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linchen89 27.05.2013 14:17

Panacur kann auf lange Dauer die Darmschleimhaut schädigen.

Kaninchen haben nicht so wie wir erwachsenen Menschen weißes, sondern braunes Fettgewebe. Die Farbe kommt dadurch, dass dieses Gewebe mit Mitochondrien vollgepackt ist. Das sind die "Kraftwerke" der Zelle, die über einen speziellen Stoffwechselweg Wärme produzieren können. Auch Säuglinge haben einen kleinen Teil von braunem Fettgewebe.
Kaninchen zittern also eigentlich nicht, erst wenn ihre Kraftreserven aufgebraucht sind und sie schon über längere Zeit diesen Stoffwechselweg nutzen mussten.

Deswegen würde ich eher vermuten, dass das Zittern vom Nervensystem kommt, weil er nun mal die Diagnose E.c. hat. Da E.c. eine Hirnhautentzündung verursacht und somit das Kleinhirn angreifen kann(welches für die Motorik und Koordination zuständig ist), dann kann dies durchaus zu Koordinationsverlust kommen. Es kann aber auch generell die "Ummantelung" der Nerven angreifen und dadurch zu diesem Zittern führen. Das müsste man alles in einer neurologischen Untersuchung herausfinden, wobei die Möglichkeiten dieser speziellen Untersuchung bei Kaninchen als eher eingeschränkt zu sehen sind. :-/ Bei Hunden kann man da viel mehr untersuchen :-(

Dagegen spricht, dass du ihn nass in den Käfig gesetzt hast und sein Immunsystem komplett überfordert gewesen sein könnte.

Der arme Kleine :-( Schön, dass du mit ihm zum Arzt gehst und nicht nur hier rumschreibst!

marinahexe 27.05.2013 14:54

Hab ich jetzt erst gelesen.

Ich würde Panacur, Vitamin B und AB (Chloramphenicol) verabreichen.

LuiUndLilli 27.05.2013 18:01

Dankeschön für eure Antworten,

er bekommt kein AB. :mad: Die Tierärztin meinte, dass das Panacur/ Vit. B in einer Woche helfen müsste und wenn das nicht der Fall wäre, müssten wir erkennen, dass es eben keinen Sinn mehr hat.

Ich bin so enttäuscht...

Ich bin die Letzte, die will, dass der kleine Kerl leidet. So schwer mir das fiele, ich würde ihn sofort einschläfern lassen, wenn ich wüsste, dass er nicht zu behandelnde Schmerzen hat oder die ganzen Medikamente seinen Tod ohnehin nur verzögern, aber ich habe in den letzten Wochen viel über diese Krankheit und persönliche Erfahrungen anderer Hasenbesitzer gelesen und muss sagen, dass er im Vergleich dazu noch in einem guten Zustand ist. Er ist sehr aufmerksam, kommt sofort an das Gitter, wenn ich rauskomme und Futter bringe, er kuschelt mit Lilli, er kommt noch aus dem Stall heraus und läuft freiwillig (!) auf dem Balkon umher, er schleckt uns die Hand ab, wenn wir ihn gestreichelt haben, usw. Das einzige - wenn auch größere - Problem sind eben seine Hinterläufe und damit einhergehend die Unfähigkeit sich zu putzen, sodass er sich voll uriniert und wir ihn waschen/baden müssen.

Als er im April krank war, hat mir hier jemand den Link zu einem Bericht gepostet. Dort war ein Kaninchen zu sehen, dass die Beine komplett hinter sich herzog. Dieses Häschen muss sich doch auch volluriniert haben, oder nicht? Und es ist offenbar wieder gesund geworden.

@ marinahexe: Danke für deine Empfehlung!Ich überlege jetzt bloß, wo ich das AB herbekomme. Ein "neuer" Tierarzt wird sich Lui ja sicherlich erst mal anschauen wollen, was wieder Stress für ihn bedeutet wegen der Autofahrt.

