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Kaninchenhaltung mit Kompromissen? Hallo zusammen, ich lese hier immer mal wieder mit und die Antworten im folgenden Beitrag: https://www.kaninchenforum.de/kaninchenhaltung-allgemeines/50625-vergesellschaftung-wei%DF-nicht-weiter.html#post1262315 werfen für mich Fragen auf. Exemplarisch steht der Beitrag für viele andere Beiträge der letzten Jahre, ist halt aktuell. Mein Schwiegervater hält Kaninchen wie man es früher halt gemacht hat - zur Zucht und zur Fleischproduktion. So ein Karnickel tut mir leid, es hat halt nicht viel Platz zum leben. Gut, andere Artgenossen sind dabei - aber halt "nebenan". Ich finde das nicht ideal - aber scheinbar wird es oft genug gemacht. In jedem Kleintierzüchterverein sieht man ähnliche Bauten. In dem von mir verlinkten Beitrag wurde offensichtlich der Versuch gemacht einen grösseren Stall zu bieten, weit mehr als die Kaninchen im oben genannten Fall oder bei vielen anderen Züchtern, die ich so kenne, haben. Aber natürlich nicht die Idealvorstellung von 6qm pro Kaninchen. Jetzt frage ich mich: Gibt es keinen Kompromiss? Was bringt es, wenn die Nutzerin dann beispielsweise auf die "Züchterhaltung" übergeht? Wieder 2 Karnickel im Gefängnis? Was kann man als Kompromiss machen? Oder sind die Karnickel zu uneinsichtig, um auf einen Kompromiss einzugehen? Generell finde ich es schwer so viel Platz zu bieten - indoor. Wir haben 2 Kaninchen "outdoor" auf ca. 10qm mit Buddelplatz - das geht gut. Aber das sind auch richtige Brummer - grösser übrigens als die Brüder und Schwestern beim Originalzüchter in Käfighaltung wurden. Wenigstens für kleinere Versionen wie Zwergkaninchen sollte man doch kleinere Möglichkeiten bieten können, oder? Viele Grüsse, Roger |
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Der Richtwert liegt aktuell bei 6qm für ein Pärchen. Wie kommt so ein Richtwert zustande? Die Erfahrung zeigt, dass zwei Kaninchen auf dieser Fläche harmonisch zusammen leben und natürliche Verhaltensweisen zeigen. Klar gibt es Kompromisse: Ein gut passendes Pärchen im fortgeschrittenen Alter, mit täglichem mehrstündigem Auslauf kann bestimmt auch in einem gut strukturierten 5 qm Gehege glücklich leben. Aber ich vermute, das ist nicht das, was du meinst... Zitat:
Speed, Speed, Speed... da wird schnell klar, dass die 6 qm schon ein echter Kompromiss sind... |
Hallo, ich finde es in dem Fall schon wichtig, dass man der Userin mitteilt, was Kaninchen brauchen, da sie anscheinend noch jung ist und auch ihre Eltern im Vorfeld sich über die Haltung nicht informiert haben. Denn, offensichtlich gibt es durch den Käfig eben auch VG Probleme, die sich im schlimmsten Fall zu heftigen Kämpfen entwickeln können Es liegt nicht an der Uneinsichtigkeit von den Tieren, sie folgen ihrem Instinkt, es gibt viele Tiere in Boxen/Käfigen, wo der Halter nicht merkt, dass sie nicht glücklich sind. Du beobachtest doch bestimmt auch deine Tiere draußen, wenn sie flitzen oder Luftsprünge vor lauter Lebensfreude machen;) und da hat die Größe wenig mit zu tun, bei Riesen würde ich sogar mehr Platz anbieten als nur 6 qm Ich sage mal so, eine Katze würde ich auch nicht in einen Käfig stecken oder mein Kind nur in einen Raum mit wenig Platz zum spielen und laufen, nur Bett und Klo halten:DKaninchen haben nun mal einen ähnlichen Bewegungsbedarf. Wenn es zusätzlich Auslauf gibt, würde ich immer noch mind 4 qm anbieten Ich habe inzwischen freie Wohnungshaltung (bin auch mit einem Käfig angefangen), wenn man weiß, was man sichern muss, finde ich es keine große Umstellung, wenn sie mit mir leben. Ich denke, wo ein Wille ist, ist ein Weg:D |
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Gruß Roger |
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Welcher Urin:D bei Pärchenhaltung habe ich damit kein Problem. Die Tiere sind stubenrein und benutzen ihr Klo Als ich noch 2 Pärchen hatte, lag nur PVC an der Grenze zum Schutz des Laminats, weil es ab und zu passierte, dass sie dort markiert haben |
Bzgl Kompromisse: Schau dir diesen Vergleich an und überleg dann nochmal, ob die 6m² nicht schon ein ziemlicher Kompromiss sind: https://www.kaninchenwiese.de/wp-con...iere-Kopie.jpg Quelle: https://www.kaninchenwiese.de/haltung/hintergruende/mindestmasse-2/ |
@4Chaoten: Danke. Ok, dachte nicht, dass man die stubenrein bekommt. Ob auf dem Weg dahin das Laminat schon kaputt ist? @all: Also ist die generelle Aussage: 6qm mindestens, vielleicht 4 oder 5 - egal wie gross die Tiere sind? Also 6qm oder Einzel-Käfighaltung? |
6m² und mehr. Riesen sowieso mehr. Und Einzel-Käfighaltung ist Tierquälerei und keine Alternative. |
