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Ratlos - ziemlich verfahrene SituationHallo an alle! Brauche einfach mal ein paar Ideen, da wir ziemlich ratlos sind und unschlüssig wie es weitergehen soll. Unsere Rasselbande, die im April im U-Boot mit ihrer Mama auf unserem Balkon eingezogen ist, ist jetzt 8 Monate alt und natürlich mitten in der Pubertät. Dementsprechend wird sich gegenseitig gepiesakt, die Kräfte getestet und Rangordnung geklärt. Bis vor zwei Wochen ist dabei lediglich Fell geflogen. Am Samstag vor zwei Wochen mussten wir dann morgens feststellen, dass unser Karl eine ziemlich heftige Verletzung an der Nase davongetragen hat. Die halbe Nase war abgebissen . Also am Samstag in die nächste Tierklinik, da unsere Tierärztin an dem Wochenende keinen Notdienst hatte. Dort wurde das ganze unter Narkose genäht, aber der Arzt hat uns nicht soviel Hoffnung gemacht, dass es wieder hinwächst. Über Nacht haben wir den kleinen Karl wegen der Narkose, dann in den Keller. Am Sonntag sollte er dann wieder zu seiner Gruppe. Dazu muss ich sagen, dass wir dank unseres Vermieters im Sommer ein richtig großes Außengehege auf der Wiese bauen durften. Da haben sie sowohl nachts als auch tagsüber ausreichende Platz. Weiter zum kleinen Karl. Am Sonntag sollte er dann wieder zur Gruppe (insgesamt 8 "Jungtiere" + Mama und Adoptivpapa), damit er nicht zu lange weg ist und wir keine Probleme bekommen. Aber was macht der Kleine? Fängt sofort wieder Streit mit einem der anderen Jungs an. Wahrscheinlich war der Streit noch nicht beendet. Wäre da nicht die frisch genähte Nase gewesen, dann hätte ich die beiden gelassen. Aber so musste ich sie trennen und natürlich hat die Nase geblutet . Die einzige Lösung, die uns eingefallen ist war dann im Nachtgehege ein Stück abzuzäunen, damit Karl sich nicht streiten kann aber er selbst und sein Geruch in der Gruppe bleibt. Dass dies keine ideale Lösung war, war uns schon klar. Aber welche Alternative hatten wir? Tagsüber haben wir dann versucht ihn immer mal wieder mit den anderen zusammen zu lassen. Das hat mal besser und mal schlechter funktioniert. Letzten Dienstag musste ich dann leider feststellen, dass die Nase wieder auseinandergeklafft ist. Leider war das Gewebe wohl nicht festgewachsen und Karl hat die Naht wohl aufgearbeitet. Also gab es am Mittwoch die nächste OP. Dieses Mal bei unserer Tierärztin. Die hat versucht soviel wie möglich von der Nase zu erhalten und wir können nur hoffen, dass es anwächst. Aber das große Problem: Er soll auf keinen Fall irgendeinen Druck auf die Nase bekommen! Ihn also wieder in seinen abgezäunten Bereich zu setzen war also nicht möglich, da er da halt immer den Zaun bearbeitet und seine Nase natürlich daran reibt. Schweren Herzens haben wir uns entschieden ihn dann zuerst mal auf dem Balkon anzusiedeln. Laut Tierärztin soll die Nase ungefähr eine Woche keiner Belastung ausgesetzt werden. Eine Woche ist eine lange Zeit und vermutlich ist er damit aus der Gruppe ganz draußen. Dazu kommt, dass er so alleine auf dem Balkon natürlich ungklücklich ist und sich nur ganz schwer zum Fressen animieren lässt. Er hat sich in seine Höhlen verzogen und nur wenn ich ihn mit Leckereien malträtiere, dann frisst er etwas. Er bekommt auch noch Schmerzmittel und Antibiotikum. Und jetzt sind wir wegen allem einfach nur noch ratlos: Damit seine Nase eine Chance bekommt zu heilen, sollte er alleine sein. Ohne seine Gruppe ist er depressiv und frisst nicht wirklich. Wie soll es weitergehen? Soll ich ihn zusätzlich päppeln oder reicht es wenn er immer wieder etwas frisst, wenn ich ihm die Dinge unter die Nase halte? Ausnahmsweise gibt es sogar Dinge wie Haferflocken usw. Und die ganz große Frage: Gibt es eine Chance, dass er wieder in seine Gruppe reinfindet? Wie sollen wir weitermachen? Er kann ja schlecht alleine auf dem Balkon bleiben. Jetzt ist mein Text ziemlich lang geworden, aber ich musste einfach mal meiner Ratlosigkeit Raum geben. Eigentlich sind in der Situation irgendwie alle Entscheidungen falsch ![]() Gruß Tabea
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