Kaninchenforum - Das Kaninchen Forum Online

Kaninchenforum - Das Kaninchen Forum Online (https://www.kaninchenforum.de/)
-   Kaninchenhaltung & Allgemeines (https://www.kaninchenforum.de/kaninchenhaltung-allgemeines/)
-   -   3 Gruppen + Neutiere zusammenführen (https://www.kaninchenforum.de/kaninchenhaltung-allgemeines/51691-3-gruppen-neutiere-zusammenf%FChren.html)

Satoec 22.05.2023 16:06

3 Gruppen + Neutiere zusammenführen
 
Hallo,

ich habe von meiner Schwägerin 2 Zwerg-Kaninchengruppen übernommen, die vorher alle gemeinsam gelebt haben und dann in zwei Gruppen zu 3 und 4 Tiere getrennt wurden, da es Unstimmigkeiten gab (ein Weibchen wurde gemobbt).
Das hat ca. 4 Jahre lang super funktioniert, bis eine der beiden Damen in der 3er-Gruppe (die dominante) ein paar Tage krank war und von dem anderen Weibchen drangsaliert wurde, sodass ich auch sie trennen musste und diese mit einem jungen kastrierten Männchen vergellschaftet habe.

Also Stand derzeit:
in drei Ställen übereinander in einem Schuppen mit Freilauf jeweils nebeneinander (durch Zäune getrennt) leben
* je zwei Pärchen und
* eine 3er-Gruppe mit 2 Weibchen und 1 Kastraten
Sie sehen sich und können durch Gitter zusammenschnüffeln.


Außerdem: Eine Freundin übersiedelt und kann ihre Kaninchen-Pärchen nicht mitnehmen, die müssten ins Tierheim.

Mein Plan wäre jetzt folgender:
Ich würde gerne den Schuppen komplett umbauen mit mehreren Ebenen und daran eine Voliere bauen (ca.25m2 Gesamtfläche), damit sie auch in der Nacht im Freibereich bleiben können. Dann alle meine Kaninchen wieder zusammenlassen und auch die beiden meiner Freundin dazugeben, und alle zugleich in das neue vergrößerte und umgebaute Gelände setzen.

Und damit nicht genug, mein Mann hätte gerne einen Riesen aus dem Tierheim noch dazu.

Mein Gedanke wäre, dass durch den viel größeren Platz und die Neuzugänge das Vertragen funktionieren könnte. Außerdem sind die Tiere schon an die 5 Jahre alt, wenn mal eines stirbt oder eines dazukommt, wäre das einfacher handzuhaben. Außerdem kann ich sonst die Tiere meiner Freundin nicht aufnehmen.
Und ich kenne einige arme einzelne Tiere in kleinen Käfigen, die ich gerne irgendwann aufnehmen würde, es wäre also eine Art Seniorenresidenz ;)

Aber ich habe Angst, dass es nicht funktioniert und dann erst wieder alle kompliziert getrennt werden müssen. Was meint ihr?

Liebe Grüße,
Sabine

4Chaoten 22.05.2023 17:39

Hallo und willkommen im Forum:seeya:

Leider kann niemand sagen, ob es funktioniert, da hilft nur ausprobieren und im Hinterkopf einen Plan B haben. Dann braucht man starke Nerven, denn ich würde nicht davon ausgehen, dass alles friedlich verläuft. Die Rangordnung muss geklärt werden. Nicht nur Platz und ein gut strukturiertes Gehegen sind wichtig, auch der Charakter der einzelnen Tiere

Wieviel Platz haben sie denn jetzt z. Zt 24/7?

Satoec 22.05.2023 20:11

Danke für die schnelle Antwort!
Platz am Tag mit Auslauf ist pro Paar ca. 6-8m2 und für die 3er-Gruppe ca. 8-10m2. In der Nacht sind sie im Stall zu je ca. 2,5m2. Und das ist eben zu wenig. Deshalb der Plan mit der Voliere.
Die Männchen sind vom Charakter her alle sehr angenehme Zeitgenossen und die Weibchen eher zickig, bis auf die, die früher gejagt wurde.
Die beiden Pärchen sind einmal durch ein Versehen zusammen gekommen und ich hatte das Gefühl, das hätte klappen können, nur konnte ich es nicht lassen, da ich sie nicht gemeinsam in der Nacht in einen Stall tun wollte, der stark verteidigt wurde.

Also falls ich mich darübertraue, wie stehen die Chancen höher? Erst die 7 zusammenlassen ev. mit dem neuen Kastraten aus dem Tierheim und später die beiden von der Freundin hinzu oder gleich alle zusammen?