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Roger:D du möchtest da gerne gegen an gehen und nicht verstehen oder;) Meiner Erfahrung nach sind die Tiere i. d. R. stubenrein, ganz selten hatte ich welche aus KÄFIGHALTUNG oder BOXENHALTUNG (die leben ja auch in ihrem Klo), die dies erst erlernen mussten, genauso, wie sie lernen mussten, dass sie Platz haben und manchmal mussten sie auch lernen, wie ein Kaninchen zu hoppeln. Ich bin ja nicht so blöd, dass ich einem neuen Tier mein Laminat zur Verfügung stelle und wir sind ja auch hier, um unsere Erfahrungen an Menschen weiterzugeben und ihnen zu helfen Die generelle Aussage ist, dass man sich vor der Anschaffung von, egal ob Kaninchen, Hund oder Katze, erstmal informieren sollte was die Tierart benötigt. Wenn es dann so läuft wie dem Beispiel, dann sollte man auf jeden Fall darüber nachdenken was möglich ist und ja, wenn es nur ein Käfig ist, dann auch darüber nachdenken, ob es nicht besser wäre, einen artgerechten Platz für das Tier zu finden, anstatt es in einem Käfig dahinvegetieren zu lassen |
Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 1) Ja natürlich gibt es Kompromisse! Aber ich denke nicht so wie du denkst. Wikipedia sagt zur Bedeutung "Kompromiss": Ein Kompromiss ist die Lösung eines Konfliktes durch gegenseitige freiwillige Übereinkunft, unter beiderseitigem Verzicht auf Teile der jeweils gestellten Forderungen. Die Verhandlungspartner gehen aufeinander zu. Sie verlassen die eigene Position und bewegen sich auf eine neue gemeinsame Position. Ziel ist ein gemeinsames Ergebnis, auf das sie sich einigen. So wie du deine Frage gestellt hast nach einem Kompromiss, weckt bei mir den Eindruck dass man die Bedürfnisse der Tiere kaum bis gar nicht berücksichtigt. Nun ist es schwierig ein Kaninchen direkt zu fragen was es will, aber die Wissenschaft weiß mittlerweile genauer was es braucht. Nun muss man bei domestizierten Tieren sowieso Abstriche zugunsten des Menschen machen, denn der Ausgangspunkt eines Tieres bei der "Verhandlung" eines Kompromisses, ist immer die freie Natur. Nimmt man also das Tier vom Ausgangspunkt Natur und den Menschen vom Ausgangspunkt begrenzter Raum zum Leben, muss man dem Tier mehr Entgegenkommen als 4qm.... Nehmen wir an wir haben 100qm Wohnfläche ohne Garten zur Verfügung und nehmen zwei Hasen in die Familie auf. 4qm? 4%? Sind einem die Tiere nur 4% Wert? Oder anders ausgedrückt: möchte man nur 4% seines Raumes, seines Lebens mit den Tieren teilen? Dann schafft man sich doch kein Tier an oder? Ich Stelle meine Tiere nicht dem Menschen gleich aber dennoch sind sie mehr wert als 4%.... Und ich denke wenn man darüber nachdenkt sind sie jedem Tierhalter mehr wert. Ein Kompromiss muss jeder selbst finden denke ich... Allerdings ein echtes Kompromiss! Also nicht nur das Kaninchen geht auf den Menschen zu und reduziert seinen Bewegungsraum, auch der Mensch muss dem Kaninchen, dessen Vorfahren hunderte Quadratmeter als Revier hatten, entgegenkommen und fair seinen Lebensraum teilen. Edit: nur um eine Vorstellung zu bekommen was ein Kaninchen braucht... Kaninchen werden 40-60km/h schnell und brauchen zwischen 6-18m Strecke um auf die maximale Geschwindigkeit zu kommen. Das bedeutet dass egal wie toll wir unsere Tiere halten, wird kaum jemals eines dieser Tiere in domestizierter Umgebung auch nur ein einziges Mal seine maximal mögliche Laufgeschwindigkeit erreichen.... |
Ihr braucht mit mir nicht zu diskutieren, dass Tierhaltung - egal welcher Art - immer eine gewisse Nötigung des Tieres zur Freude der Menschen ist. Da könnt ihr jetzt Vögel, Hunde, Kaninchen und auch Fische nehmen. Total egal - alles nicht natürlich. Den Idealfall stellt dann quasi die Katzenhaltung dar - aber auch die ist kritisch, da sie die heimischen Vögel in Bedrängnis bringt. Also ja, egal wie der Mensch mit den Tieren zusammen lebt, es ist falsch - im Sinne der Tiere. Aber ich halte es dennoch genauso wichtig, dass Kinder Kontakt mit Tieren haben und mache daher diese Sachen mit - ebenso wie ich weiter Fleisch esse. Werden viele als moralisch verwerflich bezeichnen, aber ok. Jetzt nehmen wir aber mal an, wir haben Kinder - und die Kinder wollen ein Kaninchen. Idealerweise hat noch jemand im Bekanntenkreis über Jahre Kaninchen oder andere Tiere in Stallhaltung und die Kinder kennen es genau so. Nach euren Vorgaben hat man jetzt 2 Optionen: 1. Man erklärt dem Kind, dass die Tierhaltung falsch ist in dieser Art. 2. Das Kind übernimmt das Tier in Käfighaltung und hat deswegen Gewissensbisse, da auch dieses nicht natürlich