Ach, mensch :-(

Und unser anderes Häschen tut mir auch so leid. Sie ist so gesund und aktiv und momentan ganz aufgedreht, weil Lui ja nicht mehr mit ihr spielen kann. Ihm ging es vor 6 Wochen auch schon mal so schlecht, wenn nicht schlechter, aber da kam er mit dem AB wieder auf die Beine, ist herumgeflitzt und war munter... hatte ich ja bereits berichtet...

Danke euch... :(

marinahexe 27.05.2013 23:11

Ich würde nochmal in einer anderen Praxis anrufen und den Fall schildern. Sag ruhig, dass die bisherige Ärztin sich weigert weiterzubehandeln, Du aber keine Notwendigkeit siehst, jetzt schon die Flinte ins Korn zu werfen.

Meinst Du diesen Link?

http://www.kaninchenforum.de/kaninchen-faq/24132-e-cuniculi-es-lohnt-sich-zu-k%E4mpfen.html

LuiUndLilli 28.05.2013 12:11

Mittlerweile habe ich über diese Seite einen anderen Tierarzt in unserer Stadt ausfindig gemacht. Ich sprach zunächst mit der Tierarzthelferin, weil ich mich erkundigen wollte, wie gut sie sich in der Praxis mit E.C. auskennen. Offenbar gut, denn auch die Arzthelferin konnte mir sehr gut Auskunft geben. Nach Rücksprache mit dem Arzt weiß ich nun, dass ich jederzeit in die Praxis kommen und ein AB abholen könnte, auch ohne den Hasen extra vorbeizubringen, da er mir offenbar glaubt, dass ich das Ganze realistisch dargestellt habe. Ich habe jedoch zusammen mit meinem Freund entschieden, dass wir noch bis Freitag damit warten und dann schauen, wie der aktuelle Stand ist, denn ich habe heute Morgen gesehen, dass er zwar keinen Durchfall, aber doch recht weichen (Darm?) Kot hatte, sodass ein AB ja vermutlich nicht das Beste wäre...
Es geht ihm heute zumindest nicht schlechter. Er kam heute Morgen angelaufen, hat sehr viel gefressen, ist dann aus dem Stall gestolpert, auf dem Balkon herumgelaufen, wieder in den Stall reingestolpert (da muss er 10 cm überwinden) und wieder raus. Zwischendurch sitzt er natürlich auch einfach mal nur rum. Er ist leider wieder nass, wenn auch nicht so nass wie gestern, sodass wir ihn leider auch heute wieder baden müssen, was er gar nicht toll findet...

Ich kann gerne mal berichten, wie es weiter geht.

Ja, marinahexe, den Link meinte ich. Mich wundert, dass der Hase trotz der Lähmung ein so flauschiges Fell hat, denn er muss sich doch auch volluriniert haben. Obwohl wir ihn zu zweit baden, kämmen und föhnen, bekomme ich sein Fell nicht so hin, es sieht ganz im Gegenteil am Popo sehr zerzaust aus.

april 28.05.2013 17:03

Gute Idee, den TA zu wechseln, das hätte ich Dir auch empfohlen.
Stress oder nicht würde ich dem neuen Tierarzt allenfalls das Tier zeigen - dann musst Du auch nicht selbst herumdoktern und zweifeln.
Bei mir haben sich auch die zwei EC Hasen gelegentlich eingenässt, das ist bei der Hinterhandschwäche unumgänglich, muss aber kein Dauerzustand sein.