Mein Traum wäre eben eine große Gruppe, in die ich jederzeit einsame ältere Stallsitzer integrieren könnte. Aber es soll nach Möglichkeit kein Alptraum werden!

marinahexe 22.05.2023 20:40

Ich würde alle auf einmal vergesellschaften. Schaff die platzmäßigen Voraussetzungen und sperr notfalls die übereinander liegenden Ställe. Gehege muss ein- und ausbruchsicher sein. Sprich entweder Gehwegplatten oder Volierendraht unten und rundum entweder Holz oder auch Volierendraht. Würde wenigstens das halbe Gehege überdachen. Viele Versteckmöglichkeiten und Sichtschutz bieten, Futter überall verteilen und dann alle Monster auf einmal rein.:D



Eine Flasche Wein und/oder ne Tafel Schokolade griffbereit in der Nähe liegen haben.;)


Ach so, und ganz wichtig. Vorher von jeder Gruppe ne Kotprobe auf Untermieter untersuchen lassen.

4Chaoten 22.05.2023 20:45

Zitat:

Zitat von Satoec (Beitrag 1273351)
Platz am Tag mit Auslauf ist pro Paar ca. 6-8m2 und für die 3er-Gruppe ca. 8-10m2. In der Nacht sind sie im Stall zu je ca. 2,5m2. Und das ist eben zu wenig!

Es ist wichtig, den Tieren 24/7 den Platz zu bieten den sie brauchen. 6 qm für ein Pärchen sind auch über Nacht zu geben. Alles andere, wie über Nacht wenig und tagsüber mehr Platz ist schlecht. Das fördert Revierkämpfe und nicht vergessen, Kaninchen sind wechselaktiv, aber eher (meiner Erfahrung nach) in den frühen Morgenstunden/späten Abendstunden

Deine Pärchen ist kurz zusammengekommen, dass sagt aber wenig aus, oft finden erst Stunden/Tage/Monate später die Kämpfe statt und manchmal auch nicht unbedingt für uns sichtbar. Ich habe auch so einen "lieben" Kastraten gehabt und dachte, es passt schon:rolleyes: geendet hat es hier mit getrennter Pärchenhaltung

Ich kann deinen Traum schon verstehen, aber so leid es mit tut, verabschiede dich davon. Wenn du den Schritt wagen möchtest, dann würde ich zunächst ermöglichen, dass deine jetzigen Tiere schon mehr Platz 24/7 haben, um Platzkämpfen entgegen zu wirken

Satoec 07.06.2023 07:49

Hallo zusammen,

ich brauche bitte noch einmal eure Hilfe.
Jetzt haben wir alles umgebaut: das Gartenhäuschen (auf der breiten Seite ganz offen) ist komplett neu gestaltet, neuer Boden, neu gebaute Schutzhütten auf drei Ebenen und daran angrenzend ein ca. 20m2 großer Freibereich, mardersicher, alles wie geplant.

Vor zwei Tagen hab ich ein größeres kastriertes Männchen aus dem Tierheim geholt, Ludwig ist sehr friedliebend und kommt anscheinend mit jedem Tier aus. Für eine Vergesellschaftung außerhalb habe ich leider keinen Platz.

Vorgestern hab ich alle zugleich in den neuen Bereich getan, Ludwig hat sich sofort ins Gartenhäuschen verzogen, die anderen drei Gruppen haben sich alle nach ein paar Runden jagen genau so in ihre alten Freibereiche begeben, als würden die Trennungen noch stehen.
Es ging kaum rund, die beiden Pärchen haben sich nach ein paar Stunden bereits ihre ehemaligen Freibereiche plus den dazugewonnen Bereich auf der linken Seite geteilt. Sie gehen sich aus dem Weg, fressen aber auch mal nebeneinander, ein wenig gejagt wird auch. Sie wirken alle sehr glücklich.
Das erste Problem ist jetzt, dass sie diese 4 nicht zum Gartenhäuschen rechts im Eck kommen, da der Bereich davor von der Dreiergruppe eingenommen wurde (ist auch ihr ehemaliger Freibereich) und verteidigt wird. Das scheint scheint die vier aber nicht zu stören.