ist. Mag sein, dass ein Kind es versteht, mag auch nicht sein. Dann muss man dem Kind noch erklären, wieso andere Erwachsene das trotzdem so machen und ggf. die Tiere auch noch nach 12 Monaten essen. Kompliziert wird es nun, wenn der Erwachsene dem Kind eines der Tiere anbietet und das Kind weiss - wenn es das Tier ablehnt, wird es geschlachtet, wenn es das Tier nimmt, kann es leben. (So bei unseren 2 Monstern im Garten, die wären sonst auch im Topf gelandet - und meine Katze damals in der Regentonne beim Bauern). Wenn das Kind jetzt nicht die von euch geforderten 6qm aufbringen kann, ist es indirekt Schuld am Tod des Tieres? Wenn das Kind das Tier andererseits in Käfighaltung übernimmt - weil ja kein Auslauf - und deswegen Gewissensbisse hat, so ist auch das natürlich bedenklich. So erzieht man Kinder mit Komplexen. Super. Mit würde jetzt Option 3 - ein Kompromiss gefallen: Das Tier nimmt eine gewisse Käfighaltung in Kauf, kann dafür aber jeden Tag mehrere Stunden raus - beispielsweise immer wenn Kind oder Familie zuhause sind. Das Kind lernt den Umgang mit Tieren, lernt die Bedürfnisse der Tiere kennen, lernt sich um Tiere zu kümmern und bekommt ggf. auch mit was schlecht läuft und was man ggf. im Laufe des Tierlebens noch optimieren kann wenn die Verhältnisse besser sind und es erlauben. Option 4: Die Kinder nicht in Kontakt mit Tieren bringen und alles kategorisch ablehnen um gar nicht in den Konflikt zu kommen - das bringt uns dann die Kids ein, die ich früher als Klassenkameraden hatte, die haben Punkte pro überfahrene Katze vergeben. Ich kenne seit der Grundschule eigentlich Option 3 - wir hatten damals einen Hamster im Käfig. Sicherlich nicht perfekt für das Tier, aber es hat den Kindern viel gebracht und ich bilde mir ein, das unser mit 8 Jahren gegründeter "Tierschutzverein" auch damit zu tun hatte. |
Option 1 wäre die richtige bzw. das Schaffen der besseren Umstände. Man schafft sich keine Tiere an, wenn man ihnen nicht gerecht werden kann. Das ist das was man seinen Kindern vorleben sollte. Option 3 wäre sicherlich nicht das richtige Lernen von Bedürfnissen, denn Kaninchen haben eben ein Platzbedürfnis und das nicht nur ein paar Stunden am Tag. Schön für die Kinder, dass es ihnen vielleicht was gebracht hat - und dem Hamster? Der hat auch Bedürfnisse gehabt... |
Nach Deiner Option - also Option 1 - verkauft bitte alle eure Tiere, denn auch das ist Gefangenschaft und sicher nicht optimal für das Tier. Sorry, ich finde das heuchlerisch. Ja, der Hamster hatte sicherlich kein einfaches Leben. Aber ich behaupte mal, dass viele der Kinder danach besser zu Tieren waren und es daher unterm Strich für das eine Lebewesen negativ war, für viele andere Lebewesen aber positiv. Der Mensch muss lernen mit der Natur zu leben und nicht gegen die Natur. Und das kann er nur, wenn er sich mit der Natur auseinandersetzt. Ich finde die hier aufgestellten Anforderungen daher zwar verständlich, aber in den Auswirkungen falsch. Gründe siehe oben. |
Was ist das denn bitte für eine Einstellung? Der Hamster musste leiden, die Kinder haben nicht seine tatsächlichen Bedürfnisse gelernt und das soll positiv sein? Man sollte seinen Kindern mit gutem Beispiel vorran gehen und dazu zählt nicht, ein Kaninchen in einen Käfig zu stopfen, weil andere das so machen :rolleyes: |
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Klar, entspricht keine Tierhaltung der Natur zu 100%. In einigen Punkten ist sie schlechter, z.B. kleineres Revier, und in anderen ist sie besser, z.B. medizinische Versorgung. Aber es gibt Haltungsbedingungen, in denen entwickeln Tiere Verhaltensstörungen und Krankheiten und es gibt Haltungsbedingungen, da ist das nicht der Fall. Und darum geht es. Und ja, es ist immer besser Tiere abzgeben, als sie nicht artgerecht zu halten. Und das kann man auch Kindern beibringen. Das ist eine sehr viel wertvollere Lektion, als eine falsche Tierhaltung. Viele von uns sind mit Kinderzimmerkaninchen groß geworden und haben dann später gelernt, wie es richtig geht. Der Grund ist: unsere Eltern wussten es nicht besser. Wir wissen es jetzt besser, es gibt also absolut keine Rechtfertigung dafür, die Fehler unserer Eltern zu wiederholen. Und wenn dich das alles nicht überzeugt: frag mal die ganzen Familien, die ihre Kaninchen dringend los werden müssen, weil sie bissig sind. Der Grund dafür ist die Käfig- und/oder Einzelhaltung. Sicher keine gute Erfahrung für die Kinder... Zitat:
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Klar, entspricht keine Tierhaltung der Natur zu 100%. In einigen Punkten ist sie schlechter, z.B. kleineres Revier, und in anderen ist sie besser, z.B. medizinische Versorgung. Aber es gibt Haltungsbedingungen, in denen entwickeln Tiere Verhaltensstörungen und Krankheiten und es gibt Haltungsbedingungen, da ist das nicht der Fall. Und darum geht es. Und ja, es ist immer besser Tiere abzgeben, als sie nicht artgerecht zu halten. Und das kann man auch Kindern beibringen. Das ist eine sehr viel wertvollere Lektion, als eine falsche Tierhaltung. Viele von uns sind mit Kinderzimmerkaninchen groß geworden und haben dann später gelernt, wie es richtig geht. Der Grund ist: unsere Eltern wussten es nicht besser. Wir wissen es jetzt besser, es gibt also absolut keine Rechtfertigung dafür, die Fehler unserer Eltern zu wiederholen. Und wenn dich das alles nicht überzeugt: frag mal die ganzen Familien, die ihre Kaninchen dringend los werden müssen, weil sie bissig sind. Der Grund dafür ist die Käfig- und/oder Einzelhaltung. Sicher keine gute Erfahrung für die Kinder... Zitat:
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Kinder sollten lernen dass man die Verantwortung für ein anderes Lebewesen nicht mit faulen Kompromissen übernimmt. Ich habe auch 2 Kinder und mein ältester hat von alleine erkannt dass unser Züchter keine optimalen Bedingungen für die Kaninchen hat. Wir haben uns im voraus gemeinsam damit beschäftigt was ein Kaninchen braucht. Anna und die Haustiere (ARD) haben ganz tolle kindgerechte Filme dazu. Ich habe meinem Sohn erklärt dass nicht alle Menschen ihren Haustieren die besten Haltungsbedingungen geben können. Entweder sie wissen es nicht besser oder die können es nicht besser. Er fragte mich warum sie sich Tiere holen wenn sie es nicht besser können obwohl sie es besser wissen.... Er ist noch nicht reif genug um auf ein Tier zu verzichten wenn er es angeboten bekommt, aber er war bereit sein Kinderzimmer mit den Tieren zu teilen und auf seine große Playmobil Burg zu verzichten, um ihnen genug Platz zu verschaffen. Bring deinen Kindern die Bedürfnisse der Tiere nahe. Lass sie zumindest die Sendung sehen und dann sprich mit ihnen. Lass dir genau erklären wie eine Haltung bei euch daheim artgerecht umgesetzt werden kann. Mein Sohn hatte spannende Vorschläge zur Haltung daheim und am Ende haben wir gemeinsam beschlossen sie Kaninchen frei im EG zu halten. Dafür mussten ein paar neue Regeln aufgestellt werden und er war damit einverstanden. So sieht meiner Meinung nach ein gutes Kompromiss mit allen beteiligten aus, in dem auch das Kind spürbar die Konsequenz seiner Entscheidung für ein Tier und die Verantwortung spürt. Ach und unsere beiden Kaninchen werden nachkommen haben, die Ende des Jahres geschlachtet werden. Sie werden in den bestmöglichen Bedingungen bei uns aufwachsen. Die Kinder wissen das und trotzdem werden sie das Fleisch essen. Genauso wie das Huhn unserer Nachbarin letzte Woche. Sie sehen keine Schlachtszenen aber sie sehen die lebenden Tiere vorher und später das Fleisch auf dem Teller. Es ist mir immer wichtiger dass die Kinder Respekt vor dem Leben lernen ohne dass sie dazu Tiere halten müssen. Umgang mit Tieren kann man auch haben ohne ein Tier zu halten. Wenn man unbedingt ein Tier halten muss, dann überleg doch lieber welchem Tier ihr gerecht werdet, vielleicht sind Kaninchen nix für euch? |
Ich glaube bevor die Diskussion hier ewig ausartet und du am Ende total frustriert dieses Forum verlässt, informier dich gemeinsam mit deinen Kindern über die Anforderungen. Danach lässt du dir erzählen wie deine Kinder das umsetzen würden und danach kannst du schauen ,ob und wie ihr es tatsächlich umsetzt. Ich würde mich freuen weiter von dir zu lesen. |
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Darf ich meinen Hintern wieder von meinen Fingern erheben…???:rolleyes::rolleyes: |
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Ich schlaf vorsichtshalber noch mal ne Nacht drüber…:rolleyes: |
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Fällt aber schwer… :cool: |
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Ich verstehe, was du meinst. Man weiß, wenn wir das Tier nicht nehmen, wird es geschlachtet - kein schöner Gedanke. Aber überleg mal - je schwieriger es für solche Halter wird, ihre Tiere loszuwerden, desto eher werden sie ihre Zucht überdenken. Man sollte diese Haltungsform nicht aus Mitleid unterstützen, sondern lieber Tiere aus dem Tierschutz aufnehmen. Die haben es nämlich auch nötig. Und auch da wärst du sozusagen "schuld", wenn du es weiter in einem kleinen Tierheimkäfig sitzen lässt, anstatt es zu "retten". |
