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Frage zu KaninchenzuchtHallo, Nur damit die Frage nicht falsch verstanden wird. Nein, ich will nicht züchten. Allerdings habe ich mich über das Thema Qualzucht schlau gemacht und war erstaunt wie viele Kaninchenrassen doch davon betroffen waren. Was ich mich gefragt habe ist: Gibt es überhaupt noch Kaninchen, die nicht total verzüchtet sind? Aufgelistet waren Rexkaninchen, Widder, Zwergkaninchen, Löwenkopf- und Angora/Teddykaninchen, aber auch Hermelin/Albinokaninchen. Das ist ja eine ganze Menge. ![]() Gibt es denn heutzutage noch eine Möglichkeit ein Kaninchen zu kaufen ohne, dass dieses auf Qualzucht basiert? (Und ich rede hier wirklich von seriösen Züchtern oder halt Tierheimen. Nichts Dubioses wie Zoohandlung, usw.) War einfach schockiert über die Liste, denn das waren (bis auf zwei Rassen, die ich Mal hatte) fast alles Kaninchen, die wir aktuell haben und auch schon hatten. ![]() Wisst ihr darüber Bescheid? Freue mich sehr auf eure Antworten.
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| Hallo WoolooPlush, tatsächlich haben die meisten Kaninchen, aber auch ganz generell die meisten Rassetiere (Hunde, Rassekatzen,...) irgendwelche rassetypischen Gesundheitsprobleme. Das liegt daran, dass es einen Rassestandard gibt, den man als Züchter so gut es geht erfüllen will - und das geht oft ins Extreme. Die meisten Kaninchen in Zoohandlungen oder aus Privatvermehrungen sind keine Rassetiere und trotzdem alles Andere als gesund. Denn die betreffenden Tierfabriken und Vermehrer haben oft wenig oder gar keine Ahnung von Genetik und setzen zusammen, wer "süß" ist. Inzucht ist keine Seltenheit und selbst Hobbyzüchter (gibt's vor allem für NHD und Zwergwidder) selektieren in den seltensten Fällen nach Gesundheit und prüfen nach, dass in der Linie auch die ein paar Jahre älteren Tiere keine Probleme entwickeln. Manchmal fehlt es an Ahnung, oft an Geld und Motivation. Ich persönlich kenne keine einzige Zucht, die meine Kriterien einer verantwortungsvollen und guten Kaninchenzucht erfüllen würde. Wenn du gesunde Tiere möchtest, beziehe sie von einer Pflegestelle. Da werden sie durchgecheckt und die Pflegestellenbetreiber:innen sind fast immer super erfahren und engagiert. Manche Tierheime machen das auch. Ansonsten ist jedes Kaninchen ein kleines Überraschungspaket, auf das man ein Auge haben sollte. Wobei, bei Tierhandlungen weiß man noch am ehesten, was man bekommt: Ein viel zu junges Tier mit schlechtem genetischen Hintergrund, ein paar mitgeschleppten Krankheitserregern und Parasiten. Sorry, das war gemein. Ist aber so. Übrigens, wusstet ihr, dass Hybrid-Hühnern quasi ein paar Gene fürs Sozialverhalten abgezüchtet wurden? Deswegen verletzen sie sich in den Geflügelbetrieben oft gegenseitig. Weil es bei der Auslese nur um Leistung ging. Bei Kaninchen geht es meistens nur ums Aussehen. Ich hoffe sehr, dass wir nicht auch irgendwann das Problem sozial und gesundheitlich komplett zerstörter Tiere haben. Tut mir leid, dass die Antwort so negativ geworden ist. Lass sie mich positiv enden: Viele Kaninchen da draußen mögen nicht 100-prozentig gesund sein, aber sie sind absolut Zucker und man leistet einen wichtigen Beitrag zum Tierschutz, wenn man sie aus Pflegestellen oder Tierheime übernimmt.
__________________ Liebe Grüße von den Sophie mit Kiki, Stella, Jimmy, Richard, Sissi, Caramel und Heidi!
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| Da kann ich auch mitsprechen. Wir hatten damals Flöckchen aufgenommen. Ein ausgesetztes Albinohermelin-Kaninchen, was Niemand mehr wollte. Sie hat uns dauernd geküsst vor Dankbarkeit. Sie konnte auch super mit den anderen vergesellschaftet werden und hat sogar in der Schwester meines ja leider verstorbenen Kaninchens, eine gute Freundin gefunden. Ebenso wie Medoly. Also ihre Vorbesitzerin war lieb. Nur leider hatte sie ihr Partnertier verloren. Doch sie hatte eine traurige Vorgeschichte. Sie wurde ständig grob am Nacken gepackt. Mittlerweile lässt sich Medoly sogar von uns streicheln und bittet sogar darum (Kopf gegen Hand drücken). Ich glaube sie spürt, dass wir ihr hier viel Liebe und Geborgenheit geben. ![]() Makorus wäre als Rexkaninchen wohl irgendwann geschlachtet worden, wie die meisten männlichen Kaninchen auf einem Hof. Entweder werden sie weiter zum Züchten verwendet oder halt das. Habe durch ihn nicht nur einen Freund fürs Leben (also nicht wortwörtlich, ihr wisst wie ich das meine ) gefunden, sondern ihm auch ein Zuhause geben können. Medoly ist ja sowieso seine Seelenpartnerin. Die beiden können nicht ohneinander.Mein Bruder hatte damals auch ein Widderkaninchen gehabt, was er leider auch durch einen Abszess in der Wirbelsäule verloren hat, aber Bobby war ihm so dankbar, weil er auch ausgesetzt wurde. Traurig, wie viele Tiere ausgesetzt werden. ![]() Und ich hab mir die Antwort durchgelesen. Es ist echt schade wie viel gezüchtet wird. Mir tun auch die Tiere in anderen Ländern leid. Die werden ja teilweise auch getötet, weil es zu viele sind und viele auch auf der Straße landen. Natürlich ist es ernüchternd zu lesen. Gleichzeitig bin ich froh, dass es so viele Auffangstellen gibt. Na ja, wir haben hier jetzt noch zwei Generationen Kaninchen (Makorus und Medoly mit 6 1/2 Jahren und unsere Zwergis mit 3 Jahren). Wie es in Zukunft aussieht kann ich noch nicht sagen, da das auch noch einige Jahre hin sind.Doch ich bereue es nicht damals mir Muffin und Lucky geholt zu haben. Ja, da war ich noch nicht informiert genug (Zoohandlung Tiere), doch ich hab beide so geliebt und auch wenn es in dem Sinne "falsch" war konnten die beiden ja auch nichts für ihre Herkunft. In Zukunft würden wir auch nur noch bei Tierheimen und Pflegestellen schauen. Soweit ich weiß gibt es ja auch in Tierheimen Würfe (?) Denn ich glaube ich wäre psychisch nicht in der Verfassung mich um ältere, kranke Tiere zu kümmern. Mich nimmt ja auch die Sache mit Makorus sehr mit (wie man in meinem Thread lesen kann). Was das mit den Hühnern angeht: Das wusste ich. Die Eltern meines Mannes hatten damals Hühner gehalten. Dadurch hab ich auch ein wenig was über die Hühnerhaltung gelernt. Meine Eltern hatten zwar auch Mal Hühner und Enten, aber da war ich noch zu jung um das zu begreifen.
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