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Hallo , ich wollte hier niemand zu nahe treten! Klar ist es nicht schön,wenn man hört,wie andere über das eigene Handeln denken. Nur mal ein paar Denkanstösse. Pocken wurden (durch IMPFEN) so weit zurückgedrängt,daß heute nicht mehr (zumindest bei uns) dagegen geimpft wird (wenn ich nicht irre, auch ein Virus)! Tollwut , seit Jahren kein nachgewiesener Fall (zumindest bei uns) und warum ? Durch IMPFEN (übrigens auch ein Virus) ! Masern, dagegen wird heute geimpft (auch ein Virus,der mal so am Rande erwähnt , zu schwersten Hirnschädigungen führen kann). Leider lassen nicht alle Eltern ihre Kinder impfen,sonst wären auch die Masern bald Geschichte ! Und wo wir gerade bei Kindern sind: Unsere Tiere gehören zur Familie und werden auch wie Familienmitglieder behandelt ! Und genau deshalb gehen wir auch mit ihnen zu einem TA (oder der kommt zu uns). Genau wie mit unseren Kindern. Klar,daß ich nicht wegen einem Kratzer die Kinder zum Arzt schleppe, aber wenn es ein gefährlicher viraler Infekt ist, dann gehe ich zum Arzt, einfach um Spätfolgen hoffentlich verhindern zu können !!! Und ja, auch ich behandele gerne alternativ, aber nur bei "harmlosen" Sachen, bei denen auch ganz ohne Behandlung kein Schaden entsteht ! Ich hoffe wirklich den Kaninchen geht es gut und sie schaffen es (ich habe es ja evtl. überlesen, bekommen sie etwas zur Immunsystemunterstützung? Könnte evtl. helfen, denn eine Medizin gegen die Viren gibt es nicht, da muß das Immunsystem ran) LG Passat |
Hallo an Alle! Auch wenn mich von Euch viele hassen werden, möchte ich heute kurz berichten. Den Hasen geht es inzwischen allen deutlich besser. Die Nacherkrankten haben es immer noch nicht schlimmer. Es bekommt auch fast keiner mehr kolloidales Silber oral. Atmen tut nur noch einer etwas anders. 3 hatten leider eine Pocke auf der Hornhaut im Auge. Bei einem ist sie abgeheilt und es ist ein kleiner trüber Fleck zurückgeblieben. Bei den anderen Beiden ist sie noch nicht abgeheilt, aber es ist alles deutlich deutlich besser. Nächstes Jahr kommen alle zur Impfung, damit die Wahrscheinlichkeit verringert wird, dass das nochmal passiert. Bisher gab es das bei uns nicht und auch der Tierarzt hatte mir nicht dazu geraten. Liebe Grüße Gerti |
Soweit ich informiert bin (kann mich aber auch täuschen) kannst du dir die Impfung sparen, weil Kaninchen, die Myxomathose hatten und überlebt haben, dagegen immun sind, es also nicht mehr bekommen können. Das es den Kaninchen soweit gut geht, freut mich. Für mich klingt das aber, wie soll ich sagen, ist so eine Mischung zw. Unglaubwürdig und Überrascht...unglaubwürdig, weil alle Nins überlebt haben, obwohl sie nicht geimpft waren und überrascht, das deine "Behandlungsweise" anscheinend hilft?! Ich weiss auch nicht... |
Lebenslange Immunität werden sie sicher nicht erlangen, vor einer Impfung sollte aber unbedingt eine Titerbestimmung gemacht werden. Wegen der "Pocken" auf der Hornhaut, da vermute ich fast eine bakterielle Superinfektion. Da du leider bislang auf tierärztliche Hilfe verzichtet hast, dürften sich bleibende Hornhautschädigungen einstellen (der "weiße Fleck" weist darauf hin), die man mit einer lokalen Antibiotikabehandlung verhindern könnte. Abmildern könnte diese Schädigungen möglicherweise auch eine