Das noch größere Problem ist, dass Ludwig, der Neue, gleich ins Gartenhäuschen lief und von dort nicht mehr weggeht, er sitzt meistens auf der obersten Ebene, da geht sonst kein anderer hinauf und da hat er seine Ruhe. Wenn ich Frischfutter auf die untere Ebene gebe, kommt Ludwig herunter und das Männchen der Dreiergruppe läuft sofort hinein und attackiert ihn im 30 sec-Takt. Ludwig wehrt sich und es endet damit, dass Rantamplan wieder aus dem Gartenhäuschen läuft. Das wiederholt sich solange, bis Ludwig fertig gefressen hat und wieder in die oberste Etage geht. Es fliegt sehr viel Fell, Verletzungen gibt es bisher aber keine. Ludwig verlässt den Stall nicht.
Die beiden Weibchen der Dreiergruppe haben kein Problem mit Ludwig (er tut ja niemandem was, sondern wehrt sich nur), sie gehen auch in die unterste Ebene, wenn Ludwig da ist.

Jetzt ist das ganze irgendwie festgefahren. Die zwei Pärchen sind glücklich auf ihrem neuen Gebiet, versuchen kaum auf die rechte Seite und zum Stall zu kommen.
Die Dreiergruppe lebt rechts vor dem Stall, geht maximal in die untere Ebene und Ludwig bleibt am liebsten im Obergeschoß, aber alle wirken zufrieden, außer Rantamplan, der Ludwig aus dem Stall haben möchte (was ihm aber nicht gelingt).

Da keine Änderung der Situation in Sicht ist, habe ich überlegt, den Stall vorerst mit Brettern zuzumachen, dass sie alle im Freibereich durchmischen und die Rangordnung klären können.
Es gibt genügend Unterschlupf-Möglichkeiten im Freibereich und wenn Ludwig sich irgendwo einordnen muss, bringt das wahrscheinlich so viel Wirbel, dass sich die beiden Gruppen doch durchmischen.

Was meint ihr dazu? Hat jemand einen Tipp?

Vielen Dank und liebe Grüße,
Sabine

4Chaoten 07.06.2023 16:50

Hallo,
ich würde erstmal noch einige Tage abwarten, auch Tiere brauchen mitunter Zeit und du weißt nicht, was über Nacht passiert

Auch Ludwig würde ich nicht zwingen, wenn er bisher wenig Platz kennt ist er vielleicht überfordert. Bei mir war es immer bei Tieren aus Boxen-/Käfighaltung so, deswegen habe ich sie oft in ein kleineres Auslaufgehege für eine Woche laufen lassen

Bisher hört es sich gut an und es gibt zumindest keine ernsthaften Verletzungen, die zum abbrechen der VG führen

marinahexe 07.06.2023 20:29

Du weißt, dass VGs auch mal Wochen dauern können? Bisher haben sie sich nicht zerfleischt, das ist gut und damit solltest Du Dich im Moment zufrieden geben. Lass alles so weiterlaufen. Sie werden sich annähern, wenn die Zeit gekommen ist.

Satoec 09.06.2023 14:13

Es wird langsam ;)
 
Vielen Dank für eure Antworten!
Ihr hattet Recht, langsam mischt sich die ganze Truppe durch und auch Ludwig ist heute mittags erstmals ganz entspannt im Freibereich neben dem Stall gelegen.
Ich hab ihm davor natürlich auch immer was zu futtern und Heu in seine Etage gelegt, damit er nicht herunterkommen muss, aber sobald sein Frischfutter fertig war, hat er sich auf dem Weg nach unten gemacht ;)
Man weiß nicht genau, aus welcher Haltung er kommt, da er vor dem Tierheim ausgesetzt wurde :mad: aber ich glaube nicht, dass jemand, der sowas macht, seine Tiere gut versorgt.

Ich war schon darauf eingestellt, dass die VG länger dauern kann, mich hat nur irritiert, dass praktisch nichts passiert und jeder in seinem Bereich bleibt. Aber jetzt bin ich froh, dass ich nicht eingegriffen habe...Danke!

marinahexe 09.06.2023 15:09

Kaninchen haben alle ganz unterschiedliche Charaktere. Die mutigen, forschen gehen in einem neuen Gehege sofort auf Entdeckungsreise und untersuchen alles. Die, die nicht so mutig sind, verkriechen sich erstmal und warten ab, was passiert. Wenn nichts passiert, kann man sich mal vorsichtig aus der Deckung wagen.:rofl:


Die VG ist aber noch nicht durch. Es kann sich noch Wochen hinziehen, bis jeder seinen Platz in der Rangfolge gefunden und akzeptiert hat. Ich drück weiterhin die Daumen!:thumbsup:

Satoec 11.06.2023 09:34

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 2)
Hallo,

bitte noch einmal um einen Rat.
Die VG läuft meiner Meinung nach gut, sie fressen jetzt aus verschiedenen Gruppen nebeneinander, beschnuppern sich, jagen sich auch ein wenig, aber sie wirken alle glücklich. Es gibt schon noch die grobe Trennung in zwei Bereiche: links die neu entstandene 4er-Gruppe und rechts mit Gartenhäuschen die 3er-Gruppe, in deren Bereich sich jetzt auch der Ludwig bewegt. Aber es wird schon auch der Gegenbereich erkundet.
In den oberen beiden Etagen vom Gartenhäuschen ist allerdings nach wie vor nur der Ludwig.

