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Kaninchen Dame verteidigt ihr RevierHallo zusammen, ich bin hier neu und ich weiß es hat zu diesem Thema schon ähnliche Fragen gegeben. Trotzdem alledem funktionieren die Ratschläge bei uns nicht. Wir haben ein Kaninchenpaar. Fidel 5 Jahre alt und musste in den letzten beiden Jahren sehr viele Verluste von Kaninchennumpels mitmachen. Sophie 2 Jahre kam im März zu uns als neue bessere Hälfte. Die zwei Freundinnen davor hatten wir aus Tierheimen geholt. Da wir damit schlechte Erfahrungen machen mussten (vertuschte Krankheiten) sind wir dieses Mal zu einer Züchterin in unserer Nähe. Dort wurde sie als ruhig und ausgeglichen beschrieben da wir gesagt haben das Fidel sehr dominat ist. Die Vergesellschaftung lief anfangs ohne große Probleme ab. An die Regeln der Vergesellschaftung haben wir uns gehalten. Nach zwei Wochen ging dann der Zickenterror los. Sophie jagte und biss Fidel blutig. Der kleine Mann hat seitdem panische Angst vor ihr. Er konnte keinen Schritt ohne jagen und beißen. machen. Wir sind dann zum Tierarzt mit beiden und ließen sie durchchecken. Bei Sophie war die Vulva sehr geschwollen. Also Hitze. Ok dachten wir das sitzen wir uns. Wird ja wieder besser. Von wegen. Nach vier Wochen keine Besserung. Homöopathische Mittel versucht ohne Erfolg. So blieb nur die Kastration von Sophie. Es stellte sich raus das sich schon Zysten gebildet hatten aber es war kein Tumor zu finden. Sophie gings nach der OP sehr schlecht und unsere Tierärztin hat sich liebevoll um das Mädchen gekümmert. Jetzt sind zwei Monate vergangen und sie jagt Fidel immer noch vor allem im Gehege. Das Gehege ist 4qm. Wenn wir zuhause sind haben sie das ganze Wohnzimmer zur Verfügung. Ein Gehege im Garten ist auch vorhanden. Täglich gibt es zweimal frisches Gemüse und Kräuter mit Heu. An 6 unterschiedlichen Futterstellen. Wid gesagt Sophie jagt Fidel von allem Weg bei dem sie denkt es gehört ihr. Ich werde teilweise auch angeknurrt wenn ich ihr in der falschen Hütte zu nahe komme. Wir haben alles versucht neue VG, Zwangskuscheln, Auto fahren usw. Schlussendlich haben wir Fidel nochmal durchchecken lassen. Seine Leberwerte sind erhöht. Tumor konnte ausgeschlossen werden. Er frisst, springt und rennt in der Gegend rum als wäre nichts. Er bekommt momentan Hepax und im Juli geht's zur Kontrolle. Nur das mit Sophie will einfach nicht klappen. Er tut mir so leid. Ich wollte doch nur das er nicht alleine ist und jetzt das. Vielleicht habt ihr ja noch andere Tipps und Ratschläge für uns. DANKE
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| Willkommen im Forum ![]() wie war denn die Haltung bei der "Züchterin"? Ich bin ein wenig voreingenommen, weil Züchter sind es eher selten, schon eher Vermehrer, und egal was, i. d. R. ist dort die Haltung nicht artgerecht Die Tiere sind da eher in Boxen untergebracht, mit Glück bekommen sie ab und zu Auslauf. Ich würde annehmen, dass deine Häsin eine ehemalige Zuchthäsin ist, die Artgenossen insoweit nur kennt, dass man ihr den Rammler in die Box gesteckt hat so eine Häsin habe ich hier auchDie Tiere sind mit mehr Platz so plötzlich oft überfordert und werden ihn dann auch verteidigen, zumal sie wahrscheinlich kaum Sozialverhalten kennengelernt haben. Sowas braucht viel Zeit und Geduld, erzwingen kann man es nicht Wenn sie ihn im Gehege viel jagt, würde ich dort mehr Platz schaffen. Sie sollten den Platz 24/7 zur Verfügung haben und dann keinen Wohnungsauslauf etc. Mind. 6 qm, gut wären auch mehr, mehrere Versteckmöglichkeiten (z. B. Kartons mit 2 Ausgängen) auch Sichtschutz und Beschäftigung (evtl Buddelkiste, frische Zweige mit Blättern etc)
