Wer in dem Fall der aggressivere ist, wird man dann sehen, wenn man eine VG probiert.
Es lesen hier auch andere Menschen mit, da schadet es nie zu betonen, dass Kaninchen Haustiere mit hohen Ansprüchen sind und das klassische Bild vom stillen käfigtier im Kinderzimmer nicht realistisch ist.
Und das Thema Kosten passt in diesem Fall ja schon: was alleine die medizinische Versorgung kosten wird, bevor an eine Vergesellschaftung zu denken ist… kastrationen, abszessversorgung, Zähne machen, impfen. Da ist man im Vergleich zum Anschaffungspreis ein halbes Vermögen weg.
Von den Kosten für ein artgerechtes Gehege und den Futterkosten im Winter haben wir da noch nicht gesprochen.
Noch mal kurz zu eurem Zahn-Patienten: wenn ihr den schon in Narkose habt, sollten unbedingt Röntgenbilder der Zahnwurzeln gemacht werden. Da liegt nämlich oft das Übel des ganzen und eine Korrektur ist oftmals nur Hilfe von kurzer Dauer, wenn entsprechend problematische Zähne nicht gezogen werden.
Es gibt auch Fälle, in denen das so katastrophal ist, dass auch mit ziehen nichts mehr zu machen ist und man das dann einfach so lange immer wieder korrigieren lässt, bis es nicht mehr lebenswert ist. Zahnschmerzen sind auch für Kaninchen sehr schmerzhaft.
Andererseits gibts natürlich auch die Fälle, in denen das tatsächlich rein ein fütterungsbedingtes Problem ist, die Zahnwurzeln heil sind und man einmal alles korrigiert und es tritt mit optimaler Fütterung nie wieder auf.
Eins noch: Risikominimierung für Narkose ist definitiv eine vorherige Kotprobe. Parasiten können das Risiko in der Narkose zu versterben enorm erhöhen. Insbesondere kokzidien sind kritisch.
Für eure beiden Patienten alles gute :) |