Das Häuschen ist bei zu Beginn der VG aus Zeitgründen noch nicht ganz fertig geworden, es fehlen noch links eine Etage mit Schutzkiste (fast auf Höhe der 3.Ebene) und rechts auf der 3. Etage ein Türchen (statt dem Brett) und ein Abgang.
Da aber nur Ludwig oben war, hab ich den Abgang noch nicht gemacht, denn dann wäre es wahrscheinlich mit seinem Rückzugsort vorbei gewesen. Die anderen könnten auch so nach oben, tun es aber nicht.

Da jetzt aber einer meiner Damen aus der linken 4er-Gruppe, die chronischen Kaninchenschnupfen hat, wieder zu niesen beginnt, habe ich das Gefühl, ich sollte die fehlende linke Ebene mit Aufgang zur linken Seite machen, damit sie einen geschützten Bereich hat. Ihr Lieblingsplatz derzeit ist unter den Büschen, auch bei Regen und Wind, in den Stall und die kleinen Häuschen im Freigehege geht sie selten.
Ich bin mir sicher, dass sie dann über den Aufgang hinaufgehen würde, weil sie auch vorher im obersten Stall mit Aufgang zur linken Seite war. Allerdings würde sie und auch die anderen von dort auch in Ludwigs Etage gelangen, außer ich mache auf dieser Seite zu. Das trennt aber dann die beiden Gruppen noch mehr, anstatt sie zu einen :confused: Den Fluchtweg von Ludwigs Etage muss ich dann natürlich auch machen.

Was meint ihr?
Soll ich noch ein paar Tage warten?
Oder die Etage machen und zur rechten Seite zumachen?
Oder Etage machen und offen lassen + Abgang rechts von Ludwigs Etage?

Ihr seht auf dem1. Bild das Gartenhäuschen, damit ihr euch das besser vorstellen könnt, und auf dem 2. Ludwigs "Morgensonnenplateau" auf der rechten Seite ganz oben (ca. 2 m2 groß).

4Chaoten 11.06.2023 17:37

Ich habe das jetzt nicht genau studiert, aber verstehe es so, dass du es machen möchtest, wegen dem Schnupfen?

Ich denke, der Schnupfen ist ausgebrochen, wegen der VG
Stress, geschwächtes Immunsystem sind alles Faktoren dafür. Bei meiner Schnupferin ging es bei jeder neuen VG (Innenhaltung) wieder los
Ich würde da behandeln, damit es nicht schlimmer wird

4Chaoten 11.06.2023 18:47

Und nur noch zur Sicherheit, weil ich mir die Bilder gerade angesehen haben, was für Draht wurde verwendet? Auf Bild 1 sieht es nicht sicher aus und alles im oberen Bereich locker

Satoec 14.06.2023 07:34

Danke! Daran, dass es an der VG liegen könnte, hab ich nicht gedacht, aber das klingt logisch.


Und nur noch zur Sicherheit, weil ich mir die Bilder gerade angesehen haben, was für Draht wurde verwendet? Auf Bild 1 sieht es nicht sicher aus und alles im oberen Bereich locker
Keine Sorge, es wurde ein Drahtnetz verwendet, straff gespannt und gut gesichert, das ist nur ein Überrest, den ich noch nicht abgeschnitten habe.

Terry 14.06.2023 14:23

Das ist aber scheinbar kein punktverschweißter Volierendraht und kann dann von einem Fuchs oder Marder ohne Probleme durchgebissen werden….

