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Verhalten und Umgang mit neuen Hasen Hallo Zusammen, mein Freund und ich sind neue Hasenbesitzer und haben zwei kleine Brüder adoptiert. Ein Mini Lop und ein Lion Lop. Die beiden sind nun genau ein Jahr alt und der Lion Lop hat leider in einer Augenklinik "phakoklastische Uveitis, vom Hagen" diagnostiziert bekommen. Wir wussten davon und scheuen uns nicht vor Arztbesuchen, weshalb wir das nicht als Problem sehen. Nun die erste kleine Frage vorweg: Uns wurde gesagt, dass ihm vielleicht das Auge entnommen werden muss. Das wäre ja kein Problem, aber hat da jemand Erfahrungen mit und kann uns seine Chancen erläutern, das Auge zu behalten? Der Arme muss aktuell nämlich unglaublich viele Medikamente nehmen und es würde mir für ihn leidtun, wenn das alles umsonst wäre. (Uns ist bewusst, dass es hier keine "richtige" Antwort gibt, aber es geht uns um Erfahrungsberichte.) Denn (und das ist das eigentliche Thema): Beide wurden bisher nicht kastriert, da sie sich wohl wirklich unnormal gut vertragen. Und das können wir auch bestätigen, nur rammelt der Augenkranke seinen armen Bruder (den das aber nicht zu stören scheint) unnormal viel und spritzt die ganze Wohnung voll. Der andere Kerl ist perfekt stubenrein (okay, von Kötteln mal abgesehen). Nun überlegen wir, ob wir beide schnellstmöglich kastrieren sollten und überlegen demnach auch gleich, wie wir mit dem Auge weitermachen. Ein Tierarzt hat gesagt, wenn er eh einmal in Narkose ist, soll man gleich das Auge mit rausnehmen und hat dann Ruhe. Wir sind uns aber sehr unsicher, da wir wie gesagt neu in der Hasenwelt sind und den Armen eigentlich nur ungern eine OP antun würden. Besonders da es ja keine Probleme gibt, außer das Rammeln, das kranke Auge und Spritzen des Einen.... Für Hilfe, Tipps und Anregungen sind wir sehr dankbar. Mit freundlichen Grüßen Lina |
Herzlich willkommen hier im Forum. Was bekommt das Kaninchen denn alles gegen die phakoklastische Uveitis! Bekommt er auch vorsichtshalber eine EC Kur? Da so etwas auch mal durch EC kommen kann. https://www.gertis-rasenmaeherbande.de/erfahrungsberichte-mit-kolloidalem-silberwasser-und-links-f%C3%BCr-ks/auge-phakoklastische-uveitis-bei-ec-schub/ Bei meinem Harvey konnte ich das Auge retten, obwohl es eine Zeit lang nicht so aussah. Sein Auge hatte später keine Einschränkung mehr. |
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Was genau kann durch die EC Kur kommen? Ich habe mal zwei Bilder des Auges angehangen. Das Erste wurde vor der Behandlung vor zwei Wochen aufgenommen und das zweite heute. (Ich hoffe das hat funktioniert und die Bilder sind einsehbar.) Dein Bericht ist ja wirklich sehr spannend und die Entwicklung erstaunlich! Uns wurde gesagt, selbst wenn er das Auge behalten darf, wird der weiße Fleck nie mehr weggehen... Aber bei dir sieht das ja anders aus. Sehr spannend. P.S.: Was ich auch total komisch finde: Eigentlich war der Patient vor der Behandlung total ruhig und ausgeglichen und jetzt "dreht er so am Rad"... Liebe Grüße! |
Ergänzung: Wir hatten jetzt schon einen Termin zur Nachkontrolle, der nächste ist kommenden Mittwoch, und da soll er auch ein neues Medikament bekommen. Welches weiß ich leider noch nicht. |
