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Kaninchenhaltung mit Kompromissen? auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 07.09.2019
Beiträge: 18
Shadowblues befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.01.2022, 17:59

Kaninchenhaltung mit Kompromissen?


Hallo zusammen,

ich lese hier immer mal wieder mit und die Antworten im folgenden Beitrag:
https://www.kaninchenforum.de/kaninchenhaltung-allgemeines/50625-vergesellschaftung-wei%DF-nicht-weiter.html#post1262315
werfen für mich Fragen auf. Exemplarisch steht der Beitrag für viele andere Beiträge der letzten Jahre, ist halt aktuell.

Mein Schwiegervater hält Kaninchen wie man es früher halt gemacht hat - zur Zucht und zur Fleischproduktion. So ein Karnickel tut mir leid, es hat halt nicht viel Platz zum leben. Gut, andere Artgenossen sind dabei - aber halt "nebenan". Ich finde das nicht ideal - aber scheinbar wird es oft genug gemacht. In jedem Kleintierzüchterverein sieht man ähnliche Bauten.

In dem von mir verlinkten Beitrag wurde offensichtlich der Versuch gemacht einen grösseren Stall zu bieten, weit mehr als die Kaninchen im oben genannten Fall oder bei vielen anderen Züchtern, die ich so kenne, haben. Aber natürlich nicht die Idealvorstellung von 6qm pro Kaninchen.

Jetzt frage ich mich: Gibt es keinen Kompromiss? Was bringt es, wenn die Nutzerin dann beispielsweise auf die "Züchterhaltung" übergeht? Wieder 2 Karnickel im Gefängnis?

Was kann man als Kompromiss machen? Oder sind die Karnickel zu uneinsichtig, um auf einen Kompromiss einzugehen?

Generell finde ich es schwer so viel Platz zu bieten - indoor. Wir haben 2 Kaninchen "outdoor" auf ca. 10qm mit Buddelplatz - das geht gut. Aber das sind auch richtige Brummer - grösser übrigens als die Brüder und Schwestern beim Originalzüchter in Käfighaltung wurden. Wenigstens für kleinere Versionen wie Zwergkaninchen sollte man doch kleinere Möglichkeiten bieten können, oder?

Viele Grüsse,
Roger



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Benutzerbild von dangerschaf
Kaninchen
 
Registriert seit: 16.05.2014
Beiträge: 20.560
dangerschaf befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.01.2022, 18:22

Zitat:
Zitat von Shadowblues Beitrag anzeigen
Was kann man als Kompromiss machen? Oder sind die Karnickel zu uneinsichtig, um auf einen Kompromiss einzugehen?
Diese Frage ist mehr als schräg. Natürliches Verhalten hat nichts mit Uneinsichtigkeit zu tun


Der Richtwert liegt aktuell bei 6qm für ein Pärchen. Wie kommt so ein Richtwert zustande? Die Erfahrung zeigt, dass zwei Kaninchen auf dieser Fläche harmonisch zusammen leben und natürliche Verhaltensweisen zeigen.
Klar gibt es Kompromisse: Ein gut passendes Pärchen im fortgeschrittenen Alter, mit täglichem mehrstündigem Auslauf kann bestimmt auch in einem gut strukturierten 5 qm Gehege glücklich leben. Aber ich vermute, das ist nicht das, was du meinst...


Zitat:
Wenigstens für kleinere Versionen wie Zwergkaninchen sollte man doch kleinere Möglichkeiten bieten können, oder?
Du hast noch keinen Zwerg rennen sehen, oder?
Speed, Speed, Speed... da wird schnell klar, dass die 6 qm schon ein echter Kompromiss sind...