4Chaoten 14.06.2023 18:30

Ich bin mir da auch nicht so sicher;)
Der richtige Draht wäre schon wichtig

Hier der Link von Kaninchenwiese
https://kaninchenwiese.de/haltung/aussenhaltung/gartengehege-bauen/mardersicheres-gehege-fuer-kaninchen/

An dieser Stelle sei allen noch mal gesagt, man kann sich nicht darauf verlassen, dass keine Raubtiere unterwegs sind, wenn man in der Stadt etc wohnt. Nachbarn meiner Eltern haben fast alle Vögel verloren - einer hat überlebt und meine Freundin hat gerade eine überlebende, verstörte und leider verletzte Häsin eines Marderangriffs aufgenommen. Ich denke, sowas möchte keiner erleben. Hier hat der Marder schon versucht sich durch das Holz zu den Hühnern zu nagen. Marder sind klug und hartnäckig, die kommen immer wieder

Rakete 15.06.2023 18:57

Betreffend Schnupfen: ich bin seit über 1 Woche auch an einer VG. Es war jetzt zwar mässig stressig (zumindest habe ich schon viel schlimmeres erlebt), aber zusammen mit der grossen Hitze Niesen bei mir nun 3 von 4 Kaninchen. Vorher nur eine chron. Schmupferin ( die ich aber jetzt nicht schon wieder mit AB behandeln will), der Zweite hat gelegentlich Niesanfälle und der Dritte gar noch nie…. Nur die uralte Omi niest nicht, dabei war sie vorher auch immer mit Schnupfer zusammen. Ich denke, es bessert sich, sobald sich das Ganze etwas besser eingespielt hat.

Wenn es zu starke territoriale Abgrenzung gibt, würde ich persönlich nicht zu lange zuwarten. Zumindest hatte ich schon 2-3 x , da ist es dann richtig eskaliert nach x Tagen, als sie endlich aufeinander trafen. Sprich: es musste genäht werden, aber darin habe ich eh ein Abo gebucht…. Hoffentlich diesmal nicht, auch wenn es 3 gleiche Kaninchen wie beim letzten Mal sind. Und nehmen leider nach 1 Woche zwischen den kastrierten Häsinnen zu.

Satoec 20.06.2023 06:30

Supergau
 
Hallo zusammen!
Ich bin sooooo wütend!!!!!!!!!
Hab euch ja von meiner VG berichtet mit insgesamt 4 Weibchen und 4 Männchen.
Dass es gut funktioniert hat, kann ich nicht berichten,
eines der Männchen, der Ludwig aus dem Tierheim, war am Auge so verletzt, dass ich gestern zum Tierarzt musste und dann kam der Schock: der TA eröffnete mir, dass Ludwig nicht kastriert ist!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ich hab im Tierheim 2x nachgefragt, ob er ganz sicher kastriert ist, es steht auch so im Vertrag und ich habe darauf vertraut. Dieser Rammler war jetzt 2 Wochen mit meinen 4 Häsinnen zusammen :eek::eek::eek:
Es ist so unfassbar!!! Im worst case habe ich in ein paar Wochen 40 Junge.
Wie schätzt ihr die Wahrscheinlichkeit ein, dass er alle 4 gedeckt hat?
Rammeln hab ich ihn nie gesehen, aber mit zwei Weibchen hat er gekuschelt, da gehe ich mal fix davon aus. Das dritte Weibchen war sehr aggressiv und hat ihn immer wieder attackiert und gebissen, das vierte ist ihm komplett aus dem Weg gegangen, bei den beiden hab ich noch Hoffnung.

Noch dazu ist der Ludwig viel größer als meine ca 6 jährigen Weibchen und eines der beiden vermutlich Trächtigen hat wahrscheinlich einen Tumor im Bauch, zumindest die wird das nicht überleben. Das habe ich auch erst gestern erfahren, heute wird sie geschallt, dann weiß ich mehr. Ich bin echt verzweifelt.

Das kann doch nicht sein, dass ein Tierarzt nicht sieht, ob ein Männchen kastriert ist?????? Im Tierheim war er noch dazu mit mehreren Weibchen zusammen, die inzwischen vergeben sind. Das ist der Supergau! Am liebsten würde ich das Tierheim verklagen.

4Chaoten 20.06.2023 17:10

Da bin ich sprachlos:eek:
Die Frage ist, ob das Tierheim selber einen TA hat oder sich auf die Aussage des vorherigen Halters verlassen hat:confused:

Zumindest, steht es im Vertrag, dann würde ich da anrufen und sie schon mal darauf vorbereiten, dass einige Kosten auf sie zukommen

Ob alle 4 trächtig sind, kann keiner beurteilen, mit Glück nicht, vielleicht auch keine. Ich hoffe es!