Hallo und willkommen im Forum Panacur wird bei Ec gegeben, im übrigen neben Vitamin B und ein gehirngängiges AB, die Behandlung Ich kann leider nicht bei der Erkrankung helfen, würde dir/euch aber noch die Seite Kaninchenwiese empfehlen. Die hat mir in vielen Fällen weitergeholfen Die Frage wäre da auch, wieviel Erfahrung hat euer TA mit Kaninchen? Ich kenne das Problem kaninchenkundige TÄ zu finden leider aus eigener Erfahrung Schwierig finde ich, dass sie beide leider nicht frühkastriert worden sind. 2 potente Rammler zu halten finde ich sehr gefährlich, zumal beide wahrscheinlich in der Pubertät sind bzw. da bald reinrutschen. Ja, es kommt vor, dass sie sich zu Anfang verstehen und es harmonisch wirkt, aber, wenn man die Tiere artgerecht, mit viel Platz und guter Ernährung hält, werden m. M. nach die Rangkämpfe anfangen und diese können bei Rammlern leider auch tödlich enden. Ich halte eine Kastra für wichtig |
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Also Kastration? Die beiden werden frei in der Wohnung gehalten. Vielen Dank für deine Hilfe! |
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Kleintiere = Hunde und Katzen Heimtiere = Kaninchen, Meerschweinchen, Mäuse usw. Ich würde euch auch dringend zu einer Kastra raten. Jeder Revierwechsel, jeder Transport zum TA kann zur Eskalation führen. Und Du möchtest nicht sehen wie ein Rammler aussieht, der von seinem Partner kastriert wurde. Beide zusammen kastrieren lassen und beide zusammen wieder aufwachen lassen. |
Egal wann, definitiv eine Kasta Ich kann auf Grund der Erkrankung jetzt nicht sagen, ob es sofort sinnvoll wäre, aber wenn, dann würde ich es bei Beiden zeitgleich machen lassen Ich denke immer weiter. Selbst wenn sich beide auch ohne Kastra gut verstehen würden (das Risiko würde ich aber nicht eingehen) , was wird, wenn einer vorher verstirbt und man die Haltung aufgeben möchte oder eine Häsin dazu nehmen möchte. Ich kenne die Probleme, da ich (da selber nie Jungtiere) immer ältere Tiere gesucht habe. Für einen Kastraten findet man eher ein Zuhause und je älter die Tiere werden, je risikoreicher wird eine OP (Narkose) Bezgl. des TA, schau auch mal auf Kaninchenwiese, da gibt es Empfehlungen, frage auch gerne @Marinahexe per PN und Angabe deiner PLZ. Vielleicht hat sie eine Empfehlung. Ich frage mich auch gerne durch, höre gerne von Erfahrungen und entscheide dann, was ich machen sollte Ich drück für den kleinen Mann die Daumen |
Danke für die Antworten. Aber die Frage war leider nicht ob Kastration ja / nein (auch wenn es gut ist zu wissen, dass der Gedanke an eine Kastration richtig ist), sondern ob man vorsorglich das Auge gleich mit rausnehmen lassen soll oder ihn weiterhin langzeitlich mit Medikamenten behandeln. Da gibt es diverse Meinungen von Tierärzten zu und deshalb wollten wir hier nochmal nachfragen. Der weitere „Hauptpunkt“ war: kann man das Markieren „abtrainieren“? Denn ich glaube kaum - nachdem wie ich mich belesen habe - dass eine Kastra das lösen würde. Wahrscheinlich bleibt das ja trotzdem. Wir bedanken uns vielmals, dass so viele hier helfen wollen. <3 |
Das Markieren hört bei den meisten (etwa 90%) nach der Kastration auf. Ich würde mich wahrscheinlich für die Entfernung des Auges entscheiden. Die Augentropfen wird er bis zum Lebensende bekommen müssen. Lässt er sich das gut machen? Kaninchen kommen mit nur einem Auge oder gar mit vollständiger Blindheit sehr gut klar. Ich hatte mal aus einem Animalhoarding-Fall (incl. Inzucht) 2 blinde, trächtige Weibchen aufgenommen. Von einem Wurf haben 3 überlebt. Das Männchen war ein Chaplin und hatte leere Augenhöhlen. Trotzdem war er lebensfroh und übermütig, wie es junge Kaninchen sind. Ihn hab ich gelegentlich von meinem Bett aufgesammelt.;) |