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Moderator
 
Registriert seit: 20.02.2019
Beiträge: 2.825
4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.01.2022, 18:23

Hallo,
ich finde es in dem Fall schon wichtig, dass man der Userin mitteilt, was Kaninchen brauchen, da sie anscheinend noch jung ist und auch ihre Eltern im Vorfeld sich über die Haltung nicht informiert haben. Denn, offensichtlich gibt es durch den Käfig eben auch VG Probleme, die sich im schlimmsten Fall zu heftigen Kämpfen entwickeln können


Es liegt nicht an der Uneinsichtigkeit von den Tieren, sie folgen ihrem Instinkt, es gibt viele Tiere in Boxen/Käfigen, wo der Halter nicht merkt, dass sie nicht glücklich sind.
Du beobachtest doch bestimmt auch deine Tiere draußen, wenn sie flitzen oder Luftsprünge vor lauter Lebensfreude machen und da hat die Größe wenig mit zu tun, bei Riesen würde ich sogar mehr Platz anbieten als nur 6 qm


Ich sage mal so, eine Katze würde ich auch nicht in einen Käfig stecken oder mein Kind nur in einen Raum mit wenig Platz zum spielen und laufen, nur Bett und Klo haltenKaninchen haben nun mal einen ähnlichen Bewegungsbedarf. Wenn es zusätzlich Auslauf gibt, würde ich immer noch mind 4 qm anbieten


Ich habe inzwischen freie Wohnungshaltung (bin auch mit einem Käfig angefangen), wenn man weiß, was man sichern muss, finde ich es keine große Umstellung, wenn sie mit mir leben. Ich denke, wo ein Wille ist, ist ein Weg



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Geändert von 4Chaoten (11.01.2022 um 18:27 Uhr).

Ninchen
 
Registriert seit: 07.09.2019
Beiträge: 18
Shadowblues befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.01.2022, 19:25

Zitat:
Zitat von 4Chaoten Beitrag anzeigen
Ich habe inzwischen freie Wohnungshaltung (bin auch mit einem Käfig angefangen), wenn man weiß, was man sichern muss, finde ich es keine große Umstellung, wenn sie mit mir leben. Ich denke, wo ein Wille ist, ist ein Weg
Wie machst Du das mit dem Urin? Welche Art von Boden hast Du in der Wohnung?

Gruß
Roger




Moderator
 
Registriert seit: 20.02.2019
Beiträge: 2.825
4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.01.2022, 19:36

Zitat:
Zitat von Shadowblues Beitrag anzeigen
Wie machst Du das mit dem Urin? Welche Art von Boden hast Du in der Wohnung?

Gruß
Roger

Welcher Urin bei Pärchenhaltung habe ich damit kein Problem. Die Tiere sind stubenrein und benutzen ihr Klo
Als ich noch 2 Pärchen hatte, lag nur PVC an der Grenze zum Schutz des Laminats, weil es ab und zu passierte, dass sie dort markiert haben




Benutzerbild von Honeymouse
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Registriert seit: 02.08.2013
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Honeymouse befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.01.2022, 19:50

Bzgl Kompromisse: Schau dir diesen Vergleich an und überleg dann nochmal, ob die 6m² nicht schon ein ziemlicher Kompromiss sind:



Quelle: https://www.kaninchenwiese.de/haltung/hintergruende/mindestmasse-2/



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Ninchen
 
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Shadowblues befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.01.2022, 20:03

@4Chaoten: Danke. Ok, dachte nicht, dass man die stubenrein bekommt. Ob auf dem Weg dahin das Laminat schon kaputt ist?

@all: Also ist die generelle Aussage: 6qm mindestens, vielleicht 4 oder 5 - egal wie gross die Tiere sind? Also 6qm oder Einzel-Käfighaltung?




Benutzerbild von Honeymouse
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Registriert seit: 02.08.2013
Beiträge: 27.813
Honeymouse befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.01.2022, 20:05

6m² und mehr. Riesen sowieso mehr. Und Einzel-Käfighaltung ist Tierquälerei und keine Alternative.



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Moderator
 
Registriert seit: 20.02.2019
Beiträge: 2.825
4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.01.2022, 20:22

Zitat:
Zitat von Shadowblues Beitrag anzeigen
@4Chaoten: Danke. Ok, dachte nicht, dass man die stubenrein bekommt. Ob auf dem Weg dahin das Laminat schon kaputt ist?