hornhautschonende Salbengabe, aber auch so etwas muss der Tierarzt beurteilen und verordnen. Und da liegt nun wieder das bereits bekannte Problem. Viele Tierärzte vergessen übrigens Kaninchenhalter auf die Impfungen aufmerksam zu machen, insbesondere wenn diese nicht zufällig während der Hauptimpfperioden in der Praxis auftauchen, weil diese Impfungen in Verbandszuchten die auf Ausstellungen gehen ohnehin vorgeschrieben sind. Da geht der eine oder andere Tierarzt davon aus, dass die Impfungen bekannt sind, und der Halter aus persönlichen Erwägungen (generell Impfgegner zum Beispiel) keine Impfung wünscht, oder übersieht dass die Tiere bisher ungeimpft sind weil gerade ein anderes Problem ansteht. Oder hast du ihn gezielt darauf angesprochen, und er hat die Impfungen als nicht sinnvoll bezeichnet? |
leute, macht doch die gerti nicht so runter!! auch tierärzte (sogar empfohlene) können sich mal irren oder falsch behandeln. wäre ich nach dem ta gegangen, hätte ich mein knuffelchen vor fast 4 wochen einschläfern lassen, ich habe mich dann auch für homöopathie (in verbindung mit antibiotikum) entschieden. und obwohl meine praxis homöopathie anbietet, weiss dort kaum jemand bescheid. zum erstaunen der ta´s geht es ihm heute ganz wesentlich besser. ich behandle ihn mit 1x baytril, 3 x hepar sulfuris und 3 x calcium fluoratum. alle 5 tage wird die alte wunde gespült. er frisst von alleine (päppeln konnte ich einstellen) und hat seit 2 wochen 60 gramm zugenommen. er reisst seiner partnerin das futter aus dem maul und rennt gleich her, wenn ich etwas bringe. nur wenn ich mit dem reisekäfig erscheine, klopft er und haut ab. ich werde ihm auf keinen fall sämtliche zähne und das auge auf dieser seite entfernen lassen, denn das ist für mich nichts anderes als verstümmelung mit zweifelhaftem ausgang (ob die riesige wunde heilt, wird eher als sehr schlecht beurteilt). meine meinung ist (eigene erfahrung eingeschlossen), die homöopathie wirkt in vielen fällen besser und nachhaltiger als manche schulmedizin. und seien wir ehrlich, es ist zweifelhaft, ob es ein tierarzt bei gertis kaninchen besser hinbekommen hätte. |
Knuffelchen, natürlich kann sich auch ein TA mal irren oder in seiner Einschätzung einen Fehler begehen. Und natürlich darf und soll man hinterfragen was er tut. Aber der Unterschied ist: DU hast zunächst eine DIAGNOSE erstellen lassen! Und du hast eine Kombinationsbehandlung vorgenommen, die ohne den Tierarzt nicht möglich wäre (Antibiotika sind grundsätzlich verschreibungspflichtig, da kommt man nicht ohne TA ran). Anders Gerti, das was ihr - völlig zu Recht wie ich finde - vorgeworfen wird ist ihre Einstellung, den Kaninchen eine solche Begutachtung/Diagnose (und gegebenenfalls dann Behandlung) durch den Tierarzt aus Kostengründen zu verwehren! Und das ist unbestreitbar, das hat sie gleich im ersten Post sehr deutlich zum Ausdruck gebracht. Und leider scheint sich an dieser Einstellung nichts geändert zu haben bis jetzt. Bei dir lag der Fall anders, du hattest die Diagnose und wusstest Bescheid - und konntest aufbauend auf dieser Diagnose etwas tun. Du konntest dich auf der Basis der tierärztlichen Diagnose dazu entscheiden der Meinung des TAs entgegen zu handeln (nicht einschläfern zu lassen, keine OP), hattest aber die notwendigen Grundlagen die