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Tumor bei meiner Häsin auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von Wüstenhase
Ninchen
 
Registriert seit: 21.01.2012
Beiträge: 8
Wüstenhase befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.01.2012, 15:55

Tumor bei meiner Häsin


Hallo,
ich bin neu hier im Forum und weil mir die Beiträge hier vor Ninas OP sehr geholfen haben, dachte ich, ich teile meine Erfahrung mit der OP mit euch.

Festgestellt wurde der Tumor letzten Dienstag. Nachdem Nina plötzlich deutliche Zeichen von Schmerzen zeigte (Schwäche, flache Atmung, auf den Bauch legen mit offenem Mäulchen und ausgestreckten Beinen), fuhren wir sofort zum Tierarzt. Dieser konnte zunächst nichts feststellen, stieß dann aber auf eine Notiz von ihrem letzten Besuch („Empfindlichkeit an der Blase“). Daraufhin hat er sie doch noch geröntgt und uns mitgeteilt, dass sie einen ca. 3 mal 4,5 cm großen Tumor an der Gebärmutter hat. Wir bekamen Schmerzmittel und Antibiotikum mit.
Das war seit September der dritte Tierarztbesuch, wobei sie auch einmal geröntgt worden ist; damals konnte man aber anscheinend noch nichts feststellen.

Wir sollten sobald wie möglich Bescheid geben, ob wir die Operation für unser Ninchen wollten oder nicht. Die Entscheidung war natürlich trotz dem hohen Risiko (sie wird im April 7) klar und so bekamen wir dann den Termin für Freitag, 10 Uhr.
Die Tage bis zur OP waren für uns alle sehr anstrengend und belastend, aber wir wussten, dass das die einzige Möglichkeit war, Nina von den Schmerzen zu befreien.
Am Freitag blieb ich dann so lange wie möglich bei ihr. Um 4 Uhr sollten wir anrufen. Die Stunden bis dahin vergingen quälend langsam und an Konzentration oder Arbeit war nicht zu denken.
Als wir anriefen, fiel uns nicht nur ein Stein, sondern ein gewaltiger Felsbrocken vom Herzen. Sie hat die OP gut überstanden.
Die Tierärztin sagte uns aber auch, dass sie noch nicht über den Berg wäre. Mit ihrem Zustand waren sie aber zufrieden und sie saß auch schon wieder im Käfig – wenn auch noch etwas wackelig auf den Beinen. Am nächsten Tag sollten wir dann noch mal anrufen, weil sie sie über Nacht auf jeden Fall dabehalten wollten.

Heute vormittag konnten wir sie dann abholen. Sie wirkte den Umständen entsprechend fit, fühlte sich aber noch etwas kalt an.
Wir haben unser Wohnzimmer jetzt ein bisschen umgebaut, unter die Sofas kann und sollte sie nicht, wegen der Halskrause, die sie noch tragen muss, dafür haben wir ihren Lieblingshocker ein wenig erhöht, sodass sie nicht hängen bleibt. Sie läuft auch schon rum und versucht sich zu putzen, braucht aber dann wieder Pausen. Auch das Zufüttern gefällt ihr nicht so gut, ist aber notwendig, da sie nur einen Heuhalm gefuttert hat (immerhin!). Wir machen uns schon Sorgen, ob sie das mit dem ständigen Hochheben zum Füttern so gut verkraftet. Wir haben sie vorhin außerdem ein bisschen unter die Wärmelampe gelassen (ich vermute mal, dass sie freiwillig nicht zu dem „komischen roten Teil“ gehen würde, wir werden sie ihr aber auf alle Fälle anbieten.)
Am Montag ist dann der nächste Kontrolltermin für Nina. Ich hoffe, dass sie sich jetzt erst mal gut erholt und wieder fit und munter wird.

LG
Wüstenhase




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.01.2012, 16:30

AW: Tumor bei meiner Häsin


Hallo Wüstenhase und herzlich willkommen hier im Forum!

Da habt ihr ja eine aufregende Woche hinter Euch. Hat der TA gesagt, ob der Tumor schon gestreut hat? Mit was fütterst Du zu?

lg
marinahexe




Benutzerbild von Wüstenhase
Ninchen
 
Registriert seit: 21.01.2012
Beiträge: 8
Wüstenhase befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.01.2012, 16:59

AW: Tumor bei meiner Häsin


Vielen Dank für die Willkommensgrüße!

Sie hat erwähnt, dass es vorkommen kann, hat aber wohl nichts festgestellt. Ich werde sie am Montag auf alle Fälle nochmal darauf ansprechen. Ich geh mal davon aus, dass da noch eine genauere Untersuchung erfolgt, sobald sie wieder fit ist.
Wir haben Critical Care mitbekommen.
Meine größte Sorge momentan ist ihr Kreislauf, sie fühlt sich aber schon ein kleines bisschen wärmer an. Wir haben ihr nochmal die Wärmelampe hingestellt und sie dabei ein bisschen gekrault, das scheint ihr zu gefallen. Gut, dass sie uns nicht beleidigt ist.