@all: Also ist die generelle Aussage: 6qm mindestens, vielleicht 4 oder 5 - egal wie gross die Tiere sind? Also 6qm oder Einzel-Käfighaltung?

Roger du möchtest da gerne gegen an gehen und nicht verstehen oder
Meiner Erfahrung nach sind die Tiere i. d. R. stubenrein, ganz selten hatte ich welche aus KÄFIGHALTUNG oder BOXENHALTUNG (die leben ja auch in ihrem Klo), die dies erst erlernen mussten, genauso, wie sie lernen mussten, dass sie Platz haben und manchmal mussten sie auch lernen, wie ein Kaninchen zu hoppeln. Ich bin ja nicht so blöd, dass ich einem neuen Tier mein Laminat zur Verfügung stelle und wir sind ja auch hier, um unsere Erfahrungen an Menschen weiterzugeben und ihnen zu helfen


Die generelle Aussage ist, dass man sich vor der Anschaffung von, egal ob Kaninchen, Hund oder Katze, erstmal informieren sollte was die Tierart benötigt.
Wenn es dann so läuft wie dem Beispiel, dann sollte man auf jeden Fall darüber nachdenken was möglich ist und ja, wenn es nur ein Käfig ist, dann auch darüber nachdenken, ob es nicht besser wäre, einen artgerechten Platz für das Tier zu finden, anstatt es in einem Käfig dahinvegetieren zu lassen



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Ninchen
 
Registriert seit: 08.01.2022
Beiträge: 21
Hell&Dunkel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.01.2022, 20:23

Ja natürlich gibt es Kompromisse! Aber ich denke nicht so wie du denkst.
Wikipedia sagt zur Bedeutung "Kompromiss":
Ein Kompromiss ist die Lösung eines Konfliktes durch gegenseitige freiwillige Übereinkunft, unter beiderseitigem Verzicht auf Teile der jeweils gestellten Forderungen. Die Verhandlungspartner gehen aufeinander zu. Sie verlassen die eigene Position und bewegen sich auf eine neue gemeinsame Position. Ziel ist ein gemeinsames Ergebnis, auf das sie sich einigen.

So wie du deine Frage gestellt hast nach einem Kompromiss, weckt bei mir den Eindruck dass man die Bedürfnisse der Tiere kaum bis gar nicht berücksichtigt.
Nun ist es schwierig ein Kaninchen direkt zu fragen was es will, aber die Wissenschaft weiß mittlerweile genauer was es braucht. Nun muss man bei domestizierten Tieren sowieso Abstriche zugunsten des Menschen machen, denn der Ausgangspunkt eines Tieres bei der "Verhandlung" eines Kompromisses, ist immer die freie Natur. Nimmt man also das Tier vom Ausgangspunkt Natur und den Menschen vom Ausgangspunkt begrenzter Raum zum Leben, muss man dem Tier mehr Entgegenkommen als 4qm.... Nehmen wir an wir haben 100qm Wohnfläche ohne Garten zur Verfügung und nehmen zwei Hasen in die Familie auf. 4qm? 4%? Sind einem die Tiere nur 4% Wert? Oder anders ausgedrückt: möchte man nur 4% seines Raumes, seines Lebens mit den Tieren teilen?
Dann schafft man sich doch kein Tier an oder?
Ich Stelle meine Tiere nicht dem Menschen gleich aber dennoch sind sie mehr wert als 4%.... Und ich denke wenn man darüber nachdenkt sind sie jedem Tierhalter mehr wert.
Ein Kompromiss muss jeder selbst finden denke ich... Allerdings ein echtes Kompromiss! Also nicht nur das Kaninchen geht auf den Menschen zu und reduziert seinen Bewegungsraum, auch der Mensch muss dem Kaninchen, dessen Vorfahren hunderte Quadratmeter als Revier hatten, entgegenkommen und fair seinen Lebensraum teilen.

