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Kaninchen Vergesellschaftung funktioniert nicht.Liebe Mitglieder, wir haben ein sehr großes Problem hier zu Hause mit der Vergesellschaftung unserer Kaninchen. Hier eine Vorgeschichte dazu: Unsere Alex ist März 2016 mit drei weiteren Geschwistern bei uns geboren worden (Mutter Tara ist unbeabsichtigt trächtig bei uns eingezogen, Phili als potentielles Partnertier war ein frühkastrat). Sie ist in einer sechser Gruppe aufgewachsen und nach einem Jahr ist Ihr Bruder Michel gestorben (an E.c.) und darauf das Jahr Phili (der Partner Ihrer Mutter). Bis September 2020 hat sie zusammen mit Ihrer Mutter Tara, Ihrer Schwester Rita und Ihrem Bruder Robbi recht harmonisch zusammengelebt. Leider starb Ihr Bruder Robbi Ende September ganz plötzlich an einer Aufgasung, zwei Wochen später starb Ihre Schwester an einem Gebärmutter Tumor mit Nierenverversagen. Als ob das nicht schlimm genug gewesen wäre, starb Ihre Mutter neun Wochen später von heut auf morgen. Sie hatte einfach von heute auf morgen das fressen eingestellt und trotz "erfolgreicher" tierärztlicher Behandlung starb sie ein paar Stunden später. In den Jahren in der Gruppe gab es immer wieder Gruppentypische Rangeleien und Kämpfchen auch mit Bissen und Wunden, die aber mit Gegenseitigen Kuscheln und Pflegen wieder gutgemacht wurden. Nach dem Tod der anderen wollten wir die Alex definitiv nicht alleine lassen und wir entschieden uns dafür, ein gleichaltriges kastriertes Böckchen (Löwenköpfchen) einziehen zu lassen. Kurz zur Zimmersituation, Einrichtung: Sie bewohnen ein eigenes Kaninchenzimmer, ca. 12qm, in diesem Zimmer befinden sich zwei Käfige, die sie nur als Rückzugsmöglichkeit und Toilette nutzen, ansonsten wird das Zimmer unter Normalbedingungen durchgängig genutzt. Zusätzlich befinden sich drei kleine Toiletten und eine große mit Buddelkram in dem Zimmer. Als das neue Hasi bei uns eingezogen ist, haben wir Ihn (Fritzchen) erstmal zum beschnuppern in eines der Häuser gesetzt, das er erstmal ankommt. Er durfte auch erstmal um das Zimmer kennenzulernen die ersten paar Male alleine durch das Zimmer laufen. Alex befand sich dann immer im anderen Haus, eingesperrt. (Im nachhinein ein Fehler, wie wir jetzt wissen, aber bei den früheren Vergesellschaftungen war das nie ein Problem). Für die Vergesellschaftung selber haben wir uns extra nochmal belesen und haben alles so gemacht wie es beschrieben wurde, an einen "neutralen" Ort (Wohnzimmer), beide gleichzeitig raus, Futter usw. möglichst nicht eingreifen usw. Zu Beginn war auch alles soweit wie wir es kannten: Jagen, Kneifen, Springen usw. Aber dann kippte es recht schnell, sodass wir die beiden tatsächlich trennen mussten. Sie jagte Ihn nicht nur, sondern sie verbissen sich richtig ineinander, sodass er richtige Bisswunden hatte. Es war so schlimm, das er sich richtig zurückgezogen hat und Angst vor Ihr hatte. Am zweiten Tag wollte er gar nicht Laufen und zog sich immer mehr zurück. Dann hatten wir eine Situation, die uns das erste Mal stutzig werden ließ. Ich hatte die Alex zum streicheln auf dem Arm und mein Mann hatte Fritzchen. Wir saßen auf dem Sofa. Dann hat die Alex ihn gesehen und ich richtig auf ihn losgegangen. Mein Mann zog in dem Moment den Arm hoch um Fritzchen zu schützen und Alex verbiss sich dann in den Ärmel meines Mannes. Es war so heftig, das wir dann die Vergesellschaftung abbrechen mussten. Gott sei dank war die Strickjacke meines Mannes recht dick, sodass er keine Verletzung hatte. Wir haben mehrere Versuche im Wohnzimmer hinter uns, dann haben wir es im Tierzimmer weiter versucht, weil es bis dato dann keinen Sinn gemacht wo wir es machen. Im Wohnzimmer lief Fritzchen immer vor Ihr weg und suchte Schutz. Letzte Woche haben wir es dann im Tierzimmer versucht. Erst fing alles ganz harmlos an, typisches Fellfliegen, Jagen, Kneifen in Popo usw. Dann wurde wieder gebissen.... aber es war nicht so heftig, sodass ich sie erstmal hab machen lassen und es schien gut zu gehen. Nach ein paar Stunden bin ich dann wieder ins Zimmer rein und er war verletzt, hoppelte nicht gut, hatte Bisswunden und war Ängstlich. Also wieder Abgebrochen. Den heutigen Versuch mussten wir wieder abbrechen, diesmal habe ich es abbekommen. Sie ist direkt raus, auf Ihn drauf und verbiss sich in ihn, als ich etwas gegensteuern wollte, ließ sie los, drehte sich zu mir um und griff mich an und biss mir ordentlich in den Finger. Es hat ordentlich geblutet, aber das wird wieder heilen. Der Versuch scheiterte quasi nach nur zwei Minuten. Wir haben seit 15 Jahren Kaninchen und jede Vergesellschaftung hat funktioniert, so wie wir es immer gemacht haben. Nur diesmal ist alles anders