Ich verstehe auch das Dilemma, das du darstellen wolltest, Shadowblues, aber über den Aspekt hinaus, den Lieschen nennt, gibt es noch einen weiteren wichtigen Zusammenhang dazu: Wenn man dem Drang nachgibt, das Tier zu retten, dann müsste man, weitergedacht, fortan doch trotzdem total unglücklich sein, weil man alle anderen Tiere, z.B. des betr. Züchters, ja eigentlich genauso retten müsste. Die Rettung schafft also eigentlich keine moralische Erleichterung, sondern einen neuen Zwiespalt. Und wenn DANN auch noch die eigene Haltung, sagen wir mal, suboptimal ist, dann wúrde ich sagen, diente es am Ende ja auch nur dazu, dass die Kinder süße Tierchen haben, und nicht wirklich dazu, Tiere zu "retten". |
Ui, da muss ich dazu senfen... Hab das jetzt nur fix überflogen. Ich bin ja auch eine von den bösen, die Kaninchen (unter Anderem auch) zum Essen züchtet. Und ich schaffe auch nicht die geforderten 3qm pro Tier (wobei das vor Kurzem noch 2qm waren). Meine Rammler sitzen mit ihrem Partnerkastraten(!) nur auf je 4qm. Ohne Auslauf, weil das organisatorisch und räumlich nicht möglich ist. Ist ein umgebauter Schweinestall, der ist so groß wie er ist, egal wie heftig da jemand mit mir diskutieren möchte. Und auch wenn es nicht IDEAL ist, ist es doch sehr viel besser als 80x80cm Einzelbuchten. Ich habe für die Damengruppen zwei 16qm Gehege, wo dann zu Zeiten auch mal mehr als die rechnerisch möglichen 5,3 (ehedem mal 8) drin sind. Jungtieraufzucht und so. Für meine Begriffe relativiert sich das Tier-Fläche-Verhältnis, wenn das Gehege eine bestimmte Größe überschreitet. Ja, 16qm sind jetzt nicht wahnsinnig viel. Aber dennoch hat JEDES Tier diese 16qm zum Laufen zur Verfügung. Der Reinigungsaufwand erhöht sich halt mit der Anzahl der Reststoffauswurfluken. Und nein, auch für diese ist zusätzlicher Auslauf organisatorisch und räumlich nicht machbar. Die hocken die meiste Zeit auf einen Haufen rum, jedenfalls zur Zeit. Wenn ich hinter komme, sitzen die ALLE in der Raufe oder um diese herum, kuscheln und chillen ihr Leben. Ideale definieren ist super, weiter so, machen! Aber Ideale haben es so an sich, dass man sie selten wirklich erreichen kann. Und da finde ich es durchaus richtig, wenigstens den kleinen Schritt in Richtung BESSER zu gehen, den man zu gehen imstande ist. Wer bis dato seine Fleischkaninchen in der Karnickelschrankwand gehalten hat und nun seinen ohnehin vorhandenen, leer stehenden Schweinestall zu Laufboxen für die Kaninchen umbaut, wo die Mütter mit ihren Jungtieren eben nicht nur 100x80cm haben, sondern z.b. 2x2m, ist das schon ein sehr großer Fortschritt, der gewürdigt gehört. Natürlich ist das noch nicht ansatzweise das Ideal. Aber es ist ein Quantensprung gegenüber der Buchten-Einzelhaltung. Man kann nicht alles übers Knie brechen. Die meisten Änderungen und Wandel vollziehen sich Schritt für Schritt. Und wenn ich dem Opa von nebenan klargemacht habe, dass seine Buchten fies sind und er den Schritt zu den Laufboxen geht, und sein Enkel das sieht und für sich feststellt, dass es noch besser geht und größere Stallungen baut, dann ist viel erreicht. Tierhaltung wird, soll und darf nicht aufhören, aber sie muss und WIRD über die Generationen verbessert werden. Das wird von sturen Draufprüglern á la " DaS iSt AbEr ImMeR nOcH nIcHt IDEAAAAAAAL!!!" eher erschwert als vorangetrieben, weil die Leute dann nämlich einschnappen und gar nichts mehr verändern. Mit der PETA-Leier "Tierhaltung ist in sich Tierquälerei und alle Tiere sollen frei sein" kann ich grundsätzlich gar nichts anfangen. Nimmt man mir die Tiere, sehe ich keinen Grund mehr zum Weiterleben, so einfach ist das. Ja, das ist egoistisch. Von mir aus. Und ja, ich weigere mich, Veganer zu werden. Ja, Tierhaltung ist von Anfang an und von Grund auf egoistisch. Auch die, die meinen, jedes Tier retten zu müssen, tun das, weil sie sich dadurch gut fühlen - egoistisch. |
@Angora Angy Ich verstehe, was du meinst. Und ich sehe es ähnlich - die Haltung zu verbessern, ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung. Allerdings verwechselst du meiner Meinung nach in deinem Beitrag den Begriff "Ideal" mit "mindestens". Die hier oft geforderten 3 qm pro Tier sind eben das, was mindestens zur Verfügung stehen soll, und nicht das Ideal. Ideal wäre z. B. ein großer Garten, indem die Tiere dauerhaft hoppeln können (natürlich mit einem Risiko, wenn der Garten nicht nach oben und unten abgesichert ist, aber das ist ein anderes Thema). Von daher denke ich, man sollte auf jeden Fall versuchen, die Mindestfläche zu erreichen und sich nicht einreden, das sei das Ideal und somit so gut wie unerreichbar. Denn die Mindestfläche ist für ein Tier, was in der freien Natur gerne rennt und springt, wirklich noch weit weg vom Ideal. |