LuiUndLilli 31.05.2013 16:15

Hallo... Leider geht es unserem Lui nicht besser. Ich muss dazu sagen, dass nicht die akuten E.C. Symptome das Hauptproblem sind, denn er läuft wieder relativ normal, wenn auch mit einigen Wacklern. Das Hauptproblem ist, dass er keine richtige Kraft mehr in den Hinterbeinen hat, sein Hintern dadurch fast auf dem Boden aufliegt und er dadurch einen sehr dreckigen Hintern hat. Wir baden ihn nun fast täglich und föhnen ihn anschließend trocken. Das Baden lässt er sich mittlerweile gefallen und ist dabei ganz ruhig. Allerdings hat er schon kahle Stellen an den Hinterbeinen, denn beim Abtrocknen geht sehr viel Fell mit ab. Er sieht hinten wirklich schlimm aus, hat zwar keine wunden Stellen, aber dennoch kaum noch Haare und die, die noch da sind, sind sehr zerzaust. Auch die Blume ist quasi kaum noch vorhanden. Der Tierarzt meinte, dass er ja eigentlich noch ganz munter ist und es unsere Entscheidung sei den Zeitpunkt zu bestimmen, da er auf Dauer wahrscheinlich eingeschläfert werden müsste. Nun überlegen mein Freund und ich täglich neu, ob es für ihn wohl noch lebenswert ist oder nicht. Allerdings fällt es mir zunehmend schwer das zu beurteilen. Er frisst, er kommt aus dem Stall heraus und läuft umher, er ist neugierig und kommt angelaufen, um sich Löwenzahn abzuholen, aber genauso zittert er von Zeit zu Zeit und sieht eben am Hintern sehr schlimm aus. Wie soll man da entscheiden, wann der richtige Zeitpunkt ist?

Ich wünsche mir sehr, dass er wieder gesund wird, also versteht das bitte nicht falsch, aber dennoch frage ich mich, was zu tun ist, wenn wir ihn nun einschläfern lassen müssen. Sollten wir Lilli, seine Partnerin, mit zum Tierarzt nehmen, damit sie dabei ist? Oder sollten wir ihn anschließend in den Stall zu ihr legen, damit sie merkt, dass er tot ist und wir ihn nicht einfach "weggenommen" haben? Wie schnell sollten wir ihr einen neuen Partner dazusetzen? Ich habe bereits auf der Seite unseres Tierheims hier in der Stadt geschaut, aber ein 4-5 jähriges Männchen ist dort momentan nicht. Wie alt sollte ein neuer Partner denn mindestens sein? Fragen über Fragen...

LuiUndLilli 31.05.2013 16:27

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Das sind die beiden... der Kleine ist Lui, die Große ist Lilli.
Das linke Bild war vor 2 Wochen an dem Abend, an dem es wieder los ging. Das rechte Bild ist von gestern...

marinahexe 31.05.2013 18:02

Vielleicht hilft es, wenn er sich mehr bewegt? Ich könnte mir vorstellen, dass die Muskeln etwas abgebaut haben und wieder trainiert werden müssen.

Wenn Du Dich dazu entschließt, ihn gehen zu lassen, kannst Du ihr relativ schnell wieder einen neuen Partner holen - wenn Du es kannst. In welcher Ecke wohnst Du denn, dann halte ich die Augen mal auf wegen einem passenden Männchen. Wie alt ist Lilli jetzt?

LuiUndLilli 31.05.2013 20:24

Ja, das kann gut sein, dass sich dadurch Muskeln abgebaut haben. Er kann tagsüber aus dem Stall heraus und läuft auch immer wieder auf dem Balkon umher, aber ob das ausreicht...?

Ich habe mich den ganzen Tag über darauf eingestellt, ihn morgen einschläfern zu lassen, aber als mein Freund vorhin nach Hause kam, meinte er, dass er doch sauberer wäre als gestern und auch besser laufen würde und dass er damit noch warten würde. (Mein Freund ist da nicht ganz so zimperlich wie ich, tendiert eher dazu ein Tier zu erlösen). Insofern weiß ich mal wieder nicht, was ich machen soll. Werde den morgigen Tag abwarten und weiterhin täglich neu entscheiden...

Lilli ist genauso alt wie Lui - 4,5 Jahre. Woher wir kommen, schreibe ich dir gerne per PN. ;)

Liebe Grüße

LuiUndLilli 04.06.2013 22:17

Hallo, ;)

ich möchte gerne kurz berichten, wie es unserem Kaninchen geht, um zu zeigen, dass es sich zumindest in unserem Fall tatsächlich gelohnt hat bei dieser Krankheit durchzuhalten:

Wie schlecht es Lui ging, kann man ja den Beiträgen entnehmen. Zwischenzeitlich ging ich davon aus, ihn ganz sicher einschläfern lassen zu müssen. Heute waren wir erneut beim TA und sie meinte zwar, dass seine kahlen Hinterbeinchen schlimm anzusehen seien, allerdings nichts entzündet wäre und es aktuell keinen Grund zum Einschläfern gibt. Er kann sich wieder ein klein wenig selbst putzen und nässt sich nicht mehr so extrem ein. Er bewegt auch wieder beide Hinterbeinchen ohne eines von ihnen im Wechsel zu schonen. Auch fällt er beim Laufen nicht mehr um. Er ist natürlich noch ein wenig wackelig unterwegs, aber es war schon viel, viel schlimmer und vor allen Dingen zeigt er ganz deutlich, dass er kämpfen will. Er hat das Sprechzimmer ausgiebig inspiziert und auch als wir zu Hause waren, hat er sich nicht in den Stall verkrochen, sondern ist über den ganzen Balkon gelaufen und hat neugierig unsere Balkonputzaktion verfolgt und anschließend eifrig gefressen. Ich weiß, dass es jederzeit wieder schlechter werden kann, aber ich bin sehr froh durchgehalten zu haben, denn er hatte heute einen richtig schönen Tag und Abend und mit seiner Lilli sicherlich viel Spaß! :-)

april 05.06.2013 10:53

Das finde ich jetzt richtig schön. Wenn er jetzt ein bisschen Auslauf hat und wieder jeden Tag totale Routine, dann hat er gute Chancen, dass es sich auch weiterhin noch verbessert. Gratuliere zu Deiner Tapferkeit und Deiner guten Pflege!

LuiUndLilli 06.06.2013 14:34

Dankeschön. ;) Ich bin richtig froh, dass er auch den zweiten Schub innerhalb von 2 Monaten so gut verkraftet hat, obwohl es zwischenzeitlich ganz anders aussah. Wir geben ihm nun auf jeden Fall noch ein paar Wochen Panacur und Vit. B und hoffen, dass er noch so lange wie möglich fit bleibt.
Liebe Grüße :-)

LuiUndLilli 19.06.2013 15:29

Hallo, :-)

als wäre diese Hitze nicht genug, hat Lui seit gestern Morgen nur noch im Schneckentempo gefressen und dabei das Mäulchen gelegentlich aufgerissen. Deshalb war ich noch gestern Abend beim Tierarzt und das war auch gut so... der Kleine hatte 1 cm zu lange Backenzähne, die wohl schon die Schleimhaut verletzt haben und noch gestern Abend gekürzt wurden... Er hat sich nichts anmerken lassen! Erst gestern fing er an langsamer (aber nicht weniger) zu fressen... Jedenfalls bekam er anschließend ein Schmerzmittel und aß den Gemüsebrei, den ich gemixt hatte, ganz fleißig. Auch gestern Abend gegen 24 Uhr fraß er noch fleißig. Nur heute Morgen rührte er nichts an. Keinen Brei, keinen Apfel, kein Heu, keinen Löwenzahn (ganz schlechtes Zeichen, denn er frisst eigentlich immer, egal was er hat). Ich habe dann von der Tierärztin noch mal Schmerzmittel bekommen, das ich ihm heute Morgen ins Mäulchen gegeben habe. Danach hat er ca. 3 EL Gemüsebrei gefuttert. Jetzt rührt er wieder seit ca. 1-2 Stunden nichts an. Ich habe die beiden gestern kurzerhand reingeholt und im Bad einquartiert, weil es einfach tierisch heiß draußen ist und ich wegen EC Angst hatte...

Was ich jedenfalls fragen wollte: Wie lange können denn die Schmerzen vom Backenzähne kürzen andauern und ab wann sollte er eigentlich wieder normal fressen? Wie lange soll ich ihm Brei geben? Weil Lilli ja normales Futter bekommt, habe ich gesehen, wie er vor 2 Stunden auch mal vom Chicoree abgebissen hat. Allerdings sitzt er so ruhig und zusammengekauert in der Ecke, das ich überlege, ob er trotzdem noch Schmerzen haben könnte...