Entscheidung zu treffen. Übrigens wünsche ich dir viel Glück dass die Zustandsverbesserung von Dauer ist! Bei Gerti ist ja nicht einmal klar (wenn auch recht wahrscheinlich), ob es tatsächlich Myxomatose ist, denn es gibt Differenzialdiagnosen wie z. B. Kaninchenpocken (nicht identisch mit der Myxomatose!). Kaninchenpocken (ausgelöst durch das Orthopoxvirus gegenüber einem Erreger aus der Familie der Myxomaviren bei der Myxomatose) sind zwar selten geworden, kommen aber durchaus noch vor. Vor ein oder zwei Jahren gab es einige derartige Fälle, wo der Halter mit Myxomatoseverdacht zum TA ging und dieser dann Kaninchenpocken diagnostizierte. Niemand kann beurteilen, ob der TA das besser hinbekommen hätte, sicher, da hast du völlig Recht. Aber er hätte wenigstens dafür sorgen können dass neben einer gesicherten Diagnose weitere Behandlungsmöglichkeiten angeboten werden und er hätte darauf achtgeben können, dass sich keine Lungenentzündungen oder ähnliche Komplikationen entwickeln. Wer sich über Myxo erst mal im Internet schlau machen muss wenn bereits ein Ausbruch erfolgt ist, der wird meines Erachens nur selten in der Lage sein bei einem Kaninchen Herz und Lunge fachmännisch abzuhören und zu beurteilen. |
@ Gerti: Warum sollte ich dich hassen, wenn ich dich nicht einmal kenne? Nein, ich hasse dich nicht, aber ich verstehe dich absolut nicht und halte deine Tierarzt-Verweigerung für absolut verantwortungslos. Mir tun die Tiere leid denen möglicherweise Schmerzen oder Leid besser hätte erspart werden können, wenn du das gesamte Spektrum der Behandlungsmethoden zur Verfügung hättest. Das geht aber nun einmal nicht ohne Tierarzt. Und für mich hat ein Tierhalter die absolute Pflicht ALLES, aber auch wirklich alles dafür zu tun, den Tieren die er hält vermeidbare Leiden zu ersparen. |
Hallo mal wieder. Diese Woche ist leider das erste Tier nach 3 Wochen Erkrankung verstorben. Es war ein Tierheimninchen, welches vor einem Jahr durchgeimpft zu uns zog. Sie hatte es stark erwischt, hat aber tapfer mit mir gekämpft. Eigentlich war sie auf dem Weg der Besserung. Hatte aber ziemlich abgenommen. Einen Tag vor dem Tod verklebten die Augen wieder stärker und die Nase auch. Sie atmete normal. Sie bekam auch schon seit 5 Tagen Immunstärkung. Sie war ziemlich k.o. obwohl sie noch einen Tag zuvor superfit wirkte. Sie hoppelte nicht mehr herum und als ich sie auf den Arm nahm um ihr ihr Engystol zu geben verschluckte sie sich das erste mal an den Tropfen. Eine Stunde später war sie tot :(( Heute ist das zweite Ninchen gestorben. Sie hatte seit 4 Tagen Symptome. Sie bekam kein Silberwasser. Sie bekam die Augen mit koll. Silberwasser gesäubert und das Näschen besprüht. Bekam ab Beginn Engystol, war gut genährt, aber immer schon ein Problemninechen. Mit Totgeburten wegen vermutlich deformiertem Körperbau und anschließender AB-Kur wegen Gebärmutterentzündung. Neigte zu schlechter Verdauung ohne ersichtlichen Grund. War auch vom Tierheim vor einem Jahr durchgeimpft zu uns gekommen. Was mich entsetzt ist, dass genau 2 der Geimpften, auch wenn schon vor einem Jahr verenden. Ich hoffe die Anderen schaffen es. Bei vielen sind die Krusten schon abgefallen. Es ist schon traurig, aber Myxomatose ist halt einfach richtig fies. |