Das ist im Prinzip richtig. Wobei das "Mindestmaß" schon hoch gegriffen ist, um den Zielpunkt weit zu stecken. Wenn ich dem Opa nebenan sage, dass seine Buchten mit 80x80cm zu klein sind, mich aber mit den 4qm Laufboxen zufrieden gebe, hat er keinen Anreiz, über weitere Verbesserungen nachzudenken. Steckt man das Ziel weiter, sagt ihm aber, seine Laufboxen sind schon ein großer Fortschritt, fein gemacht, weiter so, dann zeigt man, dass man seine Bemühungen würdigt und gibt ihm trotzdem etwas, wonach es noch zu streben gilt. Das Stichwort lautet Fingerspitzengefühl. Verglichen mit der freien Natur ist keine Tierhaltung tiergerecht. Wir wollen es so tiergerecht WIE MÖGLICH machen. Und da ist - vom kompletten Verzicht mal abgesehen - "etwas besser" immer deutlich vorzuziehen. Die Möglichkeiten muss man immer mit in Betracht ziehen. Wer keine 1000qm Grundstück besitzt, kann den Kaninchen auch keine 1000qm Freilauf geben. Klar, wenn ich partout keinen Platz habe, muss ich verzichten. Deshalb habe ich persönlich keine Schafe und Ziegen, die ich gerne hätte, sondern beschränke mich auf die Kaninchen und Wachteln. Freie Natur ist im Übrigen nicht so Zuckerguss-Rosa-Wölkchen-tolles-Ideal wie sich unsereins das manchmal einredet/einreden lässt. Für die unendliche Freiheit bezahlen die Tiere mit Lebensgefahr. Das darf man nicht vergessen. Klar legt ein Hamster in freier Wildbahn jede Nacht mehrere Kilometer zurück - weil er MUSS. Würde er es denn freiwillig tun, wenn er nicht müsste? Unsere Tiere MÜSSEN nicht stundenlang laufen, um von der Futter- zur Wasserstelle zu gelangen, und dabei immer aufpassen, ob sich ein Fressfeind anschleicht. Die chillen ihren Tag unter der Raufe und machen bei Bedarf (jederzeit, nicht nur wenn die Gruppe das beschließt) ein paar Hopser rüber zum Wassernapf. Und legen sich dann wieder hin und chillen. Viele Tierarten haben sich freiwillig und von sich aus dem Menschen angeschlossen, weil es bequem ist. in der Mongolei kommen die Hamster von sich aus in die Jurten der Nomaden und sind von sich aus zahm, um ein paar Happen abzustauben. Auch Tiere wissen Komfort zu schätzen. Und Komfort und Sicherheit bieten wir ihnen mit unseren Gehegen - um den Preis der ganz großen Freiheit. Man kann nicht alles haben im Leben. Auch wir selbst haben nicht die große Freiheit. Wir unterliegen ja auch Zwängen. Klar können wir uns theoretisch überall hin frei bewegen, aber tun wir das? Ja, die Tiere haben nicht die Wahlmöglichkeit. Ist mir auch klar. Vergleichbar ist das nur begrenzt. Bei einem domestizierten Tier, das ohne menschliches Zutun gar nicht existieren würde, ist der Vergleich mit dem Leben in freier Wildbahn schwierig. Man soll es sich als Vorbild und Anregung nehmen, dabei aber nicht vergessen, dass wir es eben NICHT mit einem Wildtier zu tun haben. Und bei allem immer die Kirche im Dorf lassen, Augenmaß und Fingerspitzengefühl beweisen und alles mit dem Machbaren ins Verhältnis setzen und abgleichen. Nur so nimmt man einen größeren Anteil der Bevölkerung mit, statt sie mit Vorwürfen zu vergraulen. "Guck mal, hier den Stall musst du nur mal entrümpeln und durchkehren" ist ein viel besserer Ansatz als "Deine Buchten sind Scheiße, die Tiere MÜSSEN MINDESTENS 3qm haben!" Im ersteren Fall ist die Chance auf Umsetzung groß und die Tiere erleben eine tatsächliche Verbesserung von 0,6 auf 2qm, statt theoretisch sehr viel mehr Platz zu bekommen, der ihnen "zustünde", faktisch aber in ihren Einzelbuchten hocken zu bleiben, weil der Halter einschnappt und/oder keine Möglichkeit der Umsetzung hat. Dass Halter, insbesondere die Schlachter, ganz auf die Haltung verzichten, ist noch viel unwahrscheinlicher. |
Hier wurde ja schon öfter betont, dass ein Kompromiss etwas beidseitiges ist. Bei jemandem im Käfig zu leben, halte ich für keinen guten Kompromiss, denn das Kaninchen denkt nicht "Oh, ich möchte zu der Familie, die sehen so nett aus! Dafür nehme ich den Käfig in Kauf." Es ist eher anders herum - der Mensch möchte ein Tier, also muss ER Kompromisse eingehen. Zum Beispiel ein Gehege in der Wohnung abzäunen. Oder ein Zimmer bzw. die Wohnung soweit sichern, dass die Kaninchen frei herumlaufen können, ohne Schaden anzurichten. Wo ein Wille ist, ist ein Weg, und so ist es eigentlich in fast jeder Wohnung möglich, Kaninchen ein tolles Zuhause zu bieten, behaupte ich. Ja, es gibt Kompromisse in der Kaninchenhaltung, bei denen das Tier Abstriche machen muss. Als solche würde ich aber niemals so etwas lebenswichtige