Warst du schon beim TA? Wie ist die Aussage bzgl. deiner Häsin. Ich hoffe auch hier und drücke die Daumen

Satoec 20.06.2023 17:31

Die Frage ist, ob das Tierheim selber einen TA hat oder sich auf die Aussage des vorherigen Halters verlassen hat
Hab heute mit der Pflegerin des Heims telefoniert, die war auch sprachlos und hat mir jegliche Hilfe und Kosten zugesagt. Sie war selber dabei, als die Tierärztin den Ludwig angeschaut und für kastriert befunden hat. Vorhalter ist unbekannt, da Ludwig vor dem Tierheim ausgesetzt wurde.
Meine Häsin hat eine stark vergrößerte Niere mit Nierensteinen. Sie wird nicht mehr lange leben, aber sie frisst und hoppelt und kuschelt und wirkt recht zufrieden. Sie bekommt Schmerzmittel. Wenn's ihr schlechter geht, werde ich sie erlösen müssen. Bei ihr hoffe ich ganz stark, dass nicht noch die Belastung einer Trächtigkeit dazukommt. Noch dazu, wo der Ludwig so groß ist und sie recht klein. Danke fürs Daumen drücken!

4Chaoten 20.06.2023 17:50

Das ist gut, wenn du auf den Kosten nicht alleine sitzen bleibst

Wurde außer Ultraschall noch Blut abgenommen, um die Nierenwerte zu checken und evtl EC festzustellen? Es heißt ja nicht, dass man einfach abwartet und sie dann erlöst, ich denke mit mehr Hintergrund könnte man ihr noch einige Zeit ein schönes Leben bereiten. Ist dein TA Kaninchen bzw. Heimtiererfahren?

https://kaninchenwiese.de/gesundheit/allgemeines/kaninchentierarzt/

https://kaninchenwiese.de/gesundheit/organerkrankungen/blase-niere/niereninsuffizienz-beim-kaninchen/

Rakete 20.06.2023 20:10

Was für ein Schlamassel….
Ich hoffe für Dich, dass das keine zahlreichen Folgen gibt…

In all den Jahren aufgrund einigen Berichten habe ich gelernt, immer selber nachzuschauen, ob das Geschlecht stimmt, egal woher sie stammen ( und selbst wenn sie bei meinen erfahrenen TA’s waren). Zudem mache ich immer einen Gesundheitscheck (inkl. ob Verkotung vorliegt), da muss ich unten rum eh kontrollieren.

Terry 20.06.2023 21:20

Ich weiß schon warum ich neue Tiere/Rammler während der Quarantäne nicht nur selber mehrfach „umdrehe“ (manchesmal hatte ich das Gefühl dass sie dabei ihre Hoden „eingezogen“ haben) sondern im Rahmen der Erstuntersuchung des TA noch einmal ganz genau hinsichtlich des Geschlechtes begucken lasse… vorher gibt es hier keine VG!

@TE, ich hoffe für Dich und Deine Häsinnen dass nicht zuviele gedeckt wurden….

Satoec 27.06.2023 11:46

Vorbereitung auf den Nachwuchs
 
Hallo,
es ist 3 Wochen her, dass ich den Ludwig aus dem Tierheim geholt habe, der ja - Überraschung! - doch nicht kastriert war, wie sich nach zwei Wochen VG mit meinen sieben Zwergen herausgestellt hat.
In einer Woche könnte sich also bereits Nachwuchs bei meinen Damen (4 an der Zahl) einstellen.

Die Gruppe hat sich nach der Kastration und räumlichen Trennung Ludwigs vor einer Woche sehr gut arrangiert, sie leben aber in zwei Gruppen nebeneinander (links und rechts im Gehege), fressen gemeinsam in der Mitte, Rangkämpfe gibt es kaum.
Meine Frage: kann ich es nach so kurzer Zeit des Zusammenlebens riskieren, die Weibchen mit dem Nachwuchs in der Gruppe zu lassen, ohne sie von den anderen zu trennen?

In ein paar Wochen kommt dann ja der Ludwig auch wieder dazu, das könnte wieder chaotisch werden.

Was meint ihr?

4Chaoten 27.06.2023 17:24

Ich hoffe ja immer noch, dass es nicht geklappt hat:D

Erfahrung habe ich nicht, eigentlich soll es wohl kein Problem sein. Bei meiner Freundin hat es vor Jahren mit einem Kastraten geklappt, als ihr Neuzugang unerwartet schwanger eingezogen ist:rolleyes:

Ich würde erst mal abwarten und Ludwig muss ja noch die 6 Wochen Kastra absitzen, bevor er wieder zu den Mädels darf. Da würde ich wohl abwarten, bis die die evtl. Jungtiere schon mobil sind

marinahexe 27.06.2023 19:35

Sie groß ist denn das Gehege? Ich denke, das spielt eine große Rolle. Und richte Versteckmöglichkeiten ein, wo nur die Kleinen dann reinpassen. Am besten eignen sich Kartons, da können die Löcher "mitwachsen".:D

Satoec 28.06.2023 09:26

Danke für eure schnellen Antworten!