Ich finde es toll, dass so viele bei dir diese fiese Krankheit überstanden haben! Möchtest du deine Tieranzahl reduzieren, nachdem du die Tierarztkosten im Fall der Fälle scheinbar nicht tragen kannst? Das würde ich dir empfehlen. Kolloidales Silber ist ein Medikament, fast alle Medikamente können zu derben Nebenwirkungen und Schädigungen führen. Kolloidales Silber ist dagegen richtig harmlos. Jedes Antibiotikum schädigt mehr. Bei Medikamenten geht es darum, Schaden und Nutzen richtig abzuwägen. Natürlich sollte man Kolloidales Silber nicht statt Wasser trinken, aber selbst wenn man es tun würde, wäre es weniger schädlich, als wenn ich Antibiotikum trinken würde. |
Ich habe die Befürchtung, dass es jetzt zu einer sogenannten Superinfektion gekommen ist die die Schwächung durch die Myxomatose ausgenutzt hat. Das "Verschlucken" könnte auch ein Zeichen für eine Verengung der Bronchien sein - man hat das bei Kindern öfter die Asthma entwickeln, dass die Umwelt die Atemnotanfälle als "Verschlucken" wahrnimmt. Auch uns ging es bei unserer Tochter so, zum Glück war der Arzt aufmerksam und erkannte das Problem. Ich hoffe dass die anderen Nins nicht auch noch einen Rückschlag erleiden, und dir wenigstens ein Teil deiner Tiere erhalten bleibt. @ Saloiv: Nanopartikel wie sie in kolloidalem Silber enthalten sind, kann man nicht als harmlos einstufen! Sie rufen Zellveränderungen hervor. Du kannst mir nicht erzählen, dass es harmlos ist wenn ein Metall in der Lage ist in jede Körperzelle einzudringen. Natürlich ist auch ein AB nicht harmlos, keineswegs! Deshalb: BEIDES gehört ausschließlich in die Hände eines Fachmannes: eines Arztes. |
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Natürlich auch, weil das eine riesige Kostenwelle gewesen wäre, letztendlich aber auch, weil ich überzeugt war diesen Weg zu gehen. Wenn im Frühjahr alles überstanden ist, werde ich mich mit dem Tierarzt beraten, wie es in Zukunft laufen wird. Ob er auch zu uns kommen würde usw. Und überhaupt wegen der ganzen Impfungen. Das ist dann auf alle Fälle finanziell zu stemmen. Wir waren ja auch sonst immer beim Tierarzt aber halt jetzt mit der Myxo nicht. Jeder und alle sagen einem ja auch ständig, die sterben eh alle. Ich wollte das nicht und hab den Kampf so aufgenommen. Ich wollte auch nicht hören, dass ich eh keine Chance habe. Ich bin glücklich, dass ich bis jetzt viele Tiere durchbekommen habe. Es ist eine große Herausvorderrung und auch ein ziemlicher Psychostress die kranken Häschen zu versorgen. Aber sie sind so schnuckelig, dass ich es nicht aufgeb. |
Hallo Gerti, es tut mir sehr leid, dass Dir jetzt noch Tiere gestorben sind. Ich drücke Dir weiterhin die Daumen, dass die restlichen überleben. Das die ganze Behandlung an den Nerven zehrt, kann ich mir sehr gut vorstellen. Ich wünsche Dir ganz, ganz viel Kraft marinahexe |
Gerti, längst nicht jeder Tierarzt sagt dir pauschal der Kampf sei aussichtslos. Ich kenne einige Fälle, wo gemeinsam mit dem TA der Kampf gewonnen wurde, und viele in denen gemeinsam mit dem TA der Kampf aufgenommen wurde. Nur wenn es WIRKLICH aussichtslos war, das Tier also bereits im Sterben lag, wurde eingeschläfert. Dass deine Kraft sehr strapaziert wird, kann ich mir vorstellen. Der Kampf auf Leben und Tod, Hoffnung und Verzweiflung, und zu verlieren, das ist unglaublich hart. Und ich hoffe, dass dir weitere Verluste