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| Gibt es irgendetwas, was ihn zu stressen scheint?
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| Hallo, ich bin mir nicht sicher, ob ich es überlesen habe... Welches Antibiotikum hat er denn zu Beginn bekommen? War es zufällig Baytril(Wirkstoff Enrofloxacin)? Denn (soweit ich weiß) ist doch nur dieses gehirngängig... Das klingt auch ziemlich nach seinem Gleichgewichtssinn. Da können die Erreger vom Gehirn aus den N. vestibulocochlearis entlanggewandert sein... Bei unserem hat sich E.C. sich auch durch Umfallen gezeigt. Zu deinem allerersten Beitrag: Fand ich aber auch sehr interessant(und traurig), dass du es der Tierärztin erzählt hast(dass er sich nicht mehr richtig putzen kann etc.) und sie E.C. erstmal ausgeschlossen hat, weil sich das Kaninchen in der Untersuchung relativ normal gezeigt hat.... Dann kann sie eigentlich keine Ahnung haben. Wir wissen doch hier alle, dass Kaninchen während der Untersuchung so tun, als ob sie bei bester Gesundheit wären. Der Tierarzt ist ja sozusagen ein böser Greifvogel, der ausgetrickst werden muss. ![]() Hatte jemand anders denn schon gute Erfahrungen bei E.C. mit Chloramphenicol? Bei uns an der Uni wird bei E.C. immer Enrofloxacin genommen. Sie sollten wohl hoffentlich den aktuellsten Forschungsstand haben... E.C. ist ja auch deswegen so dämlich, weil sie in der Zelle selbst sind; somit sind sie fast nicht angreifbar für Panacur und AB.
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| Wir bei uns nehmen auch Chloramphenicol und das funktioniert sehr gut (und ist gehirngängig). Desweiteren würde auch Oxytetracyclin funktionieren und die Blut-Hirn-Schranke überwinden.
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| Resistenzbildung gegen Panacur ist ausgeschlossen und Resistenzen gegen Chloramphenicol sind auch nicht sehr wahrscheinlich. EC Erreger schleusen sich in die Zellen ein, vermehren sich dort und bringen die Zelle dadurch zum Platzen. Das setzt Erreger in unterschiedlichen Entwicklungsstadien frei, die sich dann wieder in Zellen einschleusen usw. Bei Antibiotika und Bakterien kann eine intrazelluläre Bakteriensiedlung ein Problem sein, denn die Bakterien schleusen sich oftmals in eine Zelle ein und schützen sich dort, indem sie einen membranumschlossenen Raum bilden (Vakuole). Zudem gibt es natürlich Antibiotika, die intrazellulär keine ausreichende Konzentration bilden können oder innerhalb der Zelle gar nicht erst an die Orte gelangen, wo sich die Bakterien niedergelassen haben. Das alles ist bei EC Erregern und den drei AB Baytril, Chloramphenicol und Oxytetracyclin aber nicht der Fall. Denn die EC Erreger schaffen sich die schützende Vakuole nicht und gehen, ganz im Gegensatz zu Bakterien, sehr wohl durch ein Loch in der Membran in die Zelle und dort in das Zellplasma. Dort werden sie von den beschriebenen AB erreicht, die alle auch intrazellulär wirken. Das ist auch erwiesen. Die Wirkung für Panacur ist ebenfalls erwiesen. Ruf doch den Tierarzt mal an. Wenn die Symptome eindeutig sind, dann muss er Dein Tierchen vielleicht gar nicht sehen.
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| Lies Dir doch mal den Bericht zur Wirkungsweise von Fenbendazol (Panacur) durch, dann verstehst Du einiges mehr über diese Krankheit und deren Behandlung. http://www.kaninchenforum.de/kaninchen-faq/26796-fenbendazol-wirkungsweise-gegen-e-cuniculi-%DCberblick.html
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| Vielen Dank für deine Erklärungen und den Link zu deinem Beitrag, der das wirklich gut erklärt. Natürlich bin ich froh zu lesen, dass zumindest gegen das Panacur keine Resistenzen entstehen können. Ich habe gelesen, dass man in manchen Fällen dauerhaft Panacur verabreichen sollte. Wann genau ist das denn anzuraten? Heute Abend geht es ihm zumindest nicht schlechter. Er ist aufmerksam und kommt freiwillig aus dem Stall gehoppelt. Ich habe allerdings Angst vor dem Sommer und dass er das alles nicht schafft... ![]() Liebe Grüße!