und wir haben ein total bissiges Kaninchen und wir haben Angst das sie Fritzchen totbeisst. Wir haben unsere Tierärzte dazu befragt, da wurde uns gesagt, das sie durch den Tod der Familienmitglieder warscheinlich traumatisiert wäre. Wir haben sie vor etwa 4 Wochen kastrieren lassen, da Ihre Mutter und Ihre Schwester beide Gebärmuttererkrankungen hatten und man uns schon vor längerer Zeit empfohlen sie kastrieren zu lassen, damit sie das auch nicht bekommt. Im Moment fühlen wir uns es schlecht, weil wir denken, das wir alles falsch gemacht haben und sie deswegen gemeinsam einsam sind. Es ist bei Alex auch so, seitdem Ihre Familie nicht mehr da ist, ist sie extrem zurückgezogen, hoppelt nicht mehr viel, liegt eigentlich nur rum. Wenn wir versuchen sie zu beschäftigen, geht sie ins Haus und legt sich hin. Wir haben sie schon durchchecken lassen, Öhrchen/Zähnchen sind auch in Ordnung. Ich glaube wir brauchen einen Kaninchenflüsterer..... Wer kennt das Problem, wer hat Rat? Was sollen wir tun? Kann es auch einfach sein, das sie nicht verträglich miteinander sind? Gibt es noch andere Möglichkeiten, sie zusammenzuführen? Wir haben leider keinen Garten oder Garage. Unsere Badezimmer sind sehr klein. Liebe Valentinsgrüße Carina Kurze Info noch dazu: Gegenüber uns ist sie sonst nicht aggressiv. Sie lässt sich streicheln usw. Sie hat nur gegenüber Fritzchen dieses Verhalten. Geändert von Paki (14.02.2021 um 20:06 Uhr).
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| Also was ihr gemacht habt, klingt sehr vernünftig. Sie ist kastriert, das wäre meine nächste Frage gewesen. ist sie denn sonst komplett gesund? Aggressionen können auch von unentdeckten Schmerzen herrühren. Auch bei Weibchen dauert es etwa 6 Wochen, bis sich nach einer Kastra die Hormone beruhigen, man könnte als trennen und es in zwei Wochen nochmal auf neutralem Boden versuchen. Es gibt aber auch Kaninchen, die nicht miteinander verträglich sind. Das ist dann so und es sollte ein Partnertier gefunden werden, das besser passt. Was davon zutrifft, kannst nur du entscheiden, das ist nu das, was ich weiß. Viel Erfolg ![]()
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| Für mich liest es sich, als hättet ihr innerhalb kurzer Zeit mehrere VG Versuche gestartet? Mit immer wieder Trennung? Das ist nicht gut Ich würde noch nicht davon ausgehen, dass sie sich nicht mögen. Warum Alex jetzt so auf den neuen Partner reagiert (evtl. ist sie stark reviergebunden) kann ich nicht sagen, aber aufgeben würde ich noch nicht. Entweder man trennt über mind 2 Wochen ohne Riech- und Sehkontakt und versucht es an einem neutralem Ort (Wohnzimmer ist leider nun ausgenommen) oder, würde ich machen, das Zimmer mit Gehegeelementen teilen und die 2 erstmal ein paar Wochen beobachten
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| @4Chaoten: Er lebt jetzt acht Wochen bei uns und wir haben in den Wochen mehrere Versuche gestartet, die wir alle wegen den Beissattacken unterbrechen mussten. Fritzchen hat allein von letzter Woche 3 Bisswunden die nun alle verkrustet sind. Von heute habe ich noch nichts nachschauen können, weil er sich versteckt hatte. Viel kann es nicht sein, ich habe ja heute das meiste abbekommen. Aber das mit den Gehegeelementen wäre eine Idee. Da überlegt mein Mann schon. @Tintenherz: Das mit den Hormonen, das könnte es natürlich auch sein. Wir lesen im Moment so viel nach, das man ganz verrückt wird im Kopf. Aber mal jetzt so eine Frage auf die Aussage von der TA Praxis. Kann es wirklich sein, das sie traumatisiert ist? Gibt es das? Durch den Verlust? Und wenn es ein Verlusttrauma ist, kann man Ihr irgendwie helfen (ausser durch ein neues Partnertier?). Also wenn ich das als Mensch hätte, Bruder, Schwester und Mutter innerhalb von neun Wochen - das würde mich auch umhauen. Aber wie ist das bei Kaninchen? Unserer Erfahrung nach, war ein Partnerverlust für die Tiere immer sehr heftig - aber es war immer nur ein Partnertier. Jetzt haben wir die ganze Gruppe verloren, ich kann mir kaum vorstellen, das das so an ihr vorbeigelaufen ist ohne bleibende Eindrücke. Vielleicht hat hier ja jemand auch Erfahrung auf diesem Gebiet. Wir wollen wirklich alles berücksichtigen und alles zu deren besten machen. Ich bin für alle Vorschläge und Kritiken offen und bedanke mich im Voraus bei allem Beteiligten.
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| @Appeljack: Als wir im Dezember zum Ersteingangscheck mit Ihm waren, war laut TA alles in Ordnung. Wir werden Eure Tipps jetzt beherzigen und dann in ein paar Wochen ein neuen Versuch starten. Ich werde Euch berichten, wenn es was neues gibt. Vielen Dank ![]()
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