Edit: nur um eine Vorstellung zu bekommen was ein Kaninchen braucht... Kaninchen werden 40-60km/h schnell und brauchen zwischen 6-18m Strecke um auf die maximale Geschwindigkeit zu kommen. Das bedeutet dass egal wie toll wir unsere Tiere halten, wird kaum jemals eines dieser Tiere in domestizierter Umgebung auch nur ein einziges Mal seine maximal mögliche Laufgeschwindigkeit erreichen....



Miniaturansicht angehängter Grafiken
Kaninchenhaltung mit Kompromissen?-screenshot_20220111-202938%7E2.jpg  

Geändert von Hell&Dunkel (11.01.2022 um 20:34 Uhr).

Ninchen
 
Registriert seit: 07.09.2019
Beiträge: 18
Shadowblues befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.01.2022, 20:58

Ihr braucht mit mir nicht zu diskutieren, dass Tierhaltung - egal welcher Art - immer eine gewisse Nötigung des Tieres zur Freude der Menschen ist. Da könnt ihr jetzt Vögel, Hunde, Kaninchen und auch Fische nehmen. Total egal - alles nicht natürlich. Den Idealfall stellt dann quasi die Katzenhaltung dar - aber auch die ist kritisch, da sie die heimischen Vögel in Bedrängnis bringt. Also ja, egal wie der Mensch mit den Tieren zusammen lebt, es ist falsch - im Sinne der Tiere.

Aber ich halte es dennoch genauso wichtig, dass Kinder Kontakt mit Tieren haben und mache daher diese Sachen mit - ebenso wie ich weiter Fleisch esse. Werden viele als moralisch verwerflich bezeichnen, aber ok.

Jetzt nehmen wir aber mal an, wir haben Kinder - und die Kinder wollen ein Kaninchen. Idealerweise hat noch jemand im Bekanntenkreis über Jahre Kaninchen oder andere Tiere in Stallhaltung und die Kinder kennen es genau so.

Nach euren Vorgaben hat man jetzt 2 Optionen: 1. Man erklärt dem Kind, dass die Tierhaltung falsch ist in dieser Art. 2. Das Kind übernimmt das Tier in Käfighaltung und hat deswegen Gewissensbisse, da auch dieses nicht natürlich ist.
Mag sein, dass ein Kind es versteht, mag auch nicht sein. Dann muss man dem Kind noch erklären, wieso andere Erwachsene das trotzdem so machen und ggf. die Tiere auch noch nach 12 Monaten essen. Kompliziert wird es nun, wenn der Erwachsene dem Kind eines der Tiere anbietet und das Kind weiss - wenn es das Tier ablehnt, wird es geschlachtet, wenn es das Tier nimmt, kann es leben. (So bei unseren 2 Monstern im Garten, die wären sonst auch im Topf gelandet - und meine Katze damals in der Regentonne beim Bauern). Wenn das Kind jetzt nicht die von euch geforderten 6qm aufbringen kann, ist es indirekt Schuld am Tod des Tieres? Wenn das Kind das Tier andererseits in Käfighaltung übernimmt - weil ja kein Auslauf - und deswegen Gewissensbisse hat, so ist auch das natürlich bedenklich. So erzieht man Kinder mit Komplexen. Super.

Mit würde jetzt Option 3 - ein Kompromiss gefallen: Das Tier nimmt eine gewisse Käfighaltung in Kauf, kann dafür aber jeden Tag mehrere Stunden raus - beispielsweise immer wenn Kind oder Familie zuhause sind. Das Kind lernt den Umgang mit Tieren, lernt die Bedürfnisse der Tiere kennen, lernt sich um Tiere zu kümmern und bekommt ggf. auch mit was schlecht läuft und was man ggf. im Laufe des Tierlebens noch optimieren kann wenn die Verhältnisse besser sind und es erlauben.