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| Die Haltung bei der Züchterin war soweit wir das sehen konnten Artgerecht. Sophie wurde nicht als Zuchthäsin verwendet. Sie lebte dort in einer Gruppe mit 5 oder 6 Tieren. Weiblein und kastrierte Böckchen gemischt. Der Stall war in einem ehemaligen Schweinestall. Platz haben wir den beiden schon geschaffen. Haben die 4qm vergrößert auf 6 mit täglichen Auslauf. Sorry hatte ich vergessen zu erwähnen. Die beiden haben eine Buddelkiste einen Holzturm mit mehreren Ebenen. 3x Häuschen mit zwei Ausgängen. Einen Futterbaum, Snackball. Er hat auch panische Angst vor ihr und hoppelt immer gleich weg oder erschreckt sich wenn sie sich bewegt und er es hört. Das Fidel sich entspannen kann trennen wir kruzzeitig auch mal das Gehege ab und da legen sich die beiden dann Po an Po neben die Abtrennung. Ich weiß man soll die zwei in so elner Situation nicht trennen. Das die beiden keinen Wohnzimmerauslauf mehr bekommen werden wir versuchen und hoffen das Besserung Eintritt.
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| Gut, bessere Haltung und Voraussetzung ![]() Und ja, man sollte nicht trennen und wieder zusammensetzen. Entweder lass sie jetzt zusammen oder trenne mit Gitter für mehrere Wochen, aber gebe dann beiden keinen zusätzlichen Auslauf Ich kann nicht beurteilen wie groß der Streß für Fidel ist und die Verletzungen aber viele Änderungen in kurzer Zeit sollten vermieden werden Es braucht Zeit, Geduld und Ruhe
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| Wenn Fidel solche Angst vor ihr hat und es gar keine guten Zeiten gibt bei den beiden, dann würde ich persönlich auch schonmal darüber nachdenken welche Lösung es gäbe, wenn die beiden gar nicht mehr zueinander finden. Ich weiß, man muss Geduld haben und ihnen Zeit geben, aber wenn sich ein Kaninchen gar nicht mehr entspannen kann und nur in Angst lebt über Wochen und Monate hinweg, ist für mich der Zeitpunkt gekommen, wo ich mir auch über eine endgültige Trennung Gedanken machen würde. Es gibt Konstellationen die passen einfach nicht. Und eine lebenslange Zwangsvergesellschaftung mit dem falschen Partner ist für beide nicht schön. Ich habe hier auch ein Pärchen bei dem es immer wieder Stress gibt und die Fetzen fliegen. Aber zwischendurch klappt es wochenlang super, sie sind dann ein richtig liebes Pärchen. Wären diese wochenlangen harmonischen Phasen nicht hätte ich die beiden schon getrennt, denn dauerhaft Stress würde ich für beide nicht wollen. Ich finde man muss da das richtige Maß finden zwischen Geduld haben und alles versuchen, aber auch abbrechen wenn es zu lange geht und sich gar nichts bessert
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| Abgeben ist für uns derzeit keine Lösung. Für noch mehr Kumpels fehlt uns der Platz. Es gibt schon ruhige Phasen in denen beide im Gehege sitzen aber das große Kuscheln bleibt einfach aus. Ich hoffe das die beiden zueinander finden. Danke trotzdem für die Ratschläge.
