Zunächst einmal: EIN Kaninchen ist KEIN Kaninchen. Bitte also unbedingt zwei Nins halten.
Zum anderen: die kleinsten Kaninchen sind grundsätzlich auch die aktivsten und temperamentvollsten, wenn man einmal von einem Durchschnittswert ausgeht. Man muss auch für sie mindestens 4 qm pro Paar einplanen - zusätzlicher täglicher ausgiebiger Auslauf muss dann sein, sonst sollten es 6 qm sein. Und diese Platzverhältnisse reichen auch noch für Kaninchen die am oberen Ende der Einstufung als Zwergkaninchen sind, um ca. 2 Kilo Gewicht.
In Deutschland vom Zuchtverband anerkannte Zwergrassen sind:
- Zwergwidder
- Zwergschecken
- Hermelin
- Farbenzwerge
Dabei ist das Hermelinkaninchen das kleinste unter den zugelassenen Zwergrassen, der Zwergwidder die größte.
Dazu kommen noch die ausländischen Rassen wie der NHD (Nederlandse Hangoor Dwerg) und der MiniLop - beides sind Widderrassen, geringfügig kleiner als die Zwergwidder aus Deutschland und hier vom Zuchtverband nicht anerkannt.
Weiterhin gibt es auch unter den Löwenköpfchen und Teddys einige sehr kleine Exemplare, beides sind aber ausschließlich Liebhaberrassen, und es können auch Tiere um 2 - 3 Kilo dabei herauskommen.
Wenn du sicher sein möchtest besonders zierliche Nins zu bekommen gibt es nur einen einzigen Weg: du musst bereits ausgewachsene Tiere nehmen. Nur dann kannst du sicher sein dass sie nicht größer werden...
Ich möchte dir aber auf jeden Fall ans Herz legen NICHT unter die Minimal-Gewichtsgrenze des Hermelins zu gehen bei deiner Auswahl. Die Erfahrung der Zuchtverbandes hat gezeigt, dass Kaninchen unter 1 kg Erwachsenengewicht äußerst anfällig werden für Krankheiten und vor allem auch für Zahnfehlstellungen etc. Man tut sich und den Tieren mit dieser extremen Verzwergung keinen Gefallen.