Option 4: Die Kinder nicht in Kontakt mit Tieren bringen und alles kategorisch ablehnen um gar nicht in den Konflikt zu kommen - das bringt uns dann die Kids ein, die ich früher als Klassenkameraden hatte, die haben Punkte pro überfahrene Katze vergeben.

Ich kenne seit der Grundschule eigentlich Option 3 - wir hatten damals einen Hamster im Käfig. Sicherlich nicht perfekt für das Tier, aber es hat den Kindern viel gebracht und ich bilde mir ein, das unser mit 8 Jahren gegründeter "Tierschutzverein" auch damit zu tun hatte.




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Registriert seit: 02.08.2013
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Honeymouse befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.01.2022, 21:07

Option 1 wäre die richtige bzw. das Schaffen der besseren Umstände. Man schafft sich keine Tiere an, wenn man ihnen nicht gerecht werden kann. Das ist das was man seinen Kindern vorleben sollte.


Option 3 wäre sicherlich nicht das richtige Lernen von Bedürfnissen, denn Kaninchen haben eben ein Platzbedürfnis und das nicht nur ein paar Stunden am Tag.


Schön für die Kinder, dass es ihnen vielleicht was gebracht hat - und dem Hamster? Der hat auch Bedürfnisse gehabt...



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Geändert von Honeymouse (11.01.2022 um 21:13 Uhr).

Ninchen
 
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Shadowblues befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.01.2022, 21:15

Nach Deiner Option - also Option 1 - verkauft bitte alle eure Tiere, denn auch das ist Gefangenschaft und sicher nicht optimal für das Tier. Sorry, ich finde das heuchlerisch.
Ja, der Hamster hatte sicherlich kein einfaches Leben. Aber ich behaupte mal, dass viele der Kinder danach besser zu Tieren waren und es daher unterm Strich für das eine Lebewesen negativ war, für viele andere Lebewesen aber positiv.
Der Mensch muss lernen mit der Natur zu leben und nicht gegen die Natur. Und das kann er nur, wenn er sich mit der Natur auseinandersetzt.
Ich finde die hier aufgestellten Anforderungen daher zwar verständlich, aber in den Auswirkungen falsch. Gründe siehe oben.




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Honeymouse befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.01.2022, 21:19

Was ist das denn bitte für eine Einstellung? Der Hamster musste leiden, die Kinder haben nicht seine tatsächlichen Bedürfnisse gelernt und das soll positiv sein?


Man sollte seinen Kindern mit gutem Beispiel vorran gehen und dazu zählt nicht, ein Kaninchen in einen Käfig zu stopfen, weil andere das so machen



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dangerschaf befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.01.2022, 21:30

Zitat:
Zitat von Shadowblues Beitrag anzeigen
Nach Deiner Option - also Option 1 - verkauft bitte alle eure Tiere, denn auch das ist Gefangenschaft und sicher nicht optimal für das Tier. Sorry, ich finde das heuchlerisch.
Ja, der Hamster hatte sicherlich kein einfaches Leben. Aber ich behaupte mal, dass viele der Kinder danach besser zu Tieren waren und es daher unterm Strich für das eine Lebewesen negativ war, für viele andere Lebewesen aber positiv.
Der Mensch muss lernen mit der Natur zu leben und nicht gegen die Natur. Und das kann er nur, wenn er sich mit der Natur auseinandersetzt.
Ich finde die hier aufgestellten Anforderungen daher zwar verständlich, aber in den Auswirkungen falsch. Gründe siehe oben.
Heuchlerisch finde ich eher, Kindern nicht die tatsächlichen Bedürfnisse der Tiere nahe zu bringen


Klar, entspricht keine Tierhaltung der Natur zu 100%. In einigen Punkten ist sie schlechter, z.B. kleineres Revier, und in anderen ist sie besser, z.B. medizinische Versorgung. Aber es gibt Haltungsbedingungen, in denen entwickeln Tiere Verhaltensstörungen und Krankheiten und es gibt Haltungsbedingungen, da ist das nicht der Fall. Und darum geht es.