Zitat:

Zitat von 4Chaoten (Beitrag 1273773)
Ich hoffe ja immer noch, dass es nicht geklappt hat:D

Ich hoffe es auch!


Das Gehege mit Stall sind in etwa 25m2.

Die Kartons sind eine gute Idee, aber die Mutter muss ja auch reinkommen, oder nicht?

Hab wohl zu früh geschrieben, dass alles harmonisch verläuft. Gestern war das Gehege voller Fell und ein Männchen hat einen Riss im Ohr. :willy_nilly:


Dass Ludwig den Babies was tun würde, davor hab ich wenig Angst, aber eines der Weibchen ist ziemlich aggressiv, vermute, dass die das Männchen und Ludwig so verletzt hat.


Danke, ihr seid mir immer eine große Hilfe!

marinahexe 28.06.2023 10:37

Der Platz sollte reichen. Das Weibchen wir das Nest irgendwo in einer Ecke im/am/unter dem Stall bauen und ihre Babys verteidigen. Sie wird keinen ans Nest lassen. Die Kartons mit den kleinen Eingängen ist für später gedacht, wenn die Babys flügge werden. Denk auch an eine Abstreifkante rund ums Nest.

Satoec 28.06.2023 11:24

Vielen Dank!

Ich dachte, wir bauen sicherheitshalber noch zwei Wurfboxen und stellen auf jede Seite eine, damit sie geschützte Möglichkeiten zum Nestbauen haben.

Es bleibt jedenfalls spannend!

Satoec 10.07.2023 14:16

Trächtiges Weibchen baut Höhle
 
Hallo ihr Lieben,
ich habe euch ja geschrieben von meinem möglicherweise anstehenden (ungeplanten) Nachwuchs, da sich herausgestellt hat, dass ein kastriertes Männchen aus dem Tierheim doch nicht kastriert war und dann 2 Wochen lang in meiner Gruppe mit 4 Weibchen zusammen war.
Ich habe Wurfboxen gebaut und mehrere Versteckmöglichkeiten im Gehege geschaffen, aber Flocke buddelt seit Tagen unterirdische Höhlen. Ein Teil des Geheges ist mit Platten ausgelegt, aber eben nicht alles. Ich buddle die Löcher täglich wieder zu, aber jetzt frage ich mich, ob ich nicht der Natur einfach freien Lauf lassen soll, auch wenn ich dann nicht kontrollieren kann. Mit den Wurfboxen ist sie offenbar nicht glücklich.
Was meint ihr?

marinahexe 10.07.2023 14:33

Die Entscheidung kann Dir keiner abnehmen. Aber wenn Du sie buddeln lässt, solltest du nicht mehr zuschütten. Evtl. ist unten dann ein Nest und die Babys ersticken. Wenn der frühestmögliche Wurftermin noch nicht erreicht ist, könntest Du den Bereich sperren, so dass sie oberirdisch werfen muss.

Satoec 10.07.2023 16:05

Nest im Erdloch
 
Danke für die rasche Antwort, Marinahexe!
Der erstmögliche Wurftermin liegt leider schon ein paar Tage zurück und jetzt ist das Nest schon drinnen. Rein vom Gefühl her, würde ich das jetzt ungern zerstören. Ich würde draußen herum einen Schutz bauen.
Soll ich sie mit ihren beiden Bezugspartnern, einem schwer kranken Weibchen und einem Männchen (nicht der Vater) beisammen lassen und von den anderen 4en trennen oder riskieren, alle beisammen zu lassen?
Danke für eure Hilfe!!!!!

marinahexe 10.07.2023 17:04

Lass sie ruhig zusammen. Die Mutter wird ihren Wurf schon verteidigen und keinen zu nah ranlassen. Die Jungen kommen dann mit 2-3 Wochen raus.

Satoec 17.07.2023 08:15

Einzelnes Junges ohne Nest liegt mitten im Gehege
 
Zitat:

Zitat von marinahexe (Beitrag 1273875)
Lass sie ruhig zusammen. Die Mutter wird ihren Wurf schon verteidigen und keinen zu nah ranlassen. Die Jungen kommen dann mit 2-3 Wochen raus.

Hallo,
bin auf Urlaub und meine Mutter hat heute ein einzelnes Junges mitten im Gehege am Boden gefunden ohne Nest. Es war schon recht kühl, aber es lebt. Sie hat versucht, es bei einer der 4 Weibchen, von der wir vermuten, dass sie trächtig war, anzulegen, die wollte aber nichts wissen. Ein Nest findet sie im ganzen Gehege nicht. Was soll sie jetzt tun? Bitte dringend um Hilfe!