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| Das finde ich eine gute Entscheidung manche Tiere brauchen einfach länger und die Zeit sollte man ihnen gebenMeine ehemalige Zuchthäsin hatte einen wunderbaren Partner und die VG hat trotzdem 3 Monate gedauert. Es war nicht schön, dass sie 3 Monate auf ca 5 qm leben mussten, es gab mal Fortschritte, aber auch Rückschläge aber das durchhalten hat sich gelohnt Wenn eine VG ohne anderweitige Versuche (umsetzen, Autofahren etc) nach 3 -4 Monaten keinen wirklichen Fortschritt zeigt, würde ich über eine andere Lösung nachdenken
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| Bis jetzt war es ziemlich ruhig im Gehege. Vermutlich wegen den Temperaturen. Beide liegen in ihren Hütten und dösen vor sich hin. Wie bereits geschrieben das Kuscheln und gegenseitige putzen hat bis jetzt nicht freiwillig stattgefunden. Das mit der Gitter Abtrennung machen wir, wenn die beiden draußen im Garten sind. Da liegen dann beide nebeneinander Po an Po. Fidel hoppelt halt immer weg, wenn Sophie auf ihn zu stürmt. Kann man ihn nicht verübeln. Er musste in ihrer Terrorphase einiges aushalten. Was mich halt auch verwundert ist, dass Sophie in ihrer Gruppe vorher die ruhigste unter den Damen war. Wäre die Gittertrennung auf die Dauer eine Lösung? Bitte keine Vorwürfe an dieser Stelle. Wir versuchen unser Bestes für die zwei zu geben. Wir möchten uns von keinem der beiden trennen für zwei weitere Hasis wird der Platz zu knapp da sie im Wohnzimmer sind.
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| Zitat:
Rede ich gegen eine Wand oder habe ich mich falsch ausgedrückt ![]() Sie sollten wie geschrieben, 24/7 zusammensein und nicht umgesetzt werden oder du trennst sie dauerhaft mit Gitter. Nicht mal so und mal so Dabei kommen die Tiere nicht zur Ruhe und können ihre Streitigkeiten nicht austragen Mich wundert es nicht, wenn Sophie vorher die ruhige in der Gruppe war und sich im neuen Revier dann plötzlich anders verhält, es liegt in der Natur von Kaninchen sich den besten Platz zu erkämpfen. Neues Zuhause, neues Glück ![]() Und nein, auf Dauer ist eine Gittertrennung oder die Haltung die gerade gegeben wird keine Option
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| Die beiden waren heute den ganzen Tag zusammen in ihrem Gehege im Wohnzimmer. Keine Trennung, kein zusätzlicher Auslauf, kein Umzug ins Gartengehege. Wir halten uns schon an die Tipps und Ratschläge. Fidel und Sophie soll es bei uns gut gehen.
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| Also ich habe mein schwieriges Pärchen von dem ich oben schrieb vor ein paar Tagen zum ersten Mal mit in den Garten genommen. Sie sind jetzt seit einem halben Jahr zusammen. Und nun habe ich mich zum ersten Mal getraut. Es hat auch gut geklappt. Ich weiß es ist blöd, die Kleinen bei dem tollen Wetter im Haus zu lassen, wenn man draußen einen schönen Platz für sie hätte, aber hilft nichts. Sowas wie.für immer durch Gitter trennen ist genau das was ich mit "dann lieber einen wieder abgeben" meinte. Das ist auf Dauer für die Tiere kein artgerechtes Leben. Aber noch ist ja eine gute Chance da, dass es doch noch wird mit den beiden.
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| Seit gestern halten wir uns an die Ratschläge. Kein Umzug in den Garten, keine Trennung, kein zusätzlicher Auslauf. Ja, bei dem tollen Wetter hätten wir sie schon gerne draußen. Ist ja auch für die Gesundheit der beiden von Vorteil, habe ich zumindest mal gelesen. Ich hoffe, dass es sich bessert. Sophie ist seit Anfang März bei uns. Die Kastration war Anfang April. Wir wären dann jetzt schon bei 3 Monaten, dass die beiden zusammen sind. Abgeben ist für uns wirklich die letzte Option, da wir die beiden sehr ins Herz geschlossen haben und auch schon einiges mit beiden durchgemacht haben.
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