Und ja, es ist immer besser Tiere abzgeben, als sie nicht artgerecht zu halten. Und das kann man auch Kindern beibringen. Das ist eine sehr viel wertvollere Lektion, als eine falsche Tierhaltung. Viele von uns sind mit Kinderzimmerkaninchen groß geworden und haben dann später gelernt, wie es richtig geht. Der Grund ist: unsere Eltern wussten es nicht besser. Wir wissen es jetzt besser, es gibt also absolut keine Rechtfertigung dafür, die Fehler unserer Eltern zu wiederholen.


Und wenn dich das alles nicht überzeugt: frag mal die ganzen Familien, die ihre Kaninchen dringend los werden müssen, weil sie bissig sind. Der Grund dafür ist die Käfig- und/oder Einzelhaltung. Sicher keine gute Erfahrung für die Kinder...


Zitat:
Aber ich behaupte mal, dass viele der Kinder danach besser zu Tieren waren und es daher unterm Strich für das eine Lebewesen negativ war, für viele andere Lebewesen aber positiv.
Das sehen die vielen Hamster, die von dem Kind und spâteren Erwachsenen anschließend noch falsch gehalten werde sicher anders.



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dangerschaf befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.01.2022, 21:32

Zitat:
Zitat von Shadowblues Beitrag anzeigen
Nach Deiner Option - also Option 1 - verkauft bitte alle eure Tiere, denn auch das ist Gefangenschaft und sicher nicht optimal für das Tier. Sorry, ich finde das heuchlerisch.
Ja, der Hamster hatte sicherlich kein einfaches Leben. Aber ich behaupte mal, dass viele der Kinder danach besser zu Tieren waren und es daher unterm Strich für das eine Lebewesen negativ war, für viele andere Lebewesen aber positiv.
Der Mensch muss lernen mit der Natur zu leben und nicht gegen die Natur. Und das kann er nur, wenn er sich mit der Natur auseinandersetzt.
Ich finde die hier aufgestellten Anforderungen daher zwar verständlich, aber in den Auswirkungen falsch. Gründe siehe oben.
Heuchlerisch finde ich eher, Kindern nicht die tatsächlichen Bedürfnisse der Tiere nahe zu bringen



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dangerschaf befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.01.2022, 21:32

Klar, entspricht keine Tierhaltung der Natur zu 100%. In einigen Punkten ist sie schlechter, z.B. kleineres Revier, und in anderen ist sie besser, z.B. medizinische Versorgung. Aber es gibt Haltungsbedingungen, in denen entwickeln Tiere Verhaltensstörungen und Krankheiten und es gibt Haltungsbedingungen, da ist das nicht der Fall. Und darum geht es.


Und ja, es ist immer besser Tiere abzgeben, als sie nicht artgerecht zu halten. Und das kann man auch Kindern beibringen. Das ist eine sehr viel wertvollere Lektion, als eine falsche Tierhaltung. Viele von uns sind mit Kinderzimmerkaninchen groß geworden und haben dann später gelernt, wie es richtig geht. Der Grund ist: unsere Eltern wussten es nicht besser. Wir wissen es jetzt besser, es gibt also absolut keine Rechtfertigung dafür, die Fehler unserer Eltern zu wiederholen.


Und wenn dich das alles nicht überzeugt: frag mal die ganzen Familien, die ihre Kaninchen dringend los werden müssen, weil sie bissig sind. Der Grund dafür ist die Käfig- und/oder Einzelhaltung. Sicher keine gute Erfahrung für die Kinder...


Zitat:
Aber ich behaupte mal, dass viele der Kinder danach besser zu Tieren waren und es daher unterm Strich für das eine Lebewesen negativ war, für viele andere Lebewesen aber positiv.
Das sehen die vielen Hamster, die von dem Kind und spâteren Erwachsenen anschließend noch falsch gehalten werden sicher anders.