4Chaoten 17.07.2023 08:54

Ich bin kein Fachmann aber ich würde erstmal ein Nest in einer der Wurfkisten machen und versuchen rauszufinden wer die Mutter ist
I d. R werden sie nur einmal am Tag gesäugt, zur Not müsste man das Kleine anlegen

marinahexe 17.07.2023 10:47

Lies Dich hier ein und besprech Dich mit Deiner Mutter:
https://kaninchenwiese.de/nachwuchs/paarung-geburt-und-aufzucht/


Es kann sein, dass der Geburtsvorgang noch läuft. Ein einzelnes Baby ist sehr, sehr selten. Das Baby in die Wurfbox legen (unten etwas Streu/Heu und evtl. Fell, wenn es wo rumliegt) und erstmal in Ruhe lassen. Morgen früh kontrollieren, ob der Bauch rund oder faltig ist. Alle Weibchen gut beobachten. Kennt Deine Mutter die Tiere genau so gut wie Du? Dann dürften ihr Veränderungen im Verhalten auffallen. Schreib mir doch bitte mal, wo ihr wohnt. Ich möchte gucken, ob eine Pflegestelle in der Nähe ist, die evtl. bei der Handaufzucht helfen kann, wenn es nötig wird.

Satoec 19.07.2023 15:15

Baby nicht durchgekommen
 
Zitat:

Zitat von marinahexe (Beitrag 1273922)
Lies Dich hier ein und besprech Dich mit Deiner Mutter:
https://kaninchenwiese.de/nachwuchs/paarung-geburt-und-aufzucht/


Es kann sein, dass der Geburtsvorgang noch läuft. Ein einzelnes Baby ist sehr, sehr selten. Das Baby in die Wurfbox legen (unten etwas Streu/Heu und evtl. Fell, wenn es wo rumliegt) und erstmal in Ruhe lassen. Morgen früh kontrollieren, ob der Bauch rund oder faltig ist. Alle Weibchen gut beobachten. Kennt Deine Mutter die Tiere genau so gut wie Du? Dann dürften ihr Veränderungen im Verhalten auffallen. Schreib mir doch bitte mal, wo ihr wohnt. Ich möchte gucken, ob eine Pflegestelle in der Nähe ist, die evtl. bei der Handaufzucht helfen kann, wenn es nötig wird.

Danke für eure Antworten. Das Tierheim, von dem wir ja das vermeintlich kastrierte Männchen hatten, hat eine Dame von einer Pflegestation geschickt, die hat es gleich mitgenommen, weil es trotz gebautem Nest in der wurfbox ganz aus gekühlt war.. Leider ist es aber nicht durchgekommen. Eines der vier Weibchen im Gehege hat wie berichtet vor einer Woche schon eine Höhle mit Nest gebaut. Gestern hat sie wieder aufgewühlt und am Morgen war wieder zu. Könnten da schon Babies drinnen sein?

marinahexe 19.07.2023 15:30

Ja, mit großer Wahrscheinlichkeit. Der Bau ist einem sicheren Gehege?

Hasen-Nasen 19.07.2023 16:22

Hallo,

beim.lestm dachte ich das gefundene Baby könnte sich auch beim Trinken fest gesaugt und von der Mutter mitgeschliffen worden sein. Oder tragen die Mütter auch "Schwächlinge" aus dem Nest Marinahexe ?

Vielleicht lohnt es sich schnell noch ne Überwachungskamera zu besorgen. So könntest Du die Tätigkeiten an (nicht in) der Höhle im Blick haben. Wann wer rein geht. Und ob wieder ein Baby liegen bleibt.

LG Anni

marinahexe 19.07.2023 18:29

Zitat:

beim.lestm dachte ich das gefundene Baby könnte sich auch beim Trinken fest gesaugt und von der Mutter mitgeschliffen worden sein. Oder tragen die Mütter auch "Schwächlinge" aus dem Nest Marinahexe ?

So grausam es klingt, aber Kaninchens sortieren auch Babys aus wenn sie krank/nicht lebensfähig sind. Es kann aber auch sein, dass das Baby im Bau gesäugt wurde und dann an der Zitze "hängengeblieben" ist, als die Häsin den Bau verlassen hat.


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 08:14 Uhr.



Search Engine Friendly URLs by vBSEO 3.6.0 PL2 ©2011, Crawlability, Inc.