erspart bleiben. Überleg aber bitte, ob du die Todesfälle nicht zum Anlass nimmst, eventuell doch mit dem TA Kontakt aufzunehmen - es wäre meiner Ansicht nach hilfreich wenn er die verbliebenen Nins abhören würde, um festzustellen ob er Lungengeräusche hört die dort nicht hingehören. Erkennt man Lungenentzündung zum Beispiel früh genug, kann man helfen. Und ich glaube dir, dass du an jedem einzelnen Tier sehr hängst, vor allem jetzt auch durch diesen Kampf. Trotzdem - wenn alles überstanden ist, möchte ich dich bitten noch einmal über saloivs Frage nachzudenken. Dass ihr so groß gebaut habt, ist ja trotzdem nicht verkehrt, ganz im Gegenteil. Reduziert ihr die Anzahl der Nins, leben die restlichen dann halt in einer Luxusvilla. |
hallo ich wäre auch zu einem ta,alleine schon weil ich angst hätte etwas falsch zu machen und keine nacht mehr ruhig schlafen könnte ohne mir vorwürfe zu machen, hätte mein experiment nicht geklappt. Aber ich finde man sollte auch bedenken, dass hier scheinbar der ganze bestand von 24!!! kaninchen ( waren alle erkrankt?) überlebt hat. Ich meine wenn man sich mal die anderen geschichten durchliest, wo sämtliche tierärzte abgeklappert wurden und sämtliche medikamente verabreicht wurden und die tiere trotzdem eins nach dem anderen verstorben sind, finde ich es schon erstaunlich, dass bei ihrer selbsbehandlung alle tiere dieses tödliche krankheit überlebt haben. Ich will jetzt nicht damit sagen: experimentiert an euren tieren rum :D aber ich denke es kommt hier auf die tiere an und durch ihre methode haben alle überebt, bzw die myxo überstanden und das ist schon ziemlich erstaunlich wie ich finde. lg edit: habe eben gelesen, dass doch 2 gestorben sind, (überlesen vorher) das tut mir natürlich sehr leid |
@ Fini : Lies mal genau, zumindest 2 sind gestorben (falls ich mich jetzt vertue,sorry). LG Passat |
ja, das hatte ich ja geändert, aber 2 von 24?? selbst das grenzt schon fast an ein wunder :) |
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Auf die Art werden überlebende Kaninchen langfristig zur Infektionsquelle für andere und sichern so das Überleben des Virus. |
Jinro hat es genau auf den Punkt gebracht - das scheinbare Wunder ist erklärbar und z. B. auch nicht auf die Behandlungsversuche zurückzuführen. Für den Halter macht das natürlich keinen Unterschied. Für jedes Nin was überlebt, ist man aus tiefstem Herzen dankbar, selbst wenn das der Virus nutzt um weiter Unheil anzurichten. Da ist man verständlicherweise selbstsüchtig. |
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Und wie ist das mit dem Impfen? Da wird den Kaninchen ja das Virus injiziert, um es dagegen immun zu machen...dann trägt es den Virus ja auch in sich und wird weiterverbreitet? Oder irre ich mich...sind nur so Gedankengänge.:o |
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Man kann unter Umständen tatsächlich zur Weiterverbreitung des Virus beitragen, ja. Bitter, nicht wahr? Man gewinnt den Kampf für das eigene Tier, und gefährdet möglicherweise dafür andere. Ich kann aber niemandem einen Vorwurf machen, der sich entscheidet den Kampf aufzunehmen. Denn man kann leider nicht den Wildkaninchenbestand mit impfen, so dass der Erreger ohnehin immer die Möglichkeit findet zu überleben. Ob dann die wenigen Tiere die in Menschenobhut diese Krankheit überleben tatsächlich ins Gewicht fallen ist fraglich. Es gibt nur eine einzige Möglichkeit, nicht entscheiden zu müssen ob man dem Virus das langfristige Überleben mit ermöglicht: impfen. |
