Ihr könnt keinen unkastrierten Rammler zu ihr setzen, selbst wenn sie kastriert ist. Der würde sie vermutlich dauerrammeln, was ganz und gar nicht gut für ihn wäre.
Bitte lasst also den Rammler kastrieren, es macht ohnehin keinen Sinn nur mal einen Wurf fallen zu lassen - selbst wenn der Rammler Zuchtpapiere hat und von Rassetieren abstammt heißt das nicht zwangsläufig dass er auch zur Zucht geeignet ist. Züchter geben eingentlich nur Tiere ab, die sie selbst ausmustern aus der Zucht - und sie haben ihren Grund dazu. "Hochwertige" Zuchttiere kosten meist mehrere hundert Euro oder werden unter Züchterkollegen getauscht, als Privatmann kommt man deshalb recht schwer daran.
Mein Leo war so ein Fall, wo jemand auch meinte es reiche aus mit Tieren vom Züchter Würfe zu setzen. Auch hier war es so: die Tiere waren vom Züchter zurecht aus der Zucht genommen worden, und Leo musste diese falsche Annahme bitter büßen. Er war ein Dauer-Zahnpatient
Eine Häsinnenkastration ist übrigens eine schwere OP, die man nicht unüberlegt machen lassen sollte. Anders als beim Rammler muss bei der Häsin ein Bauchschnitt von mindestens 3,5 cm erfolgen - ich habe solch eine OP schon einmal an einer Häsin aus medizinischen Gründen durchführen lassen müssen. Das ist alles andere als ohne, glaub mir! Die Rammlerkastra war dagegen ein Spaziergang. Hier werden nur die Hoden freigelegt und entfernt, es reicht eine leichte Gasnarkose aus und die Wundschmerzen halten sich in Grenzen. Bei einer Häsinnenkastra dagegen ist eine tiefe und damit im Verhältnis gefährlichere Narkose und eine unter Umständen mehrtägige Schmerzmittelversorgung notwendig.
Für eine
medizinisch notwendige Häsinnenkastration gibt es kein Höchstalter. Es gibt Fälle, wo die OP noch mit 9 oder gar 10 Jahren gelingt.