.
Hilfe könnte vielleicht so aussehen, dass sie einige Tiere aufnehmen, bei der Vermittlung helfen oder sie auf ihre Seite stellen. Ich kann ihnen auch Fotos schicken. Oder mir helfen Pflegestellen aufzutun, die die Tiere bis zur endgültigen Vermittlung aufnehmen könnten. Ich stoße nicht nur an meine finanziellen sondern auch an meine räumlichen Grenzen. Die Babys beginnen die Nester zu verlassen und herum zu hoppeln. Es wird immer enger für die Tiere. Bitte, bitte schauen sie was gegebenenfalls in ihren Möglichkeiten steht,
vielleicht ist irgendwie etwas möglich???
Ich verzweifel über all diese Absagen und dieser scheinbar ausweglosen Situation, in die ich mich, zugegebenermaßen selbst, aus Tierliebe hinein
manövriert habe!"
Kontakt am besten direkt über Marie Nicolas: [EMAIL="[email protected]"][email protected][/EMAIL]
LG Melanie
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Wer kann helfen? In einigen Wochen stehen die Jungtiere zur Vermittlung! |