Wenn der eigene Garten nicht gerade vor Wildkaninchen wimmelt, könnte man sich auch mit Fliegengittern etwas behelfen. Gelangen keine Blutsauger ins Gehege, sinkt die Chance der Weitergabe massiv. |
Nein, die Impfungen schützen nicht direkt vor Myxo und RHD sondern mildern den Krankheitsverlauf nur ab, so dass die Mordalitätsrate sinkt! Kaninchen-Impfstoffe sind leider sehr schlecht ausgereift, beim Menschen sieht es da rosiger aus. "Zur aktiven Immunisierung von Kaninchen ab einem Lebensalter von 5 Wochen um die Mortalität und die klinischen Symptome der Myxomatose zu verringern sowie um die durch die Hämorrhagische Krankheit der Kaninchen verursachte Mortalität zu verhindern. Beginn der Immunität: 3 Wochen Dauer der Immunität: 1 Jahr" Quelle: Impfstoff-Hersteller NOBIVAC |
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Immunität ist ein fest bestimmter Begriff. |
Dann wiedersprich sich der Hersteller selber. Erst ist die rede von Mortalität und dann von der Immunität. Mortalität ist auch ein fester Begriff. Das ist sehr vertrauenswürdig. Wenn es erst gar nicht zum Ausbruch kommen sollte, dann ist es unwichtig, ob die Mortalität steigt, weil es wie gesagt ja gar nicht erst zum Ausbruch kommen sollte. Wenn es allerdings wirklich nur die Mortalität steigern soll, dann kommt es dementsprechend zum Ausdruck und so wie der Text aufgesetzt ist, denke ich, dass eher der zweite Fall eintreten soll, es soll nicht vor dem Ausbruch schützen, sondern die Mortalität senken. So verstehe ich es, vllt sollte man aber nochmal beim Hersteller nachfragen. |
und dann kriegen es die Kaninchen auch wieder und verbreiten den Virus.... oder scheiden sie den Virus dann nicht aus? Ich mein wenn sie es jetzt dann trotz Impfung bekommen würden? |
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"Die Impfung bewirkt, dass das Immunsystem Antikörper bildet, die die Aufgabe haben im Falle einer Ansteckung mit dem Erreger vor dessen Krankheitsbild zu schützen." Man ersetzt dann noch Impfung mit dem Handelsnamen, Erreger durch die spezifischen Viren und Krankheitsbild gegen die Krankheit und gut ist. Im Grunde heißt Schutz eben auch, dass du nicht stirbst und keine Symptome zeigen solltest.;) |
Es erkranken weniger Kaninchen, aber immer noch sehr viele, und von den erkrankten sterben nicht alle, so dass im Vergleich zu ungeimpften Kaninchen mehr überleben. "Im vergangenen Jahr hatten zahlreiche Züchter in ihrem Bestand die Kaninchenseuche Myxomatose obwohl die Tiere geimpft waren. Viele Tiere haben die Seuche nicht überstanden, einige haben jedoch überlebt und sind jetzt wieder wohlauf. Sie haben aber kleine vernarbte Stellen auf der Nasenkuppe (leichte Verschorfung)." Achim S. LV Berlin-Brandenburg in einem Brief an den Impfstoffhersteller IDT Biologica |
Wenn man die von dir gestartete Umfrage zu dem Thema heranzieht, kommt man aber zu dem Schluss, dass die Impfung zu helfen scheint. Von allen Geimpften Tieren sind nur 6 Tiere - die mangels Nachweis auch Non-Responder sein könnten - erkrankt, alle übrigen geimpften Tiere sind nie erkrankt. |
