Liebes Forum,
bei meiner morgendlichen Zeitungslektüre stieß ich heute in der Süddeutschen (24./25.4.21, S. 3) auf "Deutsche Riesen: Wir sind kein Pandemieweltmeister, nicht mal mehr Fußballweltmeister. Immerhin: Die Zwergkaninchen-Weltmeisterschaft ist fest in deutscher Hand. Eine Erfolgsgeschichte", von Holger Gertz.
Aus meiner Sicht ein bezüglich der großen Tierschutz-Problematik der Kaninchen in Zucht und Wettbewerb absolut unkritischer Bericht: "Hinten im Verschlag sind die Kaninchen in ihren Ställen, Buchten genannt. Die Nippeltränke des Weltmeisters sieht auch nicht
prächtiger aus als die der Nichtweltmeister. Keine Namen an den Kästen, nur Kennziffern: '1.0. W 227" -> das ist aber nicht kritisch gemeint, denn gleich danach gehts so weiter im Text: "'Na, Hänschen', sagt Frigge [der Züchter], den Sieger streichelnd. Mensch und Tier, ins wortlose Gespräch vertieft, sind immer ein berührender Anblick".
Ich finde, da müsste man schon mal sagen, dass diese Haltung und Behandlung der Tiere von anderer Seite mit sehr guten Gründen als Qual bezeichnet wird. Ich überlege, einen Leserbrief zu schreiben, denke aber dass das Ganze vielleicht mehr Gewicht hat, wenn sich mehrere zusammentun. Auf jeden Fall ist der Artikel ein Beispiel dafür, dass in der Öffentlichkeit immer noch sehr sehr wenig darüber bekannt ist, was 'artgerecht' für Kaninchen bedeutet und warum man das im Sinne der Tiere anstreben sollte.
Falls also jemand von Euch sich angesprochen fühlt ...