Viele Grüße :-)

marinahexe 19.06.2013 16:33

Das Zähneschleifen an sich verursacht keine bis wenig Schmerzen. Es wurde unter Narkose gemacht? Was Schmerzen verursachen kann, ist die Verletzung der Schleimhaut. Hat er dafür ein AB bekommen? Wenn die Zähne ohne Narkose geschliffen wurden, könnte er auch traumatisiert sein. Da er aber gestern schon gefressen hat, gehe ich davon nicht aus. Welches Schmerzmittel bekommt er denn? Evtl. etwas höher dosieren und evtl. das Mäulchen nochmal kontrollieren lassen, dass es nicht anfängt zu eitern.

LuiUndLilli 19.06.2013 20:03

Nein, die Zähne wurden ohne Narkose gekürzt, denn ich hatte den Termin spät abends, sodass ich für eine Narkose heute Morgen noch mal hätte kommen müssen. Zudem meinte sie, dass die Narkose eine Belastung ist und es ihm ja wegen EC sowieso die ganze Zeit nicht so gut ging (und "gut" ist es noch immer nicht ...), insofern wurde es ohne Narkose probiert und hat auch geklappt. Allerdings waren die Zähne schon so lang, dass sie die Mundschleimhaut oben und die Zunge verletzt haben. Ich habe ihn wirklich jeden Tag beobachtet, aber absolut nichts gemerkt. Er war in den letzten Tagen gut drauf und fraß wie immer. Erst gestern fing er an langsamer zu kauen.
Ein AB hat er nicht bekommen. Wäre das nötig? Er ist ja nicht so fit (wegen EC), vielleicht wurde deshalb darauf verzichtet...
Traumatisiert kam er mir eigentlich nicht vor. Er hat gestern Abend viel Brei gegessen. Auch heute, nachdem das Schmerzmittel (übrigens Novalgin) wirkte, hat er gefressen.
Wir hatten ausgemacht, dass ich in 4 Wochen zur Kontrolle komme, wenn nichts Außergewöhnliches ist. Was meinst du, sollte ich ihm den Stress antun, morgen/ in ein paar Tagen noch mal nachschauen zu lassen, ob es eitert oder soll ich erst mal abwarten? Vorhin habe ich ihm zusätzlich Herbi Care gegeben... Die letzte Ration Novalgin ist ja nun 9 Stunden her, aber ich möchte es noch 2 Stunden hinauszögern, damit er dann gut über die Nacht kommt...

marinahexe 19.06.2013 22:03

Ich würde das morgen noch beobachten. Wenn er nicht oder nur wenig frisst, würde ich spätestens am Freitag nochmal ins Mäulchen schauen lassen.

Ja, Narkose belastet den Kreislauf. Ein empfindliches Kaninchen kann aber beim Absschleifen der Zähne einen Herzinfarkt bekommen. Die Inhalationsnarkose ist nur ganz leicht und empfehlenswert. Das Kaninchen ist sofort wieder wach und so, als ob nichts gewesen wäre. Stell Dir mal vor,die Ärztin ist gerade mit der Feile im Maul und das Kaninchen wehrt sich?

LuiUndLilli 20.06.2013 09:44

Ach so, dann ist es also gar nicht unbedingt so, dass eine Narkose "schlimmer" ist als das Kürzen bei Bewusstsein? Ich denke, dass das so entschieden wurde, weil ich andernfalls am nächsten Morgen noch mal hätte kommen müssen, also auch noch mal die Autofahrt gehabt hätte, vor der er so viel Angst hat. Im Nachhinein überlege ich jetzt natürlich auch, ob das nicht besser gewesen wäre, aber das lässt sich nun ja nicht mehr ändern, ich kann es mir nur für´s nächste Mal merken...

Gerade geht es ihm echt nicht gut. In der Praxis habe ich keinen erreicht und werde gleich nochmals anrufen. Ich denke, dass er weiterhin Schmerzen hat. Er frisst nicht, ich muss ihn päppeln.