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.01.2012, 17:14

AW: Tumor bei meiner Häsin


Ich würde die Wärmelampe auf den Boden stellen, so dass sie selbst wählen kann ob sie Wärme möchte oder nicht. Kannst ihr auch eine Wärmflasche (alternativ Plastik-Flasche mit warmem Wasser) in ein Handtuch wickeln und an ihren Lieblingsplatz legen. Vielleicht kann sie ja auch mit dem Partner kuscheln?

Critical Care ist nicht so gut. Es sorgt dafür, dass Kaninchen nicht verhungern, Energie gibt es aber nicht. Du kannst mal geriebene Möhre versuchen, einfach ein Schälchen hinstellen. Wenn sie gar nicht selbst frisst, Babygläschen Möhren, ab 4.Monat mit Schmelzflocken. Schmelzflocken in warmem Wasser auflösen und Brei dazu geben. Das passt auch durch eine Spritze. Hast Du ihr schon mal frische Kräuter angeboten? Petersilie z.B. ist appetitanregend.




Benutzerbild von Wüstenhase
Ninchen
 
Registriert seit: 21.01.2012
Beiträge: 8
Wüstenhase befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.01.2012, 18:32

AW: Tumor bei meiner Häsin


Das mit der Wärmflasche ist eine gute Idee, das probieren wir auf alle Fälle aus. Ihre Partnerin ist leider im September letzten Jahres verstorben
Möhren bieten wir ihr auch an, sie hat auch schon ein bisschen Heu gefuttert, ihr Appetit kommt so langsam zurück. Das Problem ist eben auch diese Halskrause, die behindert sie zusätzlich beim futtern.
Petersilie werde ich noch besorgen, die mag sie sowieso sehr gerne.
Danke für die Tipps!




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.01.2012, 18:41

AW: Tumor bei meiner Häsin


Schneid doch von der Halskrause einfach außen was ab. Vielleicht geht sie ja auch gar nicht an die Wunde, dann würde ich die Krause nur nachts um machen.
Andere hier im Forum haben das Problem mit einer Socke oder dem Bein einer Strumpfhose gelöst, die sie dem Kaninchen über den Körper gezogen haben.

So eine Kastra ist ja schon ein großer Eingriff. Wenn Du selbst schon mal operiert wurdest oder das bei Bekannten mitbekommen hast, die haben kurz nach der OP auch kein halbes Schwein gegessen sondern auch erstmal langsam wieder angefangen.




Benutzerbild von mausefusses
Kaninchen
 
Registriert seit: 11.08.2010
Beiträge: 4.990
mausefusses befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 23.01.2012, 17:16

AW: Tumor bei meiner Häsin


Schön das es ihr so gut geht!

Ein Partnertier halte ich allerdings auch für zwingend erforderlich.Einzelhaltung ist einfach nichts und wenn ihr Euch noch so gut kümmert werden ihr kein Kaninchen ersetzen können!!
Nehmt einfach ein Tier was 5 oder älter ist, dann pasßt das!




Benutzerbild von Wüstenhase
Ninchen
 
Registriert seit: 21.01.2012
Beiträge: 8
Wüstenhase befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 23.01.2012, 17:22

AW: Tumor bei meiner Häsin


Ich hatte noch vergessen zu erwähnen, dass wir bereits gestern die Halskrause entfernt haben, nachdem sie es irgendwie geschafft hat, das Teil ins Mäulchen zu bekommen und deshalb ganz panisch war. Glücklicherweise haben wir das sofort bemerkt.
Meint ihr, wir sollten noch zufüttern? Sie hat zwar ein bisschen Petersilie und Heu gefuttert, aber eben noch nicht wirklich viel.




Benutzerbild von mausefusses
Kaninchen
 
Registriert seit: 11.08.2010
Beiträge: 4.990
mausefusses befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 23.01.2012, 17:31

AW: Tumor bei meiner Häsin


Solange sie etwas festes frißt würde ich auf gar keinen Fall zufüttern!
Sämtliche Breis sind schlecht für den Darm, nutzen die Zähne nicht ab, das ist nur für den Notfall.




Benutzerbild von Wüstenhase
Ninchen
 
Registriert seit: 21.01.2012
Beiträge: 8
Wüstenhase befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 23.01.2012, 21:33

AW: Tumor bei meiner Häsin


Wir haben nicht mehr zugefüttert, sie zeigt schon viel mehr Interesse am Futter.
Mir ist aber aufgefallen, dass sie ziemlich oft pinkelt und das manchmal auch nur tröpfchenweise. Hat sie vielleicht Schmerzen beim Wasserlassen?



Antwort

Stichworte
gebärmutter, häsin, tumor



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