Zitat:
Zitat von arya900 Die Impfung hätte wenn überhaupt den Verlauf geschwächt, aber bestimmt nicht die Ansteckung verhindert. Angesteckt hätten die Kaninchen sich so oder so. Selbst der Verlauf ist nicht immer milder mit Impfung. Ihr jetzt quasi die Schuld zu geben, finde ich nicht korrekt, sie hätte es nicht verhindern können.
Btw. sollten Myxo Kaninchen nicht für immer von nicht erkrankten getrennt werden? Meine, so etwas schonmal gelesen zu haben :/ Vllt verwechsel ich es auch. |
Das ist so nicht richtig, arya900.
Nur dann, wenn ein Tier falsch geimpft wird, also z. B. in eine bestehende Infektion hinein, bilden sich zu wenig Antikörper. Ist die Impfung erfolgreich, kann eine Ansteckung tatsächlich verhindert werden. Ist die Impfung teilweise erfolgreich, steigen zumindest die Überlebenschancen. Nur wenn zu wenig Antikörper gebildet werden, hat die Impfung keinen Effekt, und wenn in einen entsprechend starken akuten Infekt hineingeimpft wird, kann es auch zur Impfmyxomatose kommen.
Sie hätte es also - eine richtige und rechtzeitige Impfung vorausgesetzt - in zumindest in der Mehrzahl der Fälle tatsächlich verhindern können dass die Krankheit ausbricht.
Über Notimpfungen und die Möglichkeit ob damit noch etwas zu retten ist, muss - wie ich bereits geschrieben habe - ein Tierarzt entscheiden. Das geht aber nur, wenn man umgehend auch dessen Hilfe sucht, statt zu warten bis sich eine große Zahl von Tieren sichtbar angesteckt hat.
Ich weiß, dass du Impfgegnerin bist - aber die Wirksamkeit der Impfung pauschal in Frage zu stellen ist einfach nicht richtig! Sie ist unter den entsprechenden Umständen durchaus wirksam. Ist sie es nicht, ist die Ursache fast immer darin zu sehen dass der Halter eine versteckte Infektion nicht erkannt hat und der Tierarzt ebenso wenig, z. B. eine Verwurmung oder ähnliches. Es ist auch von anderen Tierarten bekannt, dass vor einer Impfung z. B. abgeklärt werden sollte ob solch eine Verwurmung vorliegt und sie gegebenenfalls beseitigt werden sollte, weil die Impfung sonst nicht die volle Wirksamkeit erreicht.
Ob Myxo-Kaninchen lebenslang von anderen Nins getrennt werden müssen, hängt vom Einzelfall ab. 6 Monate müssen es mindestens sein, danach kann man evtl. den Titer bestimmen und schauen wie weit er abgesunken ist.
Generell sollten ehemalige Myxo-Kaninchen grundsätzlich immer nur mit wirksam (also unter sämtlichen Vorsichtsmaßnahmen wie Wurmkur und Ausschluss einer verdeckten Infektion) geimpften Kaninchen vergesellschaftet werden.