Ich möchte dazu auch noch anmerken dass Züchter in den seltensten Fällen komplett gesunde Bestände haben, Saloiv, und die auch nicht vorher mittels Kotprobe durchchecken lassen. Die Fütterungsfehler und daraus resultierend die Kokzidienanfälligkeit kennst du ja - die Wahrscheinlichkeit dass also Tiere deshalb keinen Impfschutz aufbauen konnten weil in eine bestehende Infektion hineingeimpft wurde, ist sehr hoch. |
Hallo, ist denn mittlerweile überhaupt gesichert, dass es sich tatsächlich um Myxomatose handelt? Also wurde wenigstens eines der erkrankten Tiere einem TA zumindest einmal vorgestellt (wenigstens zur sicheren Diagnosestellung, wenn schon nicht zur Behandlung)? Außer den Kaninchenpocken käme als Differenzialdiagnose vielleicht auch noch die Kaninchensyphilis in Betracht...? [url=http://de.wikipedia.org/wiki/Kaninchensyphilis]Kaninchensyphilis[/url] Hab ich dieses Jahr nämlich bei einer Kollegin erlebt. Kam total aufgelöst in die Arbeit, eines ihrer Kaninchen habe Myxo und sei damit dem Tode geweiht etc. Letztendlich diagnostizierte der TA dann glücklicherweise "nur" Kaninchensyphilis (die ich allerdings auch nicht mit kolloidalem Silber behandeln würde). Viele Grüße Lilith |
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Die Umfrage ist zwar schön und gut, aber ich bezweifle stark, ob sie überhaupt ein Aussagewert hat, außer dass das Kaninchenforum wenig Myxoerkrankte hat. Für eine allgemeine Aussage müsste man schon mehr befragen. |
Das alle Züchter Kokzidien im Bestand haben ist übertrieben. Ich kenne allerdings selber eine Haltern die 40 Tierschutzkaninchen hatte (regelm. Kotproben) und sie sogar 3x im Jahr gegen Myxo impfen lies wegen Seuchengebiet. Sie wurde trotzdem erwischt und leider starben zwei Drittel, trotz intensiver Pflege, Tierarzt etc. Alle waren 3-4x im Jahr geimpft worden. Es ist allgemein bekannt, dass Die Impfung so wirkt, also die Mortalität reduziert. |
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Warum die von dir beschriebene Halterin 2/3 ihres Bestandes trotz der Impfung verlor, kann ich nur mutmaßen. Eine der Möglichkeiten: es handelte sich in diesem Fall vielleicht gar nicht um die Myxomatose, sondern um die von der Myxomatose teils schwierig abzugrenzenden Kaninchenpocken! Diese Erkrankung ist so selten geworden, dass einige Tierärzte sie gar nicht auf dem Plan haben. So wenig auf dem Plan haben, dass man über Google tatsächlich Tierarztpraxen findet, die beide Erkrankungen auf ihrer Website gleichsetzen! Und das obwohl die Myxomatose durch das Myxomatosevirus, die Kaninchenpocken aber durch ein Orthopoxvirus ausgelöst werden... Unglaublich, dass TIERARZTPRAXEN tatsächlich Kaninchenpest und Kaninchenpocken verwechseln *kopfschüttel* Ich gehe eher nicht davon aus, dass diese Differentialdiagnose überhaupt in Betracht gezogen wurde in dem von dir beschriebenen Fall. Ich selbst weiß von dieser Erkrankung auch nur deshalb, weil ich einen Erkrankungsfall aus einem anderen Forum kenne, wo ein Tierarzt sich an diese Erkrankung erinnert und sie sicher diagnostiziert hat. Die Diagnose hat großes Erstaunen bei den meisten - recht sachkundigen - Forianern ausgelöst, die Erkrankung war nicht nur mir unbekannt sondern vielen anderen auch. |
Zudem muss man bedenken, dass sich der Infektionsdruck in Gruppen von 40 Tieren signifikant von Gruppen mit 2-3 Tieren unterscheidet. |