Ich weiß nicht, ob er wegen der Schmerzen nicht frisst, oder ob jetzt nicht vielleicht der Punkt gekommen ist, an dem ihm alles zu viel wird... das ist alles so schwer zu entscheiden... Dabei ging es ihm EC-mäßig trotz des Wetters gerade ganz gut und ich gab ihm zusätzlich zu Panacur und Vit. B auch noch Silicea Globuli (wie von dir empfohlen) und an seinen kahlen Stellen ist mittlerweile tatsächlich wieder ein Flaum gewachsen... und nun das :-(

LuiUndLilli 20.06.2013 09:51

Was ich noch vergessen hatte: Die Zähne wurden nicht geschliffen, sondern geknipst...

Gestern Abend hätte ich Lilli (unseren anderen Hasen) am liebsten weggesperrt. Die beiden waren in den letzten beiden Tagen im Bad, weil es so heiß draußen war. Natürlich ist das Bad nicht so groß wie ihr Terrain draußen, sodass sie zu wenig Auslauf hatte. Abends war sie dann so überdreht, dass sie auf die Stühle und von dort aus weiter auf den Tisch und wieder runter gehüpft ist und wie wild auf dem Balkon umhergeflitzt ist, was aber viel schlimmer war: Sie hat Lui gegen die Käfigwand gedrückt, gebissen und gerammelt... ich versteh das nicht. Klar, sie ist ein Tier, aber sie muss doch merken, wie schlecht es ihm geht und dass er danach ganz verschreckt war. Normalerweise macht sie das nie, wirklich nie. Die beiden sind ein Herz und eine Seele gewesen in den 4,5 Jahren. Das hat mich gestern echt geschockt und ich habe ernsthaft überlegt, ob ich die beiden trennen, also den einen Hasen im Stall, den anderen außerhalb des Stalls unterbringen soll, damit Lilli ihn nicht noch mehr stresst... Hatte auch überlegt, ob die "eifersüchtig" ist, weil er zwangsläufig mehr Aufmerksamkeit bekommt als sie momentan. Aber das ist natürlich ein zweifelhaftes Vergnügen, denn er freut sich ja nicht gerade, gepäppelt und mit Medizin versorgt zu werden...

LuiUndLilli 20.06.2013 11:10

Mein dritter Post hintereinander... ich wollte nur sagen, dass ich gerade lange mit der Tierärztin telefoniert habe. Sie hat mir versichert, dass es nahezu ausgeschlossen ist, dass sein Verhalten (das Nichtfressen) von den Zähnen kommt. Sie haben ihm die Zähne zu dritt gekürzt (zwei TÄ und eine Arzthelferin) und sie meinte, dass das perfekt geklappt hat, alles gut aussah. Ich vertraue ihr da, weil sich beide gut mit Kaninchen auskennen, selbst Zahn- bzw. EC-kranke Kaninchen haben und weil sie mich sonst noch mal "herbestellen" würden, um das zu kontrollieren. Und da er am ersten Abend fleißig gefressen hat und wohl kaum Novalgin bekam, spricht auch einiges gegen die Zähne.
Sie meinte, dass er ja auch ein Problem mit den Nieren hat und es vielleicht wirklich einfach zu Ende geht. Und so seltsam das klingt... in den letzten Wochen habe ich auch befürchtet, dass er eingeschläfert werden muss, aber da fraß er trotz des Umkippens und eines klatschnassen, haarlosen Popos immer noch fleißig und lief umher... jetzt sieht er traurig aus, sitzt viel herum, läuft sehr wenig, ist eher desinteressiert, das passt alles so gar nicht zu ihm. Und um auf die Nieren zurückzukommen: In den letzten Wochen urinierte er ohne Ende. Seit gestern jedoch ist das weniger geworden, wie mir scheint. Mag vielleicht auch daran liegen, dass er nicht so viel frisst, kann aber natürlich auch auf ein Nierenversagen hindeuten. Ich päppel ihn nun stündlich mit Herbi Care und die TÄ meinte, dass ich das ruhig noch ein paar Tage machen kann. So lange er es schlucke und nicht völlig apathisch sei oder Schmerzen habe, würde ich ihn damit nicht quälen... Wenn es nach dem Wochenende aber nicht besser wäre, müssten wir ihn vielleicht erlösen... Oh man. Wenn er schon alt wäre, könnte ich das ja akzeptieren... aber mit 4 :(


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