wie das Platzangebot oder Einzelhaltung sehen. Beispiele für Kompromisse wären meiner Meinung nach: - Im Sommer Salat zu füttern, wenn man mal keine Zeit zum Wiese pflücken hatte. Ebenso, dass vielleicht nicht ganz so vielfältig gefüttert wird, wenn man auf Urlaub ist und die Nachbarn die Fütterung übernehmen. - Das mit dem Platz sehe ich ähnlich wie Angy. Es ist wichtig, dass die Kaninchen viel Platz haben, je mehr desto besser. Aber wenn es ohnehin schon eine große Fläche ist und man mehrere Tiere hat, kann es Kompromisse geben, solange die Gruppe hält. Ich hatte mal eine Vierergruppe in einem 12m2 Außengehege. Dann kamen zwei Handaufzuchtsbabys und nach der Aufzucht kamen auch sie mit dazu in die Gruppe. Da hatten sie zwar nur noch 2m2 pro Tier plus Etagen plus täglichen Gartenauslauf, aber der Kompromiss war einfach: Die beiden Handaufzuchtsbabys hatten eine enge Beziehung zu uns, die sie aufgezogen hatten und wir hätten wohl in unserer Umgebung schwerlich jemanden gefunden, der ihnen mehr bieten kann, als wir. - Ebenso bin ich dafür, den Kaninchen ein besseres Zuhause zu suchen, wenn man ihnen nicht gerecht werden kann. Dabei sollte man aber differenzieren. Zum Beispiel habe ich, als ich noch dabei war, langsam die Haltungsbedingungen meiner Kaninchen zu verbessern, zwei Kaninchenmädels aus dem Tierheim (Geschwister) mit meinem Felix vergesellschaftet. Die drei hatten dann erst einmal etwa 2m2 zur Verfügung. Im Zuge der Vergesellschaftung war ich aber auf Kaninchen Wiese gestoßen und hatte etwas von den 2m2 pro Tier mitbekommen. Nach einer Menge Planung wurde das Zimmer so umgestellt, dass die Kaninchen vier Quadratmeter Platz zur Verfügung hatten. Meine Eltern waren nicht sehr begeistert. Aber ich habe mich durchgesetzt. Wegen den 2m2 pro Tier (so war damals die Mindestgröße für Innenhaltung oft angegeben) war ich aber unsicher und fragte im Internet nach, ob das okay so wäre. Die Antwort: Nein, auf vier m2 darfst du nur zwei Kaninchen halten, gib eines der Mädchen ab. Habe ich nicht. Ich reiße nicht eine harmonische Gruppe auseinander und gebe ein Mädchen zurück ins Tierheim (was bei uns echt nicht besonders gut mit Kaninchen und Nagern umgeht), nur weil die Mindestmaß das sagen. Immerhin hatten sie jeder vier m2 zum Laufen. Also war der Kompromiss: Die Kaninchen leben in ihrem vier m2 Gehege, bis ich eine bessere Lösung finde (und die würde auch gefunden - wenig später haben wir auf freie Zimmerhaltung umgestellt und es nicht eine Sekunde bereut). |
Hallo Ich habe diesen thread nur überflogen, wollte aber trotzdem auch was dazu schreiben: Bezüglich der Kinder: Ich selbst habe keine Kinder. Aber ich finde es auch wichtig dass Kinder mit Tieren aufwachsen. Allerdings finde ich es ebenso wichtig, dass man Kindern eine artgerechte Haltung vorlebt. Und da ist es egal ob Hund, katze, Kaninchen oder Vögel. Ich denke aber auch dass Kinder keineswegs doof sind und man denen vermitteln kann welches Tier wie möglich ist. Wenn ich eine Katze nicht vernünftig halten könnte würde ich mir keine kaufen. Etwas was ich von meiner Mutter gelernt habe, eben weil sie mir keine Katze gekauft hat. Als Kind wollte ich auch mal einen Seehunde in der Badewanne halten. Keine Ahnung warum sie das abgelehnt hat :p Eine Zeit lang hatten wir Nymphensittiche. Hatten wir aus schlechterer Haltung übernommen (unsere war allerdings auch bei weitem nicht ideal) und letztendlich hat meine Mutter entschieden sie abzugeben. Sie waren extrem laut und sie hatte Leute Mut Voliere gefunden die die Vögel übernommen haben. Als Kind war ich natürlich sehr sauer. Habe das gar nicht verstanden. Allerdings habe ich als ich dann gesehen habe wie sie leben werden selbst als 8 oder 9 jährige verstanden dass das besser ist. Und natürlich sind auch in jeder Tierhaltung der eine oder andere Kompromiss möglich. Aber ein kleiner Käfig ist kein vertretbarer Kompromiss nur weil er vielleicht doppelt so groß ist wie der Schuhkarton in dem kie Kaninchen beim Züchter viel zu oft ihr dasein fristen müssen. |
Ich will auch nen Seehund!! |
Und ich einen Waschbären…!! :blush5: |