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Myxo erwischt grundsätzlich geimpfte Tiere in Massen, das Thema braucht man eigentl. nicht diskutieren, TÄ in Seuchengebiten wissen das, der Hersteller weiß es, Halter die mit Myxo Kontakt hatten und ihre Kaninchen impfen wissen das. Nicht umsonst sind viele Myxo-Erfahrungsberichte im Web von geimpften Kaninchen. Geimpfte Tiere stecken sich mit geringerer Wahrscheinlichkeit an und haben einen schwächeren Verlauf. Mehr bewirkt die Impfung nicht. |
Du hast da Kokzidien und Myxomatose-Erreger ein wenig durcheinander geworfen, oder? Sonst ergibt dein Beitrag keinen Sinn. |
Oh stimmt, ich habe es gleich korrigiert. Danke für deinen Hinweis! :) |
Nun, ich muss wohl ausführlicher werden: Die übliche Züchterfütterung ist ein pelletiertes Alleinfutter, was meist mit Heu + Wasser kombiniert wird. Alternativ kommen andere stark verarbeitete Futtersorten in Betracht. In fast allen Fällen sind erhebliche Mengen an Zucker und/oder Stärke in diesen Futtermitteln enthalten. Diese Fütterung würde eine negative Auswirkung auf die Darmflora haben - bei einigen Tieren weniger (wie beim Menschen auch gibt es empfindlichere und weniger empfindliche) und bei anderen mehr. Stimmst du darin mit mir noch überein, Saloiv? Falls ja, dann weiter. Die Wahrscheinlichkeit, bei einer solchen Fütterung einen Kokzidienbefall oder Befall mit pathogenen Darmkeimen vorzufinden, ist größer als in einem artgerecht ernährten Bestand - siehe deine Meinung über die positive Auswirkung von Ad-Libitum-Ernährung auf die Darmgesundheit. Wenn diese Fütterungsform eine positive Auswirkung hat, müssen die dadurch ersetzten ja eine negative haben - es wäre sonst nicht nötig sie zu ersetzen. Immer noch Übereinstimmung? Dann weiter: Die Wahrscheinlichkeit dass da in einen Infekt hineingeimpft wird, ist also entsprechend erhöht! Wenn du genau liest, spreche ich genau davon: von einer Wahrscheinlichkeit, NICHT von einer Tatsache. Die einzige Ungenauigkeit bei der ich mich zu Recht ertappt fühle, ist die Formulierung "und die vorher auch nicht mittels Kotprobe durchchecken lassen". Hier hätte ich besser deutlich gemacht, dass auch das wieder auf einen Großteil der Züchter zutrifft und nicht auf jeden einzelnen. Ergo behaupte ich - und bleibe auch dabei! - dass die Wahrscheinlichkeit dass bei einer üblichen Züchterhaltung (hohe Anzahl von Tieren, hoher Trockenfuttereinsatz sowie aus Kosten- und Zeitgründen keine gezielten Untersuchungen jedes einzelnen Tieres vor der Impfung mit Gewichtskontrolle, Kontrolle der Körpertemperatur und allgemeiner Untersuchung) ein kompletter Bestand weder Kokzidien noch andere pathogene Darmkeime aufweise, äußerst gering ist. Entsprechend erhöht sich die Wahrscheinlichkeit allein in diesem Bereich in einen Infekt hineinzuimpfen, ganz erheblich. Inwieweit dies auf einen konkreten Züchterbestand zutrifft, muss man dann sehen. Eine Wahrscheinlichkeitsaussage ist nun einmal eine Wahrscheinlichkeitsaussage und kein Generalverdacht. |
Hallo mal wieder, bis jetzt ist kein Häschen mehr gestorben. Den Tierchen tollen fröhlich im Gehege rum und ich hoffe, dass die Zeit bald vorbei ist. Das zieht sich ganz schön hin, aber das liest man ja überall :( Gruß Gerti |
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