Ich würde das Auge nur dann entfernen lassen, wenn es grob gesagt platzt oder es immer schlimmer wird und er Schmerzen hat. Ich hab 2 blinde Kaninchen ( evtl sehen sie noch hell/ dunkel durch die komplette Verfärbung im Auge,einer davon auch taub), da sahen die Augen mit den EC Schüben gleich anders aus und hat sich auch nichts regeneriert. Die Augen schmerzen nicht, sehen nur gruselig aus. Sollte eines der beiden Kaninchen sich den Augapfel verletzen, dann ist es was anderes. Eine AugenOP ist keine Pillepalle OP und würde ich defintiv nur machen lassen, wenn absolut notwendig. Kastrieren sobald wie möglich, solltest du agressive Kämpfe bemerken, bitte sofort trennen. |
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Auf Dauer wird das nie gut gehen; irgendwann kriegen sie sich in die Wolle. Je nach Eskalationsstufe kann‘s Kastrieren dann für einen Frieden bereits zu spät kommen . Ich habe auch schon von einem Fall gehört, da ging es 1.5 Jahre gut und dann plötzlich nicht mehr. Also so unüblich ist sowas nun auch wieder nicht. Markieren ist ja auch immer Konkurrenzverhalten. Bei Unkastrierten ist das immer schlimmer als bei Kastrierten. Von daher ist eine gewisse Besserung zu erwarten, auch wenn nicht komplette Stubenreinheit, v.a. wenn auch das Ganze bereits schon länger manifestiert hat. Übrigens habe ich jetzt schon einige Jahren Kaninchen, davon die letzten 9 Jahren Innenhaltung. Von den Kaninchen waren (fast) alle nicht komplett stubenrein. Selbst unter Paaren gab es Konkurrenzverhalten, wenn (meist) auch weniger als bei Gleichgeschlechtlichen. Ausnahme mein jetziges neues Paar, was langsam zu Katastrophe wird, aber die zoffen sich auch täglich mehrfach um die Chefrolle. Die Häsin war aber da VOR Kastration noch um einiges schlimmer, obwohl sie da alleine war. Da wurde ich und mein Sofa täglich mehrfach eingepinkelt; dies wird zumindest jetzt gar nicht mehr gemacht. Bei Kaninchenwiese steht auch einiges zu Uveitis: https://kaninchenwiese.de/gesundheit/augen/ Man empfiehlt, bei hohem Augendruck wo die Tropfen kaum was nützen zur Augenentfernung, weil das sehr starke Schmerzen verursacht. Man muss da also immer von Fall zu Fall entscheiden. (Leider sieht man Kaninchen nicht immer die Schmerzen an…) Ich musste bei meiner verstorbenen Seniorin auch ein Auge entfernen lassen, allerdings aus einem anderen Grund. Sie hatte ein Chalazion am Augenlid. Das Auge selbst war zwar gesund, wurde aber infolge Schwellung ständig durch die Wimpern verletzt. Da habe ich mich lange schwer getan, ein ‚eigentlich‘ gesundes Auge entfernen zu müssen. Aber aufgrund der ständigen Schmerzen und ohne Aussicht auf Heilung wäre die Alternative nur Einschläfern gewesen. |
Guten Abend, Bei einem meiner Kaninchen wurde auch das Auge entfernt. Bei ihm war wahrscheinlich durch eine Verletzung eine Entzündung im Auge. Anfangs haben wir versucht die Entzündunh zu stoppen mit Medikamenten. Da wir es nicht wirklich geschafft haben es einzudämmen haben wir das Auge entfernt, bevor schlimmeres passiert und das Auge platzt. Das kann sehr gefährlich werden. Meine Meinung: Wenn Gefahr besteht dass es platzt oder sich die Entzündung ausbreitet, lieber entfernen lassen. Falls er blind ist, würde es für ihn eh keinen Unterschied machen ob es da ist oder nicht, abgesehen von der Gefahr mit einem kranken Auge. Außerdem muss man sich die Frage stellen, ob es was auf Dauer ist mit den Medikamenten. Ich habe jetzt nicht genau nachgelesen, was er bekommt, aber erfahrungsgemäß schädigt tägliche Medikamentengabe die Beziehubg zwischen dem Tier und seinem Herrchen, da sie es sehr stresst hochgehoben und festgehalten zu werden. Wie gesagt, es ist meine Meinung und wenn andere das anders sehen, ist das Okay :) Liebe Grüße |