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| Ach, eine Frage hab ich noch. Mein Vater baut uns gerade einen neuen Hasenstall, der exakt die gleichen Maße haben wir und genau so aufgebaut ist wie unser jetziger Stall. Können wir ihm einen "Ortswechsel" zumuten, sobald es ihm wieder besser geht oder sollten wir darauf verzichten? Es ist eben so, dass ein Holzstall nach 4 Jahren auf dem Balkon nicht mehr in bestem Zustand ist, sodass es schon besser wäre - auch aus hygienischen Gründen - ihn zu erneuern, andererseits ist Lui ja auf einem Auge blind und momentan nicht in der besten Verfassung, insofern weiß ich nicht so recht, ob er damit klarkommt oder ob es aktuell zu viel ist. Der Stall ist aber ohnehin erst in 2 Wochen fertig. Ich hoffe doch sehr, dass er wieder auf die Beine kommt...
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| In 14 Tagen schaust Du, wie es Lui dann geht. Der wird natürlich riechen, dass es ein anderer Stall ist, aber vielleicht ist er dann wieder in guter Form. Das packt er sicher. Panacur dauerhaft sehe ich nicht als notwendig an. Kaninchen können im Normalfall die Infektion selbst bewältigen und brauchen keine weiteren Medis. Der Weg zur Normalität geht bei Lui vielleicht ein paar Wochen länger, aber er hat doch gute Chancen.
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| Okay, danke, ich dachte bloß, dass mit einer dauerhaften Panacurgabe neue Ausbrüche vielleicht verhindert würden. Aber wenn dem nicht so ist, geben wir ihm nun Panacur sowie Vitamin B und wenn es ihm hoffentlich bald wieder besser gehen sollte, setzen wir es dann wie beim letzten Mal nach ca. 4 Wochen wieder ab. Und mit dem Stall schauen wir dann ebenfalls mal, wie es bis dahin aussieht. Heute geht es ihm zumindest nicht schlechter, darüber bin ich ja schon froh. ![]()
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| Hallo, :-) ich muss nun doch nochmals nachfragen: Seit 3 Tagen geht es ihm konstant so, dass er munter ist, fleißig futtert, aber gelegentlich torkelt und umkippt. Wann ist denn der Punkt, an dem Panacur + Vit. B helfen sollten und wann wiederum sollte ich darüber nachdenken zum Tierarzt zu gehen oder zumindest zusätzlich ein Antibiotikum zu geben? Wäre sehr nett, wenn ihr mir das sagen könnten. Herzlichen Dank!
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| Wenn es sich verschlechtert, kann man darüber nachdenken, nochmal zum Tierarzt zu gehen. Aber manchmal heilen ja nicht alle Schäden wieder aus. Ich hab leider auch so einen Fall, da wird eine Restunsicherheit auf den Pfoten einfach bleiben.
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| Bei akuten Anfällen ist ein Antibiotikum gut, aber nicht über sehr viele Wochen. Was in einer oder zwei Wochen vom AB nicht gekillt wird, das wird eben von diesem AB nicht umgebracht. Die Krankheit ist nicht immer völlig heilbar, das ist leider so.
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| Hallo April, danke für deine Nachricht. Woran merke ich denn, wann eine Erkrankung wieder akut ist (man also AB geben sollte) und wann es "nur" eine Verschlechterung ist? Er bekam ja vor 6 Wochen AB, woraufhin es ihm prima ging. Kann man es jetzt schon wieder geben? Heute Morgen geht es ihm nicht gut. Wir mussten ihn gestern baden, da er hinten verklebt war. Ich hatte es wegen der kalten Temperaturen schon herausgezögert, allerdings ließ sich das gestern nicht vermeiden. Wir haben ihn danach trocken gerubbelt, in den Stall gesetzt und eine Decke vor den Stall gehängt. Heute Morgen musste ich zu meinem Entsetzen feststellen, dass sein Fell immer noch nicht ganz trocken war und er stark gezittert hat. :-( Ich hoffe, dass er keine Schmerzen hat und das vom Frieren kommt. Ich werde heute Nachmittag eine Rotlichtlampe besorgen, die wir vor den Stall stellen, damit er sich wärmen kann... Allgemein fällt es mir sehr schwer zu erkennen, wie es ihm geht und ob er selbst sein Dasein noch als lebenswert empfindet...
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| Hallo Lui, tut mir sehr leid, dass es Deinem Kaninchen wieder schlechter zu gehen scheint. Hast Du denn mit dem Tierarzt schon gesprochen? Ferndiagnose im Forum ist meistens nicht so prickelnd. Schau, dass er sich an der Rotlichtlampe nicht verbrennen kann oder nimm ihn in's Haus. Wer weiss schon, wann ein Dasein noch lebenswert ist... so lange es keine Schmerzen gibt und das Tier noch selbstständig frisst, aufmerksam ist und interessiert seine Umwelt wahrnimmt, muss man kein Leben beenden.