Ich bin noch nicht so lange dabei, eigentlich totales Frischfleisch aber würde gerne trotzdem was sagen, wenn ich darf ;) Bei mir ists so ähnlich wie wohl bei vielen: ich hab mich nie wirklich mit Kaninchen beschäftigt und bin auch davon ausgegangen so ein Käfig oder mal kurz im Zimmer rennen reicht. Total bescheuert eigentlich, aber ich hatte nie Interesse mich näher damit zu beschäftigen. Dann saßen wir von heute auf morgen mit einem Zwergkaninchen da, das aus Krankheitsgründen eine Weile zu uns sollte. Das saß auch erstmal im Käfig, mit Nippeltränke und Heu, Trockenfutter und ner Karotte. Ich hab mich kaum getraut es ohne Handschuhe anzufassen. Und dann hab ich angefangen zu lesen... Und ich denke das ist das wichtige: man liest, hört und sieht überall 6 qm. Kaum jemand sagt: jo, so ein Käfig ist toll, kannst du lassen. Also fängt man doch automatisch an sich Gedanken zu machen: was kann ich verbessern, was ist bei mir möglich, um möglichst nahe an dieses Optimum (ist es natürlich nicht, aber es wird zumindest akzeptiert) ranzukommen? Ich hab erstmal einen Welpenauslauf an den Käfig gestellt...im nächsten Schritt wurde unter Aufsicht ein Stück vom Zimmer freigegeben..und letztlich lief der kleine Kerl 24/7 im Wohnzimmer rum. So, jetzt bin ich aber umgezogen und entweder er wäre im alten Zuhause geblieben, dann aber allein, oder er kommt mit, allerdings hat er hier erstmal nur 4qm und Auslauf in Wohnzimmer, Flur, Küche & Balkon nur unter Aufsicht ABER eine Partnerin. Ich bereue die Entscheidung bisher nicht. Wenn sie sich eingelebt haben dürfen sie 24/7 in einem Teil des Wohnzimmers rennen, aber momentan sind eben diese 4qm (bzw für den Anfang zur VG auf 6 qm aufgestockt) ein Kompromiss. Was ich damit sagen will: wer sein Tier liebt will natürlich, dass es ihm gutgeht. Aber manchmal ist das "Ideal" nicht auf Anhieb zu erreichen, dann muss man halt abwägen: kann ich wenigstens einen Großteil der anderen Bedürfnisse meines Tieres befriedigen oder muss ich ÜBERALL Kompromisse eingehen? In diesem Fall entscheide ich mich vielleicht doch besser gegen das Tier. Ich finds also, grade als Anfänger, sehr wichtig, dass die Ziele immer höher gesteckt werden, allerdings sollte man das nicht ganz stur in schwarz-weiß betrachten sondern abwägen und sich dann stetig versuchen zu verbessern. Ist schwer, aber ich denke doch machbar :) PS: ich hätte sehr gern ein Wasserschwein aber das darf ich auch nicht :( |
Auch ich bin noch nicht lange hier dabei, aber auch bei uns zu Hause gibt es immer wieder Diskussionen um diese Kompromisse... Früher hatten wir Kaninchen, die hatten ein großes Außengehege mit einem selbstgebauten Stall als Wetterschutz und Schlafplatz und ansonsten keinerlei Sicherung. Es hätten also eigentlich jederzeit Mader und Co reingekonnt...Wir hatten Glück und es ist wirklich NIE etwas passiert - ausser das uns beide irgendwann über ihre unterirdischen Gänge abgehauen sind und dann auf einer unfassbar großen Wiese gesichtet wurden, wo wir sie nie mehr gefunden haben... Heute haben wir wieder Kaninchen, 4 Stück. Und haben uns mit dem Gehege große Mühe gegeben und zusätzlich einen Mardersicheren Stall reingestellt, der nachts verschlossen wird. Das Gehege hat insgesamt 12qm, der Stall ist natürlich kleiner... Leider mussten wir dann eine Trennung machen, da wir plötzlich Jungs in der Truppe hatten...Jetzt hat jedes Pärchen eben noch 6qm... Und leider habe ich da erst angefangen zu lesen und zu erfahren, wieviel Platz die Hopsis auch nachts benötigen... Also wollte ich es immer weiter verbessern und hatte tolle Pläne, die für mich auch alle umsetzbar gewesen wären und nahezu perfekt gewesen wären... Aber ich lebe hier nicht alleine und meine Familie, insbesondere mein Partner, darf mitbestimmen! Und da ihm meine Pläne ein bisschen zu weit gingen, haben wir uns auf einen Kompromiss geeinigt. Wir bauen ein Nachtgehege an, in dem zwar immer noch nicht ganz 3qm pro Kaninchen zusammenkommen, welches aber dennoch deutlich größer ist, als der bisherige Stall. Und insgesamt kommt dann jedes Pärchen auf ca. 10qm inkl. Nachtgehege. Nein, nicht ideal und vielleicht auch nicht dementsprechend, was ich für ausreichend befinde, aber in jedem Fall schon deutlich besser, als es jetzt ist! Und daher sage ich: Ja, es darf eine Haltung mit Kompromissen geben. Mit Kompromissen, unter denen die Tiere nicht leiden! Und ich gebe alllen Vorrednern recht: jede Haltung ist am Ende ein Kompromiss. Es kommt auch für mich darauf an, dass man sein bestes gibt und versucht, es den Tieren so gut wie möglich zu machen! Und wenn von jedem Halter erwartet würde, dass den Kaninchen jeden Tag, am besten 24/7, mindestens 100m² Garten zur Verfügung stehen müssen, ausschließlich frische Wiese gefüttert werden darf usw., dann dürften wir uns wohl bald über noch vollere Tierheime freuen. Und ich behaupte einfach mal, dass sich unsere Hopsis auch auf ihren momentan noch 6qm wohl fühlen - jedenfalls machen sie sehr den Eindruck, wie sie so rumlümmeln und hoppeln und buddeln und fressen und chillen... |
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