Vielen Dank für eure Antworten! Also noch mal: Der Kastrationstermin steht, darum geht es - wie gesagt - nicht. Morgen haben wir einen Termin bei einer Augenspezialistin, die sich das Äugeln noch mal anschaut, aber sie meinte schon, dass es wahrscheinlich auf eine lebenslange Medikation mit TA Besuchen hinauslaufen wird. Sie hat das Herausnehmen schon beim ersten Besuch als legitime Entscheidung vorgeschlagen, aber wir wissen einfach nicht, was für ihn das geringere Übel wäre. Ständig TA und Medizin oder Rausnehmen mit der Kastration... Ach man. Wir hoffen einfach nur, dass sich die beiden nach der Kastra besser benehmen, aktuell wird alles wie wild markiert und auch wenn die Pippi meistens ins Klo kommt - wenn nicht gerade auf was Anspruch erhoben wird - kötteln sie in Massen wie wild überall hin. Oh man. Danke auf jeden Fall für eure Tipps und Hinweise! LG |
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Das können wir nicht beurteilen, da wir das Tier nicht kennen. Einige lassen sich gut Medikamente und Tropfen geben, andere wehren sich mit allem was sie haben. Wenn er sich gut handhaben lässt, würde ich es vielleicht erst mit Tropfen versuchen. Ist er sehr wehrhaft, würde ich die Augenentfernung wählen. Durch die ständige Medikamentengabe kann auch das Vertrauensverhältnis zwischen euch leiden. |
Meine Tochter hat ein Kaninchen bei dem ein Auge entfernt wurde. Wir haben es schon so übernommen. Laut pflegestelle wurde das Auge beim Vorbesitzer aus den gleichen Gründen die jetzt bei euch bestehen entfernt. Sie kommt mit einem Auge super zurecht, man merkt ihr keine Einschränkungen an. Sie ist ein eher ängstliches Tier, für das herausfangen und Medikamente eingeben sehr viel Stress ist. Also für sie ist die Entscheidung, das Auge zu entfernen, auf jeden Fall die richtige gewesen. |
Ich würde versuchen das Auge zu erhalten. (Solange er keine Schmerzen hat.) Bei meinem Rammler hat das mit dem Markieren sofort aufgehört nach der Kastration. |
Wir haben uns jetzt erstmal dafür entschieden das Auge zu behandeln und zu schauen, wie es sich entwickelt... Mittwoch ist endlich die Kastra, was bin ich froh, wenn das durch ist. Pullern tun sie mittlerweile in die Toiletten, aber ich habe das Gefühl, dass sie mit Absicht überall hin kötteln, nur nicht in die Toilette. Man kann in ihrem Zimmer keinen normalen Schritt tun ohne irgendwo drauf zu treten. |
Ich habe nochmal eine Frage: die Kastra soll pro Tier 130€ kosten… Keine Frage, wir würden das bezahlen, aber es kommt uns doch ziemlich viel vor. Liegt der Wert noch im Durchschnitt? Leider finde ich dazu nichts wirklich. |
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Ja, ist absolut im Rahmen. Im November sind beim TA die Preise erhöht worden. Gibt auch Praxen, die nehmen noch mehr. Hängt immer vom Ort ab. In der Stadt ist es sicherlich teurer als ländlich. |
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