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Hell&Dunkel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.01.2022, 21:33

Kinder sollten lernen dass man die Verantwortung für ein anderes Lebewesen nicht mit faulen Kompromissen übernimmt.
Ich habe auch 2 Kinder und mein ältester hat von alleine erkannt dass unser Züchter keine optimalen Bedingungen für die Kaninchen hat. Wir haben uns im voraus gemeinsam damit beschäftigt was ein Kaninchen braucht. Anna und die Haustiere (ARD) haben ganz tolle kindgerechte Filme dazu.
Ich habe meinem Sohn erklärt dass nicht alle Menschen ihren Haustieren die besten Haltungsbedingungen geben können. Entweder sie wissen es nicht besser oder die können es nicht besser. Er fragte mich warum sie sich Tiere holen wenn sie es nicht besser können obwohl sie es besser wissen.... Er ist noch nicht reif genug um auf ein Tier zu verzichten wenn er es angeboten bekommt, aber er war bereit sein Kinderzimmer mit den Tieren zu teilen und auf seine große Playmobil Burg zu verzichten, um ihnen genug Platz zu verschaffen.

Bring deinen Kindern die Bedürfnisse der Tiere nahe. Lass sie zumindest die Sendung sehen und dann sprich mit ihnen. Lass dir genau erklären wie eine Haltung bei euch daheim artgerecht umgesetzt werden kann. Mein Sohn hatte spannende Vorschläge zur Haltung daheim und am Ende haben wir gemeinsam beschlossen sie Kaninchen frei im EG zu halten. Dafür mussten ein paar neue Regeln aufgestellt werden und er war damit einverstanden.
So sieht meiner Meinung nach ein gutes Kompromiss mit allen beteiligten aus, in dem auch das Kind spürbar die Konsequenz seiner Entscheidung für ein Tier und die Verantwortung spürt.

Ach und unsere beiden Kaninchen werden nachkommen haben, die Ende des Jahres geschlachtet werden. Sie werden in den bestmöglichen Bedingungen bei uns aufwachsen. Die Kinder wissen das und trotzdem werden sie das Fleisch essen. Genauso wie das Huhn unserer Nachbarin letzte Woche. Sie sehen keine Schlachtszenen aber sie sehen die lebenden Tiere vorher und später das Fleisch auf dem Teller.
Es ist mir immer wichtiger dass die Kinder Respekt vor dem Leben lernen ohne dass sie dazu Tiere halten müssen. Umgang mit Tieren kann man auch haben ohne ein Tier zu halten.

Wenn man unbedingt ein Tier halten muss, dann überleg doch lieber welchem Tier ihr gerecht werdet, vielleicht sind Kaninchen nix für euch?



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Geändert von Hell&Dunkel (11.01.2022 um 21:48 Uhr).

Ninchen
 
Registriert seit: 08.01.2022
Beiträge: 21
Hell&Dunkel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.01.2022, 21:58

Ich glaube bevor die Diskussion hier ewig ausartet und du am Ende total frustriert dieses Forum verlässt, informier dich gemeinsam mit deinen Kindern über die Anforderungen. Danach lässt du dir erzählen wie deine Kinder das umsetzen würden und danach kannst du schauen ,ob und wie ihr es tatsächlich umsetzt.
Ich würde mich freuen weiter von dir zu lesen.




Benutzerbild von dangerschaf
Kaninchen
 
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dangerschaf befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.01.2022, 22:19

Zitat:
Zitat von Hell&Dunkel Beitrag anzeigen
Ich glaube bevor die Diskussion hier ewig ausartet und du am Ende total frustriert dieses Forum verlässt, informier dich gemeinsam mit deinen Kindern über die Anforderungen. Danach lässt du dir erzählen wie deine Kinder das umsetzen würden und danach kannst du schauen ,ob und wie ihr es tatsächlich umsetzt.
Ich würde mich freuen weiter von dir zu lesen.
Da Roger nach eigenen Angaben 2 Hoppler auf 10 qm hat, scheint mir die Diskussion (zum Glück) eher theoretischer Natur.



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