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| Nein, mit der Tierärztin habe ich nicht nochmal gesprochen. Sie sagte mir beim letzten Mal schon, dass er austherapiert sei und man schauen müsse, wie lange er selbst noch Lebensmut zeigt. Ich habe nur widerwillig nochmal das Antibiotikum verlängert bekommen, was ich ja auch verstehen kann, immerhin bin ich kein Tierarzt. Aber danach ging es ihm ja nochmal richtig gut!!... Um mir diesen Satz abzuholen, möchte ich ihm nicht extra die Autofahrt zumuten. Ich habe die Rotlichtlampe außerhalb des Stalles auf einem Tisch so platziert, dass sie direkt in den Stall strahlt, ohne dass etwas brennen bzw. die Hasen sich daran verbrennen können. Den Rest des Stalles habe ich mit einer Decke abgehängt. Aber das Zittern hört trotzdem nicht auf und sein Po ist immer noch nass und das Schlimme ist, dass seine Füße eigentlich noch dreckiger sind als gestern. Wir haben ihn schon so oft seit letztem Jahr gebadet, er hat das immer prima weggesteckt, ist innerhalb weniger Stunden trocken gewesen und war anschließend tagelang sauber. Ich habe das Gefühl, dass das Baden gestern alles noch schlimmer gemacht hat. Ich habe den Eindruck, dass er sich so nass und schmutzig richtig unwohl fühlt, nur dass ich nicht weiß, was ich für ihn tun kann. Mein Freund meinte, dass wir ihn reinholen sollten (in die Wohnung). Allerdings ist das ja Stress pur für ihn, plötzlich auf viel kleinerem Raum eingesperrt zu sein und dann auch noch innen...
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| Hast Du schon mal versucht, den Kleinen trockenzuföhnen? Ich muss meinem Bub auch manchmal den Hintern waschen. Ich saug dann so viel wie möglich mit dem Handtuch auf, der Rest wird trockengeföhnt (niedrige Stufe). Er genießt die Wärme. Danach hab ich ihn immer noch 2-3 Std. in der Wohnung gehalten, damit er sich nicht erkältet. Teste das mal aus.
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| Ja, daran hatte ich auch schon gedacht, es dann aber doch gelassen, weil ich dachte, dass das Geräusch ihn erschreckt und das wiederum ja dann wegen E.C. nicht gut wäre. Aber das werde ich nun doch mal ausprobieren, vielleicht merkt er ja, dass es ihm guttut. Danke!!
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| Guten Morgen, unserem Häschen geht es wieder schlechter... Ich habe gerade beim Tierarzt angerufen und kann in der Mittagspause persönlich jemanden sprechen. Bis dahin muss ich abwarten und wollte vorab fragen, was ihr aus der Ferne dazu denkt... Lui ist aufmerksam und frisst fleißig, läuft auch freiwillig noch umher und versucht aus dem Stall herauszukommen. Seit 3 Tagen jedoch geht es ihm motorisch täglich etwas schlechter. Er kann seine Hinterbeine nur noch sehr schlecht bewegen, kippt dadurch gelegentlich um (im Gegensatz zum letzten Mal habe ich wirklich den Eindruck, dass das Umkippen nicht wegen mangelndem Gleichgewichtssinn, sondern wegen den Hinterbeinen passiert) und uriniert sich täglich voll. Er kann sich überhaupt nicht mehr selbst putzen, sodass er stets nasses Fell hinten hat. Wir haben ihn vor 2 Tagen nochmal gebadet und anschließend geföhnt. Das hat richtig gut geklappt, er war danach sauber und fast trocken, allerdings fand er das gar nicht lustig, es war also wohl eine Menge Stress für ihn. Gestern wollten wir ihn nicht wieder baden und haben ihn lediglich geföhnt, damit er wenigstens nicht nass ist. Ich werde das natürlich auch die Tierärztin nachher fragen, aber was meint ihr: Täglich baden + wegen der Temperaturen föhnen? Oder ruhig mal nass lassen und Stress vermeiden? Außerdem zittert er ab und zu. Kommt das durch E.C.? Friert man dadurch mehr? Er kommt mir nicht so vor, als hätte er Schmerzen... Doch wieder ein AB? Ich kenne mich ja nicht damit aus, habe nur den von April verlinkten Artikel dazu gelesen. Ist es nun so, dass allein Panacur auch in diesem Stadium noch helfen kann, sodass wir es dabei belassen sollten, weil ein AB ja die Darmflora und damit das Immunsystem schädigt, was auf Dauer schlecht ist. Oder sollten wir doch eher wieder ein AB geben, weil es ohne dieses überhaupt nicht mehr besser werden kann, da sich ja seit einer Woche mit Panacur nichts verbessert, sondern vielmehr verschlechtert hat? Entschuldigt, dass ich immer so viel schreibe... früher bin ich immer direkt zum TA gefahren. Allerdings versuche ich das mittlerweile zu vermeiden, da ich ja weiß, dass Stress das alles noch verschlimmert... Liebe Grüße!!
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