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Tiffi 19.09.2012 07:20

Myxomatose in hamburg ausgebrochen
 
Hallo,

wie man sich beid em titel vllt denken kann wohne ich ihn hamburg.
gestern habe ich gelesen das myxo hier ausgebrochen ist und schon knapp 200 erkrankte wildkaninchen beim tierschutz aufgenommen wurden.

meine zwei leben drinnen und sind ende april gegen RHD und myxo geimpft worden. wenn ich lüfte hoppeln sie auch mal aufm balkon raus und zur zeit verirren sich auch gerne mal mücken zu uns in die wohnung :(
muss ich mir iwie sorgen machen das sie sich trotz impfung anstecken könnten? oder ist das risiko zu gering?

danke für antworten :)

Lupine 19.09.2012 08:12

Sprich bitte mit deinem Tierarzt, ob es möglicherweise Sinn macht die Impfung jetzt aufzufrischen. Dies sollte jedoch - wenn er meint dass das jetzt in dieser Situation Sinn macht - nur dann geschehen wenn deine Nins topfit sind, also bitte vorher eine Sammelkotprobe abgeben.

Ich würde durchaus zu erhöhter Vorsicht raten, leider kann die Impfung nicht immer einen 100%igen Schutz bieten. Das hängt nicht zuletzt davon ab, wie gut das Immunsystem des Kaninchens auf die Impfungen reagieren konnte. Die Impfung kann aber, selbst wenn sie nicht 100%ig wirkt, die Chancen des Tieres deutlich erhöhen falls es doch zu einer Erkrankung kommen sollte.

Bounty Bunny 19.09.2012 09:22

Oh man...ich dachte ich komme drum rum. Meine Nins leben auch drinnen und meine Männchen haben ihre zweite Impfung noch nicht bekommen aber da sie ja drinnen leben dachte ich muss das auch nicht unbedingt sein, wenn ich die Rate sehe die bei einer Impfung zu Nebenwirkungen geführt hat^^

Lady_Dynamite 19.09.2012 09:36

:eek: Oh Gott! Ich wohne auch in Hamburg und auf der Grünfläche vor meiner Wohnung tummeln sich immer Wildkaninchen, eines demletzt sah auch nicht ganz fit aus.:eek:

Ich habe RHD und Myxo Ende Juni nachimpfen lassen. Sollte ich nochmal nachimpfen lassen? Oder einfach zwecks Mücken vorsichtig sein? Sind das diese ganz normalen Stechmücken, die auch Menschen stechen? Meine Beiden sind auch nur in der Wohnung.

Jinro 19.09.2012 10:19

Zitat:

Zitat von Bounty Bunny (Beitrag 406090)
Oh man...ich dachte ich komme drum rum. Meine Nins leben auch drinnen und meine Männchen haben ihre zweite Impfung noch nicht bekommen aber da sie ja drinnen leben dachte ich muss das auch nicht unbedingt sein, wenn ich die Rate sehe die bei einer Impfung zu Nebenwirkungen geführt hat^^

Die Statistik zeigt vor allem, dass die Impfung wirkt. Auch wenn es Nebenwirkungen gab sind die Tiere nicht erkrankt. Mit Nebenwirkung und mit Erkrankung gibt es bislang genau 0 Fälle.

Lupine 19.09.2012 10:39

Zitat:

Zitat von Bounty Bunny (Beitrag 406090)
... wenn ich die Rate sehe die bei einer Impfung zu Nebenwirkungen geführt hat^^

Wo siehst du denn diese Rate? Wir hatten das neulich erst - diejenigen wo die Impfung problemlos verläuft, die melden sich natürlich nicht in den Foren. So entsteht der - durchaus alles andere als richtige! - Eindruck die Nebenwirkungsrate (Impfmyxomatose) sei extrem hoch, doch das stimmt natürlich nicht.

Zum Beispiel muss man all die Züchter schon mal abrechnen die sich nicht in Liebhaberforen tummeln. Sie impfen, soweit sie auf Ausstellungen scharf sind, regelmäßig und meist die gesamten Bestände. Und fast jeder konventionelle Züchter ist scharf auf Ausstellungen, da kommen eine Menge Nins zusammen. Wäre die Rate an Nebenwirkungen (insbesondere Impfmyxomatose) tatsächlich so hoch, hätten die Züchter schon längst den eigenen Zuchtverband gezwungen auf die Impfpflicht zu verzichten.

Bounty Bunny 19.09.2012 11:18

Ich weiß einige werden mit mir schimpfen wenn ich Kaninchen versuche zu vergleichen aber wie jedes andere Tier sind sie doch dem Menschen in ihren Grundbedürfnissen sehr ähnlich und haben ihren eigenen Willen. Jedenfalls mache ich zwischen Tier und Mensch keinen unterschied.

Woher ich das habe, ich habe es gelesen und festgestellt das es eigentlich nichts anderes ist wie wenn wir uns gegen Grippe oder ähnliches impfen lassen oder nehmen wir das schöne Beispiel mit der Schweinegrippe. Viele die sich Impfen haben lassen sind dann erst richtig erkrankt und bei vielen anderen hat es geholfen aber im Grunde ist es doch so das es bei Kaninchen wesentlich schwerer ist zu er erkennen ob das Immunsystem vielleicht schon geschwächt ist.
Natürlich lasse ich meine Nins vorher untersuchen aber wenn sie eh in Innenhaltung leben wege ich schon ab ob es mir das Wert ist.

Lupine 19.09.2012 11:48

Myxomatose mit Schweinegrippe zu vergleichen halte ich für sehr gewagt, ehrlich gesagt.

Die Schweinegrippe hat wenn ich mich richtig erinnere eine Todesrate um ca. 1 % aller Erkrankten, die Behandlungsmöglichkeiten sind durchaus gut.

Die Myxomatose führt bei ungeimpften Tieren dagegen mit sehr großer Wahrscheinlichkeit zum Tod, hier werden eher die Fälle einer Heilung gezählt... Einzelfälle...

Du siehst - es ist durchaus was anderes! Die Myxomatose ist von der Todesrate her ungefähr mit den Pocken vergleichbar beim Menschen. Ganz ehrlich - ich habe mich gegen Schweinegrippe nicht impfen lassen, aber wenn es noch Pocken gäbe, die Pockenimpfung wäre die erste die ich machen lassen würde, und zwar sofort.

Was den eigenen Willen betrifft: einen Menschen kann man - normalerweise jedenfalls - fragen. Ein Tier kann dir nicht antworten und du kannst ihm auch nicht die für die Entscheidungsfindung notwendigen Informationen zukommen lassen, ihr sprecht nun einmal unterschiedliche Sprachen.

Da du auch deine Kaninchen mit Sicherheit nicht fragst ob sie nicht viel lieber in freier Wildbahn leben würden mit allen Gefahren die es dort gibt, statt bei dir in der Wohnung, kannst du den eigenen Willen der Tiere den ich nicht bestreiten mag eben nicht als Argument heranziehen.

Edit: Warum wird eigentlich immer die Innenhaltung herangezogen als weniger "gefährlich"? Wenn man sich die Übertragungswege anschaut (Insekten) stellt man schnell fest dass diese sich nicht davon abhalten lassen auch in Häuser einzudringen. Die Gefährdungslage unterscheidet sich also nur unwesentlich.

JayJay 19.09.2012 11:57

Es geht hier nicht um den Vergleich zwischen Kaninchen und Menschen - auch, wenn ich den jetzt ebenfalls nicht nachvollziehen kann...

Vergleich doch bitte mal den Krankheitsverlauf.
Eine Grippe ist keine Myxo.
Der Krankheitsverlauf (sofern überhaupt eine Erkrankung zustande kommt)
ist nach einer Impfung aber immer abgeschwächt.

Kreusa 19.09.2012 12:03

Ich weiß ja nicht wie viele derjenigen, die nicht impfen weil sie Angst vor einer Impfmyxo haben, schonmal wirklich einen Impfmyxofall hatten.
Ich hatte einen und habe danach auch eine Weile gehadert, ob ich weiterimpfe. Ich habe mich dafür entschieden. Klar waren die Impfmyxo-Tage bei Gizmo wirklicgh fies und ich hatte ziemlich Angst, aber ich würde eher das nochmal in Kauf nehmen (es war zu keinem Zeitpunkt lebensbedrohlich und er war die ganze Zeit über ziemlich fit), als eine echte Myxo hier zu haben und mit dem Gedanken leben zu müssen, ich hätte mit einer Impfung vielleicht das Leben meiner Tiere retten können.
Ich weiß nicht, wie viele Todesfälle es bei Impfmyxoerkrankungen gibt, ich glaube es sind sehr wenige. Ich weiß aber, dass meine Tiere bei einer "echten" Myxo sehr wahrscheinlich sterben werden und ich dieses Risiko mit einer Impfung verringern kann.

Bounty Bunny 19.09.2012 12:07

ich gebe ja zu Schweinegrippe war ein blödes Beispiel aber mir ging es auch mehr um die Impfung allgemein.

Mit eigenen Willen meine ich vor allem ihren eigenen Kopf, deshalb liebe ich Katzen und Kaninchen so weil sie nicht einfach das tun was du von ihnen erwartest sondern ihre eigenen Launen haben. Wenn eine Katze kein Bock hat dann geht sie wieder und das muss ich auch akzeptieren, dass ist ja mit Kaninchen nicht anders :-) Nins sind ja eigentlich auch wie Kinder, du übernimmst Verantwortung und sorgst für sie und versuchst das bestmglichste zu bieten und musst eben auch Entscheidungen treffen.

Ja leider werden mir meine Nins wohl nicht antworten wenn ich sie etwas frage aber ich kann versuchen sie zu verstehen in dem ich sie genau beobachte.

Letztendlich werde ich sie wohl auch impfen lasse aber nur dann wenn ich 100% sicher sein kann das alles gut geht. Alle Stechmücken fernhalten kann ich trotz Fliegengitter trotzdem nicht, das weiß ich auch aber würden sie auf dem Balkon leben würde ich auch keinen Augenblick mit der Impfung zögern.

JayJay 19.09.2012 12:14

Irgendwie habe ich dein Aussage noch nicht so richtig verstanden -
Du lässt impfen, weil..
Du lässt nicht impfen, weill... !?

Ich kann ja nur raten, aber wenn meine Tier antworten könnten, dann würden es sich wohl eher für eine kleine Erkältung als für eine Grippe entscheiden - also immer das kleinere Übel wählen ;)

Lupine 19.09.2012 12:14

Zitat:

Zitat von Bounty Bunny (Beitrag 406175)
Letztendlich werde ich sie wohl auch impfen lasse aber nur dann wenn ich 100% sicher sein kann das alles gut geht.

100%ig sicher ist allenfalls der Tod, aber sonst nichts im Leben. Und auch beim Tod bin ich mir nicht 100%ig sicher :cool:


Zitat:

Alle Stechmücken fernhalten kann ich trotz Fliegengitter trotzdem nicht, das weiß ich auch aber würden sie auf dem Balkon leben würde ich auch keinen Augenblick mit der Impfung zögern.
Warum zögerst du dann in der Wohnung? EINE Mücke reicht. Woher willst du wissen dass es nicht gerade diese eine ist, die sich Zutritt zu deiner Wohnung verschafft? Oder deine Kleidung: Gehst du nicht manchmal durch Gras? Desinfizierst du dann umgehend deine Schuhe wenn du heimkommst, und wechselst sofort die Kleidung und wäscht die Sachen die du draußen anhattest komplett (inclusive Jacke, Schal u. ä.) bei mindestens 60 Grad? Myxomatose kann mehrere Monate "überleben"...

Bounty Bunny 19.09.2012 12:40

Ich hatte ja schon gesagt das ich mir noch unsicher bin ob ich Impfen soll oder nicht aber wenn das jetzt in Hamburg auf einmal so schlimm sein soll und wir haben vor der Haustür massenhaft Wildkaninchen dann werde ich wohl demnächst mal einen Impftermin machen.

Außerdem sind unsere Nins ja auch eigentlich schon geimpft, nur unsere Männchen sind so früh von ihrer Mama getrennt wurden und zu früh an uns verkauft worden das sie leider nur die erste Impfung bekommen haben bevor der Tierarzt die Nins freigegeben hat.
Es ging auch mehr darum ob die Impfung dann auch konsequent zum Termin wiederholt wird.

Lupine 19.09.2012 13:19

6 Monate zwischen den Impfterminen sollten eigentlich nicht überschritten werden. Wenn der Infektionsdruck so hoch ist wie bei euch derzeit würde mein TA sogar empfehlen die Impfabstände auf 4 Monate zu verkürzen. Anders als bei anderen Impfungen bleibt der Impfschutz leider nicht wirklich lange aufrecht erhalten, auch bei einer durchgestandenen Erkrankung wäre das Tier nicht unbedingt immun.

Edit: diese Aussage bezieht sich auf den alten Impfstoff!

Angesichts des Infektionsdrucks würde ich an deiner Stelle umgehend mit dem TA das weitere Vorgehen besprechen, und nicht "demnächst einen Termin ausmachen". Myxo breitet sich mit ca. 400 km pro Jahr aus soweit ich weiß - das sind knapp 1,1 km pro Tag...

Filina 19.09.2012 13:25

Hey hier ist ein Artikel wegen des Falls.
Dort wird von Tierschutz empfohlen zu Impfen!
http://www.abendblatt.de/ratgeber/wissen/article2403311/In-Hamburg-grassiert-toedliche-Kaninchenseuche.html

Tiffi 19.09.2012 16:15

ja, ich habe den artikel in der MOPO gelesen. dieser hier ist aber noch etwas ausführlicher.

toll, ich bin seid heute endlich (!!!) mit dem TA durch. habe heute vormittag natürlich vergessen ihn auf den myxo ausbruch darauf anzusprechen.
ich werde nochmal anrufen oder morgen vorbei gehen und fragen was die mir bezüglich nachimpfen empfehlen.

TA besuche nehmen niemals ein ende oder ;(

saloiv 19.09.2012 16:24

In Risikogebieten würde ich auf jeden Fall zu einer Impfung raten. In Risikogebieten besteht zwar auch das Risiko, dass die Impfung Nebenwirkungen hat, aber dort ist sie wirklich nötig, d.h. wenn man Nutzen und Risiko abwägt, ist in Risikogebieten der Nutzen sehr viel höher als in Nicht-Risikogebieten. Deshalb rückt in solchen Gebieten das Risiko durch die Impfung in den Hintergrund.

Zitat:

Zitat von Lupine (Beitrag 406211)
6 Monate zwischen den Impfterminen sollten eigentlich nicht überschritten werden. Wenn der Infektionsdruck so hoch ist wie bei euch derzeit würde mein TA sogar empfehlen die Impfabstände auf 4 Monate zu verkürzen. Anders als bei anderen Impfungen bleibt der Impfschutz leider nicht wirklich lange aufrecht erhalten, auch bei einer durchgestandenen Erkrankung wäre das Tier nicht unbedingt immun.

Angesichts des Infektionsdrucks würde ich an deiner Stelle umgehend mit dem TA das weitere Vorgehen besprechen, und nicht "demnächst einen Termin ausmachen". Myxo breitet sich mit ca. 400 km pro Jahr aus soweit ich weiß - das sind knapp 1,1 km pro Tag...

Das würde ich nicht so verallgemeinern, es kommt auf den Impfstoff an. So etwas sollte mit dem Tierarzt abgesprochen werden. Der neue Impfstoff muss nur 1x im Jahr geimpft werden.

Lupine 19.09.2012 19:07

Hier in der Gegend gibt es den neuen nur theoretisch. Er ist zu teuer - die einmalige Impfung würde hier zwischen 40 und 60 Euro kosten, ich hatte das im Frühjahr erfragt. Außerdem sind längst nicht alle Tierärzte schon davon überzeugt dass man Nins die bisher die alte Impfung bekamen mit der neuen immunisieren kann - es gibt da ja gravierende Zweifel.

Aber du hast Recht saloiv - in einigen Gegenden Deutschlands könnte der neue Impfstoff schon im Praxisalltag angekommen sein und ich werde nächstens klar machen dass sich das auf den alten Impfstoff bezieht.

saloiv 20.09.2012 00:31

Hier bekommt man (bei den guten Tierärzten) ausnahmslos nur noch den neuen Impfstoff. Der Impfstoff ist eigentlich auch das günstigste an der ganzen Impfung, der Preisunterschied des Mittels dürfte sich kaum auf den Allgemeinpreis schlagen, vor allem weil ja auch nur 1x im Jahr geimpft werden muss.
Zitat:

Zum Beispiel beim Impfen. Hunde erhalten eine Mischimpfung gegen Staupe, Hepatitis und Zwingerhusten und Parvovirose. Die Mischung kaufen wir bei der Pharma-Industrie für 1,95 Euro. Die Impfung kostet bei uns in der Praxis 28.30 Euro. Ich weiß von anderen Tierärzten, die dafür 85 Euro kassieren. Dafür fehlt mir jedes Verständnis.
http://www.kritische-tiermedizin.de/2011/Auspluenderung_der_Tierhalter_durch_deutsche_Tiera erzte.html
Wenn extreme Preise verlangt werden, dann liegt es meistens am Tierarzt und nicht an der Arznei. Wegen der geringen Impf-Preise werden diese auch nicht veröffentlicht und nur gegenüber Tierärzten genannt. Die Tierärzte verdienen an den Impfungen genug, sie müssen nicht minimale Preisdifferenzen so extrem ausnutzen und beim Tierhalter deshalb gleich 50€ mehr verlangen wenn